Branchen-News: Ferienwohnungen in Deutschland

Auf der Mitgliederversammlung Mitte Oktober 2017 tagten die großen deutschen Anbieter der Ferienhausbranche in Frankfurt und diskutierten über die drei wichtigsten Themenbereiche rund um die Ferienwohnungsvermietung:

1. Baunutzungsverordnung in der Praxis
2. Registrierung von Ferienwohnungen
3. Sharing Economy und die Krux mit der Schwellenregelung

Die Ergebnisse haben wir hier zusammengefasst. Gerne stehen wir Ihnen für ein Hintergrundgespräch zur Verfügung.

Baunutzungsverordnung in der Praxis

Seit Mai 2017 ist die Novelle der Baunutzungsverordnung in Kraft. Der Gesetzgeber hat Ferienwohnungen in seiner Klarstellung* mit nicht störenden Gewerbe- und kleinen Beherbergungsbetrieben gleichgesetzt. Sind diese in einem Planungsgebiet erlaubt, können auch Ferienwohnungen betrieben werden. Für reine Wohngebiete gibt es zudem die Auflage, dass die Wohnnutzung überwiegen muss. Doch so klar die gesetzliche Neuregelung auch ist – die Umsetzung in die Praxis gestaltet sich als schwierig.

“Vielerorts muss überplant werden”, sagt Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des DFV. “Das ist nicht nur aufwendig, sondern zieht in einigen Fällen auch Rechtsstreitigkeiten nach sich.” Zum Beispiel bei der Frage um den Bestandsschutz: “Einen expliziten Bestandsschutz für Ferienwohnungen gewährt die Baunutzungsverordnung nämlich nicht”, sagt die Branchenexpertin. Vereinzelt komme es daher zu Konflikten, vor allem dann, wenn zuvor Nutzungsuntersagungen verhängt worden sind. “Einige Kommunen weigern sich, verhängte Verbote zurückzunehmen mit der Begründung, dass diese auf geltendem Recht beruht haben, die Änderung der BauNVO aber keine rückwirkende Wirkung habe”, kritisiert Schwefel. “Andere Kommunen nutzen diese Gesetzeslücke, um bestehende Ferienwohnungen im Konfliktfall zu verbieten.” Dabei dürfe man nicht vergessen, dass die Novelle vor allem vorgenommen wurde, um bestehende Ferienwohnungen zu erhalten und eine rechtliche Grundlage für Neugenehmigungen zu schaffen. “Viele Gemeinden verkennen das touristische Potenzial von Ferienwohnungen”, ergänzt Schwefel. “Die deutschen Küsten werden ganzjährig immer beliebter und sind im Sommer ausgebucht. Hier über Gebühr einzuschränken, kann nicht im Sinne der Kommunen sein. Wichtige Einnahmen, wie Kurabgaben und Umsatz, den die Ferienhaustouristen der lokalen Gastronomie und dem Gewerbe bescheren, fallen weg. Zurück bleiben enttäuschte Urlauber, die kein Angebot mehr finden, obwohl es durchaus noch freie Ferienwohnungen geben könnte.“ Mit Spannung wird nun der Mustereinführungserlass der AG Städtebau der Bauministerkonferenz Ende Oktober 2017 erwartet. Dieser gibt den Kommunen Handlungsempfehlungen, um die BauNVO in die Praxis umzusetzen. Der DFV geht allerdings davon aus, dass sich einige Konflikte nur vor Gericht lösen lassen.

*Die Klarstellung war notwendig geworden, nachdem es nach Gerichtsurteilen zu Unklarheiten gekommen war, ob Ferienwohnungen in Wohngebieten erlaubt sind.

Registrierung von Ferienwohnungen

Skeptisch steht der Deutsche Ferienhausverband e. V. einer möglichen Registrierungspflicht für Ferienwohnungen gegenüber, die derzeit EU-weit diskutiert wird. Für statistische Zwecke sei eine Online-Registrierung hilfreich, um mehr über die touristische Bedeutung des deutschen Ferienhausmarktes zu erfahren, resümiert der Verband. Bisher werden in Deutschland nur Gastgeber mit mehr als zehn Betten erfasst. Allerdings sehen die Anbieter die Gefahr, dass Datenschutzaspekte missachtet werden könnten. Zur Debatte steht, Daten über Lage, Größe und Belegungskapazität der Ferienimmobilie sowie persönliche Daten des Vermieters zu erheben. Außerdem wird diskutiert, Informationen über die Belegungsdauer zu sammeln. “Das ist für Statistiken sinnvoll, allerdings sind Portale nicht in der Lage, Angaben darüber zu liefern, ob eine belegte Wohnung tatsächlich vermietet, privat genutzt oder wegen Renovierungsarbeiten geblockt wurde”, merkt Schwefel an.

Transparenz müsse in jedem Fall darüber herrschen, was mit den Daten geschehen soll. Es fehlen noch Antworten auf die wichtigsten Fragestellungen, z. B. wie die Daten gespeichert werden sollen. Auch ist offen, wer auf die Daten zugreifen soll und mit welchen Behörden zu welchem Zweck ein Datenaustausch stattfindet. Bereits im Zuge von Zweckentfremdungsverboten hat sich gezeigt, dass Unternehmen im Ausland unterschiedliches Datenschutzrecht dazu nutzen können, sich einer Auskunftspflicht erfolgreich zu entziehen. Es wäre fatal, wenn heimische Anbieter auch hier einen Nachteil erleiden würden. In einem Punkt waren sich alle Anbieter einig: Eine Registrierung sollte einfach und schnell zu erfüllen sein. Portale dürfen nicht dazu verpflichtet werden, die Rechtstreue der Ferienwohnungsanbieter zu garantieren, und beispielsweise die Gültigkeit der Registrierungsnummern zu prüfen. Dafür fehlt ihnen jegliche Legitimation und Handhabe.

Sharing Economy und die Krux mit der Schwellenregelung

In den europäischen Ländern wird derzeit über eine Marktregulierung von Angeboten zur Kurzzeitvermietung in Städten mit Wohnungsknappheit diskutiert. Die EU-Kommission hat eine Charta mit den wesentlichen Kernpunkten formuliert, die den Ländern eine Empfehlung für eine sinnvolle Regelung der Kurzzeitvermietung an die Hand geben soll. Der DFV kritisiert, dass die vorgeschlagenen Empfehlungen fast ausschließlich auf die Sharing Economy abgestimmt sind und damit auf Vermieter, die nur gelegentlich und bei eigener Abwesenheit an Gäste vermieten. Kritik übt der Deutsche Ferienhausverband vor allem an einer möglichen Schwellenregelung, die eine Unterscheidung zwischen privaten und gewerblichen Vermietern vorsieht.

Schwellenregelungen fegen private Vermieter vom Markt
Ganz gleich, wie man die Schwelle setzt – ob nach Umsatz, nach vermieteten Tagen oder nach Anzahl der vermieteten Objekte – die Regelung widerspricht den Anforderungen der traditionellen Ferienwohnungsvermietung, wie sie schon vor dem Sharing-Economy-Boom betrieben wurde. Die meisten klassischen Anbieter vermieten ganzjährig oder den größten Teil des Jahres. Die erzielten Einkünfte dienen als Haupt- oder Nebenerwerb der Betreiber, nicht selten als Teil der Altersvorsorge oder zur Finanzierung der eigenen Wohnimmobilie. Es steht zu befürchten, dass alle, die den Schwellenwert überschreiten, mit weitreichenden Auflagen bis hin zu Komplettverboten zu rechnen haben. Das stellt einen unangemessenen Eingriff in den Markt dar mit weitreichenden Folgen für die Branche.

“Private Vermieter sind Leidtragende des Hypes und laufen Gefahr, künftig als Gewerbetreibende eingestuft zu werden, was die Vermietung per se an hohe Auflagen in punkto Brandschutz oder Steuern knüpfen würde. Schon jetzt ist es so, dass in Hamburg und Berlin wirksam Vermieter vom Markt vertrieben wurden, die ganzjährig ihre Wohnung an Urlauber vermietet haben, derweil das Angebot auf den Sharing-Portalen weiter boomt”, sagt Schwefel. “Weil es aber für die Behörden keine Möglichkeit gibt, von Firmen im Ausland Auskunft über die tatsächliche Vermietungsdauer zu bekommen, ergibt sich eine Grauzone. Es ist fraglich, ob es sich bei all den Wohnungen, die auf Sharing-Portalen angeboten werden, um Wohnungen handelt, die nur ab und an vermietet werden. So wird der Markt auf Kosten der ehrlichen Vermieter ‘bereinigt’.”

Eine Schwellenregelung, die nur Objekte zulässt, die weniger als 90 Tage vermietet werden, lehnt der DFV ab. „Das Papier der EU-Kommission ist sehr vage gehalten und lässt den nationalen und lokalen Autoritäten viel Raum, auch für eine sehr strikte lokale Regulierung. Wir wollen kein weiteres Airbnb-Gesetz, wie es beispielsweise in Hamburg praktiziert wird.“ Mieter und Eigentümer dürfen demnach ihre Hauptwohnung vermieten, wenn sich die Vermietung auf weniger als 50 Prozent der Wohnfläche oder auf eigene Urlaube und einen Zeitraum von weniger als sechs Monaten pro Jahr beschränkt.

Familien sollen weiterhin kostengünstig und flexibel Urlaub machen können
„Ferienwohnungsvermietung hat in Deutschland eine lange Tradition und wir setzen uns dafür ein, dass die Vielfalt auch in Zukunft erhalten bleibt“, sagt Schwefel. „Die Regulierung zur Sharing Economy darf nicht zum Schutzgesetz für das Hotelgewerbe und auch nicht zum Feigenblatt für eine verfehlte Wohnungspolitik werden. Wir werden uns für eine sinnvolle Lösung in Deutschland einsetzen, die auch die Bedürfnisse der klassischen Vermieter von Ferienwohnungen abdeckt und es Familien weiterhin erlaubt, flexibel und kostengünstig Urlaub zu machen.” Man dürfe nicht vergessen, dass sich die meisten Ferienwohnungen in kleinen und mittleren Kommunen im ländlichen Raum befinden, wo der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle darstellt. Zwar fordert die EU, dass solche Schwellenregelungen nur auf wenige Hotspots angewendet werden, aber die Charta ist zu unpräzise und es ist zu befürchten, dass es nicht dabei bleibt.

An der Mitgliederversammlung wirkten mit:

FeWo-direkt, BestFewo, Travanto, Traum-Ferienwohnungen, Casamundo, Novasol, Dancenter, e-Domizil sowie unsere Fördermitglieder: Deutscher Tourismusverband e. V., Europäische Reiseversicherung und Allianz Worldwide Partners


Deutscher Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt
Deutscher Ferienhausverband e. V.
Pamela Premm
Tel. 0178 – 4 07 76 95
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleitung & politische Kommunikation
Tel. 0151 – 68 13 90 93

Ferienhausvermittlung darf kein Bestandteil der Pauschalreiserichtlinie sein

Der Deutsche Ferienhausverband e. V. plädiert außerdem für eine Klarstellung bei Online-Buchungen

Berlin, 23.01.2017. In einer Anhörung im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz wird heute über den Gesetzentwurf zur Pauschalreiserichtlinie diskutiert. Der Deutsche Ferienhausverband e. V. bewertet es positiv, dass einzelne Reiseleistungen wie die Vermittlung von Ferienhäusern rechtlich nicht als Pauschalreise gelten sollen. Das stärke die Tourismusvielfalt und sichere die Existenz von kleinen und mittelständischen Anbietern, heißt es in der Stellungnahme des Verbandes.

„Nur ein Teil der Ferienwohnungen und -häuser in Deutschland werden durch Reiseveranstalter angeboten. Daneben haben sich Vermittler und Online-Portale auf dem Markt etabliert. Würde man die Vermittlung einer Ferienwohnung grundsätzlich als Pauschalreise einordnen, bedeute das einen erheblichen Wettbewerbsnachteil für deutsche Anbieter“, sagt Michelle Schwefel, politische Referentin des DFV, “denn es handele sich um einen deutschen Einzelweg. In keinem anderen europäischen Land gälte eine solche Regelung.“ Schwefel ergänzt: „Es entzieht sich jeder Logik, dass eine Einzelleistung wie das Vermieten eines Ferienhauses dem Pauschalreiserecht unterliegen soll.“ Verbraucherschützer fordern, den gestrichenen Passus, einen Ferienhausaufenthalt wie eine Pauschalreise zu behandeln, wieder in das Gesetz aufzunehmen. Eine solche Sonderregelung für Deutschland würde nicht nur dem Ziel der Wettbewerbsgleichheit widersprechen, sondern für kleine und mittelständische Unternehmen ein erhebliches Markthindernis darstellen. Fielen diese unter die Veranstalter-Richtlinien, würden sie durch die damit verbundenen Informations- und Sicherungspflichten erheblich belastet. „Man erweist dem Verbraucher keinen Dienst, wenn ein von ihm geschätztes Angebot vom Markt verschwindet oder sich erheblich verteuert. Das kann weder wirtschafts- noch verbraucherpolitisch gewünscht sein. Eine der größten Stärken des Deutschland-Tourismus ist seine Vielfalt.“

Der Deutsche Ferienhausverband sieht die Verbraucher durch die im Gesetzentwurf der Bundesregierung vorgesehenen Informationspflichten ausreichend abgesichert. „Die Kunden werden zukünftig darüber informiert, ob eine gebuchte Dienstleistung als Pauschalreise, verbundene Reiseleistung oder Einzelleistung gilt und welche Sicherungsleistungen beim jeweiligen Service bestehen. Auf Basis dieser Information könne jeder selbst entscheiden, welches Angebot das passende ist.“ Laut DFV sollte es einem Veranstalter allerdings möglich sein, eine Einzelleistung auf freiwilliger Basis den Regelungen eines Pauschalreisevertrags zu unterwerfen, damit er beispielsweise für verschiedene Vertragsformen keine unterschiedlichen AGB benötige.

Klarstellung bei Online-Buchungen gefordert

Der Ferienhausverband fordert eine Klarstellung bei der Abgrenzung zwischen verbundenen Reiseleistungen und Pauschalreisen. „Es bedarf einer scharfen, rechtlich eindeutigen, aber auch praxisfreundlichen Trennung, damit Vermittler nicht ungewollt unter die Veranstalterhaftung fallen“, sagt Schwefel. Bei der Online-Buchung ist es gang und gäbe, dass Unternehmer auf Webseiten anderer Unternehmen hinweisen, die ergänzende Reiseleistungen anbieten. Der Entwurf der Bundesregierung sieht zwar vor, dass ein Anbieter auf Angebote anderer Unternehmen hinweisen darf, sofern dies nicht in gezielter Weise geschieht. Nicht hinreichend klar ist aber, was man genau unter „in gezielter Weise“ versteht: Die Begründung führt aus, dass Anbieter auf die Homepage oder Einstiegsseite eines anderen Dienstleisters verlinken dürfen. Das entspricht aber weder der Realität, noch dem, was Verbraucher erwarten, kritisiert der Verband. “Wenn man ein Quartier für einen Städtetrip nach Bremen bucht, dann möchte man z. B. auch bei der Bahn auf einer Seite landen, in der Verbindungen nach Bremen angezeigt werden. Wir wünschen uns eine Klarstellung, die es erlaubt, auch auf eine spezifische Unterseite zu verlinken, die beispielsweise auf bestimmte Reiseziele verweist. „Von einer gezielten Vermittlung sollte man nur dann sprechen, wenn z. B. durch Klick auf den Link Reisezeiträume übermittelt werden, die sich mit der Ursprungsbuchung überschneiden“, sagt Schwefel.

Die öffentliche Anhörung zum Entwurf eines dritten Gesetzes zur Änderung reiserechtlicher Vorschriften findet am Montag, 23.01.2017, 17.00 Uhr, im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz statt.

⇒ Zur Stellungnahme des Verbands

Hintergrund: Pauschalreiserichtlinie in Kürze

Wann und zu welchem Zweck wurde die EU-Pauschalreiserichtlinie verabschiedet?
Die Verabschiedung der Richtlinie erfolgte am 27.10.2015 durch das europäische Parlament. Zielsetzung ist die Harmonisierung des Marktes und Wettbewerbsgleichheit der Anbieter in den europäischen Ländern. Die nationalen Parlamente müssen die Richtlinie bis Januar 2018 umsetzen. Im Juni 2017 ist die Verabschiedung im Bundestag geplant.

Wann spricht man von einer Pauschalreise?

Eine Pauschalreise liegt dann vor, wenn eine Reise als Pauschalreise beworben wird oder mindestens zwei Reiseleistungen zu einer Reise zusammengestellt, gemeinsam gebucht und bezahlt werden. Dies gilt auch dann, wenn eine Reise auf Wunsch des Kunden zusammengestellt wurde. Eine Pauschalreise liegt ebenfalls vor, wenn über ein Online-Buchungsverfahren Kundeninformationen und Zahlungsdaten an einen anderen Unternehmer übermittelt werden und ein weiterer Vertrag binnen 24 Stunden nach Vertragsabschlusses der ersten Reiseleistung zustande kommt. Anbieter von Pauschalreisen haben umfassende Informations- (beispielsweise über Reisedetails wie Barrierefreiheit, Transportmittel oder genaue Route) und Sicherungspflichten bei Insolvenz oder Mängeln. So muss der Veranstalter beispielsweise haften, wenn die Fluggesellschaft Konkurs anmeldet.

Welche Pflichten hat ein Vermittler?

Als Vermittler einer verbundenen Reiseleistung besteht ebenfalls eine Informationspflicht. Diese sieht vor, dass der Kunde darüber informiert wird, dass er eine verbundene Reiseleistung und keine Pauschalreise bucht. Informationspflichten erstecken sich ausschließlich auf die gebuchten Reiseleistungen. Entsprechend reduziert sich die Sicherungspflicht auch nur auf die gebuchten Reiseleistungen. Eine verbundene Reiseleistung liegt vor, wenn zwei Reiseleistungen bei einem Kontakt vermittelt werden, aber getrennt gebucht und gezahlt werden. Das gilt auch dann, wenn der Kunde durch Vermittlung des Unternehmens, bei dem er gebucht hat, eine weitere Reiseleistung von einem anderen Unternehmer erwirbt und der Vertragsabschluss innerhalb von 24 Stunden erfolgt. Dies gilt jedoch nicht, falls der Vermittler lediglich auf Angebote anderer Unternehmen verwiesen hat.

Warum die Debatte?

Der ursprüngliche Referentenentwurf sah vor, dass eine Einzelleistung wie die Vermietung von Ferienhäusern der Pauschalreiserichtlinie unterliegen sollten. Man wollte damit der deutschen Rechtsprechung Rechnung tragen. Diese sah in eingeschränkten Fällen vor, dass eine Einzelleistung dann als Pauschalreise gelten kann, wenn der Kunde bei einem Veranstalter bucht, und nicht hinreichend klar war, dass es sich nicht um eine Pauschalreise handelt. Der Gesetzentwurf hingegen wollte das zur allgemeinen Regel für alle Anbieter machen. Nach heftiger Kritik von Seiten der Tourismusverbände wurde der Passus gestrichen.

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
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Stellungnahme des Deutschen Ferienhausverbands e. V. zum Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung reiserechtlicher Vorschriften

Der Deutsche Ferienhausverband e. V. vertritt als größter Branchenverband die Interessen der Ferienimmobilienbranche in Deutschland. Gerne möchten wir folgende Stellungnahme zur Anhörung im Innen- und Rechtsausschuss zum Gesetzentwurf zum Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung reiserechtlicher Vorschriften abgeben. Wir begrüßen es, dass mit der Umsetzung der EU-Richtlinie zu Pauschalreisen die Rechtslage in Europa vereinheitlicht werden soll. Auch begrüßen wir, dass in dem nun vorliegenden Entwurf der Bundesregierung wichtige Anregungen und Bedenken der Reisebranche aufgegriffen wurden. Wir erlauben uns aber die folgenden Punkte anzumerken: Weiterlesen

Zeichen stehen auf Rekordjahr: Run auf Ferienhäuser an Nord- und Ostsee

Deutscher Ferienhausverband gibt Tipps für die kurzfristige Buchung

Berlin, 21. April 2016. Deutschlands Küsten werden in diesem Jahr einen neuen Ansturm erleben. Für die ersten Augustwochen, wenn insgesamt zehn Bundesländer gleichzeitig Sommerferien haben, sind viele der familienfreundlichen Ferienhäuser und Ferienwohnungen mit mindestens zwei Schlafzimmern bereits ausgebucht. Die Erinnerung an einen warmen Sommer im letzten Jahr und die unsichere Weltlage tragen dazu bei, dass die deutschen Küsten beliebter sind denn je. Für alle Familien, die noch eine Sommerbleibe suchen, stellt der Deutsche Ferienhausverband einige Buchungstipps zur Verfügung.

„Rund 4.000 Ferienunterkünfte für mindestens vier Personen sind nach unseren Schätzungen im August noch frei“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Verbands. 33,2 Prozent aller Ferienhausurlauber planen laut aktueller Ferienhaus-Urlaubsanalyse von FeWo-direkt einen Aufenthalt in Deutschland (2015: 29,8 Prozent). Das ist ein Plus von 3,4 Prozentpunkten im Vergleich zu den Vorjahresplänen.* Grund zur Sorge, nicht mehr das passende Objekt zu finden, besteht aber nicht. „Eine Situation wie auf Mallorca wird es an deutschen Küsten nicht geben. Das Bettenangebot an privaten und gewerblichen Vermietungen ist groß und vielfältig. Allerdings sollte man als Familie auch nicht auf gut Glück losfahren“, ergänzt Wann. „Einige Urlaubsorte haben nur noch ganz wenige Plätze frei.“ Wer daher bis jetzt noch nicht gebucht hat, sollte sich nicht auf einen bestimmten Urlaubsort fixieren. „Urlauber, die am Timmendorfer Strand kein geeignetes Objekt finden, können auf Fehmarn durchaus Erfolg haben“, weiß auch Carsten Gersdorf, Vorstandsmitglied des DFV und Deutschland-Experte. „Auch auf den deutschen Lieblingsinseln Rügen und Usedom lässt sich noch ein vielfältiges, komfortables Angebot zu einem moderaten Preis-Leistungsverhältnis ausfindig machen.“ Eine strandnahe Ferienwohnung mit etwa 70 Quadratmetern und zwei Schlafzimmern gibt es bei Belegung mit vier Personen beispielsweise ab 268 Euro pro Objekt/Woche.

„Die erstklassigen Meerblick-Lagen in vorderster Strandreihe sind nicht selten schon im Januar ausgebucht“, so Gersdorf weiter. „Doch gerade ein ruhiges Anwesen unweit der lebhaften Strandabschnitte kann erholungssuchenden Familien mit kleinen Kindern viele Vorteile bieten.“ Diese sind etwas abseits der Promenaden gut aufgehoben. Ein großes Grundstück mit eigenem Grillplatz, einem Schwimmteich und der Pferdekoppel direkt hinter dem Haus ist für viele Familien die erholsamere Alternative. Auf die gemeinsame Zeit kommt es schließlich an und da entschädigen der Spielplatz direkt vor der Terrasse und die gemütliche Familiensauna für die paar Minuten mit Auto oder Fahrrad bis zum nächsten Strand. Nicht zu vergessen: Die Wege an Nord- und Ostsee sind kurz. Faszinierende Landschaften und Naturstrände, die mancher Urlauber vorher gar nicht im Blick hatte, laden zu Entdeckungstouren mit unvergesslichen Erlebnissen ein.

Wer nicht auf Deutschland festgelegt ist, findet weiter nördlich ebenfalls noch eine große Auswahl an komfortablen Objekten. Alle, die geräumige Domizile bevorzugen, können bei den dänischen Nachbarn inmitten weiter Dünenlandschaften einen ungestörten XXL-Urlaub verbringen. Ausgestattet mit Whirlpool, Billard-Zimmer oder eigenem Indoor-Schwimmbad bieten Dänemarks Ferienhäuser viel Platz für den aktiven Mehrfamilienurlaub im Großformat. Strandnahe Unterkünfte für acht bis zehn Personen gibt es schon ab 1.000 Euro pro Objekt/Woche.
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*Quelle: 11. Deutsche Ferienhaus-Urlaubsanalyse 2016 von FeWo-direkt

Pressemitteilung als PDF

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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