Augen auf bei Last-Minute-Schnäppchen in Kleinanzeigen

Deutscher Ferienhausverband rät Urlaubern, Schnäppchen-Angebote in Kleinanzeigenrubriken aufmerksam zu prüfen

Berlin, 18. Juli 2017. Es klingt verlockend: Rund 1.000 Euro für einen zweiwöchigen Ferienhausaufenthalt an der Ostsee für vier Personen im Sommer. Der Vermieter gibt sich freundlich, die Abwicklung ist unkompliziert. Eine Buchungsbestätigung lässt den Urlaubsgast im Glauben, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Der Vermieter wünscht einen schönen Urlaub. Doch kaum ist die Anzahlung vom Konto abgegangen, platzt der Deal. Der Vermieter ist nicht mehr erreichbar. Das Ferienhaus gibt es nicht. Wer über Kleinanzeigen bucht, sollte derzeit sehr wachsam sein, sagt der Deutsche Ferienhausverband.

„Im Sommer haben Betrügereien auf Basis von Kleinanzeigen Hochkonjunktur“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands. „Über Kleinanzeigen können Abzocker ihre Angebote ungeprüft veröffentlichen oder flexibel auf Gesuche reagieren und so relativ verdeckt ihre Betrugsmasche durchziehen. Da die Kleinanzeigenanbieter nicht auf die Vermittlung von Reiseleistungen spezialisiert sind, haben die Betrüger vergleichsweise leichtes Spiel. Diese werden immer professioneller bei der Zusammenstellung des Angebots und der Buchungsunterlagen. „Für Laien wird es immer schwieriger, betrügerische Angebote zu erkennen. Es kann quasi jeden treffen. Gerade wer kurzfristig in eine stark frequentierte Region reisen möchte, sollte bei extrem günstigen Angeboten wachsam sein“, ergänzt Wann.

Doch wie können sich Urlauber schützen? Bei unglaubwürdig attraktiven Angeboten sollten sie hellhörig werden, auch wenn die Freude über das vermeintliche Schnäppchen erst einmal überwiegt. Urlauber sollten einen kühlen Kopf bewahren, bevor sie einen Buchungswunsch äußern. Und am besten die Preise vergleichen. „Fakt ist: Die deutschen Küsten sind Mitte Juli nahezu ausgebucht. Aufgrund der starken Nachfrage, liegen die Mietpreise eher im oberen Segment“, ergänzt Wann. Wer parallel bei verschiedenen Anbietern recherchiert, kann sich schnell vergegenwärtigen, in welchem Preissegment sich vergleichbare Ferienhäuser für einen bestimmten Zeitraum bewegen und somit besser abwägen, ob das Angebot echt sein kann.

Die Interessenten sollten zudem gezielt nachfragen, ob es im Internet zusätzlich ein bestehendes Exposé zum Ferienhaus gibt, das zum Beispiel bei einem Ferienhaus-Spezialisten oder einen Tourismusverband eingebunden ist. Dort können sich die Gäste ein umfassendes Bild von der Ferienimmobilie und den Vermietern machen. Einige Portale zeigen beispielsweise an, wie lange der Eigentümer schon vermietet. Bewertungen ehemaliger Gäste oder objektive Qualitätskriterien, wie eine Sterneklassifizierung, geben einen Hinweis auf die Wertigkeit des Angebots. Wer sich schützen will, sollte also besser gleich auf einen etablierten Anbieter zurückgreifen, der bereits lange am Markt agiert. Gibt es dort kein passendes Angebot, können Urlauber davon ausgehen, dass die Region weitestgehend ausgebucht ist.

Und wenn der Vermieter mit einem Siegel oder einer Klassifizierung wirbt, um Seriosität vorzutäuschen? Bei den entsprechenden Verbänden können sich Urlauber im Vorfeld über die Echtheit der Zertifikate informieren und gezielt nachfragen, ob ein konkretes Angebot glaubwürdig ist.

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de