Sorgfältige Prüfung bei unrealistischen Mieten für Ferienwohnungen

Der Deutsche Ferienhausverband gibt Tipps, worauf Ferienhausurlauber jetzt besonders achten sollten

Berlin, 21.06.2018. Mit der Last-Minute-Saison beginnt auch die Hochsaison für vermeintliche Vermieter von Ferienwohnungen mit unlauteren Absichten. Diese greifen all zu oft auf Kleinanzeigenportale zurück, wo sie ihre falschen Offerten gegen eine geringe Gebühr problemlos einstellen können. Doch wie können Urlauber ein echtes von einem unechten Angebot unterscheiden? „Ein wichtiges Indiz ist der Preis“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands. „Betrüger gehen immer nach dem gleichen Schema vor. Sie offerieren eine Ferienwohnung zu einem unschlagbaren Mietpreis und lenken damit die Aufmerksamkeit von vielen Urlaubssuchenden auf das Fake-Angebot.“ Sobald diese buchen und das Geld überweisen, ist der Vermieter, der zuvor noch freundlich und professionell geklungen hat, nicht mehr zu erreichen. Der Deutsche Ferienhausverband rät daher zur umsichtigen Buchung und gibt Urlaubern drei wesentliche Tipps an die Hand:

1. Preise vergleichen: Ein Ferienhaus für zwei Wochen für vier Personen in den Sommerferien für unter 900 Euro – das ist äußerst unrealistisch. Ein Blick auf Objekte mit ähnlicher Ausstattung in der gewünschten Region genügt oft schon, um herauszufinden, ob der angegebene Mietpreis realistisch sein kann. Wie der Deutsche Ferienhausverband erst in diesem Jahr über seine Branchenumfrage ermittelt hat, liegt der durchschnittliche Tagesmietpreis für eine Ferienwohnung in den Sommerferien bei 140 Euro. Bei zwei Wochen sind das bereits 1.960 Euro.

2. Bei Ferienhausspezialisten buchen: Meistens nutzen Betrüger kostengünstige Kleinanzeigenrubriken, um dort ihre Angebote zu platzieren. Dort können sie eine Zeit lang ungeprüft aktiv sein, ohne direkt aufzufliegen. Urlauber sollten daher besser bei einem etablierten Ferienhausanbieter buchen, der sich auf die Vermietung spezialisiert hat und für Rückfragen einen Kundenservice bereitstellt. Häufig gibt es dort auch Last-Minute-Rubriken, in denen noch kurzfristig freie Ferienwohnungen mit rabattierten Mieten zu finden sind.

3. Auf Qualitätssiegel achten: Es gibt verschiedene Zertifikate für Tourismusunternehmen, die Urlaubern als wichtige Orientierungshilfe dienen. Dazu gehören das TÜV-Siegel, das Q-Siegel von Service-Qualität Deutschland, aber auch das, speziell für den Ferienhausmarkt entwickelte, Qualitätssiegel des Deutschen Ferienhausverbands. Unternehmen unterziehen sich dafür einem umfangreichen Zertifizierungsprozess. Überprüft werden von einer unabhängigen Anwaltskanzlei die AGB, Datenschutzhinweise und der Kundenservice.
Tipp: Über einen Klick auf das Online-Siegel, das auf der jeweiligen Webseite des zertifizierten Anbieters zu finden ist, werden Urlauber zum entsprechenden Zertifikat auf der Homepage des DFV weitergeleitet und können sich so von der Rechtmäßigkeit des Siegels überzeugen. Alle Unternehmen mit gültigem Siegel sind zudem auf
www.deutscher-ferienhausverband.de/zertifiziert zusammengefasst.

Wichtig zu wissen: Bei Last-Minute-Buchungen ist besondere Aufmerksamkeit gefragt. Oftmals wird sofort der gesamte Mietpreis fällig und nicht nur eine Anzahlung. Wer an den Falschen gerät, verliert sein komplettes Urlaubsbudget.