Stadtratssitzung: Keine Jagd auf Ferienwohnungen, Existenzen sichern

Stellungnahme zum Neuerlass einer Satzung über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum (ZeS) – Stadtratssitzung München

Der Deutsche Ferienhausverband fordert Kompromisslösungen und weniger Willkür

Berlin/München, 23.11.2017. In der Sitzung des Münchener Stadtrats wird am heutigen Donnerstag über eine Satzung zum Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum entschieden. Der Deutsche Ferienhausverband hat dazu Stellung bezogen. „Verbote von Ferienwohnungen können das Problem des Wohnungsmangels in München nicht ansatzweise beheben“, sagt Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des Deutschen Ferienhausverbands. „Es müssen sinnvolle Lösungen her, die auch die positiven Effekte von Ferienwohnungen für die Stadt und den Tourismus berücksichtigen.“ Der Verband bewertet die Verschärfung der Verordnung als unverhältnismäßig und ruft die Verantwortlichen auf, den Ausgleich der Interessen zu suchen. Weiterlesen

Branchen-News: Ferienwohnungen in Deutschland

Auf der Mitgliederversammlung Mitte Oktober 2017 tagten die großen deutschen Anbieter der Ferienhausbranche in Frankfurt und diskutierten über die drei wichtigsten Themenbereiche rund um die Ferienwohnungsvermietung:

1. Baunutzungsverordnung in der Praxis
2. Registrierung von Ferienwohnungen
3. Sharing Economy und die Krux mit der Schwellenregelung

Die Ergebnisse haben wir hier zusammengefasst. Gerne stehen wir Ihnen für ein Hintergrundgespräch zur Verfügung.

Baunutzungsverordnung in der Praxis

Seit Mai 2017 ist die Novelle der Baunutzungsverordnung in Kraft. Der Gesetzgeber hat Ferienwohnungen in seiner Klarstellung* mit nicht störenden Gewerbe- und kleinen Beherbergungsbetrieben gleichgesetzt. Sind diese in einem Planungsgebiet erlaubt, können auch Ferienwohnungen betrieben werden. Für reine Wohngebiete gibt es zudem die Auflage, dass die Wohnnutzung überwiegen muss. Doch so klar die gesetzliche Neuregelung auch ist – die Umsetzung in die Praxis gestaltet sich als schwierig.

“Vielerorts muss überplant werden”, sagt Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des DFV. “Das ist nicht nur aufwendig, sondern zieht in einigen Fällen auch Rechtsstreitigkeiten nach sich.” Zum Beispiel bei der Frage um den Bestandsschutz: “Einen expliziten Bestandsschutz für Ferienwohnungen gewährt die Baunutzungsverordnung nämlich nicht”, sagt die Branchenexpertin. Vereinzelt komme es daher zu Konflikten, vor allem dann, wenn zuvor Nutzungsuntersagungen verhängt worden sind. “Einige Kommunen weigern sich, verhängte Verbote zurückzunehmen mit der Begründung, dass diese auf geltendem Recht beruht haben, die Änderung der BauNVO aber keine rückwirkende Wirkung habe”, kritisiert Schwefel. “Andere Kommunen nutzen diese Gesetzeslücke, um bestehende Ferienwohnungen im Konfliktfall zu verbieten.” Dabei dürfe man nicht vergessen, dass die Novelle vor allem vorgenommen wurde, um bestehende Ferienwohnungen zu erhalten und eine rechtliche Grundlage für Neugenehmigungen zu schaffen. “Viele Gemeinden verkennen das touristische Potenzial von Ferienwohnungen”, ergänzt Schwefel. “Die deutschen Küsten werden ganzjährig immer beliebter und sind im Sommer ausgebucht. Hier über Gebühr einzuschränken, kann nicht im Sinne der Kommunen sein. Wichtige Einnahmen, wie Kurabgaben und Umsatz, den die Ferienhaustouristen der lokalen Gastronomie und dem Gewerbe bescheren, fallen weg. Zurück bleiben enttäuschte Urlauber, die kein Angebot mehr finden, obwohl es durchaus noch freie Ferienwohnungen geben könnte.“ Mit Spannung wird nun der Mustereinführungserlass der AG Städtebau der Bauministerkonferenz Ende Oktober 2017 erwartet. Dieser gibt den Kommunen Handlungsempfehlungen, um die BauNVO in die Praxis umzusetzen. Der DFV geht allerdings davon aus, dass sich einige Konflikte nur vor Gericht lösen lassen.

*Die Klarstellung war notwendig geworden, nachdem es nach Gerichtsurteilen zu Unklarheiten gekommen war, ob Ferienwohnungen in Wohngebieten erlaubt sind.

Registrierung von Ferienwohnungen

Skeptisch steht der Deutsche Ferienhausverband e. V. einer möglichen Registrierungspflicht für Ferienwohnungen gegenüber, die derzeit EU-weit diskutiert wird. Für statistische Zwecke sei eine Online-Registrierung hilfreich, um mehr über die touristische Bedeutung des deutschen Ferienhausmarktes zu erfahren, resümiert der Verband. Bisher werden in Deutschland nur Gastgeber mit mehr als zehn Betten erfasst. Allerdings sehen die Anbieter die Gefahr, dass Datenschutzaspekte missachtet werden könnten. Zur Debatte steht, Daten über Lage, Größe und Belegungskapazität der Ferienimmobilie sowie persönliche Daten des Vermieters zu erheben. Außerdem wird diskutiert, Informationen über die Belegungsdauer zu sammeln. “Das ist für Statistiken sinnvoll, allerdings sind Portale nicht in der Lage, Angaben darüber zu liefern, ob eine belegte Wohnung tatsächlich vermietet, privat genutzt oder wegen Renovierungsarbeiten geblockt wurde”, merkt Schwefel an.

Transparenz müsse in jedem Fall darüber herrschen, was mit den Daten geschehen soll. Es fehlen noch Antworten auf die wichtigsten Fragestellungen, z. B. wie die Daten gespeichert werden sollen. Auch ist offen, wer auf die Daten zugreifen soll und mit welchen Behörden zu welchem Zweck ein Datenaustausch stattfindet. Bereits im Zuge von Zweckentfremdungsverboten hat sich gezeigt, dass Unternehmen im Ausland unterschiedliches Datenschutzrecht dazu nutzen können, sich einer Auskunftspflicht erfolgreich zu entziehen. Es wäre fatal, wenn heimische Anbieter auch hier einen Nachteil erleiden würden. In einem Punkt waren sich alle Anbieter einig: Eine Registrierung sollte einfach und schnell zu erfüllen sein. Portale dürfen nicht dazu verpflichtet werden, die Rechtstreue der Ferienwohnungsanbieter zu garantieren, und beispielsweise die Gültigkeit der Registrierungsnummern zu prüfen. Dafür fehlt ihnen jegliche Legitimation und Handhabe.

Sharing Economy und die Krux mit der Schwellenregelung

In den europäischen Ländern wird derzeit über eine Marktregulierung von Angeboten zur Kurzzeitvermietung in Städten mit Wohnungsknappheit diskutiert. Die EU-Kommission hat eine Charta mit den wesentlichen Kernpunkten formuliert, die den Ländern eine Empfehlung für eine sinnvolle Regelung der Kurzzeitvermietung an die Hand geben soll. Der DFV kritisiert, dass die vorgeschlagenen Empfehlungen fast ausschließlich auf die Sharing Economy abgestimmt sind und damit auf Vermieter, die nur gelegentlich und bei eigener Abwesenheit an Gäste vermieten. Kritik übt der Deutsche Ferienhausverband vor allem an einer möglichen Schwellenregelung, die eine Unterscheidung zwischen privaten und gewerblichen Vermietern vorsieht.

Schwellenregelungen fegen private Vermieter vom Markt
Ganz gleich, wie man die Schwelle setzt – ob nach Umsatz, nach vermieteten Tagen oder nach Anzahl der vermieteten Objekte – die Regelung widerspricht den Anforderungen der traditionellen Ferienwohnungsvermietung, wie sie schon vor dem Sharing-Economy-Boom betrieben wurde. Die meisten klassischen Anbieter vermieten ganzjährig oder den größten Teil des Jahres. Die erzielten Einkünfte dienen als Haupt- oder Nebenerwerb der Betreiber, nicht selten als Teil der Altersvorsorge oder zur Finanzierung der eigenen Wohnimmobilie. Es steht zu befürchten, dass alle, die den Schwellenwert überschreiten, mit weitreichenden Auflagen bis hin zu Komplettverboten zu rechnen haben. Das stellt einen unangemessenen Eingriff in den Markt dar mit weitreichenden Folgen für die Branche.

“Private Vermieter sind Leidtragende des Hypes und laufen Gefahr, künftig als Gewerbetreibende eingestuft zu werden, was die Vermietung per se an hohe Auflagen in punkto Brandschutz oder Steuern knüpfen würde. Schon jetzt ist es so, dass in Hamburg und Berlin wirksam Vermieter vom Markt vertrieben wurden, die ganzjährig ihre Wohnung an Urlauber vermietet haben, derweil das Angebot auf den Sharing-Portalen weiter boomt”, sagt Schwefel. “Weil es aber für die Behörden keine Möglichkeit gibt, von Firmen im Ausland Auskunft über die tatsächliche Vermietungsdauer zu bekommen, ergibt sich eine Grauzone. Es ist fraglich, ob es sich bei all den Wohnungen, die auf Sharing-Portalen angeboten werden, um Wohnungen handelt, die nur ab und an vermietet werden. So wird der Markt auf Kosten der ehrlichen Vermieter ‘bereinigt’.”

Eine Schwellenregelung, die nur Objekte zulässt, die weniger als 90 Tage vermietet werden, lehnt der DFV ab. „Das Papier der EU-Kommission ist sehr vage gehalten und lässt den nationalen und lokalen Autoritäten viel Raum, auch für eine sehr strikte lokale Regulierung. Wir wollen kein weiteres Airbnb-Gesetz, wie es beispielsweise in Hamburg praktiziert wird.“ Mieter und Eigentümer dürfen demnach ihre Hauptwohnung vermieten, wenn sich die Vermietung auf weniger als 50 Prozent der Wohnfläche oder auf eigene Urlaube und einen Zeitraum von weniger als sechs Monaten pro Jahr beschränkt.

Familien sollen weiterhin kostengünstig und flexibel Urlaub machen können
„Ferienwohnungsvermietung hat in Deutschland eine lange Tradition und wir setzen uns dafür ein, dass die Vielfalt auch in Zukunft erhalten bleibt“, sagt Schwefel. „Die Regulierung zur Sharing Economy darf nicht zum Schutzgesetz für das Hotelgewerbe und auch nicht zum Feigenblatt für eine verfehlte Wohnungspolitik werden. Wir werden uns für eine sinnvolle Lösung in Deutschland einsetzen, die auch die Bedürfnisse der klassischen Vermieter von Ferienwohnungen abdeckt und es Familien weiterhin erlaubt, flexibel und kostengünstig Urlaub zu machen.” Man dürfe nicht vergessen, dass sich die meisten Ferienwohnungen in kleinen und mittleren Kommunen im ländlichen Raum befinden, wo der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle darstellt. Zwar fordert die EU, dass solche Schwellenregelungen nur auf wenige Hotspots angewendet werden, aber die Charta ist zu unpräzise und es ist zu befürchten, dass es nicht dabei bleibt.

An der Mitgliederversammlung wirkten mit:

FeWo-direkt, BestFewo, Travanto, Traum-Ferienwohnungen, Casamundo, Novasol, Dancenter, e-Domizil sowie unsere Fördermitglieder: Deutscher Tourismusverband e. V., Europäische Reiseversicherung und Allianz Worldwide Partners


Deutscher Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt
Deutscher Ferienhausverband e. V.
Pamela Premm
Tel. 0178 – 4 07 76 95
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleitung & politische Kommunikation
Tel. 0151 – 68 13 90 93

8 Dinge, die in jede Ferienhausbewertung gehören

Infografik zur PM: Der richtige Umgang mit Ferienhausbewertungen

DFV-Infografik-8-Dinge-die-in-jede-Ferienhausbewertung-gehoeren von Pamela Premm

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Der richtige Umgang mit Ferienhausbewertungen

Der Deutsche Ferienhausverband gibt Tipps rund um das Thema Bewertungen

Berlin, 13.09.2017. Mit dem Urlaubsstart beginnt die wichtigste und damit auch sensibelste Zeit des Jahres. Die Ferien sollen schließlich perfekt sein und große Erwartungen erfüllen. Bewertungen entpuppen sich bei der Suche nach dem passenden Domizil als wichtige Entscheidungshilfe. Verbraucher schätzen die persönlichen Urteile anderer Gäste, die außerdem Rankings und Buchungserfolge bestimmen und Indikator für die Gästezufriedenheit sind. Vermieter von Ferienimmobilien sollten die Zeit nach den Sommerferien nutzen, um aktiv Gästebewertungen einzusammeln. Der Deutsche Ferienhausverband erklärt, was beim Umgang mit Bewertungen zu beachten ist.

Eine gelebte Feedback-Kultur ist Treibstoff für den Ferienhaustourismus

Ferienhäuser sind Einzelobjekte, individuell in Bauart und Ausstattung. Die Lage nicht so offensichtlich wie bei großen Hotels. Was angeboten wird, lässt sich ausschließlich aus den persönlichen Beschreibungen der Vermieter entnehmen. Da der Markt kleinteilig ist, nehmen Urteile ehemaliger Kunden einen wichtigen Stellenwert ein. „Wir leben in einer Feedback-Kultur und für den Ferienhaustourismus ist diese enorm wichtig“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands. Die Kundenzufriedenheit im Segment ist hoch. Damit lässt sich hervorragend werben.“ Urlaubsgäste berichten von ihren Erfahrungen und Erlebnissen, weisen Interessierte auf besondere Begebenheiten vor Ort hin. Das können auch Geheimtipps für das beste Restaurant oder Ausflugsziele in der Umgebung sein. Wenn sich der Gast wohlfühlt und sich das in einer positiven Bewertung niederschlägt, ist das die beste Empfehlung, die Vermieter haben können. Diese sollten sich in jedem Fall für die positive Rückmeldung bedanken.

Kritische Anmerkungen als Chance betrachten

Dass der Umgang mit Kritik dagegen nicht immer ganz einfach ist, weiß auch der DFV. Vermieter haben eine enge Verbindung zu ihrer eigenen Ferienimmobilie. Sie stecken Geld und Herzblut in die Vermietung. Das Ferienhaus ist an persönlichen Urlaubserinnerungen geknüpft. Kritik und negative Bewertungen sind daher erst einmal schmerzhaft, aber bieten zugleich auch eine Chance. „Eine negative Bewertung bedeutet nicht, dass eine Ferienimmobilie fortan nicht mehr gebucht wird. Sie kann auch eine Chance sein, um seinen Service zu verbessern. Vermieter sollten daher gelassen blieben“, ergänzt Wann. Der DFV empfiehlt, eine negative Bewertung nicht unkommentiert zu lassen. Besser: zügig und freundlich antworten, Verständnis zeigen und Bedauern darüber ausdrücken, dass der Service nicht den Erwartungen entsprochen hat. Auch ein persönliches Gespräch mit dem Gast kann viel bewirken. Zudem sollte der Vermieter die getroffenen Aussagen für sich reflektieren. Vielleicht ist die Matratze wirklich schon in die Jahre gekommen? Oder das Ferienhaus wird nicht so gründlich gereinigt, wie es sein sollte? Besonders empfindlich reagieren Urlauber auf unzureichende Hygiene und notwendige Reparaturen. „Es sind oft Kleinigkeiten, wie fehlende Gegenstände in der Küche oder Pfannen mit wackligen Stielen, die Verdruss schaffen. Viele dieser kleinen Mängel können leicht behoben werden. Der Vermieter sollte in seinem Kommentar zum Ausdruck bringen, dass er sich kümmert“, ergänzt Wann. In keinem Fall sollte er beleidigt reagieren. Das wirkt auf zukünftige Urlaubsgäste abschreckend. Kritische Anmerkungen können Vermieter auch zum Anlass nehmen, den Angebotstext zu überarbeiten. „Liegt die Ferienimmobilie weit entfernt von den Tourismuszentren, lässt sich nichts daran ändern. Eine treffende Lagebeschreibung kann allerdings dazu führen, dass man die richtige Zielgruppe anspricht. Jene Leute, die genau diese Abgeschiedenheit und Ruhe suchen.“

Fair Play von Seiten der Urlauber

Für Urlauber, die mit ihrem Aufenthalt nicht zufrieden waren, sollten negative Bewertungen allerdings immer erst der zweite Schritt sein. „Noch während des Aufenthalts sollten Gäste das Gespräch mit dem Vermieter suchen und ihn auf die Mängel aufmerksam machen“, sagt Göran Holst, ebenfalls Vorstand des DFV. Kritik sollte sachlich und wertschätzend formuliert sein und durchaus auch positive Seiten beinhalten. Für unzufriedene Gäste gilt, sich trotz Verärgerung um Neutralität zu bemühen und erst einmal eine Nacht drüber zu schlafen, bevor sie eine Bewertung verfassen. „Wer seinen Unmut ungefiltert kundtut, kann in einer rechtlichen Grauzone landen. Diffamierungen, beleidigende Inhalte und die Veröffentlichung unwahrer Tatsachen sind tabu und rechtlich unzulässig“, ergänzt Holst. Urlaubsgäste sollten dagegen genau beschreiben, womit sie nicht zufrieden waren. „Im besten Fall können nachfolgende Interessenten anhand von Bewertungen entscheiden, ob die Ferienwohnung zu ihnen passt oder ob sie sich an den Details stören“, sagt Holst. Wenn zum Beispiel das Treppengitter oder der Kaminschutz fehlen, eignet sich die Ferienwohnung nicht unbedingt für Familien mit kleinen Kindern. Für andere Urlaubsgäste ist sie vielleicht das perfekte Domizil. Pauschale Aussagen wie „die Unterkunft ging so“ sind dagegen weniger hilfreich. Auf sie sollte gänzlich verzichtet werden.

⇒ Infografik: 8 Dinge, die in eine Ferienhausbewertung gehören

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
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Augen auf bei Last-Minute-Schnäppchen in Kleinanzeigen

Deutscher Ferienhausverband rät Urlaubern, Schnäppchen-Angebote in Kleinanzeigenrubriken aufmerksam zu prüfen

Es klingt verlockend: Rund 1.000 Euro für einen zweiwöchigen Ferienhausaufenthalt an der Ostsee für vier Personen im Sommer. Der Vermieter gibt sich freundlich, die Abwicklung ist unkompliziert. Eine Buchungsbestätigung lässt den Urlaubsgast im Glauben, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Der Vermieter wünscht einen schönen Urlaub. Doch kaum ist die Anzahlung vom Konto abgegangen, platzt der Deal. Der Vermieter ist nicht mehr erreichbar. Das Ferienhaus gibt es nicht. Wer über Kleinanzeigen bucht, sollte derzeit sehr wachsam sein, sagt der Deutsche Ferienhausverband.

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Bundesrat befasst sich abschließend mit Pauschalreiserichtlinie

Deutscher Ferienhausverband e. V. zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis

Berlin, 07.07.2017. In der letzten Plenarsitzung vor der Sommerpause hat sich der Bundesrat heute mit der Umsetzung der Pauschalreiserichtlinie befasst. Der Deutsche Ferienhausverband zieht eine positive Bilanz. Die Vermittlung von Ferienwohnungen als einzelne Reiseleistung wird nicht unter das Pauschalreiserecht fallen. Das Gesetz tritt zum 01. Juli 2018 in Kraft.

„Kleine und mittelständische Ferienhausvermittler können aufatmen. Sie müssen nicht mehr fürchten, dass sie bei der Vermittlung einer Ferienwohnung in die Veranstalterhaftung geraten. Diese auszufüllen, hätte wahrscheinlich vielen die Existenz gekostet“, sagt Michelle Schwefel, politische Referentin des Deutschen Ferienhausverbands.

In einem ersten Entwurf sah das “Dritte Gesetz zur Umsetzung reiserechtlicher Vorschriften” einen Passus vor, der die Vermittlung von Ferienwohnungen auch dann als Pauschalreise einstufte, wenn es sich um eine einzeln gebuchte Leistung handelte. Für alle anderen Angebote wie z. B. Flüge, Mietwagen oder den Surfkurs am Urlaubsort galt dies nicht. Man wollte damit der deutschen Rechtsprechung Rechnung tragen, die in besonderen Fällen auch das einzeln gebuchte Ferienhaus als Pauschalreise betrachtet hat. Das war dann der Fall, wenn es sich z. B. um eine Buchung bei einem Vermittler handelte, bei der es für einen Kunden nicht ersichtlich war, dass ein geringerer reiserechtlicher Schutz vorgesehen ist.

Nach dem ersten Entwurf hätte gedroht, dass alle Vermittler von Ferienwohnungen unter die Pauschalreisehaftung fallen. Mit erheblichen Rechts- und Haftungsfolgen. Das hat der Gesetzgeber nach heftiger Kritik aus der Branche geändert.

Für den Verbraucher entsteht dadurch kein Nachteil. Auch zukünftig wird er durch die Rechtsprechung geschützt sein, sollten Anbieter wie ein Veranstalter auftreten, im Konfliktfall aber darauf verweisen, dass sie nur Vermittler seien. Auch für die vielen Vermieter ist das eine gute Nachricht: Sie können weiter auf eine breite Auswahl von Online-Portalen zur Bewerbung und für die bequeme Buchung ihrer Ferienimmobilie zurückgreifen.

Ratgeber: Ferienimmobilien als Geldanlage – ganzjährige Auslastung sichern

Der Deutsche Ferienhausverband hält fünf Tipps für Neu-Anleger bereit

Berlin, 21. Juni 2017. Ferienimmobilien in Deutschland gelten als sichere Kapitalanlage und winken nicht zuletzt aufgrund des anhaltenden Urlauberbooms mit hohen Renditen. Günstige Zinsen und steigende Mieteinnahmen in Top-Lagen sorgen dafür, dass immer mehr Anleger mit einer Ferienimmobilie liebäugeln. Aufgrund wechselnder Gäste können die Aufwendungen bei einer Ferienwohnung durchaus höher ausfallen als bei einer Wohnimmobilie. Auch Instandhaltungskosten und die regelmäßige Modernisierung des Inventars schlagen zu Buche. Wichtig: Wer investiert, sollte für eine ganzjährige Auslastung sorgen und die Zufriedenheit der Urlauber im Blick halten. Wie das gelingt, erklärt der Deutsche Ferienhausverband.

1. Ferienzeiten freihalten
Die höchsten Mieteinnahmen lassen sich in den Schulferien erzielen. Um den Grundstock für eine solide Vermietung zu legen, sollten Ferienimmobilienanleger in den beliebten Ferienzeiten zurückstecken und Gästen den Vortritt ins Ferienhaus lassen. 2017 sind das immerhin insgesamt 22,5 Ferienwochen (Oster-, Pfingst-, Sommer- und Herbstferien) über alle Bundesländer hinweg. In den Skiregionen lassen sich im Winter die höchsten Buchungserlöse erzielen. Für Anleger heißt das, auf längere Eigennutzung in der jeweiligen Hochsaison zu verzichten und auf die Nebensaison auszuweichen.

2. Flexible Reservierung anbieten
Wer gut vermieten will, sollte flexibel sein. Die Zeiten, dass ein Ferienhaus von Samstag auf Samstag gebucht wird, sind weitestgehend vorbei. Gerade in der Nebensaison sind Kurztrips und Naherholung gefragte Alternativen. Vermieter sollten sich darauf einstellen, insbesondere wenn das Ferienobjekt in Großstadtnähe liegt. Wer beispielsweise im Odenwald vermietet, kann mit flexiblen Anreisetagen und Angebotspaketen Kurzurlauber aus Frankfurt in die Region ziehen. Große Events wie Ausstellungen, Messen oder Festivals sollten Vermieter nutzen, um auf ihre Ferienimmobilie aufmerksam zu machen.

3. Ferienhäuser nach Konzept
Die Standardausstattung genügt heute kaum noch, um mit der Ferienwohnung zu punkten. Bei der Einrichtung bedarf es ein konkretes Konzept, das auf eine spezielle Zielgruppe zugeschnitten ist. Anleger sollten sich daher die Frage stellen, wen sie als Gast in einer Ferienwohnung begrüßen wollen und wer in die entsprechende Region reist. Die Bedürfnisse von Familien und Paaren unterscheiden sich drastisch. Generell gilt: Je individueller die Ausstattung desto besser. Auch eine regionenspezifische Gestaltung kommt bei den Gästen gut an. Es lohnt sich, das Ferienobjekt für eine ganzjährige Vermietung attraktiv zu machen. Ein Kaminofen und die Infrarotkabine im Badezimmer kann bei der Buchung das Zünglein an der Waage sein. Wer überwiegend an Familien vermietet, sollte ein Schlafzimmer kinderfreundlich ausstatten – mit Spielzeug, Kuschelecken und fröhlichen Farben. Immer mehr Menschen reisen und arbeiten am Urlaubsort und Ferienhäuser bieten sich dafür geradezu an. Ein stabiler WLAN-Zugang entscheidet, ob sich das Feriendomizil an Langzeiturlauber und digitale Nomaden vermieten lässt.

4. Ehrliche Kommunikation entscheidet
Um sich im zunehmenden Wettbewerbsumfeld der Ferienhausvermietung durchzusetzen, muss sich entsprechend im Web präsentieren. Professionelle Fotos von der Immobilie und der Umgebung sind eine empfehlenswerte Investition. Reservierungskalender und Mietpreise sollten immer auf dem neuesten Stand sein. Texte müssen die Umgebung und das Objekt detailreich beschreiben und sympathisch wirken. Wichtig: immer ehrlich bleiben. Kleine Schummeleien und Übertreibungen werden von Urlaubern schnell entlarvt und abgestraft. Wer prompt und freundlich auf Urlaubernachfragen reagiert, bekommt häufig den Zuschlag für die Buchung.

5. Nur zufriedene Mieter kommen wieder
Wiederkehrende Stammgäste bringen sichere Einnahmen. Damit Gäste sich wohlfühlen, sollten Vermieter ihre Ferienimmobilie regelmäßig auf Reparaturarbeiten überprüfen. Einmal im Jahr sollten Renovierungsarbeiten durchgeführt werden. Vermieter sollten fortlaufend sicherstellen, dass die Küchenausstattung vollständig ist und in jedem Fall auf Sauberkeit achten. Dazu gehört auch, beschädigtes Kochgeschirr regelmäßig gegen Neues auszutauschen, den Kühlschrank tipptopp zu halten und die Terrassenfugen von Unkraut zu befreien. Hochwertige Matratzen für erholsame Nächte und Fahrräder für die Familien-Radtour sind eine Investition, die sich schnell auszahlt. Nette Gesten überzeugen ebenfalls: Eine Flasche Sekt im Kühlschrank, frische Küchengewürze, eine Basis an Hygieneartikeln und die Infomappe mit Ausflugstipps helfen dabei, dass sich Gäste von Anfang an willkommen fühlen.

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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Existenz von Ferienwohnungen sichern und Chancen für den Tourismus nutzen

Der Deutsche Ferienhausverband und FeWo-direkt beziehen gemeinsam Position zum Referentenentwurf über die Änderung des Hessischen Wohnungsaufsichtsgesetzes

Berlin/Frankfurt am Main, 07.06.2017. Wohnungsknappheit in den Ballungsräumen ist in aller Munde. Eine Änderung des Hessischen Wohnungsaufsichtsgesetzes soll für hessische Kommunen mit angespanntem Wohnungsmarkt die rechtliche Grundlage schaffen, Zweckentfremdungsverbote zu erlassen. Dabei fällt auf, dass sich die Änderung allein auf Ferienwohnungen bezieht. Der Deutsche Ferienhausverband und der deutsche Marktführer in der Online-Ferienhausvermietung FeWo-direkt bewerten diese Vorgehensweise als unverhältnismäßig. „Verbote von Ferienwohnungen können das Problem des Wohnraummangels in Hessen nicht ansatzweise lösen“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme. „Uns geht es darum, eine sinnvolle Kompromisslösung zu finden und dabei auch die positiven Effekte von Ferienwohnungen für den Hessen-Tourismus zu berücksichtigen.“

Ferienwohnungen als Chance für den Hessen-Tourismus
Der private Ferienhausmarkt in Hessen umfasst laut der aktuellen Studie „Der Ferienhausmarkt in Deutschland“ von FeWo-direkt und dem DFV etwa 17.200 Betten. Insgesamt finden hessenweit 1,67 Millionen Übernachtungen in nicht-gewerblichen Ferienunterkünften (Ferienhäuser und -wohnungen, die mit weniger als zehn Betten ausgestattet sind) statt. Damit haben diese privaten Ferienimmobilien in Hessen einen Anteil von fünf Prozent an allen touristischen Übernachtungen im Bundesland. In den ländlichen Regionen wird zunehmend in Ferienwohnungen investiert, nicht zuletzt, um damit wichtige Tourismuseinnahmen zu sichern und die Attraktivität der Destinationen zu steigern. 133,5 Millionen Bruttoumsatz spült der private Ferienimmobilienmarkt jährlich in die hessischen Kassen. 80,20 Euro gibt ein Ferienhausgast pro Tag für Einkäufe, Verpflegung und Freizeitaktivitäten am Urlaubsort aus. „Ferienwohnungen sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Deutschland“, sagt Aye Helsig, Regional Director Central Europe FeWo-direkt und Vorstandsmitglied des Deutschen Ferienhausverbands. „Urlauber schätzen die komfortable und flexible Form der Unterbringung. Auch Großstädte gewinnen dadurch an Attraktivität. Insbesondere Familien finden in einer Ferienwohnung optimale Verhältnisse, die sich in einem Hotel häufig nicht oder nur zu einem erheblich höheren Preis umsetzen lassen.“ Und Konkurrenz belebt das Geschäft: Gerade in Frankfurt sind günstige Übernachtungsplätze rar. Ferienwohnungen sorgen hier für Bewegung am Markt. Das ist auch im Interesse der Verbraucher.

Bestandsschutz sichern und neue Projekte zulassen
Ferienwohnungen stellen für Vermieter ein wichtiges Finanzierungsstandbein für das eigene Investitionsvorhaben oder die Altersvorsorge dar. Das Eigentum ist, ebenso wie die freie Berufswahl, ein geschütztes Gut. Vermieter haben sich durch Ferienwohnungen einen Haupt- oder Nebenerwerb aufgebaut, sichern damit die Finanzierung ihrer eigenen Immobilie oder ihre Altersversorgung. Manch privates Bauvorhaben lässt sich nur finanzieren, wenn Einnahmen aus der Kurzzeitvermietung fließen. Der Deutsche Ferienhausverband und FeWo-direkt setzen sich dafür ein, dass bestehende Ferienwohnungen Bestandsschutz genießen und kleine, gewerbliche Vermieter nicht schlechter gestellt werden als andere Freiberufler, die ebenfalls Wohnraum für berufliche Zwecke nutzen. „Statt ein kategorisches Verbot auszusprechen, geht es uns darum, bei den Entscheidungen Augenmaß zu wahren und auch zukünftigen Projekten offen gegenüber zu stehen“, ergänzt Helsig. “Ferienwohnungen leisten einen wichtigen Beitrag für die Tourismusvielfalt in Deutschland und sichern Existenzen von privaten und gewerblichen Vermietern.“ Eine Sonderregelung ist aus Sicht des Ferienhausverbands und FeWo-direkt nicht notwendig. Auch jetzt schon haben Kommunen die Möglichkeit, Nutzungsänderungen zu widersprechen. Das gilt für Kanzleien oder Arztpraxen und ebenso für Ferienwohnungen.

Ferienwohnungen können das Problem der Wohnungsknappheit nicht lösen
In den Ballungszentren Hessens herrscht Wohnungsknappheit. Bis 2040 existiert ein Gesamtbedarf von 517.000 Wohnungen, wie eine Studie des Institut Wohnen und Umwelt bescheinigt. Allein in Frankfurt am Main fehlen bis dahin 106.000 Wohnungen. Dem gegenüber stehen aktuell rund 1.000 Angebote auf Sharing-Portalen (Quelle: Studie GBI AG 2016) und etwa 500 Privatzimmer und Appartements, die eine Genehmigung zur Vermietung an Feriengäste haben. Ferienwohnungen haben lediglich einen Anteil von 0,25 Prozent am Gesamtmarkt der Mainmetropole mit 375.000 Wohnungen. „Uns ist es ein wichtiges Anliegen auf die Unverhältnismäßigkeit hinzuweisen, wenn vornehmlich Ferienwohnungen verboten werden“, sagt Michelle Schwefel vom Deutschen Ferienhausverband. “Erfahrungen aus anderen Städten wie Hamburg zeigen, dass der Effekt gering und der Verwaltungsaufwand hoch ist.” Offen bleibt auch die Frage, wie viele Ferienwohnungen bei einem Verbot überhaupt dem Wohnungsmarkt zur Verfügung stünden. „Viele Zweitwohnungen werden nur gelegentlich oder bei eigener Abwesenheit vermietet“, sagt Schwefel. „Diese müssten von vorneherein von einer gesetzlichen Regelung ausgenommen werden. Teilweise sind die Wohnungen in ihrer Ausstattung nicht auf eine Langzeitvermietung ausgelegt. Es ist zu erwarten, dass der Effekt auf den Wohnungsmarkt gering ausfallen wird. Daher sollte hier genau geprüft werden, welche Auswirkungen ein Verbot für den Markt hätte und ob das angesichts des eingeschränkten Nutzens verhältnismäßig wäre.“

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Über FeWo-direkt
FeWo-direkt ist Deutschlands Nummer 1 in der Online-Ferienhausvermietung und eine 100-prozentige Tochter des weltweiten Marktführers HomeAway, Inc. (www.homeaway.com). Unter der Dachmarke HomeAway sind die führenden Ferienhausportale in Europa, Australien und Amerika vereint. Damit bildet die HomeAway-Familie ein globales Netzwerk für private Ferienhausvermieter und Urlauber. Mehr als zwei Millionen einzigartige Unterkünfte in 190 Ländern stehen im HomeAway-Netzwerk weltweit zur Auswahl. Weitere Infos unter www.fewo-direkt.de

Pressekontakt:

Deutscher Ferienhausverband e. V.
Pamela Premm
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E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleitung & politische Kommunikation
Tel. 0151 – 68 13 90 93
Deutscher Ferienhausverband e. V., Rhabarberweg 25 a, 12357 Berlin

FeWo-direkt
Janina Roso, Tel.: + 49 (0) 69 – 80 88 – 40 92, E-Mail: roso@fewo-direkt.de
FeWo-direkt, Baseler Straße 10, 60329 Frankfurt am Main

Ferienwohnungen: Bundesrat stimmt für Baurechtsnovelle

In Wohngebieten sind Ferienwohnungen nun grundsätzlich zulässig – der Deutsche Ferienhausverband wertet dies als Erfolg für die gesamte Branche

Berlin, 31.03.2017. Es ist geschafft: Der Bundesrat hat heute der Baurechtsnovelle zugestimmt. Anleger mit Ferienwohnungen in Wohngebieten haben damit die nötige Rechtssicherheit, um auch zukünftig ihre Objekte in allgemeinen und mit Ausnahmen auch in reinen Wohngebieten weiterhin an Feriengäste zu vermieten. Für den Deutschen Ferienhausverband und die gesamte Branche ein großartiger Erfolg.

„Wir haben zwei Jahre auf diesen Tag hingearbeitet“, sagt Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des DFV. „Die Aufnahme von Ferienwohnungen in die BauNVO ist auch ein positives Signal dafür, dass Ferienwohnungen an Bedeutung für die Gesellschaft gewinnen.“ Individuelle Ferienunterkünfte erfreuen sich einer wachsenden Fangemeinde, für Tourismusorte bedeuten sie eine wichtige Einnahmequelle und für Anleger sind sie wertbeständige Investitionsobjekte. „Das Segment ist zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor in Deutschland avanciert“, so Schwefel weiter. Per Gesetz sind Ferienwohnungen nun mit nicht-störenden Gewerbebetrieben und kleinen Beherbergungsbetrieben gleichgesetzt und in allgemeinen Wohngebieten damit weitgehend zulässig. Für Vermieter, die in die Ferienvermietung investiert und sich dabei ein wichtiges Standbein für die eigene Existenz aufgebaut haben, bedeutet es vor allem Rechtssicherheit. Auch für Neu-Investoren dürfte diese Anpassung interessant sein. „In vielen Orten werden Ferienimmobilien als Anlageobjekte wieder attraktiv“, sagt Schwefel. „Mit dem Gesetz sichern wir Tourismusvielfalt, Einnahmen, Existenzen und Wachstum.“

Allerdings gibt es  noch einiges zu tun: Nicht in allen Tourismusorten sehen die Bebauungspläne bereits nicht-störendes Gewerbe oder Beherbergungsbetriebe in Wohngebieten vor. Dann müssen die Kommunen die Bebauungspläne anpassen, um Ferienwohnungen zuzulassen. „Wir gehen davon aus, dass die meisten Kommunen den Wert von Ferienwohnungen erkennen und die Bebauungspläne trotz Kosten- und Personalaufwand entsprechend anpassen“, so Schwefel weiter.

Und in reinen Wohngebieten? Dort muss die Wohnnutzung überwiegen. „Ein kleiner Wermutstropfen“, findet Schwefel. “Viele Vermieter haben auf dem Grundstück ihres Erstwohnsitzes mehrere Appartements. Diese sollten auch weiterhin zur Vermietung stehen.“

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt

Deutscher Ferienhausverband e. V.
Pamela Premm
Tel. 0178 – 4 07 76 95
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleitung & politische Kommunikation
Tel. 0151 – 68 13 90 93

Ferienhausboom: Deutschland als Reiseziel gefragt wie nie

Perspektive Ferienhaustourismus 2017

Branchenumfrage des Deutschen Ferienhausverbands e. V. zeigt, was Ferienhausurlauber buchen

Berlin, 30. März 2017. Ferienhausgäste buchen im Schnitt 8,3 Tage und geben 1.013 Euro für ihren Sommeraufenthalt in den eigenen vier Urlaubswänden aus. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Branchenumfrage des Deutschen Ferienhausverbands unter seinen Mitgliedern. Bei den Feriengästen der Anbieter führt Deutschland vor Österreich. Insgesamt vermieten die Mitglieder des Deutschen Ferienhausverbands mehr als fünf Millionen Feriendomizile weltweit. Sieben Ferienhausanbieter haben an der Befragung teilgenommen und ihre Buchungsdaten 2016 ausgewertet.

Nahziele mit erdgebundener Anreise liegen im Trend

Deutschland war 2016 laut den Befragten das begehrteste Reiseziel mit den meisten Buchungen, gefolgt von Österreich, Italien, Frankreich und Dänemark. Ein Blick auf Deutschland verrät, dass die Küstenregionen besonders gefragt waren. Die Ostseeküste Schleswig-Holsteins liegt vor dem Nordsee-Festland und den Ostseeinseln Mecklenburg-Vorpommerns. Auch die Küstenstreifen in den Nachbarländern waren beliebt. Nach Angaben der Befragten ist die Nachfrage nach Feriendomizilen an der dänischen und polnischen Ostsee 2016 stark gestiegen. „Wer an Ost- und Nordsee für diesen Sommer ein Ferienhaus sucht, muss sich beeilen“, sagt Carsten Gersdorf, Vorstand des Deutschen Ferienhausverbands, „auch in diesem Jahr erwarten wir einen deutlichen Nachfrageanstieg an den beliebten Touristenorten.“

Privatsphäre und breiteres Angebot zieht neue Zielgruppen an den Nord- und Ostseestrand

Das Ferienhaussegment darf sich über hohe Wachstumsraten freuen. Wie die Umfrage ermittelt hat, ist der Umsatz 2016 der befragten Anbieter um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, das Buchungswachstum betrug 16 Prozent. Den wichtigsten Grund für den Nachfrageboom sehen die teilnehmenden Unternehmen im wachsenden Bedürfnis nach mehr Privatsphäre: „Reisende wollen ein Urlaubsrefugium, das ihnen Freiraum, Flexibilität und Privatsphäre zugleich bietet. Ferienhäuser und -wohnungen können diesem Wunsch am besten entsprechen“, ergänzt Aye Helsig, Vorstand des DFV. Auch das breitere, besser ausgestattete und komfortable Angebot wirkt sich positiv aus. „In den letzten Jahren wurden viele Ferienhäuser saniert, WLAN nachgerüstet und die Ausstattung modernisiert. Das macht besonders Deutschland und seine Nachbarländer als Urlaubsdestinationen attraktiv“, ergänzt Helsig.

Im Sommer geben die Urlaubsgäste im Schnitt 1.013 Euro für Miete aus

Bei der Analyse der Buchungsvorlieben von Urlaubern zeigte sich vor allem eins: Das Ferienobjekt muss komfortabel sein und über ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis verfügen. 2016 haben Urlaubsgäste der befragten Anbieter Ferienhäuser und -wohnungen mit durchschnittlich 76 Quadratmetern und zwei Schlafzimmern gebucht. Die Reisedauer lag im Schnitt bei acht Tagen, die durchschnittliche Miete im Sommer bei 1.013 Euro pro Objekt für den gesamten Aufenthalt. Und nach welchen Extras filtern die Gäste? Eines der gefragtesten Merkmale ist das WLAN, gefolgt von der Haustierfreundlichkeit der Unterkunft und dem Pool. Der gebuchte Unterkunftstyp ist dagegen abhängig von der Destination. Die deutsche Ferienhauslandschaft ist stark geprägt von Appartementanlagen und Ferienwohnungen. Bei den Buchungen in Deutschland liegt der Anteil an Ferienhäusern daher bei den befragten Unternehmen lediglich bei 15 Prozent, in Dänemark dagegen bei nahezu 100 Prozent.

Über die Branchenumfrage

Die Branchenumfrage des Deutschen Ferienhausverbands e. V. wurde von Pamela Premm – Public Relations, Konzeption und Text – entwickelt und durchgeführt. Die Ergebnisse sind Grundlage für die zweite Ausgabe von „Perspektive Ferienhaustourismus 2017“. Sieben große Ferienhausanbieter Europas, darunter drei Reiseveranstalter, drei Vermittler und ein Portal, haben an der anonymen Online-Umfrage teilgenommen. Sie wurden zu Themen wie die Entwicklung von Umsatz- und Buchungszahlen, Trend-Destinationen und Buchungskriterien befragt. Der Ergebnisbericht kann unter www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2017 heruntergeladen werden.

Deutscher Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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Perspektive Ferienhaustourismus 2017: Zweistelliges Umsatzwachstum für die Ferienhausbranche

Perspektive-Ferienhaustourismus-2017-CoverDeutscher Ferienhausverband veröffentlicht zum zweiten Mal Ergebnisse der Branchenumfrage

Berlin, 22. März 2017. Wie aus den Ergebnissen der aktuellen Branchenumfrage hervorgeht, können Ferienhausanbieter beim Rückblick auf 2016 eine positive Bilanz ziehen. Mit 24 Prozent Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr und einem durchschnittlichen Buchungswachstum von 16 Prozent befindet sich die Branche weiterhin im Aufwind. Die eindrucksvollen Zahlen unterstreichen einmal mehr die zunehmende Bedeutung des Ferienhaustourismus als Wirtschaftsfaktor für Deutschland. Der Ergebnisbericht steht unter www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2017 zum Download bereit. 

Erhöhtes Sicherheitsempfinden sorgt für steigende Nachfrage

Einen wichtigen Grund für die steigende Nachfrage sehen die Befragten im wachsenden Bedürfnis der Menschen nach mehr Privatsphäre. Aber auch die Marketingbestrebungen der Marktteilnehmer und das breite Angebot ziehen neue Zielgruppen an. Einen weiteren Grund sehen die Befragten in einem erhöhten Sicherheitsbedürfnis – in der Wahrnehmung der Urlauber bieten Ferienwohnungen als private, geschützte Einheiten einen größeren Schutz als weitläufige Hotelkomplexe.

Deutschland vor Österreich beliebtestes Ferienhausland

Nahziele mit erdgebundener Anreise liegen im Trend: Im Ergebnis über alle teilnehmenden Anbieter hinweg war Deutschland das beliebteste Reiseziel 2016 mit den meisten Buchungen, gefolgt von Österreich, Italien, Frankreich und Dänemark. Ein Blick auf Deutschland zeigt zudem, dass die Küstenregionen besonders gefragt sind. Die Osteeküste Schleswig-Holsteins liegt vor dem Nordsee-Festland und den Ostseeinseln Mecklenburg-Vorpommerns. Doch auch die Küstenstreifen in den Nachbarländern sind beliebt wie nie zuvor. Nach Angaben der Befragten ist die Nachfrage nach Feriendomizilen an der dänischen und der polnischen Ostsee stark gestiegen.

Im Sommer geben die Urlaubsgäste 1.000 Euro für Miete aus

Bei der Analyse der Buchungsvorlieben von Urlaubern zeigte sich vor allem eins: Das Ferienobjekt muss komfortabel sein und über ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis verfügen. 2016 haben Urlaubsgäste Ferienhäuser und -wohnungen mit durchschnittlich 76 Quadratmetern und 2,3 Schlafzimmern gebucht. Die Reisedauer lag im Schnitt bei 8,3 Tagen, die durchschnittliche Miete im Sommer bei 1.013 Euro pro Objekt für den gesamten Aufenthalt. Und nach welchen Extras filtern die Gäste? Eines der wichtigsten Extras ist das WLAN, gefolgt von der Haustierfreundlichkeit und dem Pool. Der gebuchte Unterkunftstyp ist dagegen abhängig von der Destination. Die deutsche Ferienhauslandschaft ist stark geprägt von Appartementanlagen und Ferienwohnungen. Bei den Buchungen in Deutschland liegt der Anteil an Ferienhäusern lediglich bei 15 Prozent, in Dänemark dagegen bei nahezu 100 Prozent.

Das Produkt ist wichtiger als die Marke

Nach Angaben der Befragten ist die Markenloyalität der Kunden und vor allem in der Ferienhausbranche nicht so ausgeprägt wie in anderen Segmenten und steht hinter dem Produkt zurück. Allerdings sehen die Anbieter darin durchaus Wachstumschancen, die durch geeignete Kundenbindungsmaßnahmen genutzt werden sollten. Dazu gehören ein individueller Service zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, aber auch zielgerichtete Marketingmaßnahmen und Social-Media-Aktivitäten.

Sharing Economy hat nicht nur positive Effekte

Auf die Frage, ob die Sharing Economy eher einen positiven oder negativen Einfluss auf die Branche hat, besteht Uneinigkeit. Airbnb habe nach Ansicht der Befragten zwar für einen enormen Aufmerksamkeitsschub für das Thema Ferienwohnungen gesorgt und damit den Markt für neue Zielgruppen geöffnet. Allerdings seien erst mit dem rapiden Wachstum der Sharing Economy Zweckentfremdungsverbote in Städten wieder zum Thema geworden. Verbote treffen alle, Ausnahmeregelungen sind aber oft nur auf die Bedürfnisse der Sharing-Anbieter zugeschnitten. Leidtragende sind kleine, gewerbliche Vermieter, die ihre Existenzgrundlage verlieren. Die Befragten sehen darin eine große Unsicherheit für die gesamte Branche. Nur das drohende Verbot von Ferienwohnungen in Wohngebieten wurde von den Befragten als noch beunruhigender bewertet. Ein Maßstab für alle anderen Anbieter sind die Sharing-Anbieter dennoch: Die Ferienhausspezialisten müssen ihr eigenes Customizing stetig optimieren und mit hoher Service-Qualität und aufmerksamkeitsstarken Marketingaktionen bei Urlaubern punkten, um sie zu gewinnen und zu binden.

Ausblick: Ferienhausanbieter erwarten weiteres Wachstum für 2017

Die Anbieter sind sich sicher, dass sie in diesem Jahr ein ähnlich starkes Ergebnis wie 2016 erwarten können. Neben der positiven Entwicklung sehen die Befragten aber auch die Herausforderungen, die der dynamische Wandel im Markt und die politische Situation in Deutschland und Europa mit sich bringen. Und wie stehen die Chancen auf dem Investitionsmarkt bei knappen Angebot und steigenden Preisen? Auch dort sehen die Anbieter noch gute Perspektiven. Obwohl die Preise für Ferienimmobilien stark angezogen haben, sei das letztendlich auch eine Anpassung an das internationale Preisniveau. Auf lange Sicht könnte diese Entwicklung aber auch bedeuten, dass gestiegene Kaufsummen zu einem Anstieg der Mietpreise führen. Für Urlauber könnte das in Zukunft heißen, dass sie tiefer in die Tasche greifen müssen. Dass der Markt bald erschöpft sein könnte, sehen die Befragten allerdings nicht – dort wo es Investoren gibt, gibt es auch weiterhin attraktive Produkte.

Über die Branchenumfrage

Die Branchenumfrage des Deutschen Ferienhausverbands e. V. wurde von Pamela Premm – Public Relations, Konzeption und Text – entwickelt und durchgeführt. Die ermittelten Ergebnisse sind Grundlage für die zweite Ausgabe von „Perspektive Ferienhaustourismus 2017“. Sieben der führenden Ferienhausanbieter aus dem Ferienhaussegment und Mitglieder des DFV, darunter drei Reiseveranstalter, drei Vermittler und ein Portal, haben an der anonymen Online-Umfrage teilgenommen. Sie wurden zu Themen wie die Entwicklung von Umsatz- und Buchungszahlen, Trend-Destinationen, Buchungskriterien und aktuelle Gesellschaftsthemen befragt. Der Ergebnisbericht kann unter http://www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2017 kostenlos heruntergeladen werden.

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Mehr als fünf Millionen Feriendomizile weltweit werden über die Mitgliedsunternehmen offeriert. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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Deutscher Ferienhausverband e.V.
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Ratgeber: So schützen Ferienhausurlauber ihr Geld

Der Deutsche Ferienhausverband gibt Tipps zu Anzahlung, Kaution und Storno

Ferienhäuser erfreuen sich wachsender Beliebtheit: Eine breite Unterkunftsauswahl, flexible Anreisetage und eine unkomplizierte Buchungsabwicklung sind maßgeblich für die steigende Nachfrage. In punkto Zahlungsmodalitäten haben sich einige Regeln etabliert. Der Deutsche Ferienhausverband erklärt, worauf Urlauber achten sollten.

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DTV & DFV: Rechtssicherheit für Ferienwohnungen in Wohngebieten rückt in greifbare Nähe

DTV-DFV

Berlin, 27. Januar 2017: Heute berät der Bundestag in erster Lesung über eine Novelle der Baunutzungsverordnung. Diese ist Teil eines Gesetzespakets zur Anpassung des Städtebaurechts. Mit der Novelle werden Ferienwohnungen in Wohngebieten auf eine sichere gesetzliche Grundlage gestellt. 

„Ferienwohnungsvermieter, Kommunen und Investoren warten seit Jahren auf die dringend notwendige gesetzliche Klarstellung, dass Ferienwohnungen und -häuser in Wohngebieten erlaubt sind. Auch die Saison 2017 wird noch davon überschattet sein, dass eine gesetzliche Klarstellung entgegen aller Bemühungen nicht erfolgt ist. Wir sind daher froh, dass das Gesetz nun endlich auch im Parlament auf der Tagesordnung steht und damit einen weiteren bedeutenden Schritt nimmt“, sagt Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV). Das Gesetz könnte den Bundestag noch im März passieren. Dazu Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbandes e.V. (DFV): „Mit der vorgeschlagenen Regelung wird der gelebten Wirklichkeit Rechnung getragen, denn Ferienwohnungen in Wohngebieten sind seit Jahrzehnten gang und gäbe in Tourismusorten in ganz Deutschland. Die Vermietung ist für viele Bewohner zur Finanzierung des Eigenheims oder als Einkommen unverzichtbar. Dass Ferienwohnungen nun als zulässige Nutzungsart auch in Wohngebieten bestätigt werden, ist folgerichtig.“

Die beiden Verbände halten die geplante Einschränkung für Ferienwohnungen in reinen Wohngebieten allerdings für wenig sinnvoll. Zukünftig könnten Ferienwohnungen dort zwar zugelassen werden. Voraussetzung ist aber, dass die Wohnnutzung überwiegt. „Wer die Vermietung an Gäste nur unter dieser Bedingung erlauben will, übersieht die Lebensrealität vieler Vermieter: Nicht selten unterhalten diese unter demselben Dach gleich mehrere Ferienwohnungen. Eine solch starre Vorgabe im Gesetz ist schlichtweg überflüssig“, so Tobias Wann. Und Reinhard Meyer ergänzt: „Es ist sinnvoller, den Kommunen den Spielraum zu lassen, über Bebauungspläne das Ferienwohnen in Wohngebieten zu erlauben, zu beschränken oder zu untersagen. Denn die Menschen vor Ort wissen am besten, was für ihre Kommune richtig ist.“ Darüber hinaus enthält der Gesetzesentwurf auch eine Regelung zum Bruchteilseigentum. Durch eine Gesetzeslücke konnten die Bemühungen der Kommunen, Zweitwohnungen zu beschränken, unterlaufen werden. Diese Lücke wird mit dem vorliegenden Entwurf ebenfalls geschlossen.

Am 15. Februar ist zu dem Gesetzentwurf eine Anhörung im federführenden Bundestagsausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit angesetzt. Voraussichtlich im März findet die abschließende Beratung und Abstimmung im Bundestag statt. Anschließend muss noch der Bundesrat dem Gesetz zustimmen. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass eine Ferienwohnung in allgemeinen Wohngebieten gemäß Baunutzungsverordnung als nicht-störender Gewerbebetrieb oder als kleiner Beherbergungsbetrieb eingestuft wird. Auf dieser Basis kann eine Nutzung für die Kurzzeitvermietung an Feriengäste gestattet werden. In reinen Wohngebieten sind Ferienwohnungen dann ausnahmsweise zulässig, wenn der Bebauungsplan kleine Beherbergungsbetriebe erlaubt. Allerdings sieht der Gesetzgeber eine Einschränkung vor: Das soll nur dann gelten, wenn die Immobilie hauptsächlich zum Dauerwohnen genutzt wird, beispielsweise indem nicht mehr als 50 Prozent der Wohnfläche an Feriengäste vermietet wird oder bei einem Mehrfamilienhaus die Anzahl der Wohnungen überwiegt, die von Dauermietern genutzt wird. Auch ohne diese Beschränkung haben Kommunen schon jetzt weitreichende Möglichkeiten, bei der Ausweisung von Planungsgebieten die Nutzung zu beschränken und zu regulieren.

Deutscher Tourismusverband e. V.

Seit 1902 setzt sich der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) für eine erfolgreiche touristische Entwicklung in Deutschland ein. Als Dachverband kommunaler, regionaler und landesweiter Tourismusorganisationen vertritt der DTV die Interessen seiner rund 100 Mitglieder gegenüber Politik und Behörden, setzt Impulse, vernetzt Akteure miteinander und fördert einen zukunftsweisenden Qualitätstourismus im Reiseland Deutschland.

Deutscher Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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Sarah Mempel, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 030 / 856 215 – 121
E-Mail: mempel@deutschertourismusverband.de

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Ferienhausvermittlung darf kein Bestandteil der Pauschalreiserichtlinie sein

Der Deutsche Ferienhausverband e. V. plädiert außerdem für eine Klarstellung bei Online-Buchungen

Berlin, 23.01.2017. In einer Anhörung im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz wird heute über den Gesetzentwurf zur Pauschalreiserichtlinie diskutiert. Der Deutsche Ferienhausverband e. V. bewertet es positiv, dass einzelne Reiseleistungen wie die Vermittlung von Ferienhäusern rechtlich nicht als Pauschalreise gelten sollen. Das stärke die Tourismusvielfalt und sichere die Existenz von kleinen und mittelständischen Anbietern, heißt es in der Stellungnahme des Verbandes.

„Nur ein Teil der Ferienwohnungen und -häuser in Deutschland werden durch Reiseveranstalter angeboten. Daneben haben sich Vermittler und Online-Portale auf dem Markt etabliert. Würde man die Vermittlung einer Ferienwohnung grundsätzlich als Pauschalreise einordnen, bedeute das einen erheblichen Wettbewerbsnachteil für deutsche Anbieter“, sagt Michelle Schwefel, politische Referentin des DFV, “denn es handele sich um einen deutschen Einzelweg. In keinem anderen europäischen Land gälte eine solche Regelung.“ Schwefel ergänzt: „Es entzieht sich jeder Logik, dass eine Einzelleistung wie das Vermieten eines Ferienhauses dem Pauschalreiserecht unterliegen soll.“ Verbraucherschützer fordern, den gestrichenen Passus, einen Ferienhausaufenthalt wie eine Pauschalreise zu behandeln, wieder in das Gesetz aufzunehmen. Eine solche Sonderregelung für Deutschland würde nicht nur dem Ziel der Wettbewerbsgleichheit widersprechen, sondern für kleine und mittelständische Unternehmen ein erhebliches Markthindernis darstellen. Fielen diese unter die Veranstalter-Richtlinien, würden sie durch die damit verbundenen Informations- und Sicherungspflichten erheblich belastet. „Man erweist dem Verbraucher keinen Dienst, wenn ein von ihm geschätztes Angebot vom Markt verschwindet oder sich erheblich verteuert. Das kann weder wirtschafts- noch verbraucherpolitisch gewünscht sein. Eine der größten Stärken des Deutschland-Tourismus ist seine Vielfalt.“

Der Deutsche Ferienhausverband sieht die Verbraucher durch die im Gesetzentwurf der Bundesregierung vorgesehenen Informationspflichten ausreichend abgesichert. „Die Kunden werden zukünftig darüber informiert, ob eine gebuchte Dienstleistung als Pauschalreise, verbundene Reiseleistung oder Einzelleistung gilt und welche Sicherungsleistungen beim jeweiligen Service bestehen. Auf Basis dieser Information könne jeder selbst entscheiden, welches Angebot das passende ist.“ Laut DFV sollte es einem Veranstalter allerdings möglich sein, eine Einzelleistung auf freiwilliger Basis den Regelungen eines Pauschalreisevertrags zu unterwerfen, damit er beispielsweise für verschiedene Vertragsformen keine unterschiedlichen AGB benötige.

Klarstellung bei Online-Buchungen gefordert

Der Ferienhausverband fordert eine Klarstellung bei der Abgrenzung zwischen verbundenen Reiseleistungen und Pauschalreisen. „Es bedarf einer scharfen, rechtlich eindeutigen, aber auch praxisfreundlichen Trennung, damit Vermittler nicht ungewollt unter die Veranstalterhaftung fallen“, sagt Schwefel. Bei der Online-Buchung ist es gang und gäbe, dass Unternehmer auf Webseiten anderer Unternehmen hinweisen, die ergänzende Reiseleistungen anbieten. Der Entwurf der Bundesregierung sieht zwar vor, dass ein Anbieter auf Angebote anderer Unternehmen hinweisen darf, sofern dies nicht in gezielter Weise geschieht. Nicht hinreichend klar ist aber, was man genau unter „in gezielter Weise“ versteht: Die Begründung führt aus, dass Anbieter auf die Homepage oder Einstiegsseite eines anderen Dienstleisters verlinken dürfen. Das entspricht aber weder der Realität, noch dem, was Verbraucher erwarten, kritisiert der Verband. “Wenn man ein Quartier für einen Städtetrip nach Bremen bucht, dann möchte man z. B. auch bei der Bahn auf einer Seite landen, in der Verbindungen nach Bremen angezeigt werden. Wir wünschen uns eine Klarstellung, die es erlaubt, auch auf eine spezifische Unterseite zu verlinken, die beispielsweise auf bestimmte Reiseziele verweist. „Von einer gezielten Vermittlung sollte man nur dann sprechen, wenn z. B. durch Klick auf den Link Reisezeiträume übermittelt werden, die sich mit der Ursprungsbuchung überschneiden“, sagt Schwefel.

Die öffentliche Anhörung zum Entwurf eines dritten Gesetzes zur Änderung reiserechtlicher Vorschriften findet am Montag, 23.01.2017, 17.00 Uhr, im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz statt.

⇒ Zur Stellungnahme des Verbands

Hintergrund: Pauschalreiserichtlinie in Kürze

Wann und zu welchem Zweck wurde die EU-Pauschalreiserichtlinie verabschiedet?
Die Verabschiedung der Richtlinie erfolgte am 27.10.2015 durch das europäische Parlament. Zielsetzung ist die Harmonisierung des Marktes und Wettbewerbsgleichheit der Anbieter in den europäischen Ländern. Die nationalen Parlamente müssen die Richtlinie bis Januar 2018 umsetzen. Im Juni 2017 ist die Verabschiedung im Bundestag geplant.

Wann spricht man von einer Pauschalreise?

Eine Pauschalreise liegt dann vor, wenn eine Reise als Pauschalreise beworben wird oder mindestens zwei Reiseleistungen zu einer Reise zusammengestellt, gemeinsam gebucht und bezahlt werden. Dies gilt auch dann, wenn eine Reise auf Wunsch des Kunden zusammengestellt wurde. Eine Pauschalreise liegt ebenfalls vor, wenn über ein Online-Buchungsverfahren Kundeninformationen und Zahlungsdaten an einen anderen Unternehmer übermittelt werden und ein weiterer Vertrag binnen 24 Stunden nach Vertragsabschlusses der ersten Reiseleistung zustande kommt. Anbieter von Pauschalreisen haben umfassende Informations- (beispielsweise über Reisedetails wie Barrierefreiheit, Transportmittel oder genaue Route) und Sicherungspflichten bei Insolvenz oder Mängeln. So muss der Veranstalter beispielsweise haften, wenn die Fluggesellschaft Konkurs anmeldet.

Welche Pflichten hat ein Vermittler?

Als Vermittler einer verbundenen Reiseleistung besteht ebenfalls eine Informationspflicht. Diese sieht vor, dass der Kunde darüber informiert wird, dass er eine verbundene Reiseleistung und keine Pauschalreise bucht. Informationspflichten erstecken sich ausschließlich auf die gebuchten Reiseleistungen. Entsprechend reduziert sich die Sicherungspflicht auch nur auf die gebuchten Reiseleistungen. Eine verbundene Reiseleistung liegt vor, wenn zwei Reiseleistungen bei einem Kontakt vermittelt werden, aber getrennt gebucht und gezahlt werden. Das gilt auch dann, wenn der Kunde durch Vermittlung des Unternehmens, bei dem er gebucht hat, eine weitere Reiseleistung von einem anderen Unternehmer erwirbt und der Vertragsabschluss innerhalb von 24 Stunden erfolgt. Dies gilt jedoch nicht, falls der Vermittler lediglich auf Angebote anderer Unternehmen verwiesen hat.

Warum die Debatte?

Der ursprüngliche Referentenentwurf sah vor, dass eine Einzelleistung wie die Vermietung von Ferienhäusern der Pauschalreiserichtlinie unterliegen sollten. Man wollte damit der deutschen Rechtsprechung Rechnung tragen. Diese sah in eingeschränkten Fällen vor, dass eine Einzelleistung dann als Pauschalreise gelten kann, wenn der Kunde bei einem Veranstalter bucht, und nicht hinreichend klar war, dass es sich nicht um eine Pauschalreise handelt. Der Gesetzentwurf hingegen wollte das zur allgemeinen Regel für alle Anbieter machen. Nach heftiger Kritik von Seiten der Tourismusverbände wurde der Passus gestrichen.

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

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