Perspektive Ferienhaustourismus 2017: Zweistelliges Umsatzwachstum für die Ferienhausbranche

Perspektive-Ferienhaustourismus-2017-CoverDeutscher Ferienhausverband veröffentlicht zum zweiten Mal Ergebnisse der Branchenumfrage

Berlin, 22. März 2017. Wie aus den Ergebnissen der aktuellen Branchenumfrage hervorgeht, können Ferienhausanbieter beim Rückblick auf 2016 eine positive Bilanz ziehen. Mit 24 Prozent Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr und einem durchschnittlichen Buchungswachstum von 16 Prozent befindet sich die Branche weiterhin im Aufwind. Die eindrucksvollen Zahlen unterstreichen einmal mehr die zunehmende Bedeutung des Ferienhaustourismus als Wirtschaftsfaktor für Deutschland. Der Ergebnisbericht steht unter www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2017 zum Download bereit. 

Erhöhtes Sicherheitsempfinden sorgt für steigende Nachfrage

Einen wichtigen Grund für die steigende Nachfrage sehen die Befragten im wachsenden Bedürfnis der Menschen nach mehr Privatsphäre. Aber auch die Marketingbestrebungen der Marktteilnehmer und das breite Angebot ziehen neue Zielgruppen an. Einen weiteren Grund sehen die Befragten in einem erhöhten Sicherheitsbedürfnis – in der Wahrnehmung der Urlauber bieten Ferienwohnungen als private, geschützte Einheiten einen größeren Schutz als weitläufige Hotelkomplexe.

Deutschland vor Österreich beliebtestes Ferienhausland

Nahziele mit erdgebundener Anreise liegen im Trend: Im Ergebnis über alle teilnehmenden Anbieter hinweg war Deutschland das beliebteste Reiseziel 2016 mit den meisten Buchungen, gefolgt von Österreich, Italien, Frankreich und Dänemark. Ein Blick auf Deutschland zeigt zudem, dass die Küstenregionen besonders gefragt sind. Die Osteeküste Schleswig-Holsteins liegt vor dem Nordsee-Festland und den Ostseeinseln Mecklenburg-Vorpommerns. Doch auch die Küstenstreifen in den Nachbarländern sind beliebt wie nie zuvor. Nach Angaben der Befragten ist die Nachfrage nach Feriendomizilen an der dänischen und der polnischen Ostsee stark gestiegen.

Im Sommer geben die Urlaubsgäste 1.000 Euro für Miete aus

Bei der Analyse der Buchungsvorlieben von Urlaubern zeigte sich vor allem eins: Das Ferienobjekt muss komfortabel sein und über ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis verfügen. 2016 haben Urlaubsgäste Ferienhäuser und -wohnungen mit durchschnittlich 76 Quadratmetern und 2,3 Schlafzimmern gebucht. Die Reisedauer lag im Schnitt bei 8,3 Tagen, die durchschnittliche Miete im Sommer bei 1.013 Euro pro Objekt für den gesamten Aufenthalt. Und nach welchen Extras filtern die Gäste? Eines der wichtigsten Extras ist das WLAN, gefolgt von der Haustierfreundlichkeit und dem Pool. Der gebuchte Unterkunftstyp ist dagegen abhängig von der Destination. Die deutsche Ferienhauslandschaft ist stark geprägt von Appartementanlagen und Ferienwohnungen. Bei den Buchungen in Deutschland liegt der Anteil an Ferienhäusern lediglich bei 15 Prozent, in Dänemark dagegen bei nahezu 100 Prozent.

Das Produkt ist wichtiger als die Marke

Nach Angaben der Befragten ist die Markenloyalität der Kunden und vor allem in der Ferienhausbranche nicht so ausgeprägt wie in anderen Segmenten und steht hinter dem Produkt zurück. Allerdings sehen die Anbieter darin durchaus Wachstumschancen, die durch geeignete Kundenbindungsmaßnahmen genutzt werden sollten. Dazu gehören ein individueller Service zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, aber auch zielgerichtete Marketingmaßnahmen und Social-Media-Aktivitäten.

Sharing Economy hat nicht nur positive Effekte

Auf die Frage, ob die Sharing Economy eher einen positiven oder negativen Einfluss auf die Branche hat, besteht Uneinigkeit. Airbnb habe nach Ansicht der Befragten zwar für einen enormen Aufmerksamkeitsschub für das Thema Ferienwohnungen gesorgt und damit den Markt für neue Zielgruppen geöffnet. Allerdings seien erst mit dem rapiden Wachstum der Sharing Economy Zweckentfremdungsverbote in Städten wieder zum Thema geworden. Verbote treffen alle, Ausnahmeregelungen sind aber oft nur auf die Bedürfnisse der Sharing-Anbieter zugeschnitten. Leidtragende sind kleine, gewerbliche Vermieter, die ihre Existenzgrundlage verlieren. Die Befragten sehen darin eine große Unsicherheit für die gesamte Branche. Nur das drohende Verbot von Ferienwohnungen in Wohngebieten wurde von den Befragten als noch beunruhigender bewertet. Ein Maßstab für alle anderen Anbieter sind die Sharing-Anbieter dennoch: Die Ferienhausspezialisten müssen ihr eigenes Customizing stetig optimieren und mit hoher Service-Qualität und aufmerksamkeitsstarken Marketingaktionen bei Urlaubern punkten, um sie zu gewinnen und zu binden.

Ausblick: Ferienhausanbieter erwarten weiteres Wachstum für 2017

Die Anbieter sind sich sicher, dass sie in diesem Jahr ein ähnlich starkes Ergebnis wie 2016 erwarten können. Neben der positiven Entwicklung sehen die Befragten aber auch die Herausforderungen, die der dynamische Wandel im Markt und die politische Situation in Deutschland und Europa mit sich bringen. Und wie stehen die Chancen auf dem Investitionsmarkt bei knappen Angebot und steigenden Preisen? Auch dort sehen die Anbieter noch gute Perspektiven. Obwohl die Preise für Ferienimmobilien stark angezogen haben, sei das letztendlich auch eine Anpassung an das internationale Preisniveau. Auf lange Sicht könnte diese Entwicklung aber auch bedeuten, dass gestiegene Kaufsummen zu einem Anstieg der Mietpreise führen. Für Urlauber könnte das in Zukunft heißen, dass sie tiefer in die Tasche greifen müssen. Dass der Markt bald erschöpft sein könnte, sehen die Befragten allerdings nicht – dort wo es Investoren gibt, gibt es auch weiterhin attraktive Produkte.

Über die Branchenumfrage

Die Branchenumfrage des Deutschen Ferienhausverbands e. V. wurde von Pamela Premm – Public Relations, Konzeption und Text – entwickelt und durchgeführt. Die ermittelten Ergebnisse sind Grundlage für die zweite Ausgabe von „Perspektive Ferienhaustourismus 2017“. Sieben der führenden Ferienhausanbieter aus dem Ferienhaussegment und Mitglieder des DFV, darunter drei Reiseveranstalter, drei Vermittler und ein Portal, haben an der anonymen Online-Umfrage teilgenommen. Sie wurden zu Themen wie die Entwicklung von Umsatz- und Buchungszahlen, Trend-Destinationen, Buchungskriterien und aktuelle Gesellschaftsthemen befragt. Der Ergebnisbericht kann unter http://www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2017 kostenlos heruntergeladen werden.

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Mehr als fünf Millionen Feriendomizile weltweit werden über die Mitgliedsunternehmen offeriert. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:

Deutscher Ferienhausverband e.V.
Pamela Premm
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