Allianz Worldwide Partners wird Fördermitglied des Deutschen Ferienhausverbands

Berlin, 29.11.2016. Der Deutsche Ferienhausverband e. V. baut den Kreis seiner Fördermitglieder weiter aus. Der größte Branchenverband für den Ferienhaustourismus konnte nun die Allianz Worldwide Partners als neues Fördermitglied gewinnen. Im Ferienhaussegment arbeitet die AWP international mit führenden Reiseveranstaltern, Ferienhausvermittlern und Anbietern der Sharing Economy zusammen und entwickelt gemeinsam mit ihren B2B-Partnern passende Reiseschutz-Produkte.

„Der Deutsche Ferienhausverband hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen von Ferienhauseigentümern gegenüber Politik und Öffentlichkeit zu vertreten. Wir freuen uns, mit Allianz Worldwide Partners einen starken Unterstützer an Bord zu haben, der unserer Stimme mit seinem branchenübergreifenden Know-how noch mehr Kraft verleiht“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des DFV. „Wir sind mit dem Ferienhaussegment eng verbunden und arbeiten mit einigen Partnern seit vielen Jahren zusammen“, bekräftigt Olaf Nink, Hauptbevollmächtigter der AWP P&C S.A. „Durch die rasante Entwicklung der Branche vor dem Hintergrund regulatorischer Vorgaben ist der Bedarf an Vernetzung und Austausch stark gestiegen. Mit unserer Mitgliedschaft möchten wir die Interessen und die politische Arbeit des Verbands aktiv unterstützen.“

An der Spitze der politischen Agenda steht die Klarstellung der Baunutzungsverordnung, die voraussichtlich im Mai 2017 zum Abschluss kommen wird. Deren Ziel ist es, die Rechtsunsicherheit für Ferienwohnungen in Wohngebieten zu beseitigen. Nach der Novelle würden Ferienwohnungen als kleine, nicht störende Beherbergungs- und Gewerbebetriebe eingestuft und wären damit auch in Wohngebieten ausnahmsweise zulässig. Auf internationaler Ebene fördert der DFV mit Branchen-Expertise und politischem Engagement die Aktivitäten des Dachverbands der europäischen Ferienhaus- und Ferienwohnungsvermieter EHHA. Überregulierungen und Vermietungsverbote in Städten stehen dabei im Blickpunkt der Verbandsarbeit.

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Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienhausbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Über Allianz Global Assistance & Allianz Worldwide Partners
Allianz Global Assistance ist die Reiseversicherungs- und Assistance-Marke der AWP P&C S.A. mit Firmenhauptsitz in Frankreich, Saint Ouen. AWP steht für Allianz Worldwide Partners und ist auf Versicherungsschutz und Hilfeleistungen in zahlreichen Geschäftsfeldern spezialisiert. Als B2B2C-Marktführer im Bereich Assistance und Versicherungslösungen ist das Unternehmen weltweiter Spezialist für folgende Bereiche: Assistance, Gesundheit & Leben, KFZ und Reiseversicherungen. Diese Angebote, die eine Kombination aus Versicherung, Services und Technologie darstellen, stehen Geschäftspartnern sowie deren Kunden über direkte und digitale Kanäle unter den drei folgenden international bekannten Marken zur Verfügung: Allianz Global Assistance, Allianz Worldwide Care und Allianz Global Automotive. Mehr als 16.000 Mitarbeiter in über 75 Ländern, die 70 Sprachen sprechen, wickeln jährlich 40 Millionen Fälle* auf allen Kontinenten ab. (*im Jahr 2015, ohne Global Automotive) AWP P&C S.A., Niederlassung für Deutschland und AWP Service Deutschland GmbH – jeweils mit Sitz in Aschheim bei München – sind zwei der deutschen Unternehmen der Gruppe und bieten Leistungen im Bereich Spezialversicherungen für Reise, Freizeit und Auslandsaufenthalte sowie Assistance-Leistungen an.

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Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
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BERLINER KOALITIONSVERTRAG: Ferienhausverband bewertet Verschärfung des Ferienwohnungsverbots als Gefahr für Tourismus und Vermieter

Der größte Branchenverband für Ferienwohnungsvermieter in Deutschland warnt vor negativen Auswirkungen auf Berlin

Berlin, 22.11.2016. Letzte Woche Donnerstag haben SPD, Linke und Grüne ihre Kooperationsvereinbarung veröffentlicht. Unter dem Titel: „Berlin gemeinsam gestalten: Solidarisch. Nachhaltig. Weltoffen.“ haben die Regierungsparteien die wichtigsten Zielsetzungen für die kommende Legislaturperiode zusammengetragen. Demnach soll das Gesetz zum Verbot von Zweckentfremdung mit dem Ziel eines umfassenden Wohnraumschutzes in Hinblick auf Urlaubsvermietung und Zweitwohnungen verschärft und stärkere Kontrollen eingeführt werden. Der Deutsche Ferienhausverband sieht in dem Konfrontationskurs einen weiteren Rückschritt auf dem Weg zu einem zukunftsträchtigen Berlin.

„Berlin möchte sich nachhaltig und weltoffen präsentieren, aber anstatt die Bedeutung von Ferienwohnungen für den modernen Städtetourismus und den Wohnungsbau anzuerkennen, setzen die Verantwortlichen auf Reglementierungen und Verbote“, sagt Michelle Schwefel, politische Referentin des Deutschen Ferienhausverbands. „Mit Zwangsmaßnahmen werden Neuinvestitionen gehemmt und die wirtschaftliche Entwicklung geschwächt. Die negativen Folgen für Berlin sind noch gar nicht absehbar. Freiheitliche Werte, Gastfreundschaft und innovative Ideen bleiben auf der Strecke.“

Der Deutsche Ferienhausverband verweist auf ein zusätzliches Dilemma:„Ferienwohnungen werden primär vor dem Hintergrund der Sharing-Economy diskutiert. Aber neben Airbnb und Wimdu gibt es eben auch viele kleine gewerbliche und private Vermieter, die sich mit Ferienwohnungen eine Existenz oder ein Refugium für die Enkel und Kinder aufgebaut haben. Sie fallen komplett unter den Tisch“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands. Laut einer repräsentativen Studie von FeWo-direkt und dem Deutschen Ferienhausverband standen 2014 noch etwa 24.600 Betten (nicht Wohnungen) in Berlin zur Verfügung, die dem privaten Ferienhausmarkt zugerechnet werden. Jährlich fehlen 20.000 Wohnungen in Berlin. „Für den einzelnen Vermieter ist das Verbot ein Desaster, für den Berliner Wohnungsmarkt ein Tropfen auf dem heißen Stein“, ergänzt Wann.

Dabei ist es mehr als fraglich, wie viele Objekte bereits dem Wohnungsmarkt zurückgeführt wurden und in welchem Preissegment diese jetzt angeboten werden. Viele Ferienwohnungen befinden sich in beliebten Lagen und sind sehr gut ausgestattet.
Wie die Studie zeigt, haben private Vermieter dem Berlin-Tourismus rund 3,6 Millionen Übernachtungen und 360 Millionen Euro Umsatz pro Jahr beschert. Und der Trend zeigt: Ferienwohnungen werden immer beliebter, insbesondere bei Familien.

berliner-ferienwohnungsmarkt-grafik

Quelle: Der Ferienhausmarkt in Deutschland 2015, FeWo-direkt, Deutscher Ferienhausverband

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Auszug aus der Koalitionsvereinbarung:
Bezahlbares Wohnen für alle, Zeile 95 bis 100
Die Koalition wird das Gesetz zum Verbot der Zweckentfremdung mit dem Ziel eines umfassenden Wohnraumschutzes verschärfen und in Bezug auf Abriss und angemessenen Ersatzwohnraum, Leerstand, Trägerwohnungen, Zweitwohnungen, Urlaubsvermietung, Sanktionen und Monitoring überarbeiten. Die Koalition wird auch die Wohnungsaufsicht in den Bezirken stärken und sie im Falle von notwendigen 100 Ersatzvornahmen handlungsfähig machen. Quelle: Koalitionsvereinbarung zwischen Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), DIE LINKE, BÜNDNIS 90/ Die Grünen für die Legislaturperiode 2016 – 2021

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Kein Aufatmen für die Buchungssaison 2017 – Baurechtsnovelle kommt zu spät

Deutscher Ferienhausverband kritisiert Verzögerung

Berlin, 11.11.2016. Die von Vermietern, Gästen und Kommunen dringend ersehnte Klarstellung der Baunutzungsverordnung (BauNVO) zu Ferienwohnungen in Wohngebieten verzögert sich: Ursprünglich sollte die Änderung der BauNVO bis Ende 2016 abgeschlossen sein. Wie das Bundesministerium für Umwelt und Bau jetzt mitteilte, soll der Entwurf am 30. November 2016 im Kabinett behandelt werden. Danach befassen sich Bundesrat und Bundestag mit dem Gesetzespaket. Mit einem Abschluss des parlamentarischen Verfahrens ist erst im Mai 2017 zu rechnen. Der Deutsche Ferienhausverband kritisiert den neuen Zeitplan. Durch die Verzögerung fehlt Vermietern von Ferienwohnungen auch für die Buchungssaison 2017 jegliche Rechtssicherheit.

„Die Baurechtsnovelle kommt viel zu spät“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands und zeigt sich entsetzt über die Verzögerung. „Im Januar ist Buchungshochsaison für Vermieter. Wir hatten gehofft, dass wenigstens für die kommende Saison endlich Rechtssicherheit herrscht.” Seit 2013 kommt es insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern zu Vermietungsverboten. Aber auch in Schleswig-Holstein gab es Konflikte. „Für viele Vermieter bedeutet eine weitere Saison der Unsicherheit eine akute Existenzbedrohung“, so Wann. „Wichtige Mieteinnahmen gehen verloren, Kredite können nicht getilgt werden. Und auch die Kommunen müssen weiterhin Image- und Einnahmeverluste in Kauf nehmen. In vielen Orten und strukturschwachen Regionen stellt der Tourismus die Haupteinnahmequelle dar. Die Unsicherheit hemmt Investitionen.“

In der Überarbeitung der Baunutzungsverordnung ist vorgesehen, Ferienwohnungen in Wohngebieten entweder als kleine Beherbergungsbetriebe oder als nicht störende Gewerbebetriebe einzustufen. Damit würde die in vielen Tourismusorten praktizierte Nachbarschaft von Ferien- und Dauerwohnen auf sichere rechtliche Füße gestellt. Infolge hätten Kommunen den nötigen Handlungsspielraum, um Ferienwohnungen in reinen und allgemeinen Wohngebieten zu erlauben. Für sie geht nach Verabschiedung des Gesetzes die Arbeit erst richtig los. Das weiß auch Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des DFV. „Nach Abschluss des Verfahrens beginnen die Kommunen mit der Anpassung der bestehenden Bebauungspläne für die betroffenen Gebiete. Bis es zu abschließenden Lösungen kommt, könnten noch weitere Monate ins Land gehen.“ Versöhnliche Worte findet Schwefel dennoch: „Dass nun ein konkreter Termin genannt wird, ist ein Licht am Ende des Tunnels. Nach monatelangen Auseinandersetzungen geht es nun weiter. Wir hoffen sehr, dass am Ende eine für alle Beteiligten praktikable Lösung steht und Vermieter endlich aufatmen können.“

Die Verzögerung ist nicht auf die Regelung für Ferienwohnungen in Wohngebieten zurückzuführen. Vielmehr ist die Änderung der Baunutzungsverordnung Teil einer umfassenden Baurechtsnovelle. Strittig waren dort ganz andere Punkte, die mit dem eigentlichen Kernthema nicht in Verbindung stehen.

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Tipps für ein winterfestes Ferienhaus

Der Deutsche Ferienhausverband empfiehlt Schutzmaßnahmen für das Urlaubsdomizil

Berlin, 10.11.2016. Die letzten Feriengäste sind abgereist. In einigen Urlaubsgebieten herrscht nun Nebensaison. Wenn die Zahl der Gäste im Winter abebbt, ist es sinnvoll, das Ferienhaus winterfest zu machen und es vor Frost, Schimmel und Einbrechern zu schützen. Wer sein Objekt in den Wintermonaten nicht selbst nutzt oder nur sporadisch vermieten möchte, sollte einige Tipps beherzigen. Der Deutsche Ferienhausverband hat sie zusammengestellt.

Das Ferienhaus von innen schützen
Wenn das Ferienobjekt für einen längeren Zeitraum nicht bewohnt wird, sollten Besitzer Vorkehrungen treffen, um Schäden zu vermeiden. Wasserrohre sind bei Eis und Schnee besonders anfällig. Der Deutsche Ferienhausverband empfiehlt daher, den Haupthahn des Wasseranschlusses zu schließen und das Restwasser aus den Leitungen und Wasserhähnen abzulassen. Frostschutz in den Siphons von Waschbecken und Toiletten verhindert das Zufrieren. Um beim Brandschutz auf Nummer sicher zu gehen, sollten Eigentümer Haushaltsgeräte vom Strom nehmen und gegebenenfalls Gas abstellen. Schimmel und Fleckenbildung an Kühlschränken lassen sich vermeiden, wenn diese gründlich gereinigt und vom Netz genommen werden. Nicht vergessen: die Kühlschranktür offen lassen. Bettwäsche und andere Stoffe sollten gewaschen und samt Duftsäckchen in luftdichten Behältern verwahrt werden. Die Schubladen und Schränke öffnen und pflanzliches Ungeziefermittel wie Lavendel oder Zedernholz einsetzen. Für eine konstante Luftfeuchtigkeit sorgen spezielle Entfeuchtungsgeräte in den Räumen. Sie beugen Schimmel vor, wenn nicht regelmäßig gelüftet werden kann. Noch ein Tipp: Das Ferienhaus nicht ganz auskühlen lassen. Empfehlenswert ist eine Absenkung der Raumtemperatur auf zehn bis zwölf Grad.

Instandhaltungsmaßnahmen für den Außenbereich
Herbstlaub kann zu Verstopfungen in den Dachrinnen führen. Im schlimmsten Fall kann Tauwasser nicht mehr abfließen und dringt durch das Dach oder Kellerfenster ins Haus ein. Eine Dachrinnenreinigung im Spätherbst ist empfehlenswert. Generell ist es sinnvoll, das Dach auf eventuelle Schäden zu überprüfen und diese noch vor dem Wintereinbruch beheben zu lassen. Risse in den Häuserwänden sollten versiegelt werden, sodass keine Feuchtigkeit ins Haus dringen kann. Damit Urlaubsgäste im nächsten Sommer wieder viel Freude daran haben, sollten Gartenmöbel und Fahrräder in einem winterfesten Gartenhäuschen oder der Garage verstaut werden. An den Winterdienst denken: Auch für Ferienhäuser gilt, dass Gehwege wochentags bis 7:00 Uhr von Schnee und Glätte befreit werden müssen.

Das Ferienhaus vor Einbrechern sichern
Ferienhäuser werden immer häufiger mit hochwertigen Gegenständen ausgestattet, was vermehrt Einbrecher anzieht. Um das Eigentum zu schützen, sollten Ferienhausbesitzer in Sicherheitsmaßnahmen investieren. Beratung rund um den Schutz vor Einbrüchen finden sie bei den örtlichen Polizeiwachen. Nachgerüstete Schlösser oder Schwenkriegel an Terrassentüren und Fenstern erschweren den Zutritt zum Ferienhaus und stellen eine kostengünstige Alternative zum Komplettaustausch dar. Einbruchsichere Rollläden mit elektrischer Zeitsteuerung blockieren den unerwünschten Zutritt und täuschen mutmaßlichen Tätern Anwesenheit von Gästen und Vermietern vor. Eingangstüren können zusätzlich durch einen Querriegel abgesichert werden. Um die Einbruchs- und Verletzungsgefahr in der dunklen Jahreszeit zu vermindern, sollten Ferienhausbesitzer auf batterie- oder solarbetriebene Bewegungsmelder zurückgreifen, die schlecht beleuchtete Ecken aufhellen. Eine ergänzende Alarmanlage schreckt Eindringlinge zusätzlich ab. Wertvolle Elektronik sollte am besten gleich an einen von außen nicht einsehbaren oder zusätzlich abschließbaren Ort verstaut werden, um keine Begierden zu wecken.

Hausmeister-Services sorgen für Sicherheit
Wer in der Nebensaison nur gelegentlich vermieten möchte und selbst nicht am Urlaubsort wohnt, sollte einen Hausmeister-Service in Erwägung ziehen. „Einige Dienstleister haben sich auf die Pflege und Instandhaltung von Ferienimmobilien spezialisiert“, sagt Tobias Wann vom Deutschen Ferienhausverband. „Sie kontrollieren regelmäßig das Ferienhaus auf Feuchtigkeit, Sturmschäden und Insektenbefall und übernehmen das Durchlüften der Räume und den Winterdienst.“ Wer sich selbst um die Ferienimmobilie kümmert, sollte eine Checkliste anlegen, um die wichtigsten Maßnahmen für ein winterfestes Ferienhaus jedes Jahr parat zu haben.

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DFV-Tagung: Tobias Wann bleibt Vorsitzender

Vorstand erweitert und für zwei Jahre gewählt, Vermietungsverbote von Ferienwohnungen und Baunutzungsverordnung bestimmen die Agenda

Tobias Wann, Vorsitzender  Leisure Group, Hamburg

Tobias Wann, Vorsitzender
Leisure Group, Hamburg

Frankfurt/Berlin, 02.11.2016. Im September hat die offizielle Mitgliederversammlung des Deutschen Ferienhausverbands in Frankfurt stattgefunden. Im Folgenden hat der DFV die wichtigsten Beschlüsse und Themen der Tagung zusammengefasst.

Amtszeit für den Vorstand auf zwei Jahre verlängert: Der Deutsche Ferienhausverband hat die Amtszeit des Vorstands von einem auf zwei Jahre verlängert. Damit signalisiert der Verband Kontinuität nach außen und stärkt seine Entschluss- und Handlungsfähigkeit bei langfristigen Entscheidungen.

Tobias Wann bleibt Vorsitzender: Tobias Wann bleibt für zwei weitere Jahre im Amt als Vorsitzender. Der CEO der @Leisure Group, die u. a. die Portale Casamundo und Belvilla betreibt, wurde einstimmig wiedergewählt. Den Vorstand bilden neben dem Vorsitzenden die beiden Stellvertreter Göran Holst, Travanto Travel sowie Carsten Gersdorf, BestFewo und Schatzmeister Sebastian Mastalka, Traum-Ferienwohnungen.

Vorstand um einen Sitz erweitert: Der Vorstand wurde um ein Mitglied erweitert. Neu im Vorstandsteam ist Aye Helsig, Regional Director Central Europe HomeAway, in Vertretung für Expedia-Tochter FeWo-direkt. Das Portal für die Vermietung von Ferienhäusern und Ferienwohnungen hat in den letzten Jahren durch die Durchführung repräsentativer Studien einen erheblichen Anteil an der politischen Verbandsarbeit geleistet.

Weitere Informationen über den Vorstand unter
www.deutscher-ferienhausverband.de/vorstand.

Themen, die die Branche bewegen: Neben den offiziellen Beschlüssen wurden einige Themen erörtert, die für die politische Arbeit des Verbands in den nächsten zwölf Monaten maßgeblich sein werden. Zu den Kernthemen gehören die Überregulationen und Vermietungsverbote von Ferienwohnungen in Städten. In Berlin ist seit dem 01. Mai 2016 ein verschärftes Zweckentfremdungsverbot in Kraft. Bereits das Bewerben von nicht genehmigten Ferienwohnungen kann mit Bußgeldern von bis zu 100.000 Euro belegt werden. Neben Berlin planen und praktizieren auch andere Städte in Deutschland Wohnraumzweckentfremdungsverbote. Dabei gibt es Verordnungen, die auf einem fairen Umgang mit Vermietern basieren. Ziel der Verbandsarbeit wird es auch im kommenden Jahr sein, auf die Situation der Ferienwohnungsvermieter in Städten aufmerksam zu machen, die wirtschaftliche Bedeutung für Städte und Tourismus zu unterstreichen und Kompromisslösungen aufzuzeigen.

Positive Signale beim Thema Ferienwohnungen in Wohngebieten: Da Ferienwohnungen in der BauNVO nicht explizit genannt sind, kam es in den letzten Jahren immer wieder zu Rechtsunsicherheiten. Nach mehreren Klagen wurde die Vermietung von Ferienwohnungen in einigen Kommunen an der deutschen Küste verboten. Bis Ende des Jahres könnte die Baunutzungsverordnung nun dahingehend angepasst werden, dass Ferienwohnungen zukünftig sowohl in reinen als auch in allgemeinen Wohngebieten zugelassen werden. Um für die Buchungssaison 2017 Sicherheit zu haben, ist es dem Verband ein Hauptanliegen, dass das Gesetz bis Ende des Jahres verabschiedet wird.

⇒ Fotos in Printqualität: Tobias Wann, Aye Helsig
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Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbandes ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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Beschwerde bei EU-Kommission als Chance für den Tourismus

Deutsche Verbände unterstützen die Ziele des europäischen Dachverbands EHHA in Brüssel

Berlin, 29.09.2016. Der Dachverband für europäische Ferienhaus- und Ferienwohnungsvermieter EHHA (European Holiday Home Association) hat bei der EU-Kommission offiziell Beschwerde gegen die Überregulierungen und Vermietungsverbote von Ferienwohnungen in europäischen Großstädten eingelegt. Besonders betroffen sind beliebte Tourismusziele wie Berlin, Barcelona, Brüssel und Paris. Dort ist das Vermieten entweder verboten oder an unverhältnismäßig hohe Auflagen geknüpft. Der Verband fordert übergreifende gesetzliche Regelungen, die sowohl für Kurzzeitvermietungen als auch für die Sharing-Economy praktikabel sind. Ziel ist es, den Tourismus in Großstädten weiterhin zu fördern, Wirtschaftswachstum, Investitionen und Beschäftigung zu sichern und dafür zu sorgen, dass europäische Tourismusdestinationen wettbewerbsfähig bleiben. Der Deutsche Ferienhausverband und die Apartment Allianz Berlin e. V., Mitgliederverbände des EHHA, unterstützen den Schritt und sehen darin eine Chance für den Berlin-Tourismus.

„Für Metropolen wie Berlin steht viel auf dem Spiel“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des DFV. „Wer Ferienwohnungen als beliebten Unterkunftstyp verbietet, verschließt die Augen vor der Tatsache, dass immer mehr Privatpersonen einen Urlaub in einer Privatunterkunft verbringen wollen. Reisende suchen authentische Urlaubserfahrungen. Sie bevorzugen flexible und preisgünstige Privatquartiere, die es ihnen erlauben, mit der ganzen Familie in fremde Lebenswirklichkeiten einzutauchen. Eine Überregulierung wie in Brüssel oder ein generelles Verbot wie in Berlin sind nicht zeitgemäß. Mit solchen Restriktionen wird einer der dynamischsten Wirtschaftszweige der Welt zum Stillstand gebracht. Berlin verpasst die Gelegenheit, sich als eine der begehrtesten Tourismusdestinationen Europas zu etablieren.“ Laut der repräsentativen Studie „Der Ferienhausmarkt in Deutschland“ von FeWo-direkt und dem DFV bringen Ferienwohnungs-Touristen 359 Millionen Euro Umsatz pro Jahr nach Berlin. 3,6 Millionen Übernachtungen entfallen auf das Segment. Hinzukommen laut einer Studie der GBI AG sechs Millionen Übernachtungen aus Vermietung von Primärwohnraum über die Sharing-Economy-Portale (Quelle: GBI, April 2016). Die Vermietung von privaten Ferienwohnungen schafft Arbeitsplätze und wichtige Einnahmen für die Kommunen.

Regularien von Berlin widersprechen dem EU-Recht
Doch nicht nur die positive Entwicklung des Berlin-Tourismus dürfte akut gefährdet sein. Die Verbände sehen in einem generellen Vermietungsverbot einen Eingriff in das europäische Grundrecht auf freie Geschäftsausübung sowie die Dienstleistung europaweit bereitzustellen. Betroffen sind vor allem private Anbieter. Wer sich in den letzten Jahren mit der Sanierung maroder Gebäude und die Vermietung von Ferienwohnungen ein kleines Gewerbe aufgebaut hat, ist nun in der Existenz bedroht. Es gibt de facto keinen Bestandsschutz, Mitarbeiter stehen vor der Arbeitslosigkeit. Genehmigungen gibt es in Berlin sowieso nur im Ausnahmefall. Stephan la Barré, Mitbegründer der Apartment Allianz äußert sich mit deutlicher Kritik: „Mit dem vollen Inkrafttreten des Zweckentfremdungsverbotes im Mai dieses Jahres kämpfen wir nach wie vor um die Gleichbehandlung aller sogenannten Berliner Zweckentfremder und damit um den Fortbestand der Existenz der Ferienwohnungsbetreiber. Wir hoffen, dass die Einreichung der Beschwerde einen positiven Abstrahleffekt auf unsere Bemühungen hat und der Stadt Berlin ihre unsensible, wirtschaftsfeindliche Überregulierung auf kommunaler Ebene klar vor Augen geführt wird.“ Die Verbände lehnen aber nicht nur ein allgemeines Vermietungsverbot ab, sondern auch die übermäßigen Regularien für Dienstleister wie Vermittlungsportale und Buchungsplattformen. Auch hier findet in Berlin eine besonders restriktive Auslegung des Gesetzes statt. Portale, die sich ihrer Mitwirkungspflicht entziehen und keine vermieterrelevanten Informationen an die Bezirksämter preisgeben, können mit Bußgeldern bis zu 100.000 Euro belegt werden – für die Verbände ein klarer Verstoß gegen die „EU-Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr“.

Verbände fordern faire Regelungen für Vermieter
„Wir beobachten mit Sorge, dass Vermieter in Berlin seit Jahren für eine gescheiterte Wohnungsbau-Politik an den Pranger gestellt werden. Es gibt weder Bestandsschutz noch eine Existenzsicherung für gewerbliche Vermieter. Das ist absolut inakzeptabel“, erklärt Wann. „Hinzu kommen übertriebene Vorschriften für Vermieter in anderen Metropolen Europas, die kaum einzuhalten sind. Wir fordern klare Regelungen für ganz Europa, die eine positive Entwicklung der Branche ermöglichen und für alle Marktbeteiligten funktionieren.“ Die EU will in den nächsten Wochen das EU-Pilot-Verfahren eröffnen. In den Diskussionen mit den Mitgliedsstaaten wird es darum gehen, die lokalen Regularien in Einklang mit europäischem Recht zu bringen.

Zur offiziellen Presseerklärung des EHHA
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Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 18 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Über Apartment Allianz Berlin e. V.
Die Apartment Allianz Berlin e. V. wurde im Juni 2013 von elf Ferienwohnungsvermietern gegründet, um sich für den Erhalt von Ferienwohnungen in Berlin einzusetzen und die inhomogene Branche zu organisieren. Darüber hinaus möchte der Verein das Image nachhaltig verbessern. Denn die Betreiber möblierter Apartments sind eine Bereicherung für die Stadt. Die Initialzündung für die Vereinsgründung war das Zweckentfremdungsverbots-Gesetz, welches die Vermietung von Ferienwohnungen reguliert. Der Verein vertritt die Interessen von 70 Apartmentbetreiber, die 655 Apartments in Berlin repräsentieren. Sie beschäftigen zahlreiche Arbeitnehmer, sind eine starke Wirtschaftskraft und fördern den dezentralen Tourismus. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.apartmentallianz.net

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EHHA legt Beschwerde bei EU-Kommission ein – eine Presseerklärung des europäischen Dachverbands

Branchenverband legt offizielle Beschwerde gegen restriktive Regulierung von Kurzzeitvermietungen in Berlin und weiteren Städten bei Europäischer Kommission ein

ehha-logoBrüssel, 22. September 2016. In einigen der beliebtesten Städteziele Europas ist es angesichts restriktiver und oftmals widersprüchlicher Vorschriften fast unmöglich, Ferienwohnungen und -häuser kurzzeitig an Touristen zu vermieten. Dagegen legten die Anbieter von Kurzzeitvermietungen Beschwerde bei der Europäischen Kommission ein. Mit dieser Beschwerde wollen sie sich gegen zahlreiche kommunale Beschränkungen wehren, die von einem de facto Verbot für die Vermietung bis hin zu unverhältnismäßigen Vorschriften für die Ausstattung solcher Unterkünfte reichen. Dazu zählen etwa die fest geregelte Zahl von Kleiderbügeln in Kleiderschränken, die Anzahl von Tassen und Handtüchern in Badezimmern oder der Helligkeit von Glühbirnen (zur englischen Originalversion).

Die Beschwerde der European Holiday Home Association (EHHA), dem Dachverband der europäischen Ferienhaus- und Ferienwohnungsvermieter, richtet sich gegen die unverhältnismäßige Regulierung und Vermietungsverbote in beliebten touristischen Zielen wie Berlin, Barcelona, Brüssel und Paris. Diese sind nach Ansicht der EHHA, die sowohl Eigentümer, Vermieter, Vermittler und Buchungsplattformen von Ferienunterkünften vertritt, nicht mit europäischem Recht vereinbar. Die Beschwerde richtet sich zudem gegen viele weitere Städte in Europa, die Privatpersonen bei der kurzzeitigen Vermietung ihrer Unterkunft hohe Hürden in den Weg legen. Der offiziellen Beschwerde sind mehrmonatige informelle Gespräche mit der Europäischen Kommission vorausgegangen.
Die EHHA warnt davor, dass die kommunalen Verwaltungen in Europa mit ihren Vorschriften den Markt für Kurzzeitvermietungen an Touristen zum Erliegen bringen könnten. So würden den Vermittlungsplattformen, die Vermieter und Mieter zusammenbringen, übermäßig hohe rechtliche Pflichten auferlegt.

„Die Branche würde gesetzliche Regelungen mit Augenmaß für Kurzzeitvermietungen und die Sharing Economy jederzeit begrüßen“, so der EHHA Generalsekretär Carlos Villaro Lassen. „Allerdings droht ein Sammelsurium an übertriebenen und widersprüchlichen Vorschriften die Sharing Economy in Europa zu erdrücken. Während einige dieser Vorschriften gut gemeint und für große Hotels sicher geeignet sind, sind sie für Privatpersonen, die ihre Unterkunft nur für wenige Tage untervermieten wollen, völlig unangebracht. Die Einschränkungen verstoßen gegen das europäische Grundrecht auf freie Geschäftsausübung sowie eine Dienstleistung europaweit anzubieten. Darum haben wir uns entschlossen, eine Beschwerde einzulegen“, fügt Lassen hinzu.

In Barcelona haben die Behörden beispielsweise Regulierungen, die bisher nur für die Tourismusbranche galten und sich an kommerzielle Anbieter richteten, ohne Änderung auch auf die Sharing Economy ausgeweitet. Wohnungseigentümer, die ihre gesamte Unterkunft vermieten möchten, müssen eine lange Liste technischer und qualitätsbezogener Anforderungen erfüllen. Bereits kleine Verstöße wie fehlende Formblätter für Verbraucherbeschwerden können Geldbußen von bis zu 3.000 Euro nach sich ziehen. Schwerwiegende Verstöße können gar mit Geldstrafen von bis zu 600.000 Euro geahndet werden. Weiterhin ist es in Barcelona verboten, einzelne Zimmer einer Wohnung unterzuvermieten.

Während ein privater Vermieter in Barcelona nur die gesamte Unterkunft anbieten darf, gilt in Berlin genau das Gegenteil. Wer hier mehr als 50 Prozent seiner Unterkunft zwischenvermieten möchte, muss eine spezielle Genehmigung bei den Behörden beantragen. Diese wird nur erteilt, falls die Vermieter andernfalls ihre Kosten nicht decken können oder in anderen sehr spezifischen und fast unmöglichen Umständen. Bei Zuwiderhandlung droht eine Strafe von bis zu 100.000 Euro.

In Brüssel müssen Anbieter von Privatunterkünften dieselben Vorschriften einhalten, die auch für die großen, hochpreisigen Geschäftshotels gelten. Dazu zählt etwa die Bereitstellung eines Schranks mit genau zwei Kleiderbügeln pro Gast, einer Raumbeleuchtung mit einer Lichtstärke von 100 Lux sowie einer Beleuchtung über dem Waschbecken im Badezimmer mit 200 Lux, einer Tasse oder eines Glases pro Gast sowie eines Gästehandtuchs. Bei Verstößen drohen Bußgelder zwischen 250 und 25.000 Euro.

Wer in Paris seine innerstädtische Zweitwohnung zwischenvermieten will, muss eine entsprechende Ersatzleistung an die Stadt erbringen. Dies zieht einen kostenintensiven und langwierigen Verwaltungsakt nach sich, in dem die Behörden sogar die Umwandlung von gewerblichen Flächen in Wohnraum verlangen können. Hierbei kann gefordert werden, dass die umzuwandelnden Gewerberäume die doppelte Fläche der zur Untervermietung angebotenen Wohnung umfassen und nach der Umwandlung auch denselben Qualitätsstandard erreichen müssen. Dies stellt faktisch ein Vermietungsverbot für Zweitwohnungen dar.

Online-Plattformen, die Kurzzeitvermietungen vermitteln, sind ebenfalls zahlreichen restriktiven und widersprüchlichen Vorschriften sowie hohen Strafen bei Verstößen ausgesetzt. Dies widerspricht der EU-Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr. Die Branche für Kurzzeitvermietungen bietet Reisenden mehr Wahlmöglichkeiten, wettbewerbsfähige Preise und die Möglichkeit, Reiseziele auf eine neue und spannende Weise kennenzulernen. Sie bringen zudem große Vorteile für Eigentümer und Mieter, die dadurch ihre Lebenshaltungskosten senken und sich unternehmerisch betätigen können. Die Kommunen profitieren zudem durch den zunehmenden Tourismus und steigende Ausgaben der Besucher vor Ort, was Wirtschaftswachstum, Investitionen und Beschäftigung fördert.

Laut einer Studie von Phocuswright haben 45 Millionen Europäer in den letzten zwei Jahren in einer Kurzzeitunterkunft übernachtet. Dabei macht die Branche einen jährlichen Umsatz von 80 Milliarden Euro. In Europa bieten private Anbieter, Vermietungsvermittler, Portale und Webseiten 20 Millionen Betten für Touristen an. Das sind doppelt so viele Betten wie in traditionellen Hotels. Die Branche für Kurzzeitvermietungen ist ein Schlüsselbereich im Digitalen Binnenmarktprojekt der Europäischen Kommission. Die restriktiven kommunalen Gesetze behindern jedoch die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Tourismusdestinationen und insbesondere ihre Fähigkeit, neue Reisende, die Kurzzeitunterkünfte suchen, anzulocken.

In seiner im Juni veröffentlichten Leitlinie für die kollaborative Wirtschaft schreibt die Europäische Kommission: „Regelungen der kollaborativen Wirtschaft müssen gerechtfertigt und angemessen sein und sollten darauf abzielen, Betreiber von unnötigen regulatorischen Lasten zu befreien“. Die Leitlinie weist zudem darauf hin, dass „ein fragmentierter Ansatz hinsichtlich der kollaborativen Wirtschaft Unsicherheit für traditionelle Betreiber, neue Dienstanbieter und Konsumenten gleichermaßen erzeugt und Innovation, Wachstum und der Schaffung von Arbeitsplätzen beeinträchtigen kann“.
Die Beschwerde der EHHA fordert, dass die Europäische Kommission sogenannte EU Pilot Diskussionen mit relevanten Mitgliedsstaaten (Deutschland, Spanien, Belgien und Frankreich) beginnt, um die identifizierten problematischen lokalen Regulierungen von Kurzzeitvermietungen schnellstmöglich in Einklang mit geltendem europäischen Recht zu bringen. Die Beschwerde betont zudem, dass es die Mitgliedsstaaten versäumt haben, die Europäische Kommission über die Überregulierungen von kommunalen Behörden im Vorfeld des Inkrafttretens zu informieren, wozu sie nach Europarecht verpflichtet gewesen wären. Die EHHA wird ausgehend von dieser Beschwerde weitere unverhältnismäßige Regulierungen der kollaborativen Wirtschaft beobachten.

Villaro Lassen fasst zusammen: „Die EU muss eingreifen, um dem unnötigen Stückwerk an restriktiven und widersprüchlichen kommunalen Regelungen und bürokratischen Aufwand ein Ende zu setzen. Denn das gefährdet einen pulsierenden und wachsenden Wirtschaftszweig innerhalb der Europäischen Union. Die bestehenden Vorschriften schaden den Verbrauchern, Eigentümern und Vermietern sowie der weiteren Tourismusbranche. Sie stehen zudem im Widerspruch zu geltendem Europarecht und dem Ziel der Kommission, einen digitalen Binnenmarkt zu schaffen.“

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Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Carlos Villaro Lassen
EHHA Generalsekretär
Tel: + 45 3110 1090
Email: info@ehha.eu

Über die European Holiday Home Association (http://ehha.eu)

Die European Holiday Home Assocation wurde 2013 gegründet, um der Branche für Kurzzeitvermietungen eine Stimme zu verleihen. Mitglieder der EHHA sind Verbände privater Hauseigentümer, Verbände von Vermittlern sowie digitale Plattformen, die in der gesamten Europäischen Union agieren. Die Kernaufgabe der Verbände ist die Vermittlung von Kurzzeitvermietungen in privaten Häusern und Wohnungen.

Über die Sharing Economy

Die kollaborative Wirtschaft (oder Sharing Economy) bezieht sich auf Systeme, die den Zugang zu Gütern, Dienstleistungen, Daten und Arbeitskräften ermöglichen, ohne selbst Eigentümer werden zu müssen. Die Systeme sind sehr unterschiedlich, aber nutzen alle Informationstechnologie und Peer-to-Peer-Communities. Im vergangenen Jahr hat die Europäische Kommission eine öffentliche Anhörung zur kollaborativen Wirtschaft gestartet, in der es um die wirtschaftliche Rolle von online Plattformen (Suchmaschinen, Soziale Medien, Video-Sharing-Websites, App Stores etc.) ging. Die Europäische Union sieht ein großes Potenzial in der kollaborativen Wirtschaft hinsichtlich Innovation, Wachstum und Arbeitsplätzen.

Grundregeln für den Ferienimmobilien-Kauf

Was Privatanleger jetzt beim Kauf der eigenen vier Urlaubswände beachten sollten

Berlin, 18.08.2016. Das Geschäft mit den Ferienhäusern und Appartements floriert. Allerdings ist der Kauf einer Ferienimmobilie mit einigen Risiken behaftet. In den deutschen Urlaubsgebieten steigen die Kaufpreise und gute Lagen sind knapp. Nicht überall ist das Vermieten erlaubt und nicht immer erweist sich die Ferienimmobilie als rentabel. Der Deutsche Ferienhausverband e. V. hat nun einige Grundregeln gebündelt, die Käufer unbedingt beachten sollten.

1. Ein Business-Plan sorgt für Transparenz
Eine Ferienimmobilie ist nicht mehr nur Herzensangelegenheit, sondern Rendite-Objekt und Altersvorsorge. Wer professionell vermieten will, sollte einen soliden Businessplan aufstellen. In diesen Plan gehören Informationen zur anvisierten Urlauberzielgruppe, zu Mitbewerbern im lokalen Tourismusumfeld, die Unternehmens- und Marketingstrategie sowie eine solide Finanzplanung. „Privatanleger sollten ihre Ferienimmobilie als eine Unternehmung mit all ihren Chancen und Risiken einstufen“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands. „Damit sich der hohe Kapitaleinsatz lohnt, müssen Anleger das ganze Jahr über Einnahmen erzielen. Um sich gegen andere Anbieter durchzusetzen, benötigen Vermieter eine einzigartige Positionierung. Ein Businessplan hilft Anlegern den Überblick auf dem umkämpften Ferienhausmarkt zu bewahren und eine kluge Investitionsentscheidung zu treffen.“

2. Die Rechtslage vor Ort berücksichtigen
Nicht überall ist das Vermieten von Ferienimmobilien erlaubt. Rechtsstreitigkeiten haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass in einigen Tourismusorten keine Ferienwohnungen in Wohngebieten mehr vermietet werden dürfen. Wer jetzt sein Kapital investiert, sollte sich vorab über baurechtliche Fragestellungen informieren. Ob eine Vermietung erlaubt ist, erfragen Kaufinteressenten am besten bei der zuständigen Baubehörde. „Als vorsichtiger Ferienimmobilienkäufer würde ich mich derzeit noch auf Ortsteile fokussieren, die speziell für die Fremdenbeherbergung vorgesehen sind“, sagt Wann. „Sonst könnte auf eine Investition schnell die Ernüchterung erfolgen.“ Bis Ende des Jahres soll eine Änderung der Baunutzungsverordnung zugunsten von Ferienimmobilieninhabern erfolgen. Zukünftig würden Ferienwohnungen dann als nicht störende Gewerbe- und kleine Beherbergungsbetriebe eingestuft, die in Wohngebieten zugelassen werden können. Das bringt Sicherheit, auch für viele bereits bestehende Ferienwohnungen.

3. Lage entscheidet nicht allein über die Rentabilität
Je stärker das Angebot in einer bestimmten Region wächst, desto wichtiger die Nähe zu Strand und Einkaufsmöglichkeiten. Allerdings sind die Kaufpreise für Ferienimmobilien in 1A-Lagen in den letzten Jahren beträchtlich gestiegen, während Mietpreise nur moderat angezogen haben. „Zum kleinen Einmaleins der professionellen Vermietung gehört es, Kaufpreise und zu erwartende Mieteinnahmen gegenzurechnen“, weiß auch Göran Holst, stellvertretender Vorsitzender des DFV. „Eine Ferienimmobilie auf Sylt ist vielleicht dreimal so teuer wie auf Fehmarn und lässt sich ganzjährig vermieten. Allerdings sind die Mieten nicht proportional höher als anderswo. Das schmälert die Rendite.“ Wer in der Lage Abstriche macht und Investitionskosten spart, kann mit einem außergewöhnlichen Ambiente punkten. „Urlauber legen Wert auf eine gehobene Ausstattung. Mit Sauna und Kamin lässt sich die Auslastung für das ganze Jahr erhöhen“, ergänzt Holst.

4. Je mehr Eigenleistung desto höher die Rendite
Eine Ferienimmobilie zu bewirtschaften, ist mit einigem Aufwand verbunden. Bis zu
50 Prozent der Mieteinnahmen gehen für Finanzierung, Instandhaltung, Buchungsabwicklung sowie Pflege von Grundstück und Eigentum drauf, vor allem wenn Anleger auf Dienstleister zurückgreifen. Das drückt den Bruttoertrag. Wer seine eigene Arbeitsleistung einbringt, spart Geld. Auf eigene Faust zu renovieren und seine Ferienimmobilie selbst zu vermarkten, kann zu einer höheren Nettorendite führen. „Neuinvestoren dürfen nicht vergessen, dass eine Ferienwohnung wechselnde Gäste beherbergt und sich Einrichtungsgegenstände schneller abnutzen. Vermieter sollten daher in jedem Fall einmal im Jahr die wichtigsten Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten vornehmen, damit es nicht zu einem Renovierungsstau kommt“, sagt Wann. Um die Kosten zu decken, sollten etwa zehn Prozent der Mieteinnahmen als Rücklagen dienen.

5. Liebhaberei oder Gewinnerzielungsabsicht – eine Frage fürs Finanzamt
Das Finanzamt prüft, ob eine Ferienimmobilie privat oder gewerblich vermietet wird. Wichtige Indizien für eine gewerbliche Vermietung ist die Absicht, Gewinne zu erzielen. Auch spezielle hotelähnliche Strukturen wie ein Frühstücksservice weisen darauf hin. Zinsen, Unterhaltungs- und Werbungskosten und Reparaturen können dann als Betriebsausgaben steuerlich abgesetzt werden. Wer seine Ferienimmobilie auch einige Wochen im Jahr selbst nutzt, muss die Absicht, einen Überschuss zu erzielen, vor dem Finanzamt darlegen. Sonst könnte das Finanzamt die Ferienimmobilie als Liebhaberei einstufen. Steuervorteile würden entfallen. Eigentümer belegen dies am besten über einen Kooperationsvertrag mit einem Vermarktungspartner. Bei Einnahmen von mehr als 24.500 Euro jährlich fallen zusätzliche Gewerbesteuern an. Wer mehr als 17.500 Euro einnimmt und nicht mehr unter die Kleinunternehmerregelung fällt, muss sieben Prozent Umsatzsteuer abführen. Dies muss bei der Mietkalkulation in jedem Fall berücksichtigt werden. „Die steuerrechtlichen Fragestellungen, die auf zukünftige Vermieter zukommen, sind komplex“, sagt Wann. „In jedem Fall sollten Anleger im Vorfeld einen Steuerberater hinzuziehen, der die einzelnen Fallstricke kennt.“

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Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
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DFV befürwortet aktuelles Urteil zu Zweitwohnungen in Berlin

Zeitweise Ferienvermietung von Zweitwohnungen erlaubt

Berlin, 11.08.2016. Gute Nachrichten für Vermieter von Zweitwohnungen: Das Berliner Verwaltungsgericht hat am 09. August 2016 entschieden, dass Besitzer von Zweitwohnungen in Berlin ihre Unterkünfte während der Abwesenheit tage- und wochenweise an Touristen vermieten dürfen. Die Bezirksämter dürfen eine Ausnahmegenehmigung nicht verweigern. Maßgeblich für die Urteilsentscheidung sind die schutzwürdigen privaten Interessen der Eigentümer. Der Deutsche Ferienhausverband e. V. bewertet das Gerichtsurteil als positives Signal in der Debatte um die Zweckentfremdung von Wohnraum in Berlin. 

In der Urteilsbegründung heißt es, dass kein Missbrauch von Wohnraum vorliege, wenn für die Zeit der Abwesenheit des Eigentümers eine Zweitwohnung an Feriengäste vermietet wird. Ob eine Wohnung leer stünde oder zeitweise vermietet würde, habe keinerlei Auswirkungen auf den Berliner Wohnungsmarkt.

Der Deutsche Ferienhausverband begrüßt die Entscheidung des Berliner Gerichts. „Alles andere als eine Ausnahmeregelung bei Zweitwohnungen wäre nicht nachvollziehbar gewesen“, sagt Göran Holst, Vorstand des DFV. „Wohnungen, die überwiegend selbst genutzt und nur zeitweise als Ferienwohnungen vermietet werden, beheben weder den Wohnungsmangel, noch verschärfen sie ihn. Es gibt zudem unzählige Ferienwohnungen, die sich aufgrund ihrer Eigenschaften nicht als Dauerwohnraum eignen. Der Berliner Senat macht Ferienwohnungen ursächlich für den Wohnungsmangel in Berlin verantwortlich. Und das angesichts dessen, dass Ferienwohnungen weniger als ein Prozent des Wohnungsbestands in Berlin ausmachen. Dass man in den Bezirken nun selbst die kurzzeitige Vermietung von Zweitwohnungen mit Verweis auf das Zweckentfremdungsgesetz untersagen wollte, zeigt anschaulich, welches Klima in der Stadt geschürt wird. Denn die Vermietung von Zweitwohnungen an Touristen stellt schon laut Gesetz keine Zweckentfremdung dar.“

Seit dem 01. Mai 2016 gilt das Wohnraumzweckentfremdungsverbot in Berlin. Demnach dürfen keine Wohnungen als Ferienwohnungen mehr angeboten werden. Die ersten gewerblichen Vermieter mussten ihre wirtschaftliche Existenz bereits aufgegeben und stehen vor dem wirtschaftlichen Aus. Der Deutsche Ferienhausverband sieht im Berliner Zweckentfremdungsverbot einen massiven Eingriff in die Eigentumsrechte der Bürger.

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Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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Positives Signal für Ferienwohnungen in Wohngebieten

Der Deutsche Ferienhausverband e. V. und der Deutsche Tourismusverband e. V. begrüßen den Referentenentwurf zur Klarstellung der Baunutzungsverordnung

Berlin, 07.07.2016. In einer Verbändeanhörung vor dem Ausschuss des BMUB wird am heutigen Donnerstag der Entwurf des „Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie 2014/52/EU im Städtebaurecht und zur Stärkung des neuen Zusammenlebens in der Stadt“ diskutiert. Der Deutsche Ferienhausverband (DFV) und der Deutsche Tourismusverband (DTV) begrüßen in einer gemeinsamen Stellungnahme den Vorstoß des Bauministeriums, Ferienwohnungen als nicht störende Gewerbe- und Beherbergungsbetriebe einzustufen. In einer Klarstellung der Baunutzungsverordnung (BauNVO) sollen Ferienwohnungen demnach in allgemeinen Wohngebieten ausnahmsweise zulässig sein. Der Referentenentwurf schlägt zudem eine Lösung für Ferienwohnungen in reinen Wohngebieten vor. Sie könnten zukünftig als kleine Beherbergungsbetriebe im Ausnahmefall zugelassen werden – wenn sie einige Voraussetzungen erfüllen.

Der DFV und der DTV werten die Signale aus Berlin positiv. Da Ferienwohnungen in der BauNVO in Wohngebieten nicht explizit genannt sind, kam es in den letzten Jahren immer wieder zu Rechtsunsicherheiten. Mehrere Klagen haben dazu geführt, dass die Vermietung in Wohngebieten von einigen Kommunen verboten wurde. In der offiziellen Stellungnahme der beiden Verbände heißt es, dass das neue Gesetz einen wichtigen Grundstein für mehr Rechtssicherheit legt.

Einzig die Einschränkungen für Ferienwohnungen in reinen Wohngebieten halten die Verbände für wenig sinnvoll. Der Entwurf besagt, dass in reinen Wohngebieten Ferienwohnungen nur dann genehmigt werden können, wenn die Wohnnutzung überwiegt. Eine solche Beschränkung ist für die Verbände wenig praktikabel. „Viele Immobilien bestehen aus einer Wohnung und mehreren Ferienwohnungen. Diese wären zukünftig von der Vermietung ausgeschlossen“, kritisiert Tobias Wann, Vorsitzender des DFV. Die Einschränkung liegt vor allem in den erhöhten Anforderungen an den Lärmschutz begründet, die für reine Wohngebiete gelten. Der DFV widerspricht dieser Argumentation und merkt an: „Das traditionelle Nebeneinander von Ferienwohnungen und Dauerwohnungen hat jahrelang konfliktfrei funktioniert. Nicht immer sind dabei die meisten Wohnungen von Dauermietern belegt. Probleme gibt es dennoch nur in seltenen Fällen. Dauermieter und Feriengäste kommen in der Regel gut miteinander aus. Vermieter von Ferienimmobilien sind an einem einvernehmlichen Miteinander interessiert und haben ein Auge auf ihre Gäste. Und wenn es doch einmal zu Störungen kommt, bleibt immer noch der Weg, wie bei Dauermietverhältnissen, dagegen ordnungsrechtlich vorzugehen“, ergänzt Wann.

Die vorgesehene Beschränkung betrifft vor allem private Vermieter, die bereits Ferienwohnungen in Wohngebieten vermieten oder beim Investitionsvorhaben fest mit den Einnahmen kalkuliert haben, beispielsweise um den eigenen Hausbau zu finanzieren. Sie sind von dieser Regulierung akut in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. „Statt eine starre Beschränkung in der BauNVO festzulegen, empfehlen wir, den Kommunen den Handlungsspielraum zu lassen, gemäß den Gegebenheiten vor Ort eingreifen und planen zu können“, so Wann.

Die Verbände sind sich einig, dass mit dem Gesetz eine wichtige Weichenstellung für den Tourismusstandort Deutschland vorgenommen wird. „Das Gesetz muss nun so schnell wie möglich verabschiedet werden“, fordert DTV-Hauptgeschäftsführerin Claudia Gilles. „Kommunen, Ferienwohnungsvermieter und Investoren brauchen endlich Rechtssicherheit, um für die Saison 2017 planen zu können. Das stärkt den Tourismus vor Ort und die Investitionsbereitschaft in strukturschwachen Gebieten.“

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Hier gibt es die gemeinsame Stellungnahme des DFV und DTV und die Pressemitteilung als PDF zum Download.

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Über den Deutschen Tourismusverband e.V.
Seit 1902 setzt sich der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) für eine erfolgreiche touristische Entwicklung in Deutschland ein. Als Dachverband kommunaler, regionaler und landesweiter Tourismusorganisationen vertritt der DTV die Interessen seiner rund 100 Mitglieder gegenüber Politik und Behörden, setzt Impulse, vernetzt Akteure miteinander und fördert einen zukunftsweisenden Qualitätstourismus im Reiseland Deutschland.
www.deutschertourismusverband.de

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Deutscher Ferienhausverband kritisiert Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts über das Verbot von Ferienwohnungen

Klage von Ferienwohnungs-Betreibern in Berlin in erster Instanz abgewiesen

Berlin, 09.06.2016. Mit dem gestrigen Urteil des Berliner Verwaltungsgericht nun die Bestätigung: Das Verbot von Ferienwohnungen in Berlin ist rechtmäßig. Vier Betreiber von Ferienwohnungen haben erstmalig gegen das Zweckentfremdungsverbot geklagt und scheiterten in der ersten Instanz. Der Deutsche Ferienhausverband sieht im Urteil einen massiven Eingriff in die Eigentumsrechte der Bürger. Die Tragweite des Urteils für die gesamte Branche ist derzeit noch gar nicht absehbar.

„Wir beobachten seit Monaten, dass Ferienwohnungen in Berlin und anderen Großstädten für den Wohnungsmangel aufgrund baupolitischer Fehlentscheidungen in der Vergangenheit verantwortlich gemacht werden“, sagt Göran Holst, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands. „Der Anteil von Ferienwohnungen am Gesamtwohnungsmarkt liegt unter einem Prozent. Viele der Ferienwohnungen eignen sich kaum als sozialer Wohnraum. Wenn eine 40-Quadratmeter-Wohnung mit möblierter und gehobener Ausstattung als Dauerwohnraum angeboten wird, kommt sie jedenfalls nicht denjenigen zugute, die das Gesetz schützen möchte”, resümiert Holst. “Der Vermieter ist aber wegen hoher Kaufpreise für das Wohneigentum gezwungen, den maximal möglichen Mietertrag zu erlösen und wird die Wohnung daher sehr oft nicht dem normalen Markt zuführen.”

Vom Berliner Gesetz betroffen sind in erster Linie Eigentümer von Sekundärwohnraum. Darunter sind auch Vermieter, die sich ihre Existenz über die Ferienvermietung gesichert oder aufgebaut haben oder Angestellte beschäftigen und von diesen auch andere Branchen profitieren.359 Millionen Euro Umsatz generiert allein der private Ferienhausmarkt in Berlin, wie eine Studie* von FeWo-direkt und dem Deutschen Ferienhausverband zeigt. 3,6 Millionen Übernachtungen pro Jahr finden in privaten Immobilien mit weniger als zehn Betten statt. Durchschnittlich 99,70 Euro geben Urlauber pro Kopf und Tag in der Bundeshauptstadt aus. Das sind nach Hamburg mit 100,30 Euro pro Person die zweithöchsten Urlaubsausgaben in einem deutschen Bundesland. „Von den Ausgaben der Urlauber profitieren nicht nur Vermieter, sondern auch der Imbiss um die Ecke“, so Holst weiter. Als Tourismusmagnet und eine der beliebtesten Städte Europas verschließt sich die Stadt vor den veränderten Bedürfnissen der Urlauber. Ferienwohnungen stellen gerade für Familien eine kostengünstige Alternative da. Viele potenzielle Berlinbesucher werden der Stadt den Rücken kehren, wenn sie kein geeignetes Übernachtungsangebot mehr finden. “Es ist nicht nachvollziehbar, dass eine Stadt wie Berlin, die mit ihrer Vielfalt und Freiheit wirbt, diese ausgerechnet bei der für sie so wichtigen Tourismusbranche beschneiden möchte“, so Holst weiter.

Medienberichten zur Folge wird es zu einem Berufungsverfahren kommen. Der Ausgang und die Folgen für die Ferienhausbranche bleiben ungewiss.

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*Quelle: Ferienhausmarkt in Deutschland – Volumen und ökonomische Bedeutung von FeWo-direkt und dem Deutschen Ferienhausverband e. V., Juni 2015

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Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbandes ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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Deutscher Ferienhausverband e. V. vergibt Prüfsiegel

DFV_Siegel_final_neuZertifizierung von Ferienhausanbietern nach sachlichen Kriterien gibt Urlaubern Orientierung bei der Suche nach dem passenden Buchungspartner

Berlin, 03.05.2016. Service, Transparenz und Nutzerfreundlichkeit sind entscheidende Attribute, wenn Urlauber ein Ferienhaus buchen wollen. Um ihnen eine bessere Orientierungsmöglichkeit bei der Suche nach einem vertrauenswürdigen Buchungspartner an die Hand zu geben, hat der Deutsche Ferienhausverband einen neuen Service bereitgestellt. Online-Plattformen, Vermittler und Reiseveranstalter können sich ab sofort einer umfassenden Überprüfung unterziehen. Erfüllt der Anbieter alle Prüfkriterien, erhält er das DFV-Qualitätssiegel. Bisher haben sich die vier Online-Plattformen und Vermittler FeWo-direkt.de, Travanto.de, BestFewo.de und Traum-Ferienwohnungen.de zertifizieren lassen. Sie führen als erste Anbieter das Siegel.

„Die Urlaubsbuchung ist eine emotionale Angelegenheit, die mit großer Vorfreude verbunden ist“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Ferienhausverbands. „Gütesiegel sorgen dafür, sich gut aufgehoben zu fühlen und geben Orientierung im Angebotsdschungel. Für Anbieter sind sie zusätzlicher Antrieb, den Service weiter auszubauen und zu verbessern. Mit dem Qualitätssiegel des DFV geben Anbieter ihren Kunden das Versprechen, dass sich diese auf einer sicheren und vertrauenswürdigen Webseite bewegen.“

Bei der umfangreichen Prüfung für das DFV-Siegel stehen ein transparenter Buchungsprozess, Qualität des Kundenservices und Benutzerfreundlichkeit im Vordergrund. Eine rechtliche Überprüfung durch eine Anwaltskanzlei stellt sicher, dass die Anbieter je nach Geschäftsmodell ihren Kunden eindeutige und gesetzmäßige Buchungsinformationen zur Verfügung stellen und wichtige Quellen wie AGB, Datenschutzhinweise und Impressum aktuell, transparent und rechtssicher sind.
Durch Mystery-Checks wird zudem der Kundenservice auf Antwortverhalten und Reaktionsgeschwindigkeit geprüft. Jeder Anbieter verpflichtet sich, Filter- und Suchmöglichkeiten anzubieten und tagesaktuelle Unterkünfte mit freien Vakanzen anzuzeigen. Außerdem erklärt er sich, den Vorgaben im Umgang mit Ferienhausbewertungen und Reklamationen zu entsprechen. Der DFV überwacht die Einhaltung der Richtlinien. Welche Anforderungen die Anbieter im Detail erfüllen müssen, ist in den Qualitätskriterien des DFV festgelegt. Der DFV verleiht das Qualitätssiegel für ein Jahr. Nach Ablauf findet eine erneute Überprüfung statt. Unter www.deutscher-ferienhausverband.de/siegelkriterien/ gibt es alle Kriterien auf einen Blick.

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Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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Zeichen stehen auf Rekordjahr: Run auf Ferienhäuser an Nord- und Ostsee

Deutscher Ferienhausverband gibt Tipps für die kurzfristige Buchung

Berlin, 21. April 2016. Deutschlands Küsten werden in diesem Jahr einen neuen Ansturm erleben. Für die ersten Augustwochen, wenn insgesamt zehn Bundesländer gleichzeitig Sommerferien haben, sind viele der familienfreundlichen Ferienhäuser und Ferienwohnungen mit mindestens zwei Schlafzimmern bereits ausgebucht. Die Erinnerung an einen warmen Sommer im letzten Jahr und die unsichere Weltlage tragen dazu bei, dass die deutschen Küsten beliebter sind denn je. Für alle Familien, die noch eine Sommerbleibe suchen, stellt der Deutsche Ferienhausverband einige Buchungstipps zur Verfügung.

„Rund 4.000 Ferienunterkünfte für mindestens vier Personen sind nach unseren Schätzungen im August noch frei“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Verbands. 33,2 Prozent aller Ferienhausurlauber planen laut aktueller Ferienhaus-Urlaubsanalyse von FeWo-direkt einen Aufenthalt in Deutschland (2015: 29,8 Prozent). Das ist ein Plus von 3,4 Prozentpunkten im Vergleich zu den Vorjahresplänen.* Grund zur Sorge, nicht mehr das passende Objekt zu finden, besteht aber nicht. „Eine Situation wie auf Mallorca wird es an deutschen Küsten nicht geben. Das Bettenangebot an privaten und gewerblichen Vermietungen ist groß und vielfältig. Allerdings sollte man als Familie auch nicht auf gut Glück losfahren“, ergänzt Wann. „Einige Urlaubsorte haben nur noch ganz wenige Plätze frei.“ Wer daher bis jetzt noch nicht gebucht hat, sollte sich nicht auf einen bestimmten Urlaubsort fixieren. „Urlauber, die am Timmendorfer Strand kein geeignetes Objekt finden, können auf Fehmarn durchaus Erfolg haben“, weiß auch Carsten Gersdorf, Vorstandsmitglied des DFV und Deutschland-Experte. „Auch auf den deutschen Lieblingsinseln Rügen und Usedom lässt sich noch ein vielfältiges, komfortables Angebot zu einem moderaten Preis-Leistungsverhältnis ausfindig machen.“ Eine strandnahe Ferienwohnung mit etwa 70 Quadratmetern und zwei Schlafzimmern gibt es bei Belegung mit vier Personen beispielsweise ab 268 Euro pro Objekt/Woche.

„Die erstklassigen Meerblick-Lagen in vorderster Strandreihe sind nicht selten schon im Januar ausgebucht“, so Gersdorf weiter. „Doch gerade ein ruhiges Anwesen unweit der lebhaften Strandabschnitte kann erholungssuchenden Familien mit kleinen Kindern viele Vorteile bieten.“ Diese sind etwas abseits der Promenaden gut aufgehoben. Ein großes Grundstück mit eigenem Grillplatz, einem Schwimmteich und der Pferdekoppel direkt hinter dem Haus ist für viele Familien die erholsamere Alternative. Auf die gemeinsame Zeit kommt es schließlich an und da entschädigen der Spielplatz direkt vor der Terrasse und die gemütliche Familiensauna für die paar Minuten mit Auto oder Fahrrad bis zum nächsten Strand. Nicht zu vergessen: Die Wege an Nord- und Ostsee sind kurz. Faszinierende Landschaften und Naturstrände, die mancher Urlauber vorher gar nicht im Blick hatte, laden zu Entdeckungstouren mit unvergesslichen Erlebnissen ein.

Wer nicht auf Deutschland festgelegt ist, findet weiter nördlich ebenfalls noch eine große Auswahl an komfortablen Objekten. Alle, die geräumige Domizile bevorzugen, können bei den dänischen Nachbarn inmitten weiter Dünenlandschaften einen ungestörten XXL-Urlaub verbringen. Ausgestattet mit Whirlpool, Billard-Zimmer oder eigenem Indoor-Schwimmbad bieten Dänemarks Ferienhäuser viel Platz für den aktiven Mehrfamilienurlaub im Großformat. Strandnahe Unterkünfte für acht bis zehn Personen gibt es schon ab 1.000 Euro pro Objekt/Woche.
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*Quelle: 11. Deutsche Ferienhaus-Urlaubsanalyse 2016 von FeWo-direkt

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Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
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Neue Mitglieder für den Deutschen Ferienhausverband

9flats.com, DanCenter, INTER CHALET, dk-ferien und die Europäische Reiseversicherung engagieren sich für die Ferienhausbranche

Berlin, 12.04.2016. Der Deutsche Ferienhausverband e. V. hat fünf neue Mitglieder in seine Reihen aufgenommen. Als förderndes Mitglied verstärkt die Europäische Reiseversicherung die größte Vertretung des Ferienhaussegments. Hinzu kommen die Traditionsanbieter DanCenter und INTER CHALET. Mit dk-ferien heißt der Verband den ersten regionalen Ferienhausvermittler willkommen. Als Spezialist für Ferienwohnungen in Innenstädten und Metropolen schließt sich 9flats.com dem Branchenverband an. Damit repräsentiert der DFV nun alle bekannten Vermietungsformen von Ferienwohnungen und Ferienhäusern – vom Reiseveranstalter bis zum Sharing-Portal. Mehr als drei Millionen Urlaubsquartiere weltweit sind über die Anbieter buchbar. Auf www.deutscher-ferienhausverband.de/mitglieder gibt es alle Details auf einen Blick.

„Wir begrüßen unsere Neuzugänge, die unser Netzwerk weiter stärken und uns mit ihrer Branchenerfahrung voranbringen“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Ferienhausverbands. „Unsere Mitglieder spiegeln die große Vielfalt im Ferienhaussegment wider. Doch trotz unterschiedlicher Herausforderungen vertreten wir im Kern die gleichen Ziele.“ Bei der Frage um die Zulassung von Ferienwohnungen in Wohngebieten sowie Wohnraumzweckentfremdung in Großstädten gibt es eine gemeinsame Positionierung: Der Verband fordert Ferienwohnungen als Übernachtungsalternative in Städten und Wohngebieten touristischer Orte zu erhalten und setzt sich für ein konstruktives Miteinander von Städten, Kommunen, Touristen, Anwohnern und Vermietern ein.

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Über den Deutschen Ferienhausverband e.V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienhausbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Zu den Mitgliedern gehören FeWo-direkt, BestFewo, Travanto.de, Traum-Ferienwohnungen, e-domizil, Interhome, INTERHOLIDAY, atraveo, CASAMUNDO, HolidayInsider , NOVASOL, INTER CHALET, DanCenter, dk-ferien, 9flats.com, der Deutsche Tourismusverband e. V. und die Europäische Reiseversicherung AG. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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DFV bei Anhörung im Bundestag zu “Ferienwohnungen in Wohngebieten”

Michelle Schwefel, tourismuspolitische Referentin des DFV, bezieht als Sachverständige Stellung vor dem Tourismus-Ausschuss

Berlin, 16.03.2016. Der Deutsche Ferienhausverband e. V. setzt sich für eine Änderung der Baunutzungsverordnung (BauNVO) ein. Dort sind Ferienwohnungen als mögliche Nutzungsform in Wohngebieten nicht explizit benannt, obwohl deren Vermietung seit Jahrzehnten gängige Praxis ist. Mehrere Klagen haben in den letzten Jahren gehäuft zu Vermietungsverboten geführt. Vermieter und Gäste sind verunsichert, Tourismusgemeinden entgehen wichtige Einnahmen. Eine Teillösung ist absehbar. Demnach könnte das Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) in einer Klarstellung der BauNVO Ferienwohnungen als kleine, nicht störende Gewerbebetriebe einstufen. Damit wären sie in allgemeinen Wohngebieten zulässig. Für den DFV ist diese Lösung allerdings zu kurz gefasst.

Der Verband fordert in seinem offiziellen Statement zur Anhörung eine umfassende Änderung der Baunutzungsverordnung, die generell den Bestand in Wohngebieten sichert und den Neubau von Ferienwohnungen sowie eine Durchmischung von Ferienwohnungen und Dauerwohnungen zulässt. „Ferienwohnen liegt im Trend, sowohl bei Vermietern als auch bei Gästen. Der private Ferienwohnungsmarkt ist dabei von enormer Bedeutung. Fast 70 Prozent der Übernachtungen finden in privaten Quartieren statt. Es sind vor allem die privaten Vermieter, die ihre Ferienwohnungen in Wohngebieten anbieten“, sagt Michelle Schwefel, Politikreferentin des DFV, die als Sachverständige an der Anhörung teilnimmt. „Fielen diese weg, würde es drastische Einbußen geben ─ für die Kommunen und die lokale Wirtschaft.“ Es gibt aber auch einen sozialen Aspekt: Viele Vermieter sichern sich durch ihre Ferienwohnung ihre Altersvorsorge oder die Finanzierung ihrer Häuser. “Wir brauchen sowohl für die allgemeinen als auch für die reinen Wohngebiete eine klare Regelung, die Anbietern und Gästen gerecht wird und den Kommunen zugleich den nötigen Handlungsspielraum für lokale Besonderheiten lässt. Deshalb fordern wir, Ferienwohnungen als zulässige Nutzungsart in Wohngebieten in die BauNVO aufzunehmen.“

5,5 Milliarden Euro Umsatz generiert der private Ferienhaustourismus laut einer Studie von FeWo-direkt und dem Deutschen Ferienhausverband pro Jahr. Private Vermietungsangebote mit weniger als zehn Betten machen damit 69 Prozent am gesamten Ferienhausmarkt aus.* „Für strukturschwache Regionen und Gemeinden sind Ferienwohnungen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. In vielen Orten haben sich über Jahrzehnte touristische Strukturen entwickelt, von denen Anwohner, Vermieter, Einzelhandel und Gastronomie und nicht zuletzt die Kommunen profitieren. Ein Verbot, das zwangsläufig auch zu einem Investitionsstopp auf dem Ferienhausmarkt führt, hätte für viele Orte massive Folgen“, so Schwefel weiter. „Bis spätestens zur Sommersaison 2017 muss eine Lösung her, die für alle Beteiligten akzeptabel ist.“

Die öffentliche Anhörung findet am heutigen Mittwoch, 16.03.2016 um 14 Uhr im Paul-Löbe-Haus in Berlin unter dem Vorsitz von Heike Brehmer (CDU/CSU) statt.

*Quelle: „Der Ferienhausmarkt in Deutschland – Volumen und ökonomische Bedeutung“, von FeWo-direkt und dem Deutschen Ferienhausverband e. V., Juni 2015

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Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 15 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Forderung nach Erhalt von Ferienwohnungen in Wohngebieten

DTV-DFV

Berlin, 7. März 2016: Viele Vermieter von Ferienwohnungen in deutschen Tourismusregionen fühlen sich vom Gesetzgeber im Stich gelassen: Ihnen steht eine weitere Saison rechtlicher Unsicherheit bevor. Kern des Problems liegt in der bereits seit Jahrzehnten bundesweit gültigen Baunutzungsverordnung: Dort sind Ferienwohnungen als zulässige Nutzung in reinen und allgemeinen Wohngebieten nicht explizit genannt. Die Folgen: Klagen gegen Vermieter von Ferienwohnungen, die in Wohngebieten liegen, und Bauämter, die die Nutzung als Ferienwohnung untersagen. Der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) und sein Mitglied, der Deutsche Ferienhausverband e.V. (DFV), kritisieren die Lücke in der Verordnung und fordern eine praktikable Lösung für alle Beteiligten.

„Wir laufen Gefahr, dass über viele Jahre gewachsene Strukturen in den Tourismusorten verloren gehen“, warnt DTV-Präsident Reinhard Meyer. Mit erheblichen Folgen: „Gäste müssen mit Einschränkungen beim Übernachtungsangebot rechnen, einheimische Vermieter verlieren eine wichtige Einnahmequelle, Gemeinden gehen Steuern und Kurtaxenzahler verloren, der örtliche Einzelhandel und die Gastronomen büßen Umsätze ein.“ Der Bund müsse handeln, so Reinhard Meyer: „Nur durch eine geänderte Baunutzungsverordnung kann eine saubere, rechtssichere Lösung geschaffen werden. In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern der DTV und der DFV, Ferienwohnungen in Wohngebieten zu ermöglichen.“ Meyer betont: „Klar ist aber auch: Der Tourismus kann nicht ohne die Akzeptanz der Anwohner funktionieren. Die von beiden Verbänden gewünschte Änderung gewährt den Kommunen weiterhin Handlungsspielraum, um Rücksicht auf lokale Besonderheiten nehmen zu können. Beispielsweise bei einem angespannten Wohnungsmarkt.“

Das federführende Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hat erste ermutigende Signale für eine Teillösung gesendet. Demnach könnten Ferienwohnungen in allgemeinen Wohngebieten als kleine, nicht störende Gewerbebetriebe eingestuft werden. Für reine Wohngebiete stellt der Vorschlag des Bundes allerdings keine zufriedenstellende Lösung dar.

„Man darf nicht vergessen, dass es sich bei privat vermieteten Ferienhäusern und -wohnungen mit weniger als zehn Betten um ein sehr wichtiges Segment handelt, von dem viele Branchen vor Ort und auch die Kommunen selbst profitieren. Es sind gerade die Kleinstvermieter, die die touristische Attraktivität der Orte z. B. an Nord- und Ostsee, aber auch im ganzen Land sichern, indem sie Familien preisgünstige und bedürfnisgerechte Übernachtungsmöglichkeiten bieten“, sagt Carsten Gersdorf, Vorstandsmitglied des Deutschen Ferienhausverbands. „Viele dieser Unterkünfte befinden sich in allgemeinen oder auch in reinen Wohngebieten. Hier brauchen wir eine klare Regelung, die den Kommunen einen grundsätzlichen Handlungsspielraum einräumt, vor Ort die passenden Entscheidungen zu treffen.“ Am 16. März 2016 befasst sich der Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages in einer Anhörung mit dem Thema. Der DFV ist als Sachverständiger geladen.

Auch Bernd Fischer, Geschäftsführer vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. und Mitglied im Vorstand des DTV nimmt an der Anhörung teil. Neben Schleswig-Holstein ist vor allem auch Mecklenburg-Vorpommern von Vermietungsverboten betroffen. „Mecklenburg-Vorpommern hat von jeher auch einen starken Ferienwohnungssektor. Dieser gehört zur Angebotsbreite, und für viele Vermieter im Nebenerwerb trägt er entscheidend zum Auskommen und Lebensstandard bei. Aus der Tradition und den sozialen Gesichtspunkten heraus haben das Land und der Tourismusverband eine gemeinsame Position erarbeitet. Diese beinhaltet im Kern, dass auch in Zukunft die Möglichkeit bestehen muss, einzelne Ferienwohnungen innerhalb von Wohngebieten zu erhalten. Entsprechend sollte die Baunutzungsverordnung des Bundes angepasst werden. Eine solche grundsätzliche Regelung schließt nicht aus, dass Städte und Kommunen ein Ferienvermietungs- bzw. Zweckentfremdungsverbot für einzelne reine Wohngebiete erlassen können, wenn dies aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nötig erscheint.”

Spätestens für die Saison 2017 muss eine befriedigende Lösung gefunden werden.

Über den Deutschen Tourismusverband e. V.
Der Deutsche Tourismusverband e. V. (DTV) – 1902 gegründet – ist der Dachverband kommunaler, regionaler und landesweiter Tourismusorganisationen. Er setzt sich für eine erfolgreiche touristische Entwicklung in Deutschland ein. Neben Aufgaben als tourismuspolitische Interessenvertretung steht dabei die Fach- und Projektarbeit im Vordergrund. Der DTV ist beratend, zertifizierend und koordinierend in vielen Bereichen des Qualitätstourismus tätig. Zu den 98 Mitgliedern gehören Landestourismusorganisationen, regionale Verbände, Städte, alle Kommunalen Spitzenverbände sowie fördernde Mitglieder – darunter ADAC und Deutsche Bahn AG.

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Pressekontakt
Sarah Lopau, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel. 0 30 – 856 215 – 121
E-Mail: lopau@deutschertourismusverband.de, www.deutscher-tourismusverband.de

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 15 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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Neue Branchenumfrage: Perspektive Ferienhaustourismus 2016

IT-Know-how entscheidet zukünftig über den Erfolg der Ferienhausanbieter

Der Deutsche Ferienhausverband liefert in der ersten Ausgabe von „Perspektive Ferienhaustourismus“ einen Ausblick auf die Potenziale der Branche

Berlin, 23.02.2016. Die großen Reiseveranstalter und Online-Portale der Ferienhausbranche stehen vor neuen Herausforderungen. Verändertes Konsumverhalten, politische Restriktionen und der zunehmende Wettbewerb beeinflussen die Entwicklung des Segments. Die erste Ausgabe von „Perspektive Ferienhaustourismus“, herausgegeben vom Deutschen Ferienhausverband e. V., befasst sich mit den Trends, Prognosen und Perspektiven einer Branche im Wandel. Entscheidungsträger bewerten die Potenziale und Konsolidierungsprozesse im Markt und sprechen über Hemmnisse und Wachstumsmotoren. Der Ergebnisbericht steht unter www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage zum Download bereit. Die wichtigsten Kernthesen im Überblick: 

IT-Expertise entscheidet in Zukunft über den Erfolg der Anbieter
Der Übernachtungsmarkt konsolidiert sich. Das Ferienhaus-Segment bewegt sich aus der Nische hin zum Massenmarkt. Dabei sehen die Entscheider im Aufbau einer zukunftsträchtigen IT-Infrastruktur den Schlüssel zum Erfolg. Den wachsenden Wettbewerb um die Urlauber und den steigenden Innovationsdruck bekommen vor allem die kleinen Anbieter zu spüren, die nicht über die monetären und personellen Ressourcen der finanzstarken Player verfügen. Sie müssen sich über Vertriebskooperationen und Servicequalität im Markt neu ausrichten. Auch die Ansprüche der Nutzer sind gestiegen. Sie erwarten eine schnelle und unkomplizierte Buchung ihres Wunschdomizils. Die Datenvernetzung und die Optimierung von Online-Buchungen für mobile Endgeräte gehören daher zu den großen Aufgaben der Zukunft und bilden den Kern der Anstrengungen im IT-Bereich.

Übernahmen durch Hotelanbieter sorgen für zusätzliche Dynamik im Markt
Die großen Hotelanbieter wie TUI und HRS haben das ökonomische Potenzial von Ferienwohnungen und -häusern längst erkannt und erweitern sukzessive ihr Portfolio. Das verleiht dem Markt eine zusätzliche Dynamik und verschärft gleichzeitig den Wettbewerb – insbesondere im Kampf um Google-Platzierungen. Doch trotz des steigenden Wettbewerbs bewerten die Marktteilnehmer die Übernahmen positiv und sehen darin einen wesentlichen Wachstumsmotor des Segments. Nach Aussagen der Befragten hat die Entwicklung einen erheblichen Einfluss auf die Professionalisierung der Branche, die nun mehr Aufmerksamkeit erfährt als zuvor und verstärkt in die öffentliche Wahrnehmung rückt.

Die Ferienhausbranche wird zum Pauschaltourismus weiter aufschließen
Experten beobachten bereits eine zunehmende Konvergenz zwischen Hotel- und Ferienhausgeschäft. Ferienhäuser haben sich als Unterkunftskategorie auf dem Markt etabliert. Der Ferienhaustourismus wird zu Pauschalreisen weiter aufrücken und Anteile auf dem Übernachtungsmarkt gewinnen. Im Umkehrschluss beeinflusst das veränderte Buchungsverhalten sowie der Wunsch nach Individualität und flexibler Urlaubsplanung auch das Pauschalreise-Segment. Urlauber wollen Anreise, Aufenthaltsdauer, Unterkunftsart und zusätzliche Angebote wie Mietwagen im Baukastensystem individuell zusammenstellen. Ein Trend, der sich zukünftig verstärken wird. Insbesondere für Reiseveranstalter ist der Aufwand nicht zu unterschätzen, den eine flexible Urlaubsbuchung mit sich bringt. Für sie bedeutet das Mehrarbeit für den gleichen Unternehmenserfolg.

Die Zielgruppe war noch nie so breit gefächert
Empty Nesters, Best-Ager, Patchwork-Familien, Millennials – die Zielgruppe für den Ferienhaustourismus fächert sich immer weiter auf. Das wichtigste Motiv für die Buchung besteht im Wunsch nach Freiheit und Flexibilität. Dabei wählen Urlauber zunehmend höherwertige Objekte aus dem 3- bis 4-Sterne-Segment, die durch eine geteilte Urlaubskasse bezahlbar werden. Den größten Urlauberanteil haben die 30- bis 50-Jährigen, die in der klassischen Kernfamilie gemeinsame Zeit genießen wollen. Allerdings beobachten Experten immer neue Ausprägungen in der Zielgruppe. Insbesondere das umfangreiche, preisgünstige Angebot in den Städten zieht junge Touristen in die Ferienwohnungen. Im Hinblick auf die riesige Angebotsvielfalt gewinnen Detailinformationen zu den Objekten und hochwertiges Fotomaterial sowie flexible Buchungsmöglichkeiten bei der Entscheidungsfindung an Bedeutung.

Faire Marktbedingungen und Steuergesetze bestimmen das Branchenwachstum
Trotz seiner Umsatzstärke von acht Milliarden Euro pro Jahr findet das Ferienhaus-Segment in Deutschland in Politik und Öffentlichkeit eine zu geringe Aufmerksamkeit. Dabei sind nach Meinung der Umfrageteilnehmer dringend politische Weichenstellungen erforderlich, damit die Branche weiterhin dynamisch wachsen und dem Bedürfnis der Menschen nach einem freiheitlichen, individuellen Urlaub gerecht werden kann. Der Erhalt von Ferienwohnungen in Wohngebieten von Tourismusorten sowie die Diskussion um die Wohnraumzweckentfremdung gehören nach Angaben der Befragten zu den wichtigsten Kernthemen. Die gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Übernachtungsleistungen könnte zudem Reiseveranstalter zukünftig vor Probleme stellen. Politische Entscheidungen dürften in diesem Zusammenhang einen gravierenden Einfluss auf die Ferienhausbranche haben.

Ferienhausanbieter schauen optimistisch auf 2016
Die Erwartungen in punkto Nachfragesteigerung und Umsatzwachstum sind hoch. Der Ferienhausurlaub ist ein wichtiger Teil der Reiseindustrie geworden und findet eine wachsende Anhängerschaft, die diese individuelle Art der Unterbringung nicht missen will. Obwohl sich der Wettbewerb verstärkt, die Vermarktung der Feriendomizile mit einem größeren Aufwand einhergeht und sich das regulatorische Umfeld von Ferienwohnungen als schwierig erweist, schaut die Branche optimistisch in die Zukunft.

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Über die Branchenumfrage
Die erste Ausgabe von „Perspektive Ferienhaustourismus“ wurde von Pamela Premm – Public Relations, Konzeption und Text, entwickelt und durchgeführt. Neun der führenden Online-Portale und Reiseveranstalter aus dem Ferienhaus-Segment haben daran teilgenommen. Sie wurden zu Themen wie Trend-Destinationen, Hotelübernahmen und Herausforderungen befragt. Der Ergebnisbericht kann unter www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage kostenlos heruntergeladen werden.

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 15 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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Ferienwohnungen in Berlin machen nur einen Bruchteil am Wohnungsmarkt aus

Der Deutsche Ferienhausverband (DFV) fordert eine differenzierte Auseinandersetzung und faire Regelungen für alle Beteiligten

Berlin, 27.01.2016. Die Wohnungslücke in Berlin ist nicht wegzureden. Laut einer Erhebung des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln fehlen bei gleichbleibender Bautätigkeit bis 2020 jährlich 20.000 neue Wohnungen, um den steigenden Bedarf zu decken. Gebaut werden aber nur 9.000 Wohnungen pro Jahr. Das macht einen jährlichen Minderbestand von 11.000 Wohnungen aus. Dem gegenüber stehen 6.500 gemeldete und 12.000 nicht gemeldete Ferienwohnungen in Berlin. Am Gesamtwohnungsmarkt von 1,9 Millionen Objekten beträgt deren Anteil lediglich 0,97 Prozent. Angesichts dieser Zahlen ist der Deutsche Ferienhausverband davon überzeugt, dass ein Verbot von Ferienwohnungen in Berlin den Wohnungsmarkt kaum entspannen wird. Offen bleibt auch die Frage, wie viele der Ferienwohnungen überhaupt als Mietobjekte durchgängig zur Verfügung stünden. Der DFV fordert daher eine sachliche und differenzierte Auseinandersetzung und einen fairen Umgang mit Ferienwohnungsanbietern.

„Ferienwohnung ist nicht gleich Ferienwohnung“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des DFV. „Es ist klar zu unterscheiden, ob es sich bei den angebotenen Ferienunterkünften um Primärwohnraum, Sekundärwohnraum oder einzelne Privatzimmer handelt. Je nach Kategorie und Grad der Eigennutzung würden sie dem Wohnungsmarkt selbst nach einem Verbot nicht zur Verfügung stehen. Ein Gesetz gegen die Vermietung würde eher den Leerstand beflügeln.“ Der Verband ist davon überzeugt, dass eine Unterscheidung der Begrifflichkeiten und eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen Unterkunftsarten die Debatte auf eine sachliche Ebene bringen würde.

Eine kleine Übersicht: Beim Primärwohnraum handelt es sich um den Erstwohnsitz, der dann als Ferienwohnung vermietet wird, wenn sich beispielsweise der Eigentümer selbst auf Reisen befindet. Beim Sekundärwohnraum geht es um die Zweitwohnung, die zum Zweck der Ferienvermietung und zum Teil auch der Eigennutzung als Ferienunterkunft hergerichtet wurde. Zusätzlich gibt es die Vermietung von einzelnen Privatzimmern. „Diese Unterscheidung ist grundlegend für eine sachliche Debatte rund um das Thema Zweckentfremdung von Wohnraum“, sagt Wann. „In erster Linie geht es um Verhältnismäßigkeiten, die durch Pauschalisierungen völlig in den Hintergrund treten.“

In der Debatte sind zuletzt die großen Sharing-Portale wie Airbnb in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Nach eigenen Angaben besteht deren Angebot zu 80 Prozent aus primärem Wohnraum, der auch bei einem Verbot dem Wohnungsmarkt nicht zur Verfügung stehen würde. Vom Gesetz betroffen sind aber vor allem die Eigentümer von Sekundärwohnraum und deren Anteil an der Mietmarktmisere ist noch geringer. In Hamburg hat man bereits eine Regelung gefunden, die das Teilen des eigenen Wohnraums nach bestimmten Rahmenbedingungen erlaubt. „Stillschweigend verschwunden sind dort dagegen die reinen Ferienwohnungen“, sagt Wann. „Darunter sind Vermieter, die sich ihre Existenz über die Ferienvermietung gesichert haben oder jene, die am Wochenende die Ferienwohnung für den Familienbesuch nutzen wollten.“ Völlig unbeachtet bleibt zudem die Zweckentfremdung von Wohnraum durch andere Branchen, wie Freiberufler. Diese genießen nach Wunsch des Berliner Senats umfassenden Bestandsschutz. Warum die Zweckentfremdung durch eine Steuerberatungskanzlei oder einen Rechtsanwalt erträglicher sein sollte als durch eine Ferienwohnung, ist für den Verband unverständlich. Er fordert faire Regelungen für alle.

Bisher haben 6.500 Eigentümer ihre Ferienwohnung in Berlin angemeldet und noch bis zum 30. April 2016 Bestandsschutz. Wie es dann weitergeht ist unklar. „Der Effekt der Rückführung von Ferienwohnungen zum Wohnungsmarkt wird verpuffen und dann wird man sich einen neuen Sündenbock für den angespannten Wohnungsmarkt suchen müssen“, sagt Wann. Dabei sind es gerade die Ferienwohnungen und Sharing-Unterkünfte, die den Tourismus beleben und die Attraktivität der Stadt fördern. „Berlin ist bunt, eine Metropole, die Trends setzen will. Ferienwohnungen sind bei vielen Gästen, insbesondere bei Familien sehr beliebt. Sie zu verbieten, hieße die touristische Vielfalt zu beschneiden.“

Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln: http://www.iwkoeln.de

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Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 15 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbandes ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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Verfahren mit Vermietern von Ferienwohnungen in Berlin nicht vertretbar

Der Deutsche Ferienhausverband e. V. kritisiert den Antrag der Fraktion Die Linke, Ferienwohnungen als Flüchtlingsunterkünfte nutzen zu wollen

Berlin, 15.01.2016. Laut einem Antrag der Fraktion Die Linke im Abgeordnetenhaus Berlin sollen Ferienwohnungen in der Hauptstadt zukünftig als Wohnraum für Flüchtlinge dienen. Der Deutsche Ferienhausverband kritisiert das Vorgehen und die Art und Weise, wie mit Ferienwohnungsvermietern in Berlin umgegangen wird.

Bis zum 30. April 2016 genießen Ferienwohnungen in Berlin noch Bestandsschutz – bis dahin solle der Senat, laut Antrag der Linken, mit den Eigentümern und Vermietern in Verhandlungen treten, damit diese ihre Unterkünfte an Geflüchtete und Obdachlose vermieten. 68.000 Bedürftige könnten somit untergebracht werden, heißt es in dem Dokument. Der Deutsche Ferienhausverband kritisiert diese Vorgehensweise. „Seit Monaten beobachten wir, wie Ferienwohnungen für den Wohnungsmangel in Deutschland verantwortlich gemacht werden, obwohl sie nur einen Bruchteil am Gesamtwohnungsmarkt ausmachen. Völlig außer Acht gelassen werden dagegen andere Formen der Wohnraumzweckentfremdung, wie beispielsweise freiberuflich genutzter Wohnraum“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Verbands. “Um eines klarzustellen: Wir begrüßen es ausdrücklich, wenn ein Vermieter freiwillig mithilft, das drängende Problem der Unterbringung von Flüchtlingen anzugehen. Allerdings ist es schon bedenklich, Vermietern mit dem Gesetz der Wohnraumzweckentfremdung erst die Existenz- und Geschäftsgrundlage zu entziehen, um sie dann für die Flüchtlingspolitik zu instrumentalisieren.“

Der Verband zweifelt zudem die hohe Zahl der Menschen an, die in den Ferienwohnungen zumindest vorübergehend unterkommen sollen. „In Berlin sind derzeit etwa 6.500 Ferienwohnungen gemeldet. Eine Ferienwohnung umfasst im Schnitt ein bis zwei Schlafzimmer mit rund 50 Quadratmetern. Dies würde bedeuten, dass in jede der Ferienwohnungen bis zu elf Menschen unterkommen. Das halten wir für unzumutbar.“ Zwar geht der Senat von einer erheblich höheren Zahl von nicht gemeldeten Ferienwohnungen aus, allerdings bleibt offen, wie viele dieser Wohnungen tatsächlich dem Wohnungsmarkt vollumfänglich zur Verfügung stünden oder wie viele derzeit nur teilweise als Ferienwohnung genutzt werden.

Ein weiterer Punkt bleibt ebenfalls unberücksichtigt: Ferienwohnungen stellen gerade für viele Familien eine kostengünstige und die einzig geeignete Alternative zu Hotels und anderen Übernachtungsformen dar. “Es ist nicht nachvollziehbar, dass eine Stadt wie Berlin, die mit ihrer Vielfalt und Freiheit wirbt, diese ausgerechnet bei der für sie so wichtigen Tourismusbranche beschneiden möchte.”

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Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 15 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbandes ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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