Ferienhausurlauber buchen im Schnitt 69 Quadratmeter Urlaubsglück

Deutscher Ferienhausverband liefert Fakten rund ums Ferienhaus

Berlin, 03. Juli 2019. So aufregend war Urlaub in Deutschland noch nie: heiße Sommer, attraktive Feriendomizile und mehr Privatsphäre denn je. Ferienhausurlaub wird immer beliebter. Ob als kleine Flucht aus dem Alltag, um sich große Urlaubsträume zu verwirklichen oder einfach Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen: Die Nachfrage nach Ferienhäusern ist 2018 um 13 Prozent gestiegen. Die eigene Heimat bleibt Reiseziel Nummer eins bei deutschen Ferienhausurlaubern. Dabei soll das Traumdomizil flexibel buchbar und komfortabel ausgestattet sein.

Nicht zuletzt der heiße Sommer hat Deutschland auf Platz eins der Hitliste der beliebtesten Ferienhausdestinationen geführt. Lieblingsregion ist die Ostseeküste, gefolgt von der Nordsee, der Alpenregion und die Mittelgebirge Bayerischer Wald und Harz. Die fünf der begehrtesten Auslandsreiseziele sind Spanien, Niederlande, Österreich, Kroatien und Italien. Im Schnitt buchen Ferienhausurlauber ein Domizil mit einer Wohnfläche von 69 Quadratmetern und zwei Schlafzimmern. Der Mietpreis liegt bei 711 Euro pro Woche in der Hauptsaison. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt sieben Tage. Drei Personen teilen sich ein Feriendomizil.

Und das sind die Must-Haves des Urlaubsdomizils: populärstes Suchkriterium ist das WLAN, gefolgt von der Möglichkeit, seinen Hund mitzunehmen. Terrasse/Balkon sowie Geschirrspüler und ein Kamin sind ebenfalls sehr beliebt und sollten unbedingt zum Ferienhausrepertoire gehören. Deutsche Ferienhausgäste mögen es flexibel und unkompliziert: Angesagt sind flexible An- und Abreisetage und variable Reisezeiträume. Auch das Bedürfnis nach einer schnellen und unkomplizierten Buchung und Zahlung wächst. Verstärkt nachgefragt werden Ferienhäuser mit Service-Extras wie Endreinigung oder Brötchendienst. Hinzu kommt die Sehnsucht nach ungewöhnlichen, authentischen Urlaubserlebnissen, die durchaus instagramtauglich sein dürfen. „Die Zukunft gehört den Millennials und deren Familien“, sagt Aye Helsig, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands. „Sie wünschen sich genau die Vorzüge, die ein Ferienhausurlaub bietet: Privatsphäre am quirligen Urlaubsort, Flexibilität bei gleichzeitig praktischer Ausstattung und die Option, den Urlaub individuell gestalten zu können.“ Auch 2019 erwartet der Verband eine weitere Steigerung bei Nachfrage und Buchungen. Die steigende Qualität der Wohnungen und der wachsende Wunsch nach authentischen Urlaubserlebnissen wird zukünftig weiteres Wachstum sichern. Der Ergebnisbericht kann unter www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2019 heruntergeladen werden.

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Die wichtigsten Trends bei der Ferienhausbuchung:

Beliebte Ausstattungskriterien

1. WLAN
2. Haustiere willkommen
3. Terrasse/Balkon
4. Geschirrspüler
5. Kamin

Top 10 der beliebtesten Destinationen

1. Deutschland
2. Spanien
3. Niederlande
4. Österreich
5. Kroatien
6. Italien
7. Dänemark
8. Frankreich
9. Portugal
10. Griechenland

Beliebteste Ferienhausregionen in Deutschland

1. Ostsee
2. Nordsee
3. Alpenregion
4. Bayerischer Wald
5. Harz

Das wünschen sich Ferienhausurlauber

1. Flexible An- und Abreisetage
2. Variable Reisezeiträume
3. Schnelle Buchung und Zahlung
4. Mehr Service
5. Ungewöhnliche Urlaubserlebnisse

Über die Branchenumfrage
Die Branchenumfrage wurde vom Deutschen Ferienhausverbands e. V. in Zusammenarbeit mit Pamela Premm – Public Relations, Konzeption und Text entwickelt und durchgeführt. Die ermittelten Ergebnisse sind Grundlage für die vierte Ausgabe von „Perspektive Ferienhaustourismus“. 13 Vermittler, Agenturen und Portale haben an der anonymen Online-Umfrage teilgenommen. Sie wurden zu Themen wie die Entwicklung von Umsatz- und Buchungszahlen, Trend-Destinationen, Buchungskriterien, Herausforderungen und Chancen befragt. Der Ergebnisbericht kann kostenlos heruntergeladen werden:
www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2019.

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Mehr als fünf Millionen Feriendomizile weltweit werden über die Mitgliedsunternehmen offeriert. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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Deutscher Ferienhausverband e. V.
c/o Premm PR | Pamela Premm
PR & Text für die Tourismusbranche
Tel. 0178 – 4 07 76 95
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Michelle Schwefel
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Weiteres Wachstumsjahr für die Ferienhausbranche

Perspektive Ferienhaustourismus 2019

⇒ zum Branchenbericht des Deutschen Ferienhausverbands

Deutscher Ferienhausverband e. V. veröffentlicht zum vierten Mal Ergebnisse der Branchenumfrage

Berlin, 11. Juni 2019. Die Zufriedenheit im Ferienhaussegment ist weiterhin hoch. Das Buchungswachstum lag 2018 bei 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Umsatzwachstum bewegte sich im Mittel bei 20 Prozent. Den Erfolg von Ferienwohnungen führten die Ferienhausanbieter auf das sich stetig verändernde Buchungsverhalten zurück. Der Wunsch nach einer flexiblen Urlaubsform, die mehr Privatsphäre erlaubt und diese mit praktischem Nutzen kombiniert, macht das Segment nach Angaben der Anbieter so erfolgreich. Der Ergebnisbericht kann unter www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2019 heruntergeladen werden.

Buchungsverhalten verändert sich
Das Buchungsverhalten hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Flexibilität ist auf dem Ferienhausmarkt gefragter denn je. Der Wunsch der Urlauber, eine Ferienwohnung nicht mehr nur von Samstag auf Samstag buchen zu können, wählten die Anbieter auf Platz eins im Ranking der Trends auf dem Ferienhausmarkt. Nach Anbieterangaben stehen auch flexiblere Reisezeiträume hoch im Kurs, gefolgt von dem Bedürfnis nach einer schnellen, unkomplizierten Buchung und Zahlung. Verstärkt nachgefragt werden auch Ferienhäuser, die neben der Privatsphäre Service-Extras wie die Endreinigung oder den Brötchendienst bieten. Platz fünf geht an die wachsende Sehnsucht nach ungewöhnlichen Urlaubserlebnissen.

Erfolgsfaktor Ferienhausurlaub: flexibler, praktischer, privater
Ferienhausurlaub ist seit vielen Jahren auf dem Vormarsch. Gründe für die positive Erfolgsbilanz sind vielfältig. Nach Angaben der Anbieter besteht das Topkriterium darin, dass Ferienwohnungen von Reisenden als preisgünstigere und flexiblere Alternative zu anderen Übernachtungsformen wahrgenommen werden. Hinzu gesellt sich der Wunsch nach mehr Privatsphäre und Rückzugsmöglichkeit im Urlaub. „Für Familien sind Ferienwohnungen die beste Unterkunftsform, da sie sowohl bei Preis-Leistung als auch Privatsphäre punkten können“, sagt Aye Helsig, Vorsitzender des DFV. Platz drei im Ranking der Erfolgsfaktoren nimmt der praktische Nutzen ein. Die Chance, sich selbst zu verpflegen, mehr Platz und eine umfangreiche Ausstattung nutzen zu können, ist gerade bei längeren Aufenthalten für die Wahl der Unterkunft ausschlaggebend. Auch die Möglichkeit, einfach und unkompliziert online zu buchen, spricht viele neue Zielgruppen an. „Die Zukunft gehört den Millennials und deren Familien“, ergänzt Helsig. „Sie wünschen sich genau die Vorzüge, die ein Ferienhausurlaub bietet: Privatsphäre am quirligen Urlaubsort, Flexibilität bei gleichzeitig praktischer Ausstattung und die Option, den Urlaub individuell gestalten zu können.“ Nicht zuletzt zeigte auch der Jahrhundertsommer 2018 Wirkung und sorgte für viele kurzfristige innerdeutsche Buchungen in der vergangenen Saison.

Deutschland bleibt unangefochten an der Spitze – Spanien bei Auslandsreisenden beliebt
Deutschland konnte auch 2018 die meisten Ferienhausbuchungen verzeichnen und bleibt, nicht zuletzt aufgrund des hervorragenden Sommers, unangefochten an der Spitze. Bei den deutschen Urlaubsregionen gingen die meisten Buchungen an die Ostseeküste, gefolgt von der Nordsee und der Alpenregion. Platz vier und fünf belegten die Mittelgebirge Bayerischer Wald und Harz. Den Titel der beliebtesten Auslandsdestination 2018 sicherte sich laut Buchungsergebnissen der Ferienhausanbieter Spanien, das sich durch die günstige Fluganbindung auch für Familien zu einem begehrten Individualreiseziel gemausert hat. Die Niederlande, bei Haustierurlaubern besonders gefragt, belegten Platz drei. Österreich, das gerade in den letzten Jahren viel in familienfreundliche Freizeitangebote investiert hat, konnte sich den vierten Platz sichern. Auf Platz fünf landet Kroatien. Dort sind in den letzten Jahren hochwertige Feriendomizile zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis entstanden, die besonders für den Urlaub mit Freunden oder größeren Gruppen attraktiv sind.
Im Schnitt buchten Ferienhausurlauber nach Angaben der Anbieter ein Domizil mit zwei Schlafzimmern, einer Wohnfläche von 69 Quadratmetern und zu einem Mietpreis von 711 Euro pro Woche in den Sommerferien. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei sieben Tagen, drei Personen teilten sich im Schnitt ein Feriendomizil. Beliebtestes Kriterium auf der Suche nach dem passenden Domizil war das WLAN, gefolgt von der Möglichkeit, sein Haustier mitnehmen zu können. Terrasse oder Balkon belegten den dritten Platz. Auf Platz vier und fünf finden sich Geschirrspüler und Kamin wieder.

Regulierungen dämpfen die Stimmung
Die Anbieter schauen positiv auf die Reisesaison 2019 und erwarten eine weitere Steigerung bei Nachfrage und Buchungen. Insbesondere die steigende Qualität der Wohnungen wird auch zukünftig das Wachstum sichern. Auch bei den Gruppenreisen werden Ferienhäuser immer beliebter, versprechen Quality time beim Urlaub mit der Großfamilie oder Freunden. Doch trotz positiver Erwartungen gibt es vor allem auf politischer Ebene Entwicklungen, die die Stimmung dämpfen.

Als größte Herausforderung 2018 werteten die Anbieter die neuen Bestimmungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die für viele Anbieter zu Verunsicherung geführt haben. Zudem schätzen 80 Prozent der Anbieter das Risiko hoch bzw. sehr hoch ein, dass Zweckentfremdungsverbote, die ihren Ursprung in den Städten haben, um dort dem Wohnungsmangel zu begegnen, auf touristische Regionen überschwappen könnten. Sie wünschen sich daher eine sorgfältige Evaluierung in den jeweiligen Ländern und Regionen, ob eine Regulierung notwendig und zielführend ist, bevor gesetzliche Schritte diskutiert werden. Viele der Anbieter sehen in gesetzlichen Beschränkungen einen Eingriff in die unternehmerische Freiheit, der unter Umständen zur Existenzbedrohung für Vermieter werden kann. Ein Großteil der bisher erlassenen Zweckentfremdungsverbote sieht keinen ausreichenden Bestandsschutz vor, oder es wird eine schriftliche Genehmigung für die Nutzung als Ferienwohnung verlangt, die viele Vermieter nicht haben, weil sie von Seiten der Behörden jahrzehntelang nicht verlangt wurde.

Nach Auffassung der Anbieter sollten Ferienwohnungen in erster Linie als Chance verstanden werden, die nicht nur den Tourismus in den Regionen sichern, sondern Arbeitsplätze schaffen, Einnahmen in die kommunalen Kassen spülen und es Privatleuten ermöglichen, unternehmerisch tätig zu sein.

Über die Branchenumfrage
Die Branchenumfrage wurde vom Deutschen Ferienhausverbands e. V. in Zusammenarbeit mit Pamela Premm – Public Relations, Konzeption und Text entwickelt und durchgeführt. Die ermittelten Ergebnisse sind Grundlage für die vierte Ausgabe von „Perspektive Ferienhaustourismus“. 13 Vermittler, Agenturen und Portale haben an der anonymen Online-Umfrage teilgenommen. Sie wurden zu Themen wie die Entwicklung von Umsatz- und Buchungszahlen, Trend-Destinationen, Buchungskriterien, Herausforderungen und Chancen befragt. Der Ergebnisbericht kann kostenlos heruntergeladen werden:
www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2019.

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Mehr als fünf Millionen Feriendomizile weltweit werden über die Mitgliedsunternehmen offeriert. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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Michelle Schwefel
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Deutscher Ferienhausverband begrüßt Bestandsschutz für Ferienwohnungen in Niedersachsen

Hannover/Berlin, 03.04.2019. Am vergangenen Mittwoch hat der Niedersächsische Landtag ein Zweckentfremdungsgesetz verabschiedet, dass auch im starken Maße den Tourismus in Ferienwohnungen betrifft. Sollte eine Kommune fortan eine Zweckentfremdungssatzung erlassen, ist die Vermietung an Urlaubsgäste nur noch für zwölf Wochen im Jahr genehmigungsfrei. In Fremdenverkehrsgebieten sogar nur für acht Wochen. Erfreulich: Vermietern, die bereits vor dem 01.01.2019 ihre Ferienwohnung rechtmäßig an Urlauber vermietet haben, wird ein Bestandsschutz eingeräumt.

„Wir haben uns vehement dafür eingesetzt, dass es einen Bestandsschutz für bestehende Ferienwohnungen in Niedersachsen gibt“, sagt Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des Deutschen Ferienhausverbands. „Die Tourismusorte leben von ihren Ferienhausgästen. Insbesondere bei Familien sind Ferienwohnungen sehr beliebt und tragen maßgeblich zur Attraktivität eines Tourismusortes bei.“ Feriengäste sorgen für reichlich Umsatz bei lokaler Gastronomie und Einzelhandel. Sie zahlen Kurtaxe und die umfangreichen Kultur- und Freizeitangebote für Touristen kommen auch den Einheimischen zugute.

Doch nicht nur für den Tourismus hätte eine anderslautende Regelung negative Folgen gehabt. Der Verband versteht die Regulierungen als massiven Eingriff in verfassungsmäßig garantierte Eigentumsrechte. „Jeder Eigentümer kann dieses Szenario nachvollziehen. Man vermietet seit Generationen an Ferientouristen, benötigte dafür nie eine Genehmigung und wird dann von heute auf morgen ins Unrecht gesetzt. Das schadet nicht nur dem Tourismus, sondern auch den Existenzen der Vermieter.”

Trotz der Freude über den Bestandsschutz – ein Wermutstropfen bleibt: Offen ist derzeit, wie die Betroffenen die Rechtmäßigkeit der Vermietung nachweisen müssen und mit welchem bürokratischen Aufwand das verbunden sein wird. „Oftmals brauchten Vermieter bisher gar keine Genehmigung. Daher wollen wir auf eine praxisnahe Lösung hinwirken. Mietverträge und Belege über Kurtaxe und Tourismusabgaben sollen zukünftig ausreichen, um eine rechtmäßige Vermietung zu belegen.” Zudem hält es der Verband für sinnvoll, erst ab dem Tag zu regulieren, an dem das Gesetz in Kraft tritt und nicht rückwirkend zum 01. Januar 2019. „Eigentümer, die bereits in diesem Jahr mit der Vermietung an Feriengäste begonnen haben, haben dies basierend auf dem geltenden Recht getan und in gutem Glauben gehandelt“, sagt Schwefel. „Eine Investition in eine Ferienwohnung kann sich über einen gewissen Zeitraum erstrecken. Man würde jene Vermieter ungleich behandeln, wenn ihnen durch einen vorzeitig gesetzten Stichtag die Rechtsgrundlage entzogen werden würde.“

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Mehr als fünf Millionen Feriendomizile weltweit werden über die Mitgliedsunternehmen offeriert. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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Geplantes Zweckentfremdungsgesetz in Brandenburg schießt über das Ziel hinaus

Nach Niedersachsen plant nun auch Brandenburg ein Zweckentfremdungsverbot für Ferienwohnungen: Deutscher Ferienhausverband hält Bedarf für fraglich

Potsdam/Berlin, 07.03.2019. Im brandenburgischen Ausschuss für Infrastruktur und Landesplanung wird heute der Entwurf eines Gesetzes über das Verbot von Zweckentfremdung von Wohnraum diskutiert. Unter das Zweckentfremdungsverbot sollen auch Ferienwohnungen fallen. Der Deutsche Ferienhausverband e. V. bezweifelt die Verhältnismäßigkeit des Gesetzes. Ausschließlich Potsdam hat nach einer Umfrage des Ministeriums unter allen Gemeinden mit angespanntem Wohnungsmarkt Bedarf für ein solches Gesetz angemeldet. Dabei liegt der Anteil von Ferienwohnungen am Gesamtwohnungsbestand bei gerade einmal 0,2 Prozent.

„Mit einem solchen Gesetz wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen“, sagt Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin vom Deutschen Ferienhausverband. „Der Anteil von Ferienwohnungen am Gesamtwohnungsmarkt ist selbst in Potsdam marginal.“ Im Vergleich zum Gesamtbestand an Wohnungen wird nur eine relativ geringe Anzahl von Ferienwohnungen in Brandenburg angeboten. Der Großteil der Objekte liegt in Gebieten, in denen es keinen Mangel an bezahlbarem Wohnraum gibt und die Mietpreise günstig sind. In Potsdam selbst liegt der prozentuale Anteil der Ferienwohnungen am Gesamtwohnungsbestand bei höchstens 0,2 Prozent. 2016 gab es 91.500 Wohnungen in der Landeshauptstadt, dem gegenüber stehen nach Angaben der Stadt rund 130 bis maximal 200 Ferienwohnungen.

Der Deutsche Ferienhausverband bezweifelt, dass eine tiefeinschneidende Regulierung von Zweckentfremdung, wie sie der Gesetzesentwurf insbesondere für die Vermietung an Feriengäste vorsieht, verhältnismäßig ist. Angesichts der geringen Anzahl von Ferienwohnungen in Potsdam würde selbst ein Totalverbot keine spürbaren Auswirkungen auf die Mieten haben. Woran es in Potsdam mangelt, ist neu gebauter Wohnraum. Potsdam steht damit nicht allein: Viele Kommunen haben jahrelang ihre Hausaufgaben nicht gemacht und insbesondere den sozialen Wohnungsbau vernachlässigt. Diese Versäumnisse lassen sich mit dem Verbot von Ferienwohnungen nicht auffangen.

Laut Gesetzesentwurf soll für Vermieter von Ferienwohnung eine Übergangsfrist von zwei Jahren gelten, in der ein Bestandsschutz greift. Danach muss jede Ferienwohnung einzeln genehmigt werden. Das bedeutet nicht nur einen erheblichen bürokratischen Aufwand für die Betroffenen. Ob eine Genehmigung erteilt wird, ist ungewiss. Für alle anderen Branchen sieht das Gesetz hingegen einen großzügigen Bestandsschutz vor. Man folgt damit dem Vorbild des Berliner Zweckentfremdungsgesetzes. Der DFV sieht das kritisch: „Es kann nicht sein, dass eine Branche willkürlich herausgegriffen und schlechter gestellt wird. Schon in Berlin hat der fehlende Bestandsschutz für große Verunsicherung bei den Anbietern geführt“, sagt Michelle Schwefel.

Der fehlende Bestandsschutz wird aktuell vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelt. Nach Auffassung des Verbands stellt das Gesetz einen unverhältnismäßigen Eingriff in die verfassungsmäßig garantierten Rechte auf Eigentum und freie Berufsausübung dar. „Die Vermietung einer Ferienwohnung ist für viele Menschen ein wichtiger Neben- oder Haupterwerb und damit ein bedeutender Bestandteil der eigenen Existenz und Altersvorsorge. Diese durch ein solches Gesetz zur Aufgabe zu drängen, ist unverhältnismäßig und ein völlig falsches Signal. Zusätzlich wird die genehmigungsfreie Vermietung von Ferienwohnungen zukünftig auf acht Wochen pro Jahr begrenzt. Das ist lebensfremd und nicht bürgerfreundlich. Damit wäre selbst die Vermietung an Urlauber während eines Auslandssemesters genehmigungspflichtig“, so Schwefel weiter.

Besorgt ist der Verband vor allem über die Signalwirkung, die das Zweckentfremdungsverbot in Berlin entfaltet. „Wir beobachten zunehmend, dass Kommunen und Länder sich dem Trend anschließen, Ferienwohnungen begrenzen zu wollen, ohne den Mietmarkt zuvor empirisch zu untersuchen“, erklärt Schwefel. Der Verband fordert Kommunen auf, zuvor präzise zu analysieren, ob ein Verbot der Zweckentfremdung dazu beitragen kann, bezahlbaren Wohnraum zurückzugewinnen und einer Steigerung der Mieten zu begegnen, bevor eine solche Satzung erlassen wird. „Man darf nicht vergessen, dass Ferienwohnungen erheblich zur Attraktivität eines Tourismusortes beitragen und Wohlstand schaffen“, so Schwefel. Nicht nur Vermieter, auch Gastronomie, Einzelhandel und Freizeiteinrichtungen profitieren von den Feriengästen. Dabei zählen insbesondere Familien zu den Stammgästen in Ferienwohnungen, weil es für sie eine komfortable und preisgünstige Möglichkeit ist, Urlaub zu machen. Ein Land wie Brandenburg profitiert davon ganz besonders.

Laut einer Studie des DFV und FeWo-direkt umfasst der private Ferienhausmarkt in Brandenburg insgesamt 17.900 Betten mit rund 1,59 Millionen Übernachtungen jährlich.
Die Urlaubsgäste geben durchschnittlich 72,10 Euro pro Tag am Urlaubsort für Unterkunft, Verpflegung, Einkäufe und Dienstleistungen im Bereich Freizeit, Kultur und Mobilität aus. In der Summe generiert allein der private Ferienhausmarkt in Brandenburg rund 114,6 Mio. Euro Bruttoumsatz pro Jahr (Quelle: Der Ferienhausmarkt in Deutschland). Die ökonomischen Abstrahleffekte des privaten Ferienwohnungsmarkts auf angrenzende Wirtschaftszweige wie Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungen sind dabei nicht zu unterschätzen. Ferienwohnungsgäste schaffen und erhalten Arbeitsplätze in der Region. Das gilt insbesondere für den ländlichen Raum.

Die komplette Stellungnahme gibt es unter http://www.deutscher-ferienhausverband.de/stellungnahme-zum-entwurf-eines-gesetzes-ueber-das-verbot-von-zweckentfremdung-in-brandenburg

> Pressefoto Michelle Schwefel

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Mehr als fünf Millionen Feriendomizile weltweit werden über die Mitgliedsunternehmen offeriert. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Anhörung in Hannover: Ferienhausverband kritisiert geplantes Zweckentfremdungsverbot in Niedersachsen

Deutscher Ferienhausverband e. V. sieht unkalkulierbare Folgen für den Ferienwohnungs-Tourismus in Niedersachsen

Hannover/Berlin, 04.03.2019. Am heutigen Montag, dem 04.03.2019 wird im Niedersächsischen Landtag in Hannover der Entwurf eines Gesetzes über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum diskutiert. Im Fokus dieses Gesetzesentwurfs stehen unter anderem Ferienwohnungen, die an Urlaubsgäste vermietet werden. Das Gesetz ermächtigt Kommunen bei Bedarf die Vermietung von Ferienwohnungen an Touristen einzuschränken. Die Vermietung könnte damit auf zwölf Wochen pro Jahr begrenzt werden. In Fremdenverkehrsgebieten sogar auf nur acht Wochen. Der Verband bewertet das Gesetz als unverhältnismäßig und macht auf die Folgen aufmerksam.

„Man kann ein Gesetz, wie es in Berlin und anderen Großstädten seinen Ursprung hatte, nicht auf ein Bundesland wie Niedersachsen übertragen, das viele touristisch relevante Gebiete abdeckt“, sagt Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des DFV. Der Entwurf räumt Kommunen die Möglichkeit ein, die Vermietung von Ferienwohnungen auf die Dauer von zwölf Wochen pro Jahr zu beschränken. In Regionen mit Fremdenverkehrsfunktion soll die Vermietung auf acht Wochen pro Jahr eingegrenzt werden können. Ein Bestandsschutz ist bislang nicht vorgesehen.

„Eine solche Beschränkung wurde ursprünglich auf die Bedürfnisse von Homesharern in Städten zugeschnitten, die ihre Wohnung bei eigener Abwesenheit untervermieten können. Das airbnb-Gesetz widerspricht der gelebten Wirklichkeit in Urlaubsgebieten, deren Zweck und Charakter ausdrücklich durch die Beherbergung von Urlaubsgästen geprägt ist“, sagt Schwefel. Niedersachsen ist ein Urlaubsland. Jede dritte Übernachtung findet in einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus statt. Insbesondere Küstenorte, in denen die Vermietung von Ferienwohnungen seit Generationen gängige Praxis ist, leben von Tourismuseinnahmen – ebenso wie die Vermieter der Ferienimmobilien. „Ein solches Gesetz stellt einen massiven Eingriff in die verfassungsrechtlich garantierten Grundrechte auf Eigentum und auf freie Berufsausübung dar, die es zu schützen gilt“, erklärt Schwefel. Der DFV gibt zu bedenken, dass die Vermietung einer Ferienwohnung für viele Menschen ein wichtiger Neben- oder Haupterwerb ist oder zur Altersvorsorge beiträgt. Eine Obergrenze von wenigen Wochen im Jahr, würde nach sich ziehen, dass viele private Anbieter ihre Vermietung aufgeben müssten.

„Uns ist es ein wichtiges Anliegen auf die Unverhältnismäßigkeit hinzuweisen, mit denen gegen Ferienwohnungen vorgegangen wird“, sagt Schwefel. „Wenn es zu wenige Wohnung gibt, liegt das vor allem am unzureichenden Wohnungsbau. Warum sind Ferienwohnungen, die seit Jahrzehnten bestehen und ein fester Bestandteil des Tourismus in Niedersachsen sind, auf einmal ein Problem? Wenn es die steigende Anzahl an Ferienwohnungen ist, dann sollte man auch dort punktgenau regulieren und allen aktuellen Vermietern einen Bestandsschutz gewähren.“ Ob ein Wohnungsmangel in einem bestimmten Gebiet besteht und die Urlaubsvermietung dazu beiträgt, sollte zudem faktenbasiert ermittelt werden.

Der Verband fordert, die gewachsenen Strukturen in Tourismusorten zu wahren. Eine Regulierung darf nicht dazu führen, dass Urlaubsgäste, Anbieter und Vermittler von Ferienwohnungen und -häusern nachhaltig verunsichert und das Ansehen von Tourismusorten und -regionen beschädigt werden. 10,7 Millionen Übernachtungen finden pro Jahr in privaten Ferienwohnungen statt, 6.3 Millionen in gewerblichen Ferienwohnungen. In der Summe generiert allein der private Ferienhausmarkt in Niedersachsen rund 859,5 Mio. Euro Bruttoumsatz (Quelle: Der Ferienhausmarkt in Deutschland, Deutscher Ferienhausverband, FeWo-direkt). „Eine Zweckentfremdungssatzung, die die Vermietung auf wenige Wochen im Jahr beschränkt, hätte verheerende Folgen für Vermietung und den Tourismus und Kommunen gingen wertvolle Einnahmen verloren“, resümiert Schwefel.

Die komplette Stellungnahme gibt es unter http://www.deutscher-ferienhausverband.de/stellungnahme-zum-gesetzesentwurf-ueber-das-verbot-der-zweckentfremdung-von-wohnraum-in-niedersachsen/

> Pressefoto Michelle Schwefel

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Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Mehr als fünf Millionen Feriendomizile weltweit werden über die Mitgliedsunternehmen offeriert. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Anhörung Schleswig-Holstein: Ferienwohnungen haben hohen Mehrwert für die Region

Deutscher Ferienhausverband e. V. plädiert, nicht vorschnell zu regulieren

Kiel/Berlin, 27.02.2019. Am heutigen Mittwoch, dem 27.02.2019 wird im Landtag Schleswig-Holstein über den Umgang mit Ferienwohnungen diskutiert. Michelle Schwefel, Leiterin der Geschäftsstelle des Deutschen Ferienhausverbands nimmt als Sachverständige teil. Sie rät Städten und Kommunen zur Vorsicht bei der Regulierung von Ferienwohnungen und verweist auf mögliche Konsequenzen. „Ferienwohnungen sichern regionale Tourismuseinnahmen und Arbeitsplätze. Sie haben in vielen Ferienorten zum touristischen und wirtschaftlichen Aufschwung beigetragen. Ein weitreichendes Verbot könnte einen großen Imageschaden nach sich ziehen.“

Die Vermietung von Ferienwohnungen ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für das Urlaubsland Schleswig-Holstein. 45 Prozent aller Übernachtungen von Feriengästen in Schleswig-Holstein finden in einer Ferienimmobilie statt. Der Anteil von Übernachtungen in privaten Ferienwohnungen liegt bei knapp zehn Millionen Übernachtungen. Hinzu kommen weitere sechs Millionen Übernachtungen bei gewerblichen Ferienwohnungsanbietern. Urlaubsgäste in privaten Ferienunterkünften in Schleswig-Holstein geben durchschnittlich 74 Euro pro Tag am Urlaubsort für Unterkunft, Verpflegung, Einkäufe und Dienstleistungen im Bereich aus Freizeit, Kultur und Mobilität aus. Daraus generiert allein der private Ferienhausmarkt in Schleswig-Holstein 719 Millionen Euro Bruttoumsatz pro Jahr (Studie: Der Ferienhausmarkt in Deutschland, FeWo-direkt und Deutscher Ferienhausverband e. V.).

Feriengäste beleben aber nicht nur die örtliche Wirtschaft: Zugleich können auch Anwohner vom Verkehrs- und Freizeitangebot profitieren. Laut Reiseanalyse 2018 sind Ferienwohnungen die beliebteste Unterkunftsform beim Urlaub in Deutschland. „Die Ferienhausnachfrage entwickelt sich seit Jahren positiv. Diesem Trend mit Regulierungen zu begegnen, ist für ein Urlaubsland wie Schleswig-Holstein nicht der richtige Weg“, erklärt Schwefel. „Wir haben es mit teils über Generationen gewachsene Strukturen zu tun, das Miteinander von Feriengästen und Einheimischen ist eine gelebte und geschätzte Tradition. Nicht zuletzt macht diese familiäre Form des Urlaubs einen wichtigen Erfolgsfaktor für einen Tourismusstandort aus.“ Familien wissen den Urlaub in einer Ferienwohnung als bezahlbare und komfortable Alternative zu schätzen und kommen teilweise in zweiter Generation in ihren angestammten Urlaubsort. Aber auch immer mehr Individualtouristen entscheiden sich für das Ferienhaus als Domizil. Viele Menschen, die sich an Nord- und Ostsee eine Ferienwohnung gekauft haben, sind schon früher als Gäste vor Ort gewesen.

Der Verband beobachtet zunehmend, dass Ferienwohnungen erst jahrelang geduldet und dann verboten werden sollen. „Das ist eine Vorgehensweise, die wir nicht gutheißen können. Vermieter haben sich vielerorts Existenzen aufgebaut und mit Ferienvermietung kalkuliert. Solche Verbote stellen einen erheblichen Eingriff in das verfassungsrechtlich garantierte Recht auf Eigentum dar, bringen Vermieter in Schwierigkeiten und schrecken zukünftige Investoren ab.“ Der Ferienhausverband plädiert daher für einen umfangreichen Bestandsschutz für bestehende Ferienwohnungen und fordert eine sachliche Diskussion, wenn es um den privaten Ferienhausmarkt geht.

Urlaub im Ferienhaus ist für viele Regionen ein wichtiger Erfolgsfaktor, der zur Attraktivität einer Region beiträgt. „Wenn eine Kommune zu dem Schluss kommt, dass reguliert werden muss, weil akute Wohnungsnot herrscht, dann wünschen wir uns eine Regulierung mit Augenmaß, die evidenzbasiert ist. Die rechtliche Handhabe ergibt sich aus der BauNVO. Es reicht nicht, anzunehmen, dass Ferienwohnungen den Wohnungsmarkt negativ beeinflussen. Was wir brauchen, sind belastbare Zahlen und eine regelmäßige Überprüfung, ob das Verbot den gewünschten Effekt hat“, so Schwefel. Der Verband begrüßt es, dass die Landesregierung Schleswig-Holstein erst einmal prüfen will, ob eine Regulierung notwendig ist und damit das gewünschte Augenmaß beweist.

Zur ausführlichen Stellungnahme des Verbands: http://www.deutscher-ferienhausverband.de/stellungnahme-zum-thema-klare-regeln-fuer-vermietung-von-ferienunterkuenften-ueber-buchungsportale-in-schleswig-holstein/

> Pressefoto Michelle Schwefel

> Meldung als PDF

Über die Anhörung
Die Anhörung findet am 27. Februar 2019 um 11 Uhr im Wirtschaftsausschuss des Landtags Schleswig-Holstein in Kiel statt. Anträge:
Klare Regeln für Vermietung von Ferienunterkünften über Buchungsportale, Antrag der Fraktion der SPD: Drucksache 19/930
Fairer Wettbewerb bei der Vermietung von Ferienunterkünften, Alternativantrag der Fraktionen von CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP: Drucksache 19/979

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Mehr als fünf Millionen Feriendomizile weltweit werden über die Mitgliedsunternehmen offeriert. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Deutscher Ferienhausverband setzt Schwerpunkte zur nationalen Tourismusstrategie des Bundes

DFV fordert mehr Augenmaß bei Regulierungen und eine Stärkung des Ferienhaustourismus in Deutschland

Berlin, 11.12.2018. Der Deutsche Ferienhausverband hat ein 9-Punkte-Papier zur nationalen Tourismusstrategie ausgearbeitet. Demnach sollen Ferienwohnungen und Ferienhäusern als beliebte Urlaubsform von inländischen und ausländischen Gästen mehr Bedeutung zugesprochen werden. Bisher habe das Segment in tourismuspolitischen Berichten eher eine untergeordnete Rolle gespielt. Dabei trägt der Markt mit seinem Umsatzvolumen von 8 Mrd. Euro pro Jahr erheblich zum Einkommen aus dem Tourismussegment bei.

Deutschland ist ein Reiseziel für Individualurlauber. Nur 15 Prozent der Reisen wurden 2015/16 laut tourismuspolitischem Bericht der Bundesregierung als organisierte Reise gebucht. „Eine Stärkung des Ferienhaustourismus bedeutet auch eine Stärkung der beliebtesten Urlaubsform innerhalb Deutschlands“, sagt Aye Helsig, Vorsitzender des DFV. „Der Wunsch, seinen Urlaub flexibel, komfortabel und bezahlbar zu gestalten, ist populärer denn je. Deutschland lebt vom Individualtourismus. Daher gilt es den Ferienhausbestand zu schützen und zu fördern.“

Zu vorschnell und ohne ausreichende Faktenlage werde häufig gegen die Vermietung von Ferienwohnungen vorgegangen. „Neue Verordnungen und Zweckentfremdungsverbote werden ausgesprochen, ohne dass Sachverhalte in den Städten, Regionen und Kommunen im Vorfeld objektiv bewertet wurden“, sagt Michelle Schwefel, politische Sprecherin des Verbands. Häufig fehle es an validen Daten und einer präzisen Analyse der Übernachtungsangebote vor Ort. „Es gibt beispielsweise keinerlei Belege dafür, dass Ferien- und Zweitwohnungen einen relevanten Einfluss auf die Entwicklung des Wohnungsmietmarkts haben“, sagt Schwefel. „Damit Städte und Kommunen die richtigen Schlüsse ziehen können, bedarf es aussagekräftiger Daten.“ Viele Regulierungen seien auf die Bedürfnisse der Sharing Economy ausgerichtet, Vermieter von Zweit- und Ferienwohnungen sind oft von Ausnahmeregelungen ausgeschlossen und haben selten eine Chance auf eine Genehmigung oder Bestandsschutz. „Viel zu oft gehen neue Verordnungen und hohe Auflagen auf Kosten der Vermieter von Zweit- und Ferienwohnungen, die in ihrem Grundrecht auf Eigentum und in ihrer Existenz beschnitten werden“, ergänzt Schwefel und warnt vor einem gefährlichen Schneeballeffekt für Deutschland. „Verordnungen sprießen allerorts wie Pilze aus dem Boden, was noch nicht absehbare Folgen für den Deutschlandtourismus haben könnte.“ Um dem entgegenzuwirken, wünscht sich der Verband eine bessere Koordination zwischen Bund, Ländern und Gemeinden und einen engeren Austausch mit Verbänden und Akteuren aus der Tourismuswirtschaft. Es wäre sinnvoll, Rahmenbedingungen auf Bundesebene zu schaffen, um den Tourismus in Deutschland zu fördern und den Mittelstand zu stärken.

„Kleinere, regionale und mittelständische Unternehmen sind von Gesetzesvorgaben überproportional stark betroffen. Für sie sind Hürden, die sich beispielsweise aus der Datenschutzgrundverordnung ergeben, deutlich schwieriger zu meistern als für große Anbieter“, ergänzt Schwefel. Um Fehlentwicklungen entgegensteuern zu können, bedürfe es eine zeitnahe Evaluierung der Auswirkungen von gesetzlichen Regelungen auf die Tourismuswirtschaft, so der Verband. „Wir wünschen eine engere Zusammenarbeit mit politischen Vertretern, um die Wirtschaftskraft und die Zukunft des Ferienhaustourismus in Deutschland auf sichere Füße zu stellen“, fügt Helsig hinzu. „Für strukturschwache, ländliche Gebiete sind Ferienwohnungen eine große Chance, die eigene Region aufzuwerten. Wir sollten daher nach sinnvollen Lösungen suchen und den Tourismus nicht nur als Problem betrachten.“

Der Tourismus ist eine wirtschaftsstarke Querschnittsbranche, an die das Ferienhaussegment einen großen Anteil hat. Der Deutsche Ferienhausverband setzt sich für den Erhalt touristischer Strukturen ein, mit Augenmerk auf den ökonomischen Wert von privaten und gewerblichen Ferienwohnungen für Deutschland, als Sinnbild für eine freie, gastfreundliche Gesellschaft und zum Ausbau des positiven Images als eines der beliebtesten Reiseländer Europas.

> 9-Punkte-Papier des DFV zur nationalen Tourismusstrategie
> Meldung als PDF

Fünf neue Mitglieder für den DFV

Deutscher Ferienhausverband wächst auf 22 Mitgliedsunternehmen an

Logo-Collage-DFV-3Berlin, 21. November 2018. Der Deutsche Ferienhausverband begrüßt fünf neue Mitglieder in seinen Reihen. Aktuellster Neuzugang ist HomeToGo. Die Suchmaschine für Ferienhäuser und -wohnungen durchsucht mehr als 15 Millionen Angebote von über 300 Anbietern weltweit. Hinzu kommen die Küstenspezialisten Ostsee-Ferienhausvermietung Gosch, die Metatravel Service GmbH mit ihren Marken Ostsee24 und Nordsee24, die Eiderstedter Appartements & Immobilien, der Spezialist für Ferienimmobilien in St. Peter-Ording und LandReise.de, der Vermittlungsservice für Unterkünfte auf dem Land. Damit ist der größte Branchenverband Deutschlands auf insgesamt 22 Mitglieder angewachsen.

„Der Deutsche Ferienhausverband ist die Stimme der Branche. Wir freuen uns daher besonders über die positive Entwicklung der Mitgliederzahlen“, sagt Aye Helsig, Vorsitzender des DFV und ergänzt: „Aufgrund zunehmender Marktregulierungen und steigender Anforderungen an die Anbieter, sind eine intensive Zusammenarbeit und ein enger Informationsaustausch notwendiger denn je.“ Doch die Mitgliedschaft bringt neben einem breiten Netzwerk noch weitere Chancen: Als einzige Organisation bietet der Deutsche Ferienhausverband e. V. eine Zertifizierung für Ferienhausanbieter an. Für viele Urlaubsgäste ist das eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Buchung. Jedes Mitglied kann sich freiwillig einem Prüfprozess unterziehen, seine AGB und Datenschutzhinweise von einer unabhängigen Anwaltskanzlei begutachten lassen. Der Kundenservice wird im Rahmen von Mystery Checks getestet. Bei erfolgreicher Prüfung winkt das Qualitätssiegel des Deutschen Ferienhausverbands.

Auf www.deutscher-ferienhausverband.de/mitglieder gibt es eine Übersicht über alle Mitglieder.

Alle fünf Neuzugänge im Kurzportrait

HomeToGowww.hometogo.de
HomeToGo ist die weltweit größte Suchmaschine für Ferienunterkünfte. Mit einer einzigen Anfrage werden die Webseiten von mehr als 300 Anbietern von Ferienhäusern und -wohnungen durchsucht. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin beschäftigt derzeit mehr als 150 Mitarbeiter und betreibt lokale Webseiten in 13 europäischen Ländern sowie in Russland, Australien, Mexiko, Brasilien, Hongkong und den USA.

Ferienhausvermietung Goschwww.urlaub-gosch.de
Die Ostsee-Ferienhausvermietung Gosch ist ein kleiner aber feiner Vermittler für luxuriös eingerichtete Ferienhäuser und Ferienwohnungen direkt am Ostsee-Strand, im Feriengebiet der Probstei in Schleswig-Holstein. Rund 250 Urlaubsdomizile umfasst das Angebot.

Metatravel Service GmbHwww.metatravel-service.de
Die Metatravel Service GmbH, gegründet 2009, betreibt die beiden reichweitenstarken Portale Ostsee24.de und Nordsee24.de. Als Küstenexperten mit Sitz in Bastorf bei Kühlungsborn beschäftigt sich das Team schon seit 2010 mit den Regionen und der Vermittlung von Ferienunterkünften an der Küste.

Eiderstedter Appartements & Immobilienwww.eiderstedter.de
Seit 1978 ist Eiderstedter Appartements & Immobilien als Makler und Ferienvermieter tätig und damit eines der traditionsreichsten Immobilienunternehmen auf der Halbinsel Eiderstedt. Mit seinem Rundum-Service werden jedes Jahr mehr als 10.000 Urlaubsgäste und mehr als 200 Vermieter glücklich gemacht.

LandReise.dewww.landreise.de
LandReise.de ist eine Webseite zur Suche von Bauernhöfen und Landquartieren in Deutschland und Europa aus dem Verlag der Landlust, der in Münster seinen Sitz hat. Mehr als 4.000 ländliche Unterkünfte in den beliebtesten Reisezielen in Deutschland und Europa stehen zur Auswahl.

> Die Meldung “Fünf neue Mitglieder für den DFV” als PDF

 

Michelle Schwefel übernimmt erneut Geschäftsstellenleitung des Deutschen Ferienhausverbands e. V.

Deutschlands größte Interessenvertretung des Ferienhaussegments mit neuer alter Spitze

18-11_Michelle-Schwefel-GeschaeftsstellenleitungBerlin, 13.11.2018. Ein bekanntes Gesicht kehrt in die Position der Geschäftsstellen-leiterin des Deutschen Ferienhausverbands zurück. Michelle Schwefel löst ihre Nachfolgerin Katja Holland ab. Holland, die erst im Juli die Leitung der Geschäftsstelle übernommen hatte, musste sich aus persönlichen Gründen zurückziehen.

Schwefel kümmert sich ab sofort um die politische Positionierung des Verbands und ist für die Kommunikation mit den Mitgliedern und die Verbandsorganisation zuständig. Zudem vertritt sie den Verband und damit die Brancheninteressen der Ferienhausvermietung in Anhörungen und auf EU-Ebene.

„Wir sind sehr froh, dass wir Michelle Schwefel so kurzfristig zurückgewinnen konnten. In den letzten Jahren hat sie den Verband erstklassig geführt und zu einem wichtigen Ansprechpartner für politische Vertreter gemacht“, sagt Aye Helsig, Vorsitzender des DFV. „Katja Holland hat in der kurzen Zeit im Verband wertvolle Impulse gesetzt, die wir für unsere zukünftige Verbandsarbeit aufnehmen werden. Wir wünschen ihr und ihrer Familie alles Gute.“

Schwefel verfügt über ein tiefes Fachwissen zu branchenspezifischen Themen wie Zweckentfremdungsverboten, Pauschalreiserichtlinien oder Entwicklungen auf dem Ferienhausmarkt und hat einen großen Erfahrungsschatz in puncto Verbandsarbeit. Zuvor war sie unter anderem für den Deutschen Tourismusverband (DTV) tätig, bei dem sie als Referentin für Tourismuspolitik mit der politischen Lobbyarbeit und Positionierung des Verbandes betraut war.

Schwefel ist erreichbar unter der E-Mail-Adresse m.schwefel@deutscher-ferienhausverband.de oder mobil unter 01 51 – 68 13 90 93.

> Pressefoto von Michelle Schwefel zum Download

> Die Meldung “Michelle Schwefel übernimmt Geschäftsstellenleitung” als PDF

Aye Helsig wird neuer Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands e. V.

DFV-Vorstand-PMOffizielle Mitgliederversammlung

Vorstand auf zwei Jahre neu gewählt / Tobias Wann scheidet aus

Berlin/München, 27. September 2018. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Deutschen Ferienhausverbands e. V. am 25. September 2018 in München wurde der Vorstand gewählt. Neuer Vorsitzender wird Aye Helsig, Regional Director Central Europe von HomeAway, in Vertretung für das Ferienhausportal FeWo-direkt. Die stellvertretenden Vorsitzenden Göran Holst von Travanto Travel und Carsten Gersdorf von BestFewo sowie Schatzmeister Sebastian Mastalka von Traum-Ferienwohnungen wurden für weitere zwei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Tobias Wann, CEO der @Leisure Group scheidet nach fünf erfolgreichen Jahren aus dem Amt des Vorsitzenden aus. Er stand aus Zeitgründen nicht mehr zur Wahl.

Aye Helsig, der bereits im Vorfeld Interesse an der Position signalisierte, freut sich auf die kommenden Aufgaben: „In den letzten zehn Jahren habe ich miterlebt, wie sich der Ferienhausurlaub zu einer bevorzugten Urlaubsform entwickelt hat. Aufgrund zunehmender Regulierungen auf dem Ferienhausmarkt halte ich die Verbandsarbeit für extrem wichtig. Wir müssen noch viel politische Aufklärungsarbeit leisten und die Öffentlichkeit für Branchenbelange sensibilisieren. Ich bin bereit, diese Aufgabe zu übernehmen und den Verband gemeinsam mit unseren Mitgliedern voranzubringen.“ Tobias Wann über seinen Nachfolger: „Nach erfolgreichen fünf Jahren Aufbauarbeit des DFV zu einem der größten europäischen Ferienhausverbände gebe ich den Staffelstab guten Gewissens an Aye Helsig weiter. Ich wünsche ihm und dem Team viel Erfolg für die nächsten Jahre.“ Der Vorstand wurde einstimmig gewählt.

Es ist nicht die erste personelle Veränderung im Verband. Erst im Juli 2018 wurde Katja Holland neue Geschäftsstellenleiterin und löste damit Michelle Schwefel ab, die dem Verband als Referentin der Tourismuspolitik weiter zur Verfügung steht. Mittlerweile ist die größte Branchenvertretung auf 19 Mitglieder angewachsen.

Foto von links nach rechts: Sebastian Mastalka (Traum-Ferienwohnungen), Carsten Gersdorf (BestFewo), Aye Helsig (FeWo-direkt), Göran Holst (Travanto Travel).

> Pressefoto zum Download

Ferienimmobilie als Geldanlage: Diese drei Fragen sollten sich Anleger stellen

Branchenumfrage des Deutschen Ferienhausverbands liefert Tipps für das Ferienimmobilieninvestment

18-08-29_Infografik-Ferienimmobilieninvestment-DFV

Berlin, 29.08.2018. Ein dynamisch wachsender Urlaubermarkt macht eine Ferienimmobilie zu einem attraktiven Investment. Die Lage ist immer noch eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf einer Ferienimmobilie. Doch in vielen Regionen ziehen die Kaufpreise an. Wie der Branchenbericht des Deutschen Ferienhausverbands zeigt, gibt es noch weitere Faktoren, die beim Kauf berücksichtigt werden sollten und die für den Erfolg der Ferienimmobilie grundlegend sind. Der DFV verrät, welchen drei Fragen Investoren auf den Grund gehen sollten und warum auch weniger bekannte Regionen attraktiv sein können. Unter www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2018 ist der Gesamtbericht einsehbar.

1. Wie wird sich die Gästenachfrage in der Region langfristig entwickeln?
Wenn die Gäste ausbleiben, rentiert sich das attraktivste Objekt nicht. Daher sollte man sich im Vorfeld darüber informieren, wie sich die Nachfrage in einer Region entwickelt. Während viele Städte und Regionen geradezu überrannt werden, birgt der Tourismus in anderen Regionen großes Potenzial. Viele Urlauber weichen aus, suchen eine Alternative zu den quirligen Urlaubsgebieten und Städten. Immer mehr ländliche Regionen investieren daher in die Entwicklung der touristischen Infrastruktur, um als attraktive Ganzjahresdestination auch Familien anzusprechen. Investoren sollten beobachten, ob es in der Region genügend Freizeitaktivitäten und Kulturangebote gibt, die das Urlaubsziel ganzjährig beleben. Nur bei einer stabilen Nachfrage von Seiten der Gäste können regelmäßig Einnahmen erzielt werden. Dabei gilt: Ausländische Gäste nicht außer Acht lassen. Gerade die Mittelgebirge wie Harz und Sauerland sind bei Gästen aus Skandinavien und Benelux stark nachgefragt. Studien, Vermieterumfragen und Erhebungen des Statistischen Bundesamts geben Aufschluss.

2. Wie verhält sich der Kaufpreis der Ferienimmobilie zu den erwartbaren Einnahmen?
Ferienimmobilien in den beliebten Tourismusregionen sind kaum mehr zu bezahlen. Gerade auf den Inseln steigen die Preise und damit das Risiko, dass der Kaufpreis auch nicht durch höhere Mieten amortisiert werden kann. Eine Ferienwohnung auf Sylt kann so teuer sein, dass sie sich nicht mal dann lohnt, wenn man sie ganzjährig vermietet. Hohe Renditen lassen sich eher dort erzielen, wo ein günstiger Kaufpreis auf eine solide Gästenachfrage trifft. „Man kann bei einer hochpreisigen Lage nicht im gleichen Maße hohe Mietpreise verlangen“, sagt Göran Holst, Vorstand beim Deutschen Ferienhausverband. „Wenn der Kaufpreis auf Sylt dreieinhalb Mal so hoch ist wie auf Fehmarn, heißt das noch lange nicht, dass Urlaubsgäste bereit sind, entsprechend hohe Mieten zu bezahlen. Das schmälert unterm Strich die Rendite.“ Privatanleger sollten daher genau kalkulieren, wo sich die Ferienimmobilie lohnt und auch alternative Regionen ins Auge fassen, die bei einer stabilen Nachfrage eine solide Rendite versprechen.

3. Entspricht die Ferienimmobilie den Bedürfnissen von Urlaubern?
Je nachdem, an welche Zielgruppe der zukünftige Ferienimmobilienbesitzer vermieten möchte, muss auch die Ausstattung und die Raumaufteilung stimmen. Die Anzahl der Schlafzimmer ist ein entscheidender Faktor für den Vermietungserfolg einer Ferienimmobilie. Privatsphäre zählt. Denn die Ferienimmobilie sollte mindestens über zwei bis drei Schlafzimmer verfügen, damit jeder Gast seinen eigenen Rückzugsort hat. Zudem entscheidet die Gesamtqualität der Ferienimmobilie über den Vermietungserfolg. Neue Bäder und ein wertiger Fußboden gehören ebenso dazu, wie der kostenlose WLAN-Anschluss.

Über die Branchenumfrage
Die Branchenumfrage des Deutschen Ferienhausverbands e. V. wurde von Pamela Premm – Public Relations, Konzeption und Text – entwickelt und durchgeführt. Die ermittelten Ergebnisse sind Grundlage für die dritte Ausgabe von „Perspektive Ferienhaustourismus“. Zwölf Ferienhausanbieter und Mitglieder des DFV haben an der anonymen Online-Umfrage teilgenommen. Sie wurden zu Themen wie die Entwicklung von Umsatz- und Buchungszahlen, Trend-Destinationen, Kaufkriterien und aktuelle Gesellschaftsthemen befragt. Der Ergebnisbericht kann unter www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2018 kostenlos heruntergeladen werden.

Führungswechsel: Katja Holland ist neue Geschäftsstellenleiterin beim Deutschen Ferienhausverband e. V.

Deutschlands größte Interessenvertretung des Ferienhaussegments baut Lobby-Arbeit aus

Berlin, 26. Juli 2018. 18-07-26_Holland-Katja-DFV-WebformatDer Deutsche Ferienhausverband e. V. begrüßt Katja Holland als neue Geschäftsstellenleiterin am Sitz in Berlin. Sie löst Michelle Schwefel ab, die dem Verband als strategische Beraterin weiterhin zur Verfügung steht. In ihrer Position ist Holland sowohl für die Kommunikation mit politischen Vertretern als auch für die Erstellung von Positionspapieren und die Verbandsorganisation verantwortlich. Mit der aufgestockten Stelle will der DFV seine Verbands- und Lobbyarbeit weiter intensivieren und stärker auf die Bedürfnisse der Mitglieder eingehen. Zuvor war die 49-Jährige als Referentin im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft im Bundestag tätig. Von 2015 bis 2017 fungierte sie als persönliche Referentin des Hauptgeschäftsführers im Verband der deutschen Rauchtabakindustrie e. V.

Tobias Wann, Vorsitzender des DFV über den Neuzugang: „Katja Holland verfügt über einen großen Erfahrungsschatz in der Bundestags- und Verbandsarbeit sowie im Bereich der Public Affairs. Mit ihrer Expertise wollen wir unsere politischen Aktivitäten weiter vorantreiben und uns den zunehmenden Herausforderungen auf dem Ferienhausmarkt stellen. Bei Michelle Schwefel bedanken wir uns für die Zusammenarbeit. Sie hat in den letzten Jahren großartige Arbeit geleistet und der Branche eine Stimme gegeben. Wir sind froh, dass wir weiterhin auf ihre Expertise zurückgreifen dürfen.“

Holland hat bereits ihren Schreibtisch in Berlin bezogen ist unter der E-Mail-Adresse k.holland@deutscher-ferienhausverband.de oder mobil unter 01 62 – 64 59 173 erreichbar.

> Zur Meldung als PDF

Sorgfältige Prüfung bei unrealistischen Mieten für Ferienwohnungen

Der Deutsche Ferienhausverband gibt Tipps, worauf Ferienhausurlauber jetzt besonders achten sollten

Mit der Last-Minute-Saison beginnt auch die Hochsaison für vermeintliche Vermieter von Ferienwohnungen mit unlauteren Absichten. Diese greifen all zu oft auf Kleinanzeigenportale zurück, wo sie ihre falschen Offerten gegen eine geringe Gebühr problemlos einstellen können. Doch wie können Urlauber ein echtes von einem unechten Angebot unterscheiden? „Ein wichtiges Indiz ist der Preis“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands. „Betrüger gehen immer nach dem gleichen Schema vor. Sie offerieren eine Ferienwohnung zu einem unschlagbaren Mietpreis und lenken damit die Aufmerksamkeit von vielen Urlaubssuchenden auf das Fake-Angebot.“ Sobald diese buchen und das Geld überweisen, ist der Vermieter, der zuvor noch freundlich und professionell geklungen hat, nicht mehr zu erreichen. Der Deutsche Ferienhausverband rät daher zur umsichtigen Buchung und gibt Urlaubern drei wesentliche Tipps an die Hand. Weiterlesen

Ferienhausbranche auf Wachstumskurs

Perspektive Ferienhaustourismus

Deutscher Ferienhausverband veröffentlicht zum dritten Mal Ergebnisse der Branchenumfrage

Berlin, 29. Mai 2018. Die Ferienhausanbieter sind zufrieden mit dem abgeschlossenen Geschäftsjahr 2017. Das durchschnittliche Umsatzwachstum lag bei 13 Prozent, die Buchungen sind um zehn Prozent angestiegen. Positiv bewerten die Ferienhausvermittler, Veranstalter und Portale, dass die Qualität der Ferienhäuser und Appartements kontinuierlich steige. Das erhöhe die Kundenzufriedenheit und die Rate der Buchungs-Rückkehrer. Neben einer wertigen Unterkunft erwarten Urlauber zunehmend eine schnelle Buchung mit variablen Anreisetagen und Aufenthalten. Die Ergebnisse der Branchenumfrage skizzieren zum dritten Mal ein Stimmungsbild des deutschen Ferienhausmarkts. Der Ergebnisbericht kann unter www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2018 heruntergeladen werden.

Erfolgskurs von Ferienwohnungen in der Angebotsvielfalt begründet
Die Anbieter werten die zunehmende Angebotsbreite als entscheidenden Grund für den Erfolg von Ferienwohnungen. Da es einen latenten Bedarf an individuellen Urlaubsquartieren gibt, steigt die Urlaubernachfrage analog zum Angebot. Ferienhäuser können daher für viele Regionen eine Chance sein, um für steigende Gästezahlen zu sorgen, den Tourismus anzukurbeln und letztendlich von den Einnahmen zu profitieren. Den zweiten Platz der Erfolgsfaktoren belegt nach Auffassung der Anbieter das steigende Bedürfnis nach Privatsphäre und Rückzug aus dem fremdbestimmten Alltag. An dritter Stelle liegt die unkomplizierte Buchung der Objekte, die das Business wesentlich schneller und flexibler gemacht hat. Eine direkte Online-Buchbarkeit
und -Zahlung der Ferienhäuser lassen die Branche zum Hotelsegment aufschließen.

Starkes Buchungsjahr für Kroatien – Deutschland bleibt top
Seit Jahren gilt Kroatien als aufstrebende Ferienhausdestination. 2017 lag das Reiseziel auf Platz zwei im Ranking der Urlaubsländer mit den meisten Buchungen, gefolgt von Italien und den niederländischen Nachbarn. Unangefochten auf Platz eins liegen die Naherholungsgebiete in Deutschland. Dort nimmt die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns die Spitzenposition ein. Es folgen das Nordsee-Festland und die Ostseeküste in Schleswig-Holstein. Die Mieten für das gebuchte Ferienhaus lagen in den Sommerferien für eine Woche bei 987 Euro, das entspricht etwa 140 Euro pro Objekt/Tag. 4,5 Personen teilten sich eine Ferienunterkunft und bevorzugten 2,6 Schlafzimmer. Die Aufenthaltsdauer lag bei 8,5 Tagen, gebucht wurden im Schnitt 84 Quadratmeter. Beliebtestes Suchkriterium auf den Portalen der Anbieter war das WLAN, gefolgt von der Haustierfreundlichkeit der Unterkunft und dem Pool. Platz vier und fünf gingen an den Geschirrspüler und die Sauna.

Ausblick: Signale zeigen weiteres Wachstum an
Die Vorzeichen für ein erfolgreiches 2018 stehen gut. Dass immer frühzeitiger in der Saison eine Ferienwohnung für den Sommer gebucht wird und überdurchschnittlich hochwertige Objekte in exponierter Lage gefragt sind, deuten die Anbieter als sicheres Signal für einen erneuten Zuwachs. Die Anbieter gehen einstimmig davon aus, dass 2018 ein gutes Jahr für den Ferienhaustourismus wird und sie ihr Angebot weiter ausbauen können. Ein besonders großes Marktpotenzial schreiben sie der Zielgruppe der Familien zu. Im Trend, dass sich große Gruppen, mehrere Familiengenerationen oder Freunde, ein Ferienhaus teilen, stecke ebenfalls großes Potenzial. Da der Buchungswert häufig über dem einer durchschnittlichen Reservierung liegt, ist diese Zielgruppe für Anbieter besonders attraktiv.

Überregulierungen verkomplizieren den Markt
Als größte Herausforderung werten die Anbieter den Ruf nach Zweckentfremdungsverboten in Städten und beliebten Regionen. In einigen Destinationen wurde die Vermietung in den letzten Jahren stark reglementiert. Dabei bleibt unberücksichtigt, dass die klassischen Ferien- und Zweitwohnungen nur einen geringen Anteil am Gesamtwohnungsmarkt einnehmen und auch als Dauerwohnraum den Mangel an fehlenden Wohnungen nicht auffangen können. Anbieter wünschen sich daher einen umfangreichen Bestandsschutz und eine faire Gleichbehandlung aller Marktteilnehmer. Nach Auffassung der Anbieter sollte genau geprüft werden, welche Auswirkungen Verbote und gesetzliche Einschränkungen auf den Wohnungsmarkt und die Branche in den einzelnen Kommunen haben. Regulierungen halten die Anbieter nur dann für sinnvoll, wenn das Gleichgewicht zwischen Ferienwohnungen und Dauerwohnungen gefährdet ist. Es sei allerdings davon auszugehen, dass sich der Markt in der Regel von selbst reguliert und staatliche Eingriffe nicht erforderlich sind.

Auf Platz zwei im Ranking der Herausforderungen wählten die Anbieter die zunehmenden Auskunftspflichten, mit denen sie sich konfrontiert fühlen. Die Unternehmen sehen sich wachsenden Verpflichtungen und Anforderungen gegenüber, die sie teilweise nicht leisten können. Dazu gehört unter anderem die Weitergabe von Vermieterdaten an die Kommunen und Regionen. Die Bedenken reichen von Datenschutzaspekten über negative Auswirkungen auf das Vertrauensverhältnis zwischen Vermietern und Anbietern bis hin zur Tatsache, dass den Portalen ein Teil der geforderten Daten nicht vorliegt.

Auf den dritten Platz liegt der Umgang mit Ferienwohnungen in Wohngebieten. Trotz Klarstellung in der Baunutzungsverordnung (BauNVO) 2017, die Ferienwohnungen in Wohngebieten unter bestimmten Umständen erlaubt, gibt es in manchen Orten Diskussionen darüber, wie die neue gesetzliche Regelung vor Ort umzusetzen ist. Die Änderung von Bauleitplänen spielt dabei ebenso eine Rolle wie der Bestandsschutz von Ferienwohnungen: Der Gesetzgeber wollte im Rahmen der Novelle der BauNVO keine Rückwirksamkeit festschreiben.

Über die Branchenumfrage
Die Branchenumfrage des Deutschen Ferienhausverbands e. V. wurde von Pamela Premm – Public Relations, Konzeption und Text – entwickelt und durchgeführt. Die ermittelten Ergebnisse sind Grundlage für die dritte Ausgabe von „Perspektive Ferienhaustourismus“. Zwölf der führenden Ferienhausanbieter aus dem Ferienhaussegment und Mitglieder des DFV haben an der anonymen Online-Umfrage teilgenommen. Sie wurden zu Themen wie die Entwicklung von Umsatz- und Buchungszahlen, Trend-Destinationen, Buchungskriterien, Herausforderungen und Chancen befragt. Der Ergebnisbericht kann unter www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2018 kostenlos heruntergeladen werden.

EHHA: The “New Deal for Consumers” misses the mark

Der Europäische Ferienhausverband EHHA (European Holiday Home Association) veröffentlicht ein Positionspapier zum “New Deal for Consumer” – ein Maßnahmenkatalog der EU für mehr Verbraucherschutz auf den Online-Märkten. 
Weitere Infos unter http://ehha.eu

EHHA: THE NEW DEAL FOR CONSUMERS MISSES THE MARK

The European Holiday Home Association – EHHA – observes that the New Deal for Consumers creates new red-tape rather than genuinely increasing consumer transparency about the providers of services in online marketplaces.

The new red tape concerns obligations for platforms to indicate whether a host of accommodation is a professional or business, or whether they are an individual offering services via the so-called “collaborative economy”. Given the complex, fragmented and confusing definitions across EU member states about when an individual becomes a “trader” or “professional”, such an obligation creates serious difficulties for platforms, and undermines the provisions of the eCommerce Directive. In particular, platforms cannot be certain whether their users are accurately describing their status. Requiring platforms to monitor their users actively would contradict key provisions of that Directive and would present further complexity to what is an already confusing and uncertain legal framework for the short-term rental sector across Europe.

EHHA urges the Commission to ensure that any new Directive on consumer protection acts in harmony with existing regulation in this area, and instead encourages platforms to make determinations in how they define professional and peer hosts and to provide tools for hosts so that they can make the necessary declarations based on information that only they have.

The European Commission evaluation carried out in 2017 showed that the current EU consumer legislation works well but stressed that the existing rules were not applied and enforced effectively across the EU. EHHA believes, in line with the Commission’s evaluation, that the right focus of policymakers should be to increase awareness among businesses and consumers of those existing rights and obligations, rather than seeking new rules to impose on business or regulate in areas where there is little evidence of a problem.

The EHHA highlights that the Commission’s (DG JUST) Explanatory study of consumer issues in peer-to-peer platform markets noted that an overall peer satisfaction in sharing/renting accommodation was 83% and detriment level of consumers was very low – 2.85/10. In addition, according to 2017 Consumer Conditions Scoreboard, almost a third of all consumers in 2016 having faced any problem within the EU, did not follow this up because of the extensive length of procedures, a perceived unlikelihood of obtaining redress and previous experiences of complaining unsuccessfully. Not knowing their rights or where and how to complain were not the main reasons (15%). Moreover, according to the OECD 2017 survey on trust in peer platform markets findings, consumers who tend to go ahead with a transaction despite having doubts in the service provider cite trust in the platform itself (41%) as it supports and/or provide guarantees for the service. For all these reasons, the EHHA sees these new obligations as unnecessary and disproportionate.

The EHHA notes that online platforms are motivated to continuously ensure transparency and trust with and between users, as this trust is the driving force of consumer satisfaction.

“Our sector already operates within an extremely fragmented regulatory environment, which creates uncertainty for home owners, online platforms and consumers. The EHHA believes that the New Deal for Consumers has a misguided focus on increasing burdens on business at the same time as increasing the level of punishments. Instead, we urge the Commission to follow through on its strategy to stimulate the collaborative economy in Europe by spreading best practices, reducing regulatory fragmentation, and using its powers to challenge infringements of existing EU law. As a start, the Commission should complete its 2017 initiative on the collaborative economy in the accommodation sector and publish the long-delayed Charter of Guiding Principles” says EHHA Secretary General, Carlos Villaro Lassen.

Ferienhausanbieter erneut mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet

Zertifizierung durch den Deutschen Ferienhausverband jeweils nur für ein Jahr gültig – kurze Frist sichert Qualität

Berlin, 10.04.2018. Die Ferienhausanbieter BestFewo.de, FeWo-direkt.de, Traum-Ferienwohnungen.de und Travanto.de wurden erneut mit dem Qualitätssiegel des Deutschen Ferienhausverbands ausgezeichnet. Sie erfüllen die Prüfkriterien in punkto Kundenservice, transparente AGB und Nutzerfreundlichkeit bei der Navigation und Buchung von Ferienhäusern und Ferienwohnungen.

Das Qualitätssiegel des Deutschen Ferienhausverbands e. V. wurde 2016 zum ersten Mal verliehen, nachdem sich die Branche auf einheitliche Qualitätsstandards verständigt hatte. Der umfangreiche Zertifizierungsprozess besteht im Wesentlichen aus den folgenden Komponenten: Eine Anwaltskanzlei prüft, ob die AGB, das Impressum und die Datenschutzhinweise wasserdicht und transparent sind. Mystery-Checks nehmen das Antwortverhalten des Kundenservice unter die Lupe. Zudem müssen Online-Filter- und Buchungsabläufe nutzerfreundlich gestaltet sein und tagesaktuell Ferienwohnungen und -häuser mit freien Vakanzen angezeigt werden. Jeder Anbieter verpflichtet sich freiwillig, die definierten Richtlinien im Umgang mit Ferienhausbewertungen, Reklamationen und Zahlungen von Ersatzleistungen einzuhalten.

Das Qualitätssiegel dient Urlaubern als wichtige Orientierungshilfe bei der Suche nach einer vertrauensvollen Buchungsquelle. Es wird für jeweils ein Jahr verliehen. Mit Ablauf der zwölf Monate müssen sich die Anbieter erneut zertifizieren lassen. Durch den kurzen Zeitraum wird eine kontinuierliche Sicherung der Qualitätsstandards gewährleistet. Der Deutsche Ferienhausverband überwacht die Einhaltung der Anforderungen, die unter www.deutscher-ferienhausverband.de/siegelkriterien eingesehen werden können. Bisher haben sich neun Ferienhausunternehmen zertifzieren lassen.

Lockerungen zum Zweckentfremdungsverbot von Ferienwohnungen in Berlin greifen zu kurz

Deutscher Ferienhausverband fordert Bestandsschutz für bestehende Ferienwohnungen und eine uneingeschränkte Vermietung von Zweitwohnungen

Berlin, 15.03.2018. Der Berliner Senat hat die Gesetzesänderung über das Verbot von Zweckentfremdung von Wohnraum auf den Weg gebracht. Mit der Reform kommt die rot-rot-grüne Koalition vor allem Homesharing-Anbietern entgegen. Demnach soll die Beherbergung von Gästen in Hauptwohnungen nicht mehr zeitlich limitiert werden. Der Deutsche Ferienhausverband begrüßt diese Klarstellung, auch wenn die gelegentliche Vermietung weiterhin genehmigungspflichtig bleibt, wofür ein hoher administrativer Aufwand zu erwarten ist. Allerdings kritisiert der Verband insbesondere die Regelung für Neben- und Zweitwohnungen, die eine Begrenzung der Vermietung auf 90 Tage vorsieht sowie die geplante Registrierungspflicht.

„Für viele ist eine Zweitwohnung eine Möglichkeit, um regelmäßig an den Heimatort zurückzukehren und Verwandte und Freunde zu besuchen. Des Weiteren werden viele Zweitwohnungen beruflich genutzt“, sagt Michelle Schwefel, tourismuspolitische Sprecherin des DFV. „Die Vermietung von Zweitwohnungen auf 90 Tage pro Jahr zu begrenzen, ist realitätsfern und widerspricht den Bedürfnissen einer flexiblen und modernen Gesellschaft und Arbeitswelt.“ Die Beschränkung habe außerdem keinerlei positiven Effekt auf den Wohnungsmarkt. Eine Zweitwohnung steht auch bei Nicht-Nutzung nicht für eine dauerhafte Vermietung zur Verfügung. Hier wird lediglich das Nutzungsrecht des Wohnungsinhabers eingeschränkt. Bereits 2016 hatte das Berliner Verwaltungsgericht zugunsten von Zweitwohnungsbesitzern entschieden und die Vermietung an Feriengäste bei Abwesenheit auch ohne Genehmigung erlaubt. Es ist also fraglich, ob die neuerliche Einschränkung rechtskonform ist.

Ein Bestandsschutz für Ferienwohnungen in Berlin ist erneut nicht vorgesehen. Während für andere Branchen wie Steuerberater, Anwälte oder Physiotherapeuten großzügige Bestandsschutzregelungen gelten, bleiben Ferienwohnungen davon ausgenommen. „Der Senat sagt selbst, dass das Gesetz ganz klar darauf abziele, klassische Ferienwohnungen zu unterbinden“, erklärt Schwefel. „Hier wurde ein Sündenbock für die ungenügende Wohnungsbaupolitik der vergangenen Jahre gesucht. „In Berlin fehlen 100.000 bezahlbare Wohnungen. Jedes Jahr wächst die Stadt um 40.000 Einwohner. Da sind Ferienwohnungen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.Viele Eigentümer haben Objekte saniert und sich mit der Vermietung von Ferienwohnungen eine Existenz aufgebaut. Wir sehen darin einen Eingriff in die Eigentumsrechte und freie Berufsausübung.“ Statt eines generellen Verbots bedürfe es vielmehr einer vernünftigen Regelung, um auch zukünftige Investitionen möglich zu machen. Der DFV fordert Bestandsschutz für Ferienwohnungen, die von den Eigentümern bis zum 30. April 2014 ordnungsgemäß gemeldet wurden. Seit dem 01. Mai 2014 ist die Vermietung von Ferienwohnungen nur noch Genehmigung erlaubt. Das OVG Berlin-Brandenburg hat bereits im April 2017 festgestellt, dass insbesondere die rückwirkende Gültigkeit des Vermietungsverbots vermutlich nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Nun prüft das Bundesverfassungsgericht, ob das Berliner Gesetz verfassungskonform ist.

Ergänzend wird eine Registrierungspflicht für Ferienwohnungen eingeführt. Ab 01. August 2018 sollen Ferienwohnungen mit einer Registrierungsnummer ausgestattet und somit auf den Portalen identifizierbar gemacht werden. „Wie das in diesem engen Zeitrahmen umgesetzt werden soll, bleibt fraglich. Bisher gibt es in den Bezirken keinerlei technische Infrastruktur, die eine unkomplizierte Registrierung ermöglicht“, sagt Schwefel. „Entsprechende Kritik hat es auch aus den Berliner Bezirken gegeben. Dass sich der Senat darüber hinwegsetzt, spricht Bände.“ Ein solcher Schnellschuss ist auch für die betroffenen Portalbetreiber fatal: Diese sollen binnen kürzester Zeit Vorgaben zur Registrierung umsetzen, ohne dass sie heute auch nur Eckpunkte vorliegen haben, was erforderlich sein wird. Werden die Vorgaben nicht erfüllt, drohen im schlimmsten Fall empfindliche Bußgelder. Diese will der Senat bei Verstößen gegen das Zweckentfremdungsverbot von 100.000 Euro auf 500.000 Euro erhöhen. Der DFV findet das unverhältnismäßig. Schon die bestehenden Bußgelder waren drastisch und insbesondere für kleine und mittelständische Betreiber existenzbedrohend.

Ab 01. Mai 2018 soll das neue Gesetz in Kraft treten. Am Donnerstag, 22. März 2018 stimmt das Abgeordneten-Haus in Berlin über die Änderungen ab.

Fünf weitere Ferienhausanbieter mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet

Prüfsiegel steht für Qualitätsstandards und Transparenz in der Ferienhausbranche

Berlin, 28.02.2018. Die fünf großenDFV_Logo_Siegel Ferienhausveranstalter und -vermittler, Casamundo, e-domizil, tourist-online.de, Inter Chalet und Interhome tragen ab sofort das Qualitätssiegel des Deutschen Ferienhausverbands.

Das Qualitätssiegel des Deutschen Ferienhausverbands dient Urlaubern als wichtige Orientierungshilfe bei der Wahl des Buchungspartners. Nun haben sich auch die großen Ferienhausanbieter Casamundo, e-domizil, tourist-online.de, Inter Chalet und Interhome dem umfassenden Zertifizierungsprozess unterzogen und alle Prüfkriterien erfüllt. Insgesamt sind neun Mitglieder des Deutschen Ferienhausverbands mit dem Qualitätssiegel ausgestattet. Unter www.deutscher-ferienhausverband.de/zertifiziert sind alle Informationen zu den Siegelträgern zusammengefasst.

„Durch die verschiedenen Geschäftsmodelle ist es für Urlauber oft nicht deutlich zu erkennen, wer Vertragspartner ist“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands. „Mit dem Qualitätssiegel haben wir eine zusätzliche Orientierungshilfe geschaffen. Während der Zertifizierung wird von Seiten des Verbands und einer Anwaltskanzlei überprüft, ob die Geschäftsbedingungen klar und verständlich sind und der Service kundenfreundlich arbeitet. Das Siegel signalisiert den Urlaubern, dass sie bei einer vertrauensvollen Quelle buchen.“

Überprüft wird, ob die Ferienhausanbieter je nach Geschäftsmodell adäquate Buchungsinformationen für die Kunden bereitstellen. Um das Zertifikat zu erhalten, müssen AGB, Datenschutzhinweise und Impressum aktuell, eindeutig und rechtssicher sein. Mystery-Checks dokumentieren, wie schnell und kundenfreundlich die Service-Teams agieren. Jedes Unternehmen verpflichtet sich zudem, die Qualitätsstandards im Umgang mit Ferienhausbewertungen, Reklamationen und Zahlungen von Ersatzleistungen einzuhalten. Der Deutsche Ferienhausverband überwacht die Einhaltung der Richtlinien, die in den offiziellen Siegelkriterien festgelegt sind. Anbieter, die das Qualitätssiegel ein weiteres Jahr führen wollen, müssen sich einer erneuten Überprüfung unterziehen. Es können sich nur Mitglieder des DFV sowie konzernverbundene Unternehmen zertifizieren lassen.