Deutscher Ferienhausverband setzt Schwerpunkte zur nationalen Tourismusstrategie des Bundes

DFV fordert mehr Augenmaß bei Regulierungen und eine Stärkung des Ferienhaustourismus in Deutschland

Berlin, 11.12.2018. Der Deutsche Ferienhausverband hat ein 9-Punkte-Papier zur nationalen Tourismusstrategie ausgearbeitet. Demnach sollen Ferienwohnungen und Ferienhäusern als beliebte Urlaubsform von inländischen und ausländischen Gästen mehr Bedeutung zugesprochen werden. Bisher habe das Segment in tourismuspolitischen Berichten eher eine untergeordnete Rolle gespielt. Dabei trägt der Markt mit seinem Umsatzvolumen von 8 Mrd. Euro pro Jahr erheblich zum Einkommen aus dem Tourismussegment bei.

Deutschland ist ein Reiseziel für Individualurlauber. Nur 15 Prozent der Reisen wurden 2015/16 laut tourismuspolitischem Bericht der Bundesregierung als organisierte Reise gebucht. „Eine Stärkung des Ferienhaustourismus bedeutet auch eine Stärkung der beliebtesten Urlaubsform innerhalb Deutschlands“, sagt Aye Helsig, Vorsitzender des DFV. „Der Wunsch, seinen Urlaub flexibel, komfortabel und bezahlbar zu gestalten, ist populärer denn je. Deutschland lebt vom Individualtourismus. Daher gilt es den Ferienhausbestand zu schützen und zu fördern.“

Zu vorschnell und ohne ausreichende Faktenlage werde häufig gegen die Vermietung von Ferienwohnungen vorgegangen. „Neue Verordnungen und Zweckentfremdungsverbote werden ausgesprochen, ohne dass Sachverhalte in den Städten, Regionen und Kommunen im Vorfeld objektiv bewertet wurden“, sagt Michelle Schwefel, politische Sprecherin des Verbands. Häufig fehle es an validen Daten und einer präzisen Analyse der Übernachtungsangebote vor Ort. „Es gibt beispielsweise keinerlei Belege dafür, dass Ferien- und Zweitwohnungen einen relevanten Einfluss auf die Entwicklung des Wohnungsmietmarkts haben“, sagt Schwefel. „Damit Städte und Kommunen die richtigen Schlüsse ziehen können, bedarf es aussagekräftiger Daten.“ Viele Regulierungen seien auf die Bedürfnisse der Sharing Economy ausgerichtet, Vermieter von Zweit- und Ferienwohnungen sind oft von Ausnahmeregelungen ausgeschlossen und haben selten eine Chance auf eine Genehmigung oder Bestandsschutz. „Viel zu oft gehen neue Verordnungen und hohe Auflagen auf Kosten der Vermieter von Zweit- und Ferienwohnungen, die in ihrem Grundrecht auf Eigentum und in ihrer Existenz beschnitten werden“, ergänzt Schwefel und warnt vor einem gefährlichen Schneeballeffekt für Deutschland. „Verordnungen sprießen allerorts wie Pilze aus dem Boden, was noch nicht absehbare Folgen für den Deutschlandtourismus haben könnte.“ Um dem entgegenzuwirken, wünscht sich der Verband eine bessere Koordination zwischen Bund, Ländern und Gemeinden und einen engeren Austausch mit Verbänden und Akteuren aus der Tourismuswirtschaft. Es wäre sinnvoll, Rahmenbedingungen auf Bundesebene zu schaffen, um den Tourismus in Deutschland zu fördern und den Mittelstand zu stärken.

„Kleinere, regionale und mittelständische Unternehmen sind von Gesetzesvorgaben überproportional stark betroffen. Für sie sind Hürden, die sich beispielsweise aus der Datenschutzgrundverordnung ergeben, deutlich schwieriger zu meistern als für große Anbieter“, ergänzt Schwefel. Um Fehlentwicklungen entgegensteuern zu können, bedürfe es eine zeitnahe Evaluierung der Auswirkungen von gesetzlichen Regelungen auf die Tourismuswirtschaft, so der Verband. „Wir wünschen eine engere Zusammenarbeit mit politischen Vertretern, um die Wirtschaftskraft und die Zukunft des Ferienhaustourismus in Deutschland auf sichere Füße zu stellen“, fügt Helsig hinzu. „Für strukturschwache, ländliche Gebiete sind Ferienwohnungen eine große Chance, die eigene Region aufzuwerten. Wir sollten daher nach sinnvollen Lösungen suchen und den Tourismus nicht nur als Problem betrachten.“

Der Tourismus ist eine wirtschaftsstarke Querschnittsbranche, an die das Ferienhaussegment einen großen Anteil hat. Der Deutsche Ferienhausverband setzt sich für den Erhalt touristischer Strukturen ein, mit Augenmerk auf den ökonomischen Wert von privaten und gewerblichen Ferienwohnungen für Deutschland, als Sinnbild für eine freie, gastfreundliche Gesellschaft und zum Ausbau des positiven Images als eines der beliebtesten Reiseländer Europas.

> 9-Punkte-Papier des DFV zur nationalen Tourismusstrategie
> Meldung als PDF

Schwerpunkte des Ferienhaustourismus zur nationalen Tourismusstrategie des Bundes

Wirtschaftliche Bedeutung des Ferienhaustourismus

Tourismus ist eine wichtige Branche: Rund 3 Millionen Beschäftigte arbeiten im Tourismus deutschlandweit. Damit ist der Tourismus der drittgrößte Arbeitgeber in Deutschland. Mehr als 460 Millionen Übernachtungen kann die Branche verbuchen, die Bruttowertschöpfung beträgt rund 105 Mrd. Euro und liegt damit noch vor der Autoindustrie. Auch der private Übernachtungsmarkt boomt. 20% der Übernachtungen in Deutschland finden in Ferienwohnungen und Häusern statt. Ein Großteil davon (70%) in privaten Urlaubsquartieren. Gesamt werden im Ferienhaussektor jährlich 8 Mrd. € Umsatz erwirtschaftet, davon 5,6 Mrd. € in privaten Ferienwohnungen. Davon profitieren nicht nur die Vermieter: Mehr als 60% der Ausgaben im Urlaub geben Ferienhausgäste in der lokalen Gastronomie, im Einzelhandel und bei Freizeitangeboten und Dienstleistungen aus. Weiterlesen

Fünf neue Mitglieder für den DFV

Deutscher Ferienhausverband wächst auf 22 Mitgliedsunternehmen an

Logo-Collage-DFV-3Berlin, 21. November 2018. Der Deutsche Ferienhausverband begrüßt fünf neue Mitglieder in seinen Reihen. Aktuellster Neuzugang ist HomeToGo. Die Suchmaschine für Ferienhäuser und -wohnungen durchsucht mehr als 15 Millionen Angebote von über 300 Anbietern weltweit. Hinzu kommen die Küstenspezialisten Ostsee-Ferienhausvermietung Gosch, die Metatravel Service GmbH mit ihren Marken Ostsee24 und Nordsee24, die Eiderstedter Appartements & Immobilien, der Spezialist für Ferienimmobilien in St. Peter-Ording und LandReise.de, der Vermittlungsservice für Unterkünfte auf dem Land. Damit ist der größte Branchenverband Deutschlands auf insgesamt 22 Mitglieder angewachsen.

„Der Deutsche Ferienhausverband ist die Stimme der Branche. Wir freuen uns daher besonders über die positive Entwicklung der Mitgliederzahlen“, sagt Aye Helsig, Vorsitzender des DFV und ergänzt: „Aufgrund zunehmender Marktregulierungen und steigender Anforderungen an die Anbieter, sind eine intensive Zusammenarbeit und ein enger Informationsaustausch notwendiger denn je.“ Doch die Mitgliedschaft bringt neben einem breiten Netzwerk noch weitere Chancen: Als einzige Organisation bietet der Deutsche Ferienhausverband e. V. eine Zertifizierung für Ferienhausanbieter an. Für viele Urlaubsgäste ist das eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Buchung. Jedes Mitglied kann sich freiwillig einem Prüfprozess unterziehen, seine AGB und Datenschutzhinweise von einer unabhängigen Anwaltskanzlei begutachten lassen. Der Kundenservice wird im Rahmen von Mystery Checks getestet. Bei erfolgreicher Prüfung winkt das Qualitätssiegel des Deutschen Ferienhausverbands.

Auf www.deutscher-ferienhausverband.de/mitglieder gibt es eine Übersicht über alle Mitglieder.

Alle fünf Neuzugänge im Kurzportrait

HomeToGowww.hometogo.de
HomeToGo ist die weltweit größte Suchmaschine für Ferienunterkünfte. Mit einer einzigen Anfrage werden die Webseiten von mehr als 300 Anbietern von Ferienhäusern und -wohnungen durchsucht. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin beschäftigt derzeit mehr als 150 Mitarbeiter und betreibt lokale Webseiten in 13 europäischen Ländern sowie in Russland, Australien, Mexiko, Brasilien, Hongkong und den USA.

Ferienhausvermietung Goschwww.urlaub-gosch.de
Die Ostsee-Ferienhausvermietung Gosch ist ein kleiner aber feiner Vermittler für luxuriös eingerichtete Ferienhäuser und Ferienwohnungen direkt am Ostsee-Strand, im Feriengebiet der Probstei in Schleswig-Holstein. Rund 250 Urlaubsdomizile umfasst das Angebot.

Metatravel Service GmbHwww.metatravel-service.de
Die Metatravel Service GmbH, gegründet 2009, betreibt die beiden reichweitenstarken Portale Ostsee24.de und Nordsee24.de. Als Küstenexperten mit Sitz in Bastorf bei Kühlungsborn beschäftigt sich das Team schon seit 2010 mit den Regionen und der Vermittlung von Ferienunterkünften an der Küste.

Eiderstedter Appartements & Immobilienwww.eiderstedter.de
Seit 1978 ist Eiderstedter Appartements & Immobilien als Makler und Ferienvermieter tätig und damit eines der traditionsreichsten Immobilienunternehmen auf der Halbinsel Eiderstedt. Mit seinem Rundum-Service werden jedes Jahr mehr als 10.000 Urlaubsgäste und mehr als 200 Vermieter glücklich gemacht.

LandReise.dewww.landreise.de
LandReise.de ist eine Webseite zur Suche von Bauernhöfen und Landquartieren in Deutschland und Europa aus dem Verlag der Landlust, der in Münster seinen Sitz hat. Mehr als 4.000 ländliche Unterkünfte in den beliebtesten Reisezielen in Deutschland und Europa stehen zur Auswahl.

> Die Meldung “Fünf neue Mitglieder für den DFV” als PDF

 

Michelle Schwefel übernimmt erneut Geschäftsstellenleitung des Deutschen Ferienhausverbands e. V.

Deutschlands größte Interessenvertretung des Ferienhaussegments mit neuer alter Spitze

18-11_Michelle-Schwefel-GeschaeftsstellenleitungBerlin, 13.11.2018. Ein bekanntes Gesicht kehrt in die Position der Geschäftsstellen-leiterin des Deutschen Ferienhausverbands zurück. Michelle Schwefel löst ihre Nachfolgerin Katja Holland ab. Holland, die erst im Juli die Leitung der Geschäftsstelle übernommen hatte, musste sich aus persönlichen Gründen zurückziehen.

Schwefel kümmert sich ab sofort um die politische Positionierung des Verbands und ist für die Kommunikation mit den Mitgliedern und die Verbandsorganisation zuständig. Zudem vertritt sie den Verband und damit die Brancheninteressen der Ferienhausvermietung in Anhörungen und auf EU-Ebene.

„Wir sind sehr froh, dass wir Michelle Schwefel so kurzfristig zurückgewinnen konnten. In den letzten Jahren hat sie den Verband erstklassig geführt und zu einem wichtigen Ansprechpartner für politische Vertreter gemacht“, sagt Aye Helsig, Vorsitzender des DFV. „Katja Holland hat in der kurzen Zeit im Verband wertvolle Impulse gesetzt, die wir für unsere zukünftige Verbandsarbeit aufnehmen werden. Wir wünschen ihr und ihrer Familie alles Gute.“

Schwefel verfügt über ein tiefes Fachwissen zu branchenspezifischen Themen wie Zweckentfremdungsverboten, Pauschalreiserichtlinien oder Entwicklungen auf dem Ferienhausmarkt und hat einen großen Erfahrungsschatz in puncto Verbandsarbeit. Zuvor war sie unter anderem für den Deutschen Tourismusverband (DTV) tätig, bei dem sie als Referentin für Tourismuspolitik mit der politischen Lobbyarbeit und Positionierung des Verbandes betraut war.

Schwefel ist erreichbar unter der E-Mail-Adresse m.schwefel@deutscher-ferienhausverband.de oder mobil unter 01 51 – 68 13 90 93.

> Pressefoto von Michelle Schwefel zum Download

> Die Meldung “Michelle Schwefel übernimmt Geschäftsstellenleitung” als PDF

Aye Helsig wird neuer Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands e. V.

DFV-Vorstand-PMOffizielle Mitgliederversammlung

Vorstand auf zwei Jahre neu gewählt / Tobias Wann scheidet aus

Berlin/München, 27. September 2018. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Deutschen Ferienhausverbands e. V. am 25. September 2018 in München wurde der Vorstand gewählt. Neuer Vorsitzender wird Aye Helsig, Regional Director Central Europe von HomeAway, in Vertretung für das Ferienhausportal FeWo-direkt. Die stellvertretenden Vorsitzenden Göran Holst von Travanto Travel und Carsten Gersdorf von BestFewo sowie Schatzmeister Sebastian Mastalka von Traum-Ferienwohnungen wurden für weitere zwei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Tobias Wann, CEO der @Leisure Group scheidet nach fünf erfolgreichen Jahren aus dem Amt des Vorsitzenden aus. Er stand aus Zeitgründen nicht mehr zur Wahl.

Aye Helsig, der bereits im Vorfeld Interesse an der Position signalisierte, freut sich auf die kommenden Aufgaben: „In den letzten zehn Jahren habe ich miterlebt, wie sich der Ferienhausurlaub zu einer bevorzugten Urlaubsform entwickelt hat. Aufgrund zunehmender Regulierungen auf dem Ferienhausmarkt halte ich die Verbandsarbeit für extrem wichtig. Wir müssen noch viel politische Aufklärungsarbeit leisten und die Öffentlichkeit für Branchenbelange sensibilisieren. Ich bin bereit, diese Aufgabe zu übernehmen und den Verband gemeinsam mit unseren Mitgliedern voranzubringen.“ Tobias Wann über seinen Nachfolger: „Nach erfolgreichen fünf Jahren Aufbauarbeit des DFV zu einem der größten europäischen Ferienhausverbände gebe ich den Staffelstab guten Gewissens an Aye Helsig weiter. Ich wünsche ihm und dem Team viel Erfolg für die nächsten Jahre.“ Der Vorstand wurde einstimmig gewählt.

Es ist nicht die erste personelle Veränderung im Verband. Erst im Juli 2018 wurde Katja Holland neue Geschäftsstellenleiterin und löste damit Michelle Schwefel ab, die dem Verband als Referentin der Tourismuspolitik weiter zur Verfügung steht. Mittlerweile ist die größte Branchenvertretung auf 19 Mitglieder angewachsen.

Foto von links nach rechts: Sebastian Mastalka (Traum-Ferienwohnungen), Carsten Gersdorf (BestFewo), Aye Helsig (FeWo-direkt), Göran Holst (Travanto Travel).

> Pressefoto zum Download

Stellungnahme zum Entwurf eines Wohnraumschutzsgesetzes in Schleswig-Holstein

Berlin, den 14. September 2018. Der Deutsche Ferienhausverband vertritt als größter Branchenverband die Interessen der Ferienimmobilienbranche in Deutschland. Wir danken an dieser Stelle herzlich für die Gelegenheit, zum vorliegenden Gesetzentwurf Stellung zu nehmen.

Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zum Schutz und zur Sicherung
von Wohnraum (Wohnraumschutzgesetz) in Schleswig-Holstein, Drucksache 19/721

Unsere Position im Kurzüberblick:

  • Der Gesetzentwurf wird den Gegebenheiten und Bedürfnissen des Tourismuslands Schleswig-Holstein nicht gerecht
  • Es gibt bereits ausreichend Handlungsspielraum, unerwünschte Entwicklungen zu regulieren
  • keine Zweckentfremdungsverbote ohne faktenbasierte Evaluierung und regelmäßige Überprüfung
  • Das Gesetz sieht keinen Bestandsschutz für Ferienwohnungen vor
  • Es gibt keine Ausnahmeregelung für Zweitwohnungen
  • Eigentumsrecht und das Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung müssen geachtet werden

Weiterlesen

Stellungnahme zur Novelle des Hamburgischen Wohnraumschutzgesetz

Berlin, den 12. September 2018

Stellungnahme zum Gesetz über den Schutz und Erhalt von Wohnraum (Hamburgisches Wohnraumschutzgesetz) der Stadt Hamburg

Am morgigen Donnerstag, 13. September 2018 soll im Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Hamburg über das Gesetz über den Schutz und Erhalt von Wohnraum (Hamburgisches Wohnraumschutzgesetz HmbWoSchG) beraten werden. Die Novelle enthält teils weitreichende Veränderungen des bestehenden Gesetzes. Wir appellieren dringend an den Ausschuss, den Entwurf nicht ohne vorherige Anhörung der Betroffenen ans Plenum zu überweisen. Weiterlesen

Ferienimmobilie als Geldanlage: Diese drei Fragen sollten sich Anleger stellen

Branchenumfrage des Deutschen Ferienhausverbands liefert Tipps für das Ferienimmobilieninvestment

18-08-29_Infografik-Ferienimmobilieninvestment-DFV

Berlin, 29.08.2018. Ein dynamisch wachsender Urlaubermarkt macht eine Ferienimmobilie zu einem attraktiven Investment. Die Lage ist immer noch eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf einer Ferienimmobilie. Doch in vielen Regionen ziehen die Kaufpreise an. Wie der Branchenbericht des Deutschen Ferienhausverbands zeigt, gibt es noch weitere Faktoren, die beim Kauf berücksichtigt werden sollten und die für den Erfolg der Ferienimmobilie grundlegend sind. Der DFV verrät, welchen drei Fragen Investoren auf den Grund gehen sollten und warum auch weniger bekannte Regionen attraktiv sein können. Unter www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2018 ist der Gesamtbericht einsehbar.

1. Wie wird sich die Gästenachfrage in der Region langfristig entwickeln?
Wenn die Gäste ausbleiben, rentiert sich das attraktivste Objekt nicht. Daher sollte man sich im Vorfeld darüber informieren, wie sich die Nachfrage in einer Region entwickelt. Während viele Städte und Regionen geradezu überrannt werden, birgt der Tourismus in anderen Regionen großes Potenzial. Viele Urlauber weichen aus, suchen eine Alternative zu den quirligen Urlaubsgebieten und Städten. Immer mehr ländliche Regionen investieren daher in die Entwicklung der touristischen Infrastruktur, um als attraktive Ganzjahresdestination auch Familien anzusprechen. Investoren sollten beobachten, ob es in der Region genügend Freizeitaktivitäten und Kulturangebote gibt, die das Urlaubsziel ganzjährig beleben. Nur bei einer stabilen Nachfrage von Seiten der Gäste können regelmäßig Einnahmen erzielt werden. Dabei gilt: Ausländische Gäste nicht außer Acht lassen. Gerade die Mittelgebirge wie Harz und Sauerland sind bei Gästen aus Skandinavien und Benelux stark nachgefragt. Studien, Vermieterumfragen und Erhebungen des Statistischen Bundesamts geben Aufschluss.

2. Wie verhält sich der Kaufpreis der Ferienimmobilie zu den erwartbaren Einnahmen?
Ferienimmobilien in den beliebten Tourismusregionen sind kaum mehr zu bezahlen. Gerade auf den Inseln steigen die Preise und damit das Risiko, dass der Kaufpreis auch nicht durch höhere Mieten amortisiert werden kann. Eine Ferienwohnung auf Sylt kann so teuer sein, dass sie sich nicht mal dann lohnt, wenn man sie ganzjährig vermietet. Hohe Renditen lassen sich eher dort erzielen, wo ein günstiger Kaufpreis auf eine solide Gästenachfrage trifft. „Man kann bei einer hochpreisigen Lage nicht im gleichen Maße hohe Mietpreise verlangen“, sagt Göran Holst, Vorstand beim Deutschen Ferienhausverband. „Wenn der Kaufpreis auf Sylt dreieinhalb Mal so hoch ist wie auf Fehmarn, heißt das noch lange nicht, dass Urlaubsgäste bereit sind, entsprechend hohe Mieten zu bezahlen. Das schmälert unterm Strich die Rendite.“ Privatanleger sollten daher genau kalkulieren, wo sich die Ferienimmobilie lohnt und auch alternative Regionen ins Auge fassen, die bei einer stabilen Nachfrage eine solide Rendite versprechen.

3. Entspricht die Ferienimmobilie den Bedürfnissen von Urlaubern?
Je nachdem, an welche Zielgruppe der zukünftige Ferienimmobilienbesitzer vermieten möchte, muss auch die Ausstattung und die Raumaufteilung stimmen. Die Anzahl der Schlafzimmer ist ein entscheidender Faktor für den Vermietungserfolg einer Ferienimmobilie. Privatsphäre zählt. Denn die Ferienimmobilie sollte mindestens über zwei bis drei Schlafzimmer verfügen, damit jeder Gast seinen eigenen Rückzugsort hat. Zudem entscheidet die Gesamtqualität der Ferienimmobilie über den Vermietungserfolg. Neue Bäder und ein wertiger Fußboden gehören ebenso dazu, wie der kostenlose WLAN-Anschluss.

Über die Branchenumfrage
Die Branchenumfrage des Deutschen Ferienhausverbands e. V. wurde von Pamela Premm – Public Relations, Konzeption und Text – entwickelt und durchgeführt. Die ermittelten Ergebnisse sind Grundlage für die dritte Ausgabe von „Perspektive Ferienhaustourismus“. Zwölf Ferienhausanbieter und Mitglieder des DFV haben an der anonymen Online-Umfrage teilgenommen. Sie wurden zu Themen wie die Entwicklung von Umsatz- und Buchungszahlen, Trend-Destinationen, Kaufkriterien und aktuelle Gesellschaftsthemen befragt. Der Ergebnisbericht kann unter www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2018 kostenlos heruntergeladen werden.

Offizielle Mitgliederversammlung in München

Unsere offizielle Mitgliederversammlung des Deutschen Ferienhausverbands e. V. findet in diesem Jahr am 25. September 2018 in München statt.

Wir treffen uns um 11.00 Uhr bei unserem Gastgeber, der Allianz Worldwide Partners, Bahnhofstraße 16, 85609 Aschheim (S-Bhf München-Riem).

Kernthemen sind u. a.: Strukturierung der Verbandsarbeit, Verbot von Ferienwohnungen an Hotspots, Pauschalreiserichtlinie u. v. m.

Wir freuen uns auf rege Diskussionen.

Führungswechsel: Katja Holland ist neue Geschäftsstellenleiterin beim Deutschen Ferienhausverband e. V.

Deutschlands größte Interessenvertretung des Ferienhaussegments baut Lobby-Arbeit aus

Berlin, 26. Juli 2018. 18-07-26_Holland-Katja-DFV-WebformatDer Deutsche Ferienhausverband e. V. begrüßt Katja Holland als neue Geschäftsstellenleiterin am Sitz in Berlin. Sie löst Michelle Schwefel ab, die dem Verband als strategische Beraterin weiterhin zur Verfügung steht. In ihrer Position ist Holland sowohl für die Kommunikation mit politischen Vertretern als auch für die Erstellung von Positionspapieren und die Verbandsorganisation verantwortlich. Mit der aufgestockten Stelle will der DFV seine Verbands- und Lobbyarbeit weiter intensivieren und stärker auf die Bedürfnisse der Mitglieder eingehen. Zuvor war die 49-Jährige als Referentin im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft im Bundestag tätig. Von 2015 bis 2017 fungierte sie als persönliche Referentin des Hauptgeschäftsführers im Verband der deutschen Rauchtabakindustrie e. V.

Tobias Wann, Vorsitzender des DFV über den Neuzugang: „Katja Holland verfügt über einen großen Erfahrungsschatz in der Bundestags- und Verbandsarbeit sowie im Bereich der Public Affairs. Mit ihrer Expertise wollen wir unsere politischen Aktivitäten weiter vorantreiben und uns den zunehmenden Herausforderungen auf dem Ferienhausmarkt stellen. Bei Michelle Schwefel bedanken wir uns für die Zusammenarbeit. Sie hat in den letzten Jahren großartige Arbeit geleistet und der Branche eine Stimme gegeben. Wir sind froh, dass wir weiterhin auf ihre Expertise zurückgreifen dürfen.“

Holland hat bereits ihren Schreibtisch in Berlin bezogen ist unter der E-Mail-Adresse k.holland@deutscher-ferienhausverband.de oder mobil unter 01 62 – 64 59 173 erreichbar.

> Zur Meldung als PDF

Sorgfältige Prüfung bei unrealistischen Mieten für Ferienwohnungen

Der Deutsche Ferienhausverband gibt Tipps, worauf Ferienhausurlauber jetzt besonders achten sollten

Berlin, 21.06.2018. Mit der Last-Minute-Saison beginnt auch die Hochsaison für vermeintliche Vermieter von Ferienwohnungen mit unlauteren Absichten. Diese greifen all zu oft auf Kleinanzeigenportale zurück, wo sie ihre falschen Offerten gegen eine geringe Gebühr problemlos einstellen können. Doch wie können Urlauber ein echtes von einem unechten Angebot unterscheiden? „Ein wichtiges Indiz ist der Preis“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands. „Betrüger gehen immer nach dem gleichen Schema vor. Sie offerieren eine Ferienwohnung zu einem unschlagbaren Mietpreis und lenken damit die Aufmerksamkeit von vielen Urlaubssuchenden auf das Fake-Angebot.“ Sobald diese buchen und das Geld überweisen, ist der Vermieter, der zuvor noch freundlich und professionell geklungen hat, nicht mehr zu erreichen. Der Deutsche Ferienhausverband rät daher zur umsichtigen Buchung und gibt Urlaubern drei wesentliche Tipps an die Hand:

1. Preise vergleichen: Ein Ferienhaus für zwei Wochen für vier Personen in den Sommerferien für unter 900 Euro – das ist äußerst unrealistisch. Ein Blick auf Objekte mit ähnlicher Ausstattung in der gewünschten Region genügt oft schon, um herauszufinden, ob der angegebene Mietpreis realistisch sein kann. Wie der Deutsche Ferienhausverband erst in diesem Jahr über seine Branchenumfrage ermittelt hat, liegt der durchschnittliche Tagesmietpreis für eine Ferienwohnung in den Sommerferien bei 140 Euro. Bei zwei Wochen sind das bereits 1.960 Euro.

2. Bei Ferienhausspezialisten buchen: Meistens nutzen Betrüger kostengünstige Kleinanzeigenrubriken, um dort ihre Angebote zu platzieren. Dort können sie eine Zeit lang ungeprüft aktiv sein, ohne direkt aufzufliegen. Urlauber sollten daher besser bei einem etablierten Ferienhausanbieter buchen, der sich auf die Vermietung spezialisiert hat und für Rückfragen einen Kundenservice bereitstellt. Häufig gibt es dort auch Last-Minute-Rubriken, in denen noch kurzfristig freie Ferienwohnungen mit rabattierten Mieten zu finden sind.

3. Auf Qualitätssiegel achten: Es gibt verschiedene Zertifikate für Tourismusunternehmen, die Urlaubern als wichtige Orientierungshilfe dienen. Dazu gehören das TÜV-Siegel, das Q-Siegel von Service-Qualität Deutschland, aber auch das, speziell für den Ferienhausmarkt entwickelte, Qualitätssiegel des Deutschen Ferienhausverbands. Unternehmen unterziehen sich dafür einem umfangreichen Zertifizierungsprozess. Überprüft werden von einer unabhängigen Anwaltskanzlei die AGB, Datenschutzhinweise und der Kundenservice.
Tipp: Über einen Klick auf das Online-Siegel, das auf der jeweiligen Webseite des zertifizierten Anbieters zu finden ist, werden Urlauber zum entsprechenden Zertifikat auf der Homepage des DFV weitergeleitet und können sich so von der Rechtmäßigkeit des Siegels überzeugen. Alle Unternehmen mit gültigem Siegel sind zudem auf
www.deutscher-ferienhausverband.de/zertifiziert zusammengefasst.

Wichtig zu wissen: Bei Last-Minute-Buchungen ist besondere Aufmerksamkeit gefragt. Oftmals wird sofort der gesamte Mietpreis fällig und nicht nur eine Anzahlung. Wer an den Falschen gerät, verliert sein komplettes Urlaubsbudget.

Ferienhausbranche auf Wachstumskurs

Perspektive Ferienhaustourismus

Deutscher Ferienhausverband veröffentlicht zum dritten Mal Ergebnisse der Branchenumfrage

Berlin, 29. Mai 2018. Die Ferienhausanbieter sind zufrieden mit dem abgeschlossenen Geschäftsjahr 2017. Das durchschnittliche Umsatzwachstum lag bei 13 Prozent, die Buchungen sind um zehn Prozent angestiegen. Positiv bewerten die Ferienhausvermittler, Veranstalter und Portale, dass die Qualität der Ferienhäuser und Appartements kontinuierlich steige. Das erhöhe die Kundenzufriedenheit und die Rate der Buchungs-Rückkehrer. Neben einer wertigen Unterkunft erwarten Urlauber zunehmend eine schnelle Buchung mit variablen Anreisetagen und Aufenthalten. Die Ergebnisse der Branchenumfrage skizzieren zum dritten Mal ein Stimmungsbild des deutschen Ferienhausmarkts. Der Ergebnisbericht kann unter www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2018 heruntergeladen werden.

Erfolgskurs von Ferienwohnungen in der Angebotsvielfalt begründet
Die Anbieter werten die zunehmende Angebotsbreite als entscheidenden Grund für den Erfolg von Ferienwohnungen. Da es einen latenten Bedarf an individuellen Urlaubsquartieren gibt, steigt die Urlaubernachfrage analog zum Angebot. Ferienhäuser können daher für viele Regionen eine Chance sein, um für steigende Gästezahlen zu sorgen, den Tourismus anzukurbeln und letztendlich von den Einnahmen zu profitieren. Den zweiten Platz der Erfolgsfaktoren belegt nach Auffassung der Anbieter das steigende Bedürfnis nach Privatsphäre und Rückzug aus dem fremdbestimmten Alltag. An dritter Stelle liegt die unkomplizierte Buchung der Objekte, die das Business wesentlich schneller und flexibler gemacht hat. Eine direkte Online-Buchbarkeit
und -Zahlung der Ferienhäuser lassen die Branche zum Hotelsegment aufschließen.

Starkes Buchungsjahr für Kroatien – Deutschland bleibt top
Seit Jahren gilt Kroatien als aufstrebende Ferienhausdestination. 2017 lag das Reiseziel auf Platz zwei im Ranking der Urlaubsländer mit den meisten Buchungen, gefolgt von Italien und den niederländischen Nachbarn. Unangefochten auf Platz eins liegen die Naherholungsgebiete in Deutschland. Dort nimmt die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns die Spitzenposition ein. Es folgen das Nordsee-Festland und die Ostseeküste in Schleswig-Holstein. Die Mieten für das gebuchte Ferienhaus lagen in den Sommerferien für eine Woche bei 987 Euro, das entspricht etwa 140 Euro pro Objekt/Tag. 4,5 Personen teilten sich eine Ferienunterkunft und bevorzugten 2,6 Schlafzimmer. Die Aufenthaltsdauer lag bei 8,5 Tagen, gebucht wurden im Schnitt 84 Quadratmeter. Beliebtestes Suchkriterium auf den Portalen der Anbieter war das WLAN, gefolgt von der Haustierfreundlichkeit der Unterkunft und dem Pool. Platz vier und fünf gingen an den Geschirrspüler und die Sauna.

Ausblick: Signale zeigen weiteres Wachstum an
Die Vorzeichen für ein erfolgreiches 2018 stehen gut. Dass immer frühzeitiger in der Saison eine Ferienwohnung für den Sommer gebucht wird und überdurchschnittlich hochwertige Objekte in exponierter Lage gefragt sind, deuten die Anbieter als sicheres Signal für einen erneuten Zuwachs. Die Anbieter gehen einstimmig davon aus, dass 2018 ein gutes Jahr für den Ferienhaustourismus wird und sie ihr Angebot weiter ausbauen können. Ein besonders großes Marktpotenzial schreiben sie der Zielgruppe der Familien zu. Im Trend, dass sich große Gruppen, mehrere Familiengenerationen oder Freunde, ein Ferienhaus teilen, stecke ebenfalls großes Potenzial. Da der Buchungswert häufig über dem einer durchschnittlichen Reservierung liegt, ist diese Zielgruppe für Anbieter besonders attraktiv.

Überregulierungen verkomplizieren den Markt
Als größte Herausforderung werten die Anbieter den Ruf nach Zweckentfremdungsverboten in Städten und beliebten Regionen. In einigen Destinationen wurde die Vermietung in den letzten Jahren stark reglementiert. Dabei bleibt unberücksichtigt, dass die klassischen Ferien- und Zweitwohnungen nur einen geringen Anteil am Gesamtwohnungsmarkt einnehmen und auch als Dauerwohnraum den Mangel an fehlenden Wohnungen nicht auffangen können. Anbieter wünschen sich daher einen umfangreichen Bestandsschutz und eine faire Gleichbehandlung aller Marktteilnehmer. Nach Auffassung der Anbieter sollte genau geprüft werden, welche Auswirkungen Verbote und gesetzliche Einschränkungen auf den Wohnungsmarkt und die Branche in den einzelnen Kommunen haben. Regulierungen halten die Anbieter nur dann für sinnvoll, wenn das Gleichgewicht zwischen Ferienwohnungen und Dauerwohnungen gefährdet ist. Es sei allerdings davon auszugehen, dass sich der Markt in der Regel von selbst reguliert und staatliche Eingriffe nicht erforderlich sind.

Auf Platz zwei im Ranking der Herausforderungen wählten die Anbieter die zunehmenden Auskunftspflichten, mit denen sie sich konfrontiert fühlen. Die Unternehmen sehen sich wachsenden Verpflichtungen und Anforderungen gegenüber, die sie teilweise nicht leisten können. Dazu gehört unter anderem die Weitergabe von Vermieterdaten an die Kommunen und Regionen. Die Bedenken reichen von Datenschutzaspekten über negative Auswirkungen auf das Vertrauensverhältnis zwischen Vermietern und Anbietern bis hin zur Tatsache, dass den Portalen ein Teil der geforderten Daten nicht vorliegt.

Auf den dritten Platz liegt der Umgang mit Ferienwohnungen in Wohngebieten. Trotz Klarstellung in der Baunutzungsverordnung (BauNVO) 2017, die Ferienwohnungen in Wohngebieten unter bestimmten Umständen erlaubt, gibt es in manchen Orten Diskussionen darüber, wie die neue gesetzliche Regelung vor Ort umzusetzen ist. Die Änderung von Bauleitplänen spielt dabei ebenso eine Rolle wie der Bestandsschutz von Ferienwohnungen: Der Gesetzgeber wollte im Rahmen der Novelle der BauNVO keine Rückwirksamkeit festschreiben.

Über die Branchenumfrage
Die Branchenumfrage des Deutschen Ferienhausverbands e. V. wurde von Pamela Premm – Public Relations, Konzeption und Text – entwickelt und durchgeführt. Die ermittelten Ergebnisse sind Grundlage für die dritte Ausgabe von „Perspektive Ferienhaustourismus“. Zwölf der führenden Ferienhausanbieter aus dem Ferienhaussegment und Mitglieder des DFV haben an der anonymen Online-Umfrage teilgenommen. Sie wurden zu Themen wie die Entwicklung von Umsatz- und Buchungszahlen, Trend-Destinationen, Buchungskriterien, Herausforderungen und Chancen befragt. Der Ergebnisbericht kann unter www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2018 kostenlos heruntergeladen werden.

EHHA: The “New Deal for Consumers” misses the mark

Der Europäische Ferienhausverband EHHA (European Holiday Home Association) veröffentlicht ein Positionspapier zum “New Deal for Consumer” – ein Maßnahmenkatalog der EU für mehr Verbraucherschutz auf den Online-Märkten. 
Weitere Infos unter http://ehha.eu

EHHA: THE NEW DEAL FOR CONSUMERS MISSES THE MARK

The European Holiday Home Association – EHHA – observes that the New Deal for Consumers creates new red-tape rather than genuinely increasing consumer transparency about the providers of services in online marketplaces.

The new red tape concerns obligations for platforms to indicate whether a host of accommodation is a professional or business, or whether they are an individual offering services via the so-called “collaborative economy”. Given the complex, fragmented and confusing definitions across EU member states about when an individual becomes a “trader” or “professional”, such an obligation creates serious difficulties for platforms, and undermines the provisions of the eCommerce Directive. In particular, platforms cannot be certain whether their users are accurately describing their status. Requiring platforms to monitor their users actively would contradict key provisions of that Directive and would present further complexity to what is an already confusing and uncertain legal framework for the short-term rental sector across Europe.

EHHA urges the Commission to ensure that any new Directive on consumer protection acts in harmony with existing regulation in this area, and instead encourages platforms to make determinations in how they define professional and peer hosts and to provide tools for hosts so that they can make the necessary declarations based on information that only they have.

The European Commission evaluation carried out in 2017 showed that the current EU consumer legislation works well but stressed that the existing rules were not applied and enforced effectively across the EU. EHHA believes, in line with the Commission’s evaluation, that the right focus of policymakers should be to increase awareness among businesses and consumers of those existing rights and obligations, rather than seeking new rules to impose on business or regulate in areas where there is little evidence of a problem.

The EHHA highlights that the Commission’s (DG JUST) Explanatory study of consumer issues in peer-to-peer platform markets noted that an overall peer satisfaction in sharing/renting accommodation was 83% and detriment level of consumers was very low – 2.85/10. In addition, according to 2017 Consumer Conditions Scoreboard, almost a third of all consumers in 2016 having faced any problem within the EU, did not follow this up because of the extensive length of procedures, a perceived unlikelihood of obtaining redress and previous experiences of complaining unsuccessfully. Not knowing their rights or where and how to complain were not the main reasons (15%). Moreover, according to the OECD 2017 survey on trust in peer platform markets findings, consumers who tend to go ahead with a transaction despite having doubts in the service provider cite trust in the platform itself (41%) as it supports and/or provide guarantees for the service. For all these reasons, the EHHA sees these new obligations as unnecessary and disproportionate.

The EHHA notes that online platforms are motivated to continuously ensure transparency and trust with and between users, as this trust is the driving force of consumer satisfaction.

“Our sector already operates within an extremely fragmented regulatory environment, which creates uncertainty for home owners, online platforms and consumers. The EHHA believes that the New Deal for Consumers has a misguided focus on increasing burdens on business at the same time as increasing the level of punishments. Instead, we urge the Commission to follow through on its strategy to stimulate the collaborative economy in Europe by spreading best practices, reducing regulatory fragmentation, and using its powers to challenge infringements of existing EU law. As a start, the Commission should complete its 2017 initiative on the collaborative economy in the accommodation sector and publish the long-delayed Charter of Guiding Principles” says EHHA Secretary General, Carlos Villaro Lassen.

Ferienhausanbieter erneut mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet

Zertifizierung durch den Deutschen Ferienhausverband jeweils nur für ein Jahr gültig – kurze Frist sichert Qualität

Berlin, 10.04.2018. Die Ferienhausanbieter BestFewo.de, FeWo-direkt.de, Traum-Ferienwohnungen.de und Travanto.de wurden erneut mit dem Qualitätssiegel des Deutschen Ferienhausverbands ausgezeichnet. Sie erfüllen die Prüfkriterien in punkto Kundenservice, transparente AGB und Nutzerfreundlichkeit bei der Navigation und Buchung von Ferienhäusern und Ferienwohnungen.

Das Qualitätssiegel des Deutschen Ferienhausverbands e. V. wurde 2016 zum ersten Mal verliehen, nachdem sich die Branche auf einheitliche Qualitätsstandards verständigt hatte. Der umfangreiche Zertifizierungsprozess besteht im Wesentlichen aus den folgenden Komponenten: Eine Anwaltskanzlei prüft, ob die AGB, das Impressum und die Datenschutzhinweise wasserdicht und transparent sind. Mystery-Checks nehmen das Antwortverhalten des Kundenservice unter die Lupe. Zudem müssen Online-Filter- und Buchungsabläufe nutzerfreundlich gestaltet sein und tagesaktuell Ferienwohnungen und -häuser mit freien Vakanzen angezeigt werden. Jeder Anbieter verpflichtet sich freiwillig, die definierten Richtlinien im Umgang mit Ferienhausbewertungen, Reklamationen und Zahlungen von Ersatzleistungen einzuhalten.

Das Qualitätssiegel dient Urlaubern als wichtige Orientierungshilfe bei der Suche nach einer vertrauensvollen Buchungsquelle. Es wird für jeweils ein Jahr verliehen. Mit Ablauf der zwölf Monate müssen sich die Anbieter erneut zertifizieren lassen. Durch den kurzen Zeitraum wird eine kontinuierliche Sicherung der Qualitätsstandards gewährleistet. Der Deutsche Ferienhausverband überwacht die Einhaltung der Anforderungen, die unter www.deutscher-ferienhausverband.de/siegelkriterien eingesehen werden können. Bisher haben sich neun Ferienhausunternehmen zertifzieren lassen.

Lockerungen zum Zweckentfremdungsverbot von Ferienwohnungen in Berlin greifen zu kurz

Deutscher Ferienhausverband fordert Bestandsschutz für bestehende Ferienwohnungen und eine uneingeschränkte Vermietung von Zweitwohnungen

Berlin, 15.03.2018. Der Berliner Senat hat die Gesetzesänderung über das Verbot von Zweckentfremdung von Wohnraum auf den Weg gebracht. Mit der Reform kommt die rot-rot-grüne Koalition vor allem Homesharing-Anbietern entgegen. Demnach soll die Beherbergung von Gästen in Hauptwohnungen nicht mehr zeitlich limitiert werden. Der Deutsche Ferienhausverband begrüßt diese Klarstellung, auch wenn die gelegentliche Vermietung weiterhin genehmigungspflichtig bleibt, wofür ein hoher administrativer Aufwand zu erwarten ist. Allerdings kritisiert der Verband insbesondere die Regelung für Neben- und Zweitwohnungen, die eine Begrenzung der Vermietung auf 90 Tage vorsieht sowie die geplante Registrierungspflicht.

„Für viele ist eine Zweitwohnung eine Möglichkeit, um regelmäßig an den Heimatort zurückzukehren und Verwandte und Freunde zu besuchen. Des Weiteren werden viele Zweitwohnungen beruflich genutzt“, sagt Michelle Schwefel, tourismuspolitische Sprecherin des DFV. „Die Vermietung von Zweitwohnungen auf 90 Tage pro Jahr zu begrenzen, ist realitätsfern und widerspricht den Bedürfnissen einer flexiblen und modernen Gesellschaft und Arbeitswelt.“ Die Beschränkung habe außerdem keinerlei positiven Effekt auf den Wohnungsmarkt. Eine Zweitwohnung steht auch bei Nicht-Nutzung nicht für eine dauerhafte Vermietung zur Verfügung. Hier wird lediglich das Nutzungsrecht des Wohnungsinhabers eingeschränkt. Bereits 2016 hatte das Berliner Verwaltungsgericht zugunsten von Zweitwohnungsbesitzern entschieden und die Vermietung an Feriengäste bei Abwesenheit auch ohne Genehmigung erlaubt. Es ist also fraglich, ob die neuerliche Einschränkung rechtskonform ist.

Ein Bestandsschutz für Ferienwohnungen in Berlin ist erneut nicht vorgesehen. Während für andere Branchen wie Steuerberater, Anwälte oder Physiotherapeuten großzügige Bestandsschutzregelungen gelten, bleiben Ferienwohnungen davon ausgenommen. „Der Senat sagt selbst, dass das Gesetz ganz klar darauf abziele, klassische Ferienwohnungen zu unterbinden“, erklärt Schwefel. „Hier wurde ein Sündenbock für die ungenügende Wohnungsbaupolitik der vergangenen Jahre gesucht. „In Berlin fehlen 100.000 bezahlbare Wohnungen. Jedes Jahr wächst die Stadt um 40.000 Einwohner. Da sind Ferienwohnungen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.Viele Eigentümer haben Objekte saniert und sich mit der Vermietung von Ferienwohnungen eine Existenz aufgebaut. Wir sehen darin einen Eingriff in die Eigentumsrechte und freie Berufsausübung.“ Statt eines generellen Verbots bedürfe es vielmehr einer vernünftigen Regelung, um auch zukünftige Investitionen möglich zu machen. Der DFV fordert Bestandsschutz für Ferienwohnungen, die von den Eigentümern bis zum 30. April 2014 ordnungsgemäß gemeldet wurden. Seit dem 01. Mai 2014 ist die Vermietung von Ferienwohnungen nur noch Genehmigung erlaubt. Das OVG Berlin-Brandenburg hat bereits im April 2017 festgestellt, dass insbesondere die rückwirkende Gültigkeit des Vermietungsverbots vermutlich nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Nun prüft das Bundesverfassungsgericht, ob das Berliner Gesetz verfassungskonform ist.

Ergänzend wird eine Registrierungspflicht für Ferienwohnungen eingeführt. Ab 01. August 2018 sollen Ferienwohnungen mit einer Registrierungsnummer ausgestattet und somit auf den Portalen identifizierbar gemacht werden. „Wie das in diesem engen Zeitrahmen umgesetzt werden soll, bleibt fraglich. Bisher gibt es in den Bezirken keinerlei technische Infrastruktur, die eine unkomplizierte Registrierung ermöglicht“, sagt Schwefel. „Entsprechende Kritik hat es auch aus den Berliner Bezirken gegeben. Dass sich der Senat darüber hinwegsetzt, spricht Bände.“ Ein solcher Schnellschuss ist auch für die betroffenen Portalbetreiber fatal: Diese sollen binnen kürzester Zeit Vorgaben zur Registrierung umsetzen, ohne dass sie heute auch nur Eckpunkte vorliegen haben, was erforderlich sein wird. Werden die Vorgaben nicht erfüllt, drohen im schlimmsten Fall empfindliche Bußgelder. Diese will der Senat bei Verstößen gegen das Zweckentfremdungsverbot von 100.000 Euro auf 500.000 Euro erhöhen. Der DFV findet das unverhältnismäßig. Schon die bestehenden Bußgelder waren drastisch und insbesondere für kleine und mittelständische Betreiber existenzbedrohend.

Ab 01. Mai 2018 soll das neue Gesetz in Kraft treten. Am Donnerstag, 22. März 2018 stimmt das Abgeordneten-Haus in Berlin über die Änderungen ab.

Fünf weitere Ferienhausanbieter mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet

Prüfsiegel steht für Qualitätsstandards und Transparenz in der Ferienhausbranche

Berlin, 28.02.2018. Die fünf großenDFV_Logo_Siegel Ferienhausveranstalter und -vermittler, Casamundo, e-domizil, tourist-online.de, Inter Chalet und Interhome tragen ab sofort das Qualitätssiegel des Deutschen Ferienhausverbands.

Das Qualitätssiegel des Deutschen Ferienhausverbands dient Urlaubern als wichtige Orientierungshilfe bei der Wahl des Buchungspartners. Nun haben sich auch die großen Ferienhausanbieter Casamundo, e-domizil, tourist-online.de, Inter Chalet und Interhome dem umfassenden Zertifizierungsprozess unterzogen und alle Prüfkriterien erfüllt. Insgesamt sind neun Mitglieder des Deutschen Ferienhausverbands mit dem Qualitätssiegel ausgestattet. Unter www.deutscher-ferienhausverband.de/zertifiziert sind alle Informationen zu den Siegelträgern zusammengefasst.

„Durch die verschiedenen Geschäftsmodelle ist es für Urlauber oft nicht deutlich zu erkennen, wer Vertragspartner ist“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands. „Mit dem Qualitätssiegel haben wir eine zusätzliche Orientierungshilfe geschaffen. Während der Zertifizierung wird von Seiten des Verbands und einer Anwaltskanzlei überprüft, ob die Geschäftsbedingungen klar und verständlich sind und der Service kundenfreundlich arbeitet. Das Siegel signalisiert den Urlaubern, dass sie bei einer vertrauensvollen Quelle buchen.“

Überprüft wird, ob die Ferienhausanbieter je nach Geschäftsmodell adäquate Buchungsinformationen für die Kunden bereitstellen. Um das Zertifikat zu erhalten, müssen AGB, Datenschutzhinweise und Impressum aktuell, eindeutig und rechtssicher sein. Mystery-Checks dokumentieren, wie schnell und kundenfreundlich die Service-Teams agieren. Jedes Unternehmen verpflichtet sich zudem, die Qualitätsstandards im Umgang mit Ferienhausbewertungen, Reklamationen und Zahlungen von Ersatzleistungen einzuhalten. Der Deutsche Ferienhausverband überwacht die Einhaltung der Richtlinien, die in den offiziellen Siegelkriterien festgelegt sind. Anbieter, die das Qualitätssiegel ein weiteres Jahr führen wollen, müssen sich einer erneuten Überprüfung unterziehen. Es können sich nur Mitglieder des DFV sowie konzernverbundene Unternehmen zertifizieren lassen.

Stadtratssitzung: Keine Jagd auf Ferienwohnungen, Existenzen sichern

Stellungnahme zum Neuerlass einer Satzung über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum (ZeS) – Stadtratssitzung München

Der Deutsche Ferienhausverband fordert Kompromisslösungen und weniger Willkür

Berlin/München, 23.11.2017. In der Sitzung des Münchener Stadtrats wird am heutigen Donnerstag über eine Satzung zum Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum entschieden. Der Deutsche Ferienhausverband hat dazu Stellung bezogen. „Verbote von Ferienwohnungen können das Problem des Wohnungsmangels in München nicht ansatzweise beheben“, sagt Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des Deutschen Ferienhausverbands. „Es müssen sinnvolle Lösungen her, die auch die positiven Effekte von Ferienwohnungen für die Stadt und den Tourismus berücksichtigen.“ Der Verband bewertet die Verschärfung der Verordnung als unverhältnismäßig und ruft die Verantwortlichen auf, den Ausgleich der Interessen zu suchen. Weiterlesen

Stellungnahme zum Zweckentfremdungsverbot in München

Stellungnahme zum Neuerlass einer Satzung über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum (ZeS) / Sitzungsvorlage Nr. 14-20 / V 09698

Berlin, den 23. November 2017. Ferienwohnungen sind ein integraler Bestandteil des Münchener Tourismussektors. Die touristische Vielfalt der Destination – eine der größten Stärken im Deutschlandtourismus – muss sich auch in ihren Unterkunftsformen widerspiegeln. Gerade für Familien bieten Ferienwohnungen eine Unterbringung, die ihren besonderen Erfordernissen gerecht wird. Voraussetzungen, die andere Übernachtungsangebote nicht oder nur zu erheblich höheren Kosten bieten können. Ferienwohnungsgäste geben ihr Geld gerne lokal aus, kaufen in Läden in der Nachbarschaft ein oder essen in Restaurants vor Ort. Sie beleben somit die Stadtviertel und helfen der urbanen Entwicklung. Ferienwohnungen sind eine wichtige und beliebte Ergänzung zum Reisen. Sie zu verbieten, hieße die Bedürfnisse vieler Menschen zu ignorieren. Weiterlesen

Branchen-News: Ferienwohnungen in Deutschland

Auf der Mitgliederversammlung Mitte Oktober 2017 tagten die großen deutschen Anbieter der Ferienhausbranche in Frankfurt und diskutierten über die drei wichtigsten Themenbereiche rund um die Ferienwohnungsvermietung:

1. Baunutzungsverordnung in der Praxis
2. Registrierung von Ferienwohnungen
3. Sharing Economy und die Krux mit der Schwellenregelung

Die Ergebnisse haben wir hier zusammengefasst. Gerne stehen wir Ihnen für ein Hintergrundgespräch zur Verfügung.

Baunutzungsverordnung in der Praxis

Seit Mai 2017 ist die Novelle der Baunutzungsverordnung in Kraft. Der Gesetzgeber hat Ferienwohnungen in seiner Klarstellung* mit nicht störenden Gewerbe- und kleinen Beherbergungsbetrieben gleichgesetzt. Sind diese in einem Planungsgebiet erlaubt, können auch Ferienwohnungen betrieben werden. Für reine Wohngebiete gibt es zudem die Auflage, dass die Wohnnutzung überwiegen muss. Doch so klar die gesetzliche Neuregelung auch ist – die Umsetzung in die Praxis gestaltet sich als schwierig.

“Vielerorts muss überplant werden”, sagt Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des DFV. “Das ist nicht nur aufwendig, sondern zieht in einigen Fällen auch Rechtsstreitigkeiten nach sich.” Zum Beispiel bei der Frage um den Bestandsschutz: “Einen expliziten Bestandsschutz für Ferienwohnungen gewährt die Baunutzungsverordnung nämlich nicht”, sagt die Branchenexpertin. Vereinzelt komme es daher zu Konflikten, vor allem dann, wenn zuvor Nutzungsuntersagungen verhängt worden sind. “Einige Kommunen weigern sich, verhängte Verbote zurückzunehmen mit der Begründung, dass diese auf geltendem Recht beruht haben, die Änderung der BauNVO aber keine rückwirkende Wirkung habe”, kritisiert Schwefel. “Andere Kommunen nutzen diese Gesetzeslücke, um bestehende Ferienwohnungen im Konfliktfall zu verbieten.” Dabei dürfe man nicht vergessen, dass die Novelle vor allem vorgenommen wurde, um bestehende Ferienwohnungen zu erhalten und eine rechtliche Grundlage für Neugenehmigungen zu schaffen. “Viele Gemeinden verkennen das touristische Potenzial von Ferienwohnungen”, ergänzt Schwefel. “Die deutschen Küsten werden ganzjährig immer beliebter und sind im Sommer ausgebucht. Hier über Gebühr einzuschränken, kann nicht im Sinne der Kommunen sein. Wichtige Einnahmen, wie Kurabgaben und Umsatz, den die Ferienhaustouristen der lokalen Gastronomie und dem Gewerbe bescheren, fallen weg. Zurück bleiben enttäuschte Urlauber, die kein Angebot mehr finden, obwohl es durchaus noch freie Ferienwohnungen geben könnte.“ Mit Spannung wird nun der Mustereinführungserlass der AG Städtebau der Bauministerkonferenz Ende Oktober 2017 erwartet. Dieser gibt den Kommunen Handlungsempfehlungen, um die BauNVO in die Praxis umzusetzen. Der DFV geht allerdings davon aus, dass sich einige Konflikte nur vor Gericht lösen lassen.

*Die Klarstellung war notwendig geworden, nachdem es nach Gerichtsurteilen zu Unklarheiten gekommen war, ob Ferienwohnungen in Wohngebieten erlaubt sind.

Registrierung von Ferienwohnungen

Skeptisch steht der Deutsche Ferienhausverband e. V. einer möglichen Registrierungspflicht für Ferienwohnungen gegenüber, die derzeit EU-weit diskutiert wird. Für statistische Zwecke sei eine Online-Registrierung hilfreich, um mehr über die touristische Bedeutung des deutschen Ferienhausmarktes zu erfahren, resümiert der Verband. Bisher werden in Deutschland nur Gastgeber mit mehr als zehn Betten erfasst. Allerdings sehen die Anbieter die Gefahr, dass Datenschutzaspekte missachtet werden könnten. Zur Debatte steht, Daten über Lage, Größe und Belegungskapazität der Ferienimmobilie sowie persönliche Daten des Vermieters zu erheben. Außerdem wird diskutiert, Informationen über die Belegungsdauer zu sammeln. “Das ist für Statistiken sinnvoll, allerdings sind Portale nicht in der Lage, Angaben darüber zu liefern, ob eine belegte Wohnung tatsächlich vermietet, privat genutzt oder wegen Renovierungsarbeiten geblockt wurde”, merkt Schwefel an.

Transparenz müsse in jedem Fall darüber herrschen, was mit den Daten geschehen soll. Es fehlen noch Antworten auf die wichtigsten Fragestellungen, z. B. wie die Daten gespeichert werden sollen. Auch ist offen, wer auf die Daten zugreifen soll und mit welchen Behörden zu welchem Zweck ein Datenaustausch stattfindet. Bereits im Zuge von Zweckentfremdungsverboten hat sich gezeigt, dass Unternehmen im Ausland unterschiedliches Datenschutzrecht dazu nutzen können, sich einer Auskunftspflicht erfolgreich zu entziehen. Es wäre fatal, wenn heimische Anbieter auch hier einen Nachteil erleiden würden. In einem Punkt waren sich alle Anbieter einig: Eine Registrierung sollte einfach und schnell zu erfüllen sein. Portale dürfen nicht dazu verpflichtet werden, die Rechtstreue der Ferienwohnungsanbieter zu garantieren, und beispielsweise die Gültigkeit der Registrierungsnummern zu prüfen. Dafür fehlt ihnen jegliche Legitimation und Handhabe.

Sharing Economy und die Krux mit der Schwellenregelung

In den europäischen Ländern wird derzeit über eine Marktregulierung von Angeboten zur Kurzzeitvermietung in Städten mit Wohnungsknappheit diskutiert. Die EU-Kommission hat eine Charta mit den wesentlichen Kernpunkten formuliert, die den Ländern eine Empfehlung für eine sinnvolle Regelung der Kurzzeitvermietung an die Hand geben soll. Der DFV kritisiert, dass die vorgeschlagenen Empfehlungen fast ausschließlich auf die Sharing Economy abgestimmt sind und damit auf Vermieter, die nur gelegentlich und bei eigener Abwesenheit an Gäste vermieten. Kritik übt der Deutsche Ferienhausverband vor allem an einer möglichen Schwellenregelung, die eine Unterscheidung zwischen privaten und gewerblichen Vermietern vorsieht.

Schwellenregelungen fegen private Vermieter vom Markt
Ganz gleich, wie man die Schwelle setzt – ob nach Umsatz, nach vermieteten Tagen oder nach Anzahl der vermieteten Objekte – die Regelung widerspricht den Anforderungen der traditionellen Ferienwohnungsvermietung, wie sie schon vor dem Sharing-Economy-Boom betrieben wurde. Die meisten klassischen Anbieter vermieten ganzjährig oder den größten Teil des Jahres. Die erzielten Einkünfte dienen als Haupt- oder Nebenerwerb der Betreiber, nicht selten als Teil der Altersvorsorge oder zur Finanzierung der eigenen Wohnimmobilie. Es steht zu befürchten, dass alle, die den Schwellenwert überschreiten, mit weitreichenden Auflagen bis hin zu Komplettverboten zu rechnen haben. Das stellt einen unangemessenen Eingriff in den Markt dar mit weitreichenden Folgen für die Branche.

“Private Vermieter sind Leidtragende des Hypes und laufen Gefahr, künftig als Gewerbetreibende eingestuft zu werden, was die Vermietung per se an hohe Auflagen in punkto Brandschutz oder Steuern knüpfen würde. Schon jetzt ist es so, dass in Hamburg und Berlin wirksam Vermieter vom Markt vertrieben wurden, die ganzjährig ihre Wohnung an Urlauber vermietet haben, derweil das Angebot auf den Sharing-Portalen weiter boomt”, sagt Schwefel. “Weil es aber für die Behörden keine Möglichkeit gibt, von Firmen im Ausland Auskunft über die tatsächliche Vermietungsdauer zu bekommen, ergibt sich eine Grauzone. Es ist fraglich, ob es sich bei all den Wohnungen, die auf Sharing-Portalen angeboten werden, um Wohnungen handelt, die nur ab und an vermietet werden. So wird der Markt auf Kosten der ehrlichen Vermieter ‘bereinigt’.”

Eine Schwellenregelung, die nur Objekte zulässt, die weniger als 90 Tage vermietet werden, lehnt der DFV ab. „Das Papier der EU-Kommission ist sehr vage gehalten und lässt den nationalen und lokalen Autoritäten viel Raum, auch für eine sehr strikte lokale Regulierung. Wir wollen kein weiteres Airbnb-Gesetz, wie es beispielsweise in Hamburg praktiziert wird.“ Mieter und Eigentümer dürfen demnach ihre Hauptwohnung vermieten, wenn sich die Vermietung auf weniger als 50 Prozent der Wohnfläche oder auf eigene Urlaube und einen Zeitraum von weniger als sechs Monaten pro Jahr beschränkt.

Familien sollen weiterhin kostengünstig und flexibel Urlaub machen können
„Ferienwohnungsvermietung hat in Deutschland eine lange Tradition und wir setzen uns dafür ein, dass die Vielfalt auch in Zukunft erhalten bleibt“, sagt Schwefel. „Die Regulierung zur Sharing Economy darf nicht zum Schutzgesetz für das Hotelgewerbe und auch nicht zum Feigenblatt für eine verfehlte Wohnungspolitik werden. Wir werden uns für eine sinnvolle Lösung in Deutschland einsetzen, die auch die Bedürfnisse der klassischen Vermieter von Ferienwohnungen abdeckt und es Familien weiterhin erlaubt, flexibel und kostengünstig Urlaub zu machen.” Man dürfe nicht vergessen, dass sich die meisten Ferienwohnungen in kleinen und mittleren Kommunen im ländlichen Raum befinden, wo der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle darstellt. Zwar fordert die EU, dass solche Schwellenregelungen nur auf wenige Hotspots angewendet werden, aber die Charta ist zu unpräzise und es ist zu befürchten, dass es nicht dabei bleibt.

An der Mitgliederversammlung wirkten mit:

FeWo-direkt, BestFewo, Travanto, Traum-Ferienwohnungen, Casamundo, Novasol, Dancenter, e-Domizil sowie unsere Fördermitglieder: Deutscher Tourismusverband e. V., Europäische Reiseversicherung und Allianz Worldwide Partners


Deutscher Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt
Deutscher Ferienhausverband e. V.
Pamela Premm
Tel. 0178 – 4 07 76 95
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleitung & politische Kommunikation
Tel. 0151 – 68 13 90 93

8 Dinge, die in jede Ferienhausbewertung gehören

Infografik zur PM: Der richtige Umgang mit Ferienhausbewertungen

DFV-Infografik-8-Dinge-die-in-jede-Ferienhausbewertung-gehoeren von Pamela Premm

HTML Code zum Einbetten auf der Webseite:

<div class=”canva-embed” data-height-ratio=”2.5″ data-design-id=”DACfr29zFwA” style=”padding:250% 5px 5px 5px;background:rgba(0,0,0,0.03);border-radius:8px;”></div><script async src=”https://sdk.canva.com/v1/embed.js”></script><a href=”https://www.canva.com/design/DACfr29zFwA/view?utm_content=DACfr29zFwA&utm_campaign=designshare&utm_medium=embeds&utm_source=link” target=”_blank”>DFV-Infografik-8-Dinge-die-in-jede-Ferienhausbewertung-gehoeren</a> von <a href=”https://www.canva.com/pamipremm?utm_campaign=designshare&utm_medium=embeds&utm_source=link” target=”_blank”>Pamela Premm</a>

⇒ Infografik als png-Datei zum Download

Der richtige Umgang mit Ferienhausbewertungen

Der Deutsche Ferienhausverband gibt Tipps rund um das Thema Bewertungen

Berlin, 13.09.2017. Mit dem Urlaubsstart beginnt die wichtigste und damit auch sensibelste Zeit des Jahres. Die Ferien sollen schließlich perfekt sein und große Erwartungen erfüllen. Bewertungen entpuppen sich bei der Suche nach dem passenden Domizil als wichtige Entscheidungshilfe. Verbraucher schätzen die persönlichen Urteile anderer Gäste, die außerdem Rankings und Buchungserfolge bestimmen und Indikator für die Gästezufriedenheit sind. Vermieter von Ferienimmobilien sollten die Zeit nach den Sommerferien nutzen, um aktiv Gästebewertungen einzusammeln. Der Deutsche Ferienhausverband erklärt, was beim Umgang mit Bewertungen zu beachten ist.

Eine gelebte Feedback-Kultur ist Treibstoff für den Ferienhaustourismus

Ferienhäuser sind Einzelobjekte, individuell in Bauart und Ausstattung. Die Lage nicht so offensichtlich wie bei großen Hotels. Was angeboten wird, lässt sich ausschließlich aus den persönlichen Beschreibungen der Vermieter entnehmen. Da der Markt kleinteilig ist, nehmen Urteile ehemaliger Kunden einen wichtigen Stellenwert ein. „Wir leben in einer Feedback-Kultur und für den Ferienhaustourismus ist diese enorm wichtig“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands. Die Kundenzufriedenheit im Segment ist hoch. Damit lässt sich hervorragend werben.“ Urlaubsgäste berichten von ihren Erfahrungen und Erlebnissen, weisen Interessierte auf besondere Begebenheiten vor Ort hin. Das können auch Geheimtipps für das beste Restaurant oder Ausflugsziele in der Umgebung sein. Wenn sich der Gast wohlfühlt und sich das in einer positiven Bewertung niederschlägt, ist das die beste Empfehlung, die Vermieter haben können. Diese sollten sich in jedem Fall für die positive Rückmeldung bedanken.

Kritische Anmerkungen als Chance betrachten

Dass der Umgang mit Kritik dagegen nicht immer ganz einfach ist, weiß auch der DFV. Vermieter haben eine enge Verbindung zu ihrer eigenen Ferienimmobilie. Sie stecken Geld und Herzblut in die Vermietung. Das Ferienhaus ist an persönlichen Urlaubserinnerungen geknüpft. Kritik und negative Bewertungen sind daher erst einmal schmerzhaft, aber bieten zugleich auch eine Chance. „Eine negative Bewertung bedeutet nicht, dass eine Ferienimmobilie fortan nicht mehr gebucht wird. Sie kann auch eine Chance sein, um seinen Service zu verbessern. Vermieter sollten daher gelassen blieben“, ergänzt Wann. Der DFV empfiehlt, eine negative Bewertung nicht unkommentiert zu lassen. Besser: zügig und freundlich antworten, Verständnis zeigen und Bedauern darüber ausdrücken, dass der Service nicht den Erwartungen entsprochen hat. Auch ein persönliches Gespräch mit dem Gast kann viel bewirken. Zudem sollte der Vermieter die getroffenen Aussagen für sich reflektieren. Vielleicht ist die Matratze wirklich schon in die Jahre gekommen? Oder das Ferienhaus wird nicht so gründlich gereinigt, wie es sein sollte? Besonders empfindlich reagieren Urlauber auf unzureichende Hygiene und notwendige Reparaturen. „Es sind oft Kleinigkeiten, wie fehlende Gegenstände in der Küche oder Pfannen mit wackligen Stielen, die Verdruss schaffen. Viele dieser kleinen Mängel können leicht behoben werden. Der Vermieter sollte in seinem Kommentar zum Ausdruck bringen, dass er sich kümmert“, ergänzt Wann. In keinem Fall sollte er beleidigt reagieren. Das wirkt auf zukünftige Urlaubsgäste abschreckend. Kritische Anmerkungen können Vermieter auch zum Anlass nehmen, den Angebotstext zu überarbeiten. „Liegt die Ferienimmobilie weit entfernt von den Tourismuszentren, lässt sich nichts daran ändern. Eine treffende Lagebeschreibung kann allerdings dazu führen, dass man die richtige Zielgruppe anspricht. Jene Leute, die genau diese Abgeschiedenheit und Ruhe suchen.“

Fair Play von Seiten der Urlauber

Für Urlauber, die mit ihrem Aufenthalt nicht zufrieden waren, sollten negative Bewertungen allerdings immer erst der zweite Schritt sein. „Noch während des Aufenthalts sollten Gäste das Gespräch mit dem Vermieter suchen und ihn auf die Mängel aufmerksam machen“, sagt Göran Holst, ebenfalls Vorstand des DFV. Kritik sollte sachlich und wertschätzend formuliert sein und durchaus auch positive Seiten beinhalten. Für unzufriedene Gäste gilt, sich trotz Verärgerung um Neutralität zu bemühen und erst einmal eine Nacht drüber zu schlafen, bevor sie eine Bewertung verfassen. „Wer seinen Unmut ungefiltert kundtut, kann in einer rechtlichen Grauzone landen. Diffamierungen, beleidigende Inhalte und die Veröffentlichung unwahrer Tatsachen sind tabu und rechtlich unzulässig“, ergänzt Holst. Urlaubsgäste sollten dagegen genau beschreiben, womit sie nicht zufrieden waren. „Im besten Fall können nachfolgende Interessenten anhand von Bewertungen entscheiden, ob die Ferienwohnung zu ihnen passt oder ob sie sich an den Details stören“, sagt Holst. Wenn zum Beispiel das Treppengitter oder der Kaminschutz fehlen, eignet sich die Ferienwohnung nicht unbedingt für Familien mit kleinen Kindern. Für andere Urlaubsgäste ist sie vielleicht das perfekte Domizil. Pauschale Aussagen wie „die Unterkunft ging so“ sind dagegen weniger hilfreich. Auf sie sollte gänzlich verzichtet werden.

⇒ Infografik: 8 Dinge, die in eine Ferienhausbewertung gehören

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Qualitätssiegel nur mit Link auf Zertifikat gültig

Das Siegel des Deutschen Ferienhausverbands garantiert einheitliche Qualitätsstandards bei der Online-Vermietung von Ferienwohnungen und Ferienhäusern. Es ist zu einer wichtigen Orientierungshilfe für Urlauber geworden, die in den zertifizierten Anbietern ihre Buchungsquelle des Vertrauens finden.

Um die Echtheit des Qualitätssiegels zu erkennen, sollten Urlauber auf Folgendes achten: Weiterlesen

Augen auf bei Last-Minute-Schnäppchen in Kleinanzeigen

Deutscher Ferienhausverband rät Urlaubern, Schnäppchen-Angebote in Kleinanzeigenrubriken aufmerksam zu prüfen

Berlin, 18. Juli 2017. Es klingt verlockend: Rund 1.000 Euro für einen zweiwöchigen Ferienhausaufenthalt an der Ostsee für vier Personen im Sommer. Der Vermieter gibt sich freundlich, die Abwicklung ist unkompliziert. Eine Buchungsbestätigung lässt den Urlaubsgast im Glauben, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Der Vermieter wünscht einen schönen Urlaub. Doch kaum ist die Anzahlung vom Konto abgegangen, platzt der Deal. Der Vermieter ist nicht mehr erreichbar. Das Ferienhaus gibt es nicht. Wer über Kleinanzeigen bucht, sollte derzeit sehr wachsam sein, sagt der Deutsche Ferienhausverband.

„Im Sommer haben Betrügereien auf Basis von Kleinanzeigen Hochkonjunktur“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands. „Über Kleinanzeigen können Abzocker ihre Angebote ungeprüft veröffentlichen oder flexibel auf Gesuche reagieren und so relativ verdeckt ihre Betrugsmasche durchziehen. Da die Kleinanzeigenanbieter nicht auf die Vermittlung von Reiseleistungen spezialisiert sind, haben die Betrüger vergleichsweise leichtes Spiel. Diese werden immer professioneller bei der Zusammenstellung des Angebots und der Buchungsunterlagen. „Für Laien wird es immer schwieriger, betrügerische Angebote zu erkennen. Es kann quasi jeden treffen. Gerade wer kurzfristig in eine stark frequentierte Region reisen möchte, sollte bei extrem günstigen Angeboten wachsam sein“, ergänzt Wann.

Doch wie können sich Urlauber schützen? Bei unglaubwürdig attraktiven Angeboten sollten sie hellhörig werden, auch wenn die Freude über das vermeintliche Schnäppchen erst einmal überwiegt. Urlauber sollten einen kühlen Kopf bewahren, bevor sie einen Buchungswunsch äußern. Und am besten die Preise vergleichen. „Fakt ist: Die deutschen Küsten sind Mitte Juli nahezu ausgebucht. Aufgrund der starken Nachfrage, liegen die Mietpreise eher im oberen Segment“, ergänzt Wann. Wer parallel bei verschiedenen Anbietern recherchiert, kann sich schnell vergegenwärtigen, in welchem Preissegment sich vergleichbare Ferienhäuser für einen bestimmten Zeitraum bewegen und somit besser abwägen, ob das Angebot echt sein kann.

Die Interessenten sollten zudem gezielt nachfragen, ob es im Internet zusätzlich ein bestehendes Exposé zum Ferienhaus gibt, das zum Beispiel bei einem Ferienhaus-Spezialisten oder einen Tourismusverband eingebunden ist. Dort können sich die Gäste ein umfassendes Bild von der Ferienimmobilie und den Vermietern machen. Einige Portale zeigen beispielsweise an, wie lange der Eigentümer schon vermietet. Bewertungen ehemaliger Gäste oder objektive Qualitätskriterien, wie eine Sterneklassifizierung, geben einen Hinweis auf die Wertigkeit des Angebots. Wer sich schützen will, sollte also besser gleich auf einen etablierten Anbieter zurückgreifen, der bereits lange am Markt agiert. Gibt es dort kein passendes Angebot, können Urlauber davon ausgehen, dass die Region weitestgehend ausgebucht ist.

Und wenn der Vermieter mit einem Siegel oder einer Klassifizierung wirbt, um Seriosität vorzutäuschen? Bei den entsprechenden Verbänden können sich Urlauber im Vorfeld über die Echtheit der Zertifikate informieren und gezielt nachfragen, ob ein konkretes Angebot glaubwürdig ist.

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Zum Gesetzesentwurf “Verbot der Wohnraumzweckentfremdung in Niedersachsen”

Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum (ZwEWG) Drucks. 19/4656

Berlin, 07. Juli 2017. Das Land Niedersachsen ist ein Urlaubsland; der Tourismus ist von herausragender wirtschaftlicher Bedeutung für das Land und die Kommunen – insbesondere auch im ländlichen Raum. Aber auch in den Städten sind Ferienwohnungen ein wichtiger Baustein, der zum Erfolg eines Tourismusstandorts beiträgt. Dabei nehmen nicht-gewerbliche private Vermieter einen besonderen Stellenwert ein: Ein Großteil der Angebote auf dem Ferienhausmarkt werden durch Privatvermieter erbracht. Viele Urlauber schätzen diese familiäre Form der Unterbringung sehr. Sie gehört zu den beliebtesten Übernachtungsformen der Deutschen beim Urlaub im Inland und stellt ein wichtiges Kriterium für die Auswahl des Urlaubsortes dar. Gerade die Vielfalt auf dem Übernachtungsmarkt ist eine Stärke des Tourismusstandorts Deutschland.

Weiterlesen

Bundesrat befasst sich abschließend mit Pauschalreiserichtlinie

Deutscher Ferienhausverband e. V. zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis

Berlin, 07.07.2017. In der letzten Plenarsitzung vor der Sommerpause hat sich der Bundesrat heute mit der Umsetzung der Pauschalreiserichtlinie befasst. Der Deutsche Ferienhausverband zieht eine positive Bilanz. Die Vermittlung von Ferienwohnungen als einzelne Reiseleistung wird nicht unter das Pauschalreiserecht fallen. Das Gesetz tritt zum 01. Juli 2018 in Kraft.

„Kleine und mittelständische Ferienhausvermittler können aufatmen. Sie müssen nicht mehr fürchten, dass sie bei der Vermittlung einer Ferienwohnung in die Veranstalterhaftung geraten. Diese auszufüllen, hätte wahrscheinlich vielen die Existenz gekostet“, sagt Michelle Schwefel, politische Referentin des Deutschen Ferienhausverbands.

In einem ersten Entwurf sah das “Dritte Gesetz zur Umsetzung reiserechtlicher Vorschriften” einen Passus vor, der die Vermittlung von Ferienwohnungen auch dann als Pauschalreise einstufte, wenn es sich um eine einzeln gebuchte Leistung handelte. Für alle anderen Angebote wie z. B. Flüge, Mietwagen oder den Surfkurs am Urlaubsort galt dies nicht. Man wollte damit der deutschen Rechtsprechung Rechnung tragen, die in besonderen Fällen auch das einzeln gebuchte Ferienhaus als Pauschalreise betrachtet hat. Das war dann der Fall, wenn es sich z. B. um eine Buchung bei einem Vermittler handelte, bei der es für einen Kunden nicht ersichtlich war, dass ein geringerer reiserechtlicher Schutz vorgesehen ist.

Nach dem ersten Entwurf hätte gedroht, dass alle Vermittler von Ferienwohnungen unter die Pauschalreisehaftung fallen. Mit erheblichen Rechts- und Haftungsfolgen. Das hat der Gesetzgeber nach heftiger Kritik aus der Branche geändert.

Für den Verbraucher entsteht dadurch kein Nachteil. Auch zukünftig wird er durch die Rechtsprechung geschützt sein, sollten Anbieter wie ein Veranstalter auftreten, im Konfliktfall aber darauf verweisen, dass sie nur Vermittler seien. Auch für die vielen Vermieter ist das eine gute Nachricht: Sie können weiter auf eine breite Auswahl von Online-Portalen zur Bewerbung und für die bequeme Buchung ihrer Ferienimmobilie zurückgreifen.

Ratgeber: Ferienimmobilien als Geldanlage – ganzjährige Auslastung sichern

Der Deutsche Ferienhausverband hält fünf Tipps für Neu-Anleger bereit

Berlin, 21. Juni 2017. Ferienimmobilien in Deutschland gelten als sichere Kapitalanlage und winken nicht zuletzt aufgrund des anhaltenden Urlauberbooms mit hohen Renditen. Günstige Zinsen und steigende Mieteinnahmen in Top-Lagen sorgen dafür, dass immer mehr Anleger mit einer Ferienimmobilie liebäugeln. Aufgrund wechselnder Gäste können die Aufwendungen bei einer Ferienwohnung durchaus höher ausfallen als bei einer Wohnimmobilie. Auch Instandhaltungskosten und die regelmäßige Modernisierung des Inventars schlagen zu Buche. Wichtig: Wer investiert, sollte für eine ganzjährige Auslastung sorgen und die Zufriedenheit der Urlauber im Blick halten. Wie das gelingt, erklärt der Deutsche Ferienhausverband.

1. Ferienzeiten freihalten
Die höchsten Mieteinnahmen lassen sich in den Schulferien erzielen. Um den Grundstock für eine solide Vermietung zu legen, sollten Ferienimmobilienanleger in den beliebten Ferienzeiten zurückstecken und Gästen den Vortritt ins Ferienhaus lassen. 2017 sind das immerhin insgesamt 22,5 Ferienwochen (Oster-, Pfingst-, Sommer- und Herbstferien) über alle Bundesländer hinweg. In den Skiregionen lassen sich im Winter die höchsten Buchungserlöse erzielen. Für Anleger heißt das, auf längere Eigennutzung in der jeweiligen Hochsaison zu verzichten und auf die Nebensaison auszuweichen.

2. Flexible Reservierung anbieten
Wer gut vermieten will, sollte flexibel sein. Die Zeiten, dass ein Ferienhaus von Samstag auf Samstag gebucht wird, sind weitestgehend vorbei. Gerade in der Nebensaison sind Kurztrips und Naherholung gefragte Alternativen. Vermieter sollten sich darauf einstellen, insbesondere wenn das Ferienobjekt in Großstadtnähe liegt. Wer beispielsweise im Odenwald vermietet, kann mit flexiblen Anreisetagen und Angebotspaketen Kurzurlauber aus Frankfurt in die Region ziehen. Große Events wie Ausstellungen, Messen oder Festivals sollten Vermieter nutzen, um auf ihre Ferienimmobilie aufmerksam zu machen.

3. Ferienhäuser nach Konzept
Die Standardausstattung genügt heute kaum noch, um mit der Ferienwohnung zu punkten. Bei der Einrichtung bedarf es ein konkretes Konzept, das auf eine spezielle Zielgruppe zugeschnitten ist. Anleger sollten sich daher die Frage stellen, wen sie als Gast in einer Ferienwohnung begrüßen wollen und wer in die entsprechende Region reist. Die Bedürfnisse von Familien und Paaren unterscheiden sich drastisch. Generell gilt: Je individueller die Ausstattung desto besser. Auch eine regionenspezifische Gestaltung kommt bei den Gästen gut an. Es lohnt sich, das Ferienobjekt für eine ganzjährige Vermietung attraktiv zu machen. Ein Kaminofen und die Infrarotkabine im Badezimmer kann bei der Buchung das Zünglein an der Waage sein. Wer überwiegend an Familien vermietet, sollte ein Schlafzimmer kinderfreundlich ausstatten – mit Spielzeug, Kuschelecken und fröhlichen Farben. Immer mehr Menschen reisen und arbeiten am Urlaubsort und Ferienhäuser bieten sich dafür geradezu an. Ein stabiler WLAN-Zugang entscheidet, ob sich das Feriendomizil an Langzeiturlauber und digitale Nomaden vermieten lässt.

4. Ehrliche Kommunikation entscheidet
Um sich im zunehmenden Wettbewerbsumfeld der Ferienhausvermietung durchzusetzen, muss sich entsprechend im Web präsentieren. Professionelle Fotos von der Immobilie und der Umgebung sind eine empfehlenswerte Investition. Reservierungskalender und Mietpreise sollten immer auf dem neuesten Stand sein. Texte müssen die Umgebung und das Objekt detailreich beschreiben und sympathisch wirken. Wichtig: immer ehrlich bleiben. Kleine Schummeleien und Übertreibungen werden von Urlaubern schnell entlarvt und abgestraft. Wer prompt und freundlich auf Urlaubernachfragen reagiert, bekommt häufig den Zuschlag für die Buchung.

5. Nur zufriedene Mieter kommen wieder
Wiederkehrende Stammgäste bringen sichere Einnahmen. Damit Gäste sich wohlfühlen, sollten Vermieter ihre Ferienimmobilie regelmäßig auf Reparaturarbeiten überprüfen. Einmal im Jahr sollten Renovierungsarbeiten durchgeführt werden. Vermieter sollten fortlaufend sicherstellen, dass die Küchenausstattung vollständig ist und in jedem Fall auf Sauberkeit achten. Dazu gehört auch, beschädigtes Kochgeschirr regelmäßig gegen Neues auszutauschen, den Kühlschrank tipptopp zu halten und die Terrassenfugen von Unkraut zu befreien. Hochwertige Matratzen für erholsame Nächte und Fahrräder für die Familien-Radtour sind eine Investition, die sich schnell auszahlt. Nette Gesten überzeugen ebenfalls: Eine Flasche Sekt im Kühlschrank, frische Küchengewürze, eine Basis an Hygieneartikeln und die Infomappe mit Ausflugstipps helfen dabei, dass sich Gäste von Anfang an willkommen fühlen.

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:

Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

12. Juli 2017: Branchentreffen in München

Das nächste Netzwerktreffen des Deutschen Ferienhausverbands findet am 12. Juli 2017 in München statt. Wir geben Euch ein umfangreiches Update zur Verbandsarbeit. Kernthemen: Baunutzungsverordnung und die Konsequenzen für Ferienwohnungen und Ferienhäuser in Wohngebieten, Zweckentfremdungsverbote von Wohnraum, Pauschalreiserichtlinie u. v. m.

Wir treffen uns von 11:00 bis 17:00 Uhr bei der Europäischen Reiseversicherung AG, Rosenheimer Straße 116, 81669 München

Wir freuen uns auf interessante Diskussionen und konstruktiven Austausch.

Stellungnahme zur Änderung des Hessischen Wohnungsaufsichtsgesetzes

Zur Anhörung im Hessischen Landtag: Stellungnahme zum Gesetzentwurf der CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für ein Gesetz zur Änderung des Hessischen Wohnungsaufsichtsgesetzes Drucks. 19/4656

In Hessen haben wir es mit einer höchst unterschiedlichen Lage zu tun. Zum einen die Ballungsräume in Südhessen mit angespanntem Wohnungsmarkt, zum anderen ist Hessen durch den ländlichen Raum geprägt, für den der Tourismus – und damit auch der Ferienhaustourismus – eine bedeutende Einnahmequelle darstellt. Aber auch in den Städten sind Ferienwohnungen ein wichtiger Baustein, der zum Erfolg eines Tourismusstandorts beiträgt. Weiterlesen

Öffentliche Anhörung im Landtag Hessen

Am Donnerstag, 08. Juni 2017 findet im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eine Anhörung zur Änderung des Hessischen Wohnungsaufsichtsgesetzes statt. Hier geht es in erster Linie um die Situation von Ferienwohnungen in Hessen. Michelle Schwefel vom Deutschen Ferienhausverband und Vorstandsmitglied Aye Helsig von FeWo-direkt sind als Sachverständige geladen. Die Anhörung beginnt um 10.00 Uhr, Ort: Landtagsgebäude zu Wiesbaden, Sitzungsraum 510 W.

Lesen Sie hier auch die aktuelle Stellungnahme und die Pressemitteilung.

 

Existenz von Ferienwohnungen sichern und Chancen für den Tourismus nutzen

Der Deutsche Ferienhausverband und FeWo-direkt beziehen gemeinsam Position zum Referentenentwurf über die Änderung des Hessischen Wohnungsaufsichtsgesetzes

Berlin/Frankfurt am Main, 07.06.2017. Wohnungsknappheit in den Ballungsräumen ist in aller Munde. Eine Änderung des Hessischen Wohnungsaufsichtsgesetzes soll für hessische Kommunen mit angespanntem Wohnungsmarkt die rechtliche Grundlage schaffen, Zweckentfremdungsverbote zu erlassen. Dabei fällt auf, dass sich die Änderung allein auf Ferienwohnungen bezieht. Der Deutsche Ferienhausverband und der deutsche Marktführer in der Online-Ferienhausvermietung FeWo-direkt bewerten diese Vorgehensweise als unverhältnismäßig. „Verbote von Ferienwohnungen können das Problem des Wohnraummangels in Hessen nicht ansatzweise lösen“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme. „Uns geht es darum, eine sinnvolle Kompromisslösung zu finden und dabei auch die positiven Effekte von Ferienwohnungen für den Hessen-Tourismus zu berücksichtigen.“

Ferienwohnungen als Chance für den Hessen-Tourismus
Der private Ferienhausmarkt in Hessen umfasst laut der aktuellen Studie „Der Ferienhausmarkt in Deutschland“ von FeWo-direkt und dem DFV etwa 17.200 Betten. Insgesamt finden hessenweit 1,67 Millionen Übernachtungen in nicht-gewerblichen Ferienunterkünften (Ferienhäuser und -wohnungen, die mit weniger als zehn Betten ausgestattet sind) statt. Damit haben diese privaten Ferienimmobilien in Hessen einen Anteil von fünf Prozent an allen touristischen Übernachtungen im Bundesland. In den ländlichen Regionen wird zunehmend in Ferienwohnungen investiert, nicht zuletzt, um damit wichtige Tourismuseinnahmen zu sichern und die Attraktivität der Destinationen zu steigern. 133,5 Millionen Bruttoumsatz spült der private Ferienimmobilienmarkt jährlich in die hessischen Kassen. 80,20 Euro gibt ein Ferienhausgast pro Tag für Einkäufe, Verpflegung und Freizeitaktivitäten am Urlaubsort aus. „Ferienwohnungen sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Deutschland“, sagt Aye Helsig, Regional Director Central Europe FeWo-direkt und Vorstandsmitglied des Deutschen Ferienhausverbands. „Urlauber schätzen die komfortable und flexible Form der Unterbringung. Auch Großstädte gewinnen dadurch an Attraktivität. Insbesondere Familien finden in einer Ferienwohnung optimale Verhältnisse, die sich in einem Hotel häufig nicht oder nur zu einem erheblich höheren Preis umsetzen lassen.“ Und Konkurrenz belebt das Geschäft: Gerade in Frankfurt sind günstige Übernachtungsplätze rar. Ferienwohnungen sorgen hier für Bewegung am Markt. Das ist auch im Interesse der Verbraucher.

Bestandsschutz sichern und neue Projekte zulassen
Ferienwohnungen stellen für Vermieter ein wichtiges Finanzierungsstandbein für das eigene Investitionsvorhaben oder die Altersvorsorge dar. Das Eigentum ist, ebenso wie die freie Berufswahl, ein geschütztes Gut. Vermieter haben sich durch Ferienwohnungen einen Haupt- oder Nebenerwerb aufgebaut, sichern damit die Finanzierung ihrer eigenen Immobilie oder ihre Altersversorgung. Manch privates Bauvorhaben lässt sich nur finanzieren, wenn Einnahmen aus der Kurzzeitvermietung fließen. Der Deutsche Ferienhausverband und FeWo-direkt setzen sich dafür ein, dass bestehende Ferienwohnungen Bestandsschutz genießen und kleine, gewerbliche Vermieter nicht schlechter gestellt werden als andere Freiberufler, die ebenfalls Wohnraum für berufliche Zwecke nutzen. „Statt ein kategorisches Verbot auszusprechen, geht es uns darum, bei den Entscheidungen Augenmaß zu wahren und auch zukünftigen Projekten offen gegenüber zu stehen“, ergänzt Helsig. “Ferienwohnungen leisten einen wichtigen Beitrag für die Tourismusvielfalt in Deutschland und sichern Existenzen von privaten und gewerblichen Vermietern.“ Eine Sonderregelung ist aus Sicht des Ferienhausverbands und FeWo-direkt nicht notwendig. Auch jetzt schon haben Kommunen die Möglichkeit, Nutzungsänderungen zu widersprechen. Das gilt für Kanzleien oder Arztpraxen und ebenso für Ferienwohnungen.

Ferienwohnungen können das Problem der Wohnungsknappheit nicht lösen
In den Ballungszentren Hessens herrscht Wohnungsknappheit. Bis 2040 existiert ein Gesamtbedarf von 517.000 Wohnungen, wie eine Studie des Institut Wohnen und Umwelt bescheinigt. Allein in Frankfurt am Main fehlen bis dahin 106.000 Wohnungen. Dem gegenüber stehen aktuell rund 1.000 Angebote auf Sharing-Portalen (Quelle: Studie GBI AG 2016) und etwa 500 Privatzimmer und Appartements, die eine Genehmigung zur Vermietung an Feriengäste haben. Ferienwohnungen haben lediglich einen Anteil von 0,25 Prozent am Gesamtmarkt der Mainmetropole mit 375.000 Wohnungen. „Uns ist es ein wichtiges Anliegen auf die Unverhältnismäßigkeit hinzuweisen, wenn vornehmlich Ferienwohnungen verboten werden“, sagt Michelle Schwefel vom Deutschen Ferienhausverband. “Erfahrungen aus anderen Städten wie Hamburg zeigen, dass der Effekt gering und der Verwaltungsaufwand hoch ist.” Offen bleibt auch die Frage, wie viele Ferienwohnungen bei einem Verbot überhaupt dem Wohnungsmarkt zur Verfügung stünden. „Viele Zweitwohnungen werden nur gelegentlich oder bei eigener Abwesenheit vermietet“, sagt Schwefel. „Diese müssten von vorneherein von einer gesetzlichen Regelung ausgenommen werden. Teilweise sind die Wohnungen in ihrer Ausstattung nicht auf eine Langzeitvermietung ausgelegt. Es ist zu erwarten, dass der Effekt auf den Wohnungsmarkt gering ausfallen wird. Daher sollte hier genau geprüft werden, welche Auswirkungen ein Verbot für den Markt hätte und ob das angesichts des eingeschränkten Nutzens verhältnismäßig wäre.“

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Über FeWo-direkt
FeWo-direkt ist Deutschlands Nummer 1 in der Online-Ferienhausvermietung und eine 100-prozentige Tochter des weltweiten Marktführers HomeAway, Inc. (www.homeaway.com). Unter der Dachmarke HomeAway sind die führenden Ferienhausportale in Europa, Australien und Amerika vereint. Damit bildet die HomeAway-Familie ein globales Netzwerk für private Ferienhausvermieter und Urlauber. Mehr als zwei Millionen einzigartige Unterkünfte in 190 Ländern stehen im HomeAway-Netzwerk weltweit zur Auswahl. Weitere Infos unter www.fewo-direkt.de

Pressekontakt:

Deutscher Ferienhausverband e. V.
Pamela Premm
Tel. 0178 – 4 07 76 95
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleitung & politische Kommunikation
Tel. 0151 – 68 13 90 93
Deutscher Ferienhausverband e. V., Rhabarberweg 25 a, 12357 Berlin

FeWo-direkt
Janina Roso, Tel.: + 49 (0) 69 – 80 88 – 40 92, E-Mail: roso@fewo-direkt.de
FeWo-direkt, Baseler Straße 10, 60329 Frankfurt am Main

Stellungnahme zum Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum in Bayern

Bestandsschutz für Ferienwohnungen in Städten

Fotolia_126481421_© Tiberius Gracchus

Der Deutsche Ferienhausverband vertritt als größter Branchenverband die Interessen der Ferienimmobilienbranche in Deutschland. Gerne möchten wir folgende Stellungnahme zur Anhörung im Ausschuss für Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport zum Gesetzentwurf der Staatsregierung zur Änderung des Gesetzes über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum abgeben.

Weiterlesen

Ferienwohnungen: Bundesrat stimmt für Baurechtsnovelle

In Wohngebieten sind Ferienwohnungen nun grundsätzlich zulässig – der Deutsche Ferienhausverband wertet dies als Erfolg für die gesamte Branche

Berlin, 31.03.2017. Es ist geschafft: Der Bundesrat hat heute der Baurechtsnovelle zugestimmt. Anleger mit Ferienwohnungen in Wohngebieten haben damit die nötige Rechtssicherheit, um auch zukünftig ihre Objekte in allgemeinen und mit Ausnahmen auch in reinen Wohngebieten weiterhin an Feriengäste zu vermieten. Für den Deutschen Ferienhausverband und die gesamte Branche ein großartiger Erfolg.

„Wir haben zwei Jahre auf diesen Tag hingearbeitet“, sagt Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des DFV. „Die Aufnahme von Ferienwohnungen in die BauNVO ist auch ein positives Signal dafür, dass Ferienwohnungen an Bedeutung für die Gesellschaft gewinnen.“ Individuelle Ferienunterkünfte erfreuen sich einer wachsenden Fangemeinde, für Tourismusorte bedeuten sie eine wichtige Einnahmequelle und für Anleger sind sie wertbeständige Investitionsobjekte. „Das Segment ist zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor in Deutschland avanciert“, so Schwefel weiter. Per Gesetz sind Ferienwohnungen nun mit nicht-störenden Gewerbebetrieben und kleinen Beherbergungsbetrieben gleichgesetzt und in allgemeinen Wohngebieten damit weitgehend zulässig. Für Vermieter, die in die Ferienvermietung investiert und sich dabei ein wichtiges Standbein für die eigene Existenz aufgebaut haben, bedeutet es vor allem Rechtssicherheit. Auch für Neu-Investoren dürfte diese Anpassung interessant sein. „In vielen Orten werden Ferienimmobilien als Anlageobjekte wieder attraktiv“, sagt Schwefel. „Mit dem Gesetz sichern wir Tourismusvielfalt, Einnahmen, Existenzen und Wachstum.“

Allerdings gibt es  noch einiges zu tun: Nicht in allen Tourismusorten sehen die Bebauungspläne bereits nicht-störendes Gewerbe oder Beherbergungsbetriebe in Wohngebieten vor. Dann müssen die Kommunen die Bebauungspläne anpassen, um Ferienwohnungen zuzulassen. „Wir gehen davon aus, dass die meisten Kommunen den Wert von Ferienwohnungen erkennen und die Bebauungspläne trotz Kosten- und Personalaufwand entsprechend anpassen“, so Schwefel weiter.

Und in reinen Wohngebieten? Dort muss die Wohnnutzung überwiegen. „Ein kleiner Wermutstropfen“, findet Schwefel. “Viele Vermieter haben auf dem Grundstück ihres Erstwohnsitzes mehrere Appartements. Diese sollten auch weiterhin zur Vermietung stehen.“

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt

Deutscher Ferienhausverband e. V.
Pamela Premm
Tel. 0178 – 4 07 76 95
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleitung & politische Kommunikation
Tel. 0151 – 68 13 90 93

Ferienhausboom: Deutschland als Reiseziel gefragt wie nie

Perspektive Ferienhaustourismus 2017

Branchenumfrage des Deutschen Ferienhausverbands e. V. zeigt, was Ferienhausurlauber buchen

Berlin, 30. März 2017. Ferienhausgäste buchen im Schnitt 8,3 Tage und geben 1.013 Euro für ihren Sommeraufenthalt in den eigenen vier Urlaubswänden aus. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Branchenumfrage des Deutschen Ferienhausverbands unter seinen Mitgliedern. Bei den Feriengästen der Anbieter führt Deutschland vor Österreich. Insgesamt vermieten die Mitglieder des Deutschen Ferienhausverbands mehr als fünf Millionen Feriendomizile weltweit. Sieben Ferienhausanbieter haben an der Befragung teilgenommen und ihre Buchungsdaten 2016 ausgewertet.

Nahziele mit erdgebundener Anreise liegen im Trend

Deutschland war 2016 laut den Befragten das begehrteste Reiseziel mit den meisten Buchungen, gefolgt von Österreich, Italien, Frankreich und Dänemark. Ein Blick auf Deutschland verrät, dass die Küstenregionen besonders gefragt waren. Die Ostseeküste Schleswig-Holsteins liegt vor dem Nordsee-Festland und den Ostseeinseln Mecklenburg-Vorpommerns. Auch die Küstenstreifen in den Nachbarländern waren beliebt. Nach Angaben der Befragten ist die Nachfrage nach Feriendomizilen an der dänischen und polnischen Ostsee 2016 stark gestiegen. „Wer an Ost- und Nordsee für diesen Sommer ein Ferienhaus sucht, muss sich beeilen“, sagt Carsten Gersdorf, Vorstand des Deutschen Ferienhausverbands, „auch in diesem Jahr erwarten wir einen deutlichen Nachfrageanstieg an den beliebten Touristenorten.“

Privatsphäre und breiteres Angebot zieht neue Zielgruppen an den Nord- und Ostseestrand

Das Ferienhaussegment darf sich über hohe Wachstumsraten freuen. Wie die Umfrage ermittelt hat, ist der Umsatz 2016 der befragten Anbieter um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, das Buchungswachstum betrug 16 Prozent. Den wichtigsten Grund für den Nachfrageboom sehen die teilnehmenden Unternehmen im wachsenden Bedürfnis nach mehr Privatsphäre: „Reisende wollen ein Urlaubsrefugium, das ihnen Freiraum, Flexibilität und Privatsphäre zugleich bietet. Ferienhäuser und -wohnungen können diesem Wunsch am besten entsprechen“, ergänzt Aye Helsig, Vorstand des DFV. Auch das breitere, besser ausgestattete und komfortable Angebot wirkt sich positiv aus. „In den letzten Jahren wurden viele Ferienhäuser saniert, WLAN nachgerüstet und die Ausstattung modernisiert. Das macht besonders Deutschland und seine Nachbarländer als Urlaubsdestinationen attraktiv“, ergänzt Helsig.

Im Sommer geben die Urlaubsgäste im Schnitt 1.013 Euro für Miete aus

Bei der Analyse der Buchungsvorlieben von Urlaubern zeigte sich vor allem eins: Das Ferienobjekt muss komfortabel sein und über ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis verfügen. 2016 haben Urlaubsgäste der befragten Anbieter Ferienhäuser und -wohnungen mit durchschnittlich 76 Quadratmetern und zwei Schlafzimmern gebucht. Die Reisedauer lag im Schnitt bei acht Tagen, die durchschnittliche Miete im Sommer bei 1.013 Euro pro Objekt für den gesamten Aufenthalt. Und nach welchen Extras filtern die Gäste? Eines der gefragtesten Merkmale ist das WLAN, gefolgt von der Haustierfreundlichkeit der Unterkunft und dem Pool. Der gebuchte Unterkunftstyp ist dagegen abhängig von der Destination. Die deutsche Ferienhauslandschaft ist stark geprägt von Appartementanlagen und Ferienwohnungen. Bei den Buchungen in Deutschland liegt der Anteil an Ferienhäusern daher bei den befragten Unternehmen lediglich bei 15 Prozent, in Dänemark dagegen bei nahezu 100 Prozent.

Über die Branchenumfrage

Die Branchenumfrage des Deutschen Ferienhausverbands e. V. wurde von Pamela Premm – Public Relations, Konzeption und Text – entwickelt und durchgeführt. Die Ergebnisse sind Grundlage für die zweite Ausgabe von „Perspektive Ferienhaustourismus 2017“. Sieben große Ferienhausanbieter Europas, darunter drei Reiseveranstalter, drei Vermittler und ein Portal, haben an der anonymen Online-Umfrage teilgenommen. Sie wurden zu Themen wie die Entwicklung von Umsatz- und Buchungszahlen, Trend-Destinationen und Buchungskriterien befragt. Der Ergebnisbericht kann unter www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2017 heruntergeladen werden.

Deutscher Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt

Deutscher Ferienhausverband e. V.
Pamela Premm
Tel. 0178 – 4 07 76 95
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleitung & politische Kommunikation
Tel. 0151 – 68 13 90 93

Perspektive Ferienhaustourismus 2017: Zweistelliges Umsatzwachstum für die Ferienhausbranche

Perspektive-Ferienhaustourismus-2017-CoverDeutscher Ferienhausverband veröffentlicht zum zweiten Mal Ergebnisse der Branchenumfrage

Berlin, 22. März 2017. Wie aus den Ergebnissen der aktuellen Branchenumfrage hervorgeht, können Ferienhausanbieter beim Rückblick auf 2016 eine positive Bilanz ziehen. Mit 24 Prozent Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr und einem durchschnittlichen Buchungswachstum von 16 Prozent befindet sich die Branche weiterhin im Aufwind. Die eindrucksvollen Zahlen unterstreichen einmal mehr die zunehmende Bedeutung des Ferienhaustourismus als Wirtschaftsfaktor für Deutschland. Der Ergebnisbericht steht unter www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2017 zum Download bereit. 

Erhöhtes Sicherheitsempfinden sorgt für steigende Nachfrage

Einen wichtigen Grund für die steigende Nachfrage sehen die Befragten im wachsenden Bedürfnis der Menschen nach mehr Privatsphäre. Aber auch die Marketingbestrebungen der Marktteilnehmer und das breite Angebot ziehen neue Zielgruppen an. Einen weiteren Grund sehen die Befragten in einem erhöhten Sicherheitsbedürfnis – in der Wahrnehmung der Urlauber bieten Ferienwohnungen als private, geschützte Einheiten einen größeren Schutz als weitläufige Hotelkomplexe.

Deutschland vor Österreich beliebtestes Ferienhausland

Nahziele mit erdgebundener Anreise liegen im Trend: Im Ergebnis über alle teilnehmenden Anbieter hinweg war Deutschland das beliebteste Reiseziel 2016 mit den meisten Buchungen, gefolgt von Österreich, Italien, Frankreich und Dänemark. Ein Blick auf Deutschland zeigt zudem, dass die Küstenregionen besonders gefragt sind. Die Osteeküste Schleswig-Holsteins liegt vor dem Nordsee-Festland und den Ostseeinseln Mecklenburg-Vorpommerns. Doch auch die Küstenstreifen in den Nachbarländern sind beliebt wie nie zuvor. Nach Angaben der Befragten ist die Nachfrage nach Feriendomizilen an der dänischen und der polnischen Ostsee stark gestiegen.

Im Sommer geben die Urlaubsgäste 1.000 Euro für Miete aus

Bei der Analyse der Buchungsvorlieben von Urlaubern zeigte sich vor allem eins: Das Ferienobjekt muss komfortabel sein und über ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis verfügen. 2016 haben Urlaubsgäste Ferienhäuser und -wohnungen mit durchschnittlich 76 Quadratmetern und 2,3 Schlafzimmern gebucht. Die Reisedauer lag im Schnitt bei 8,3 Tagen, die durchschnittliche Miete im Sommer bei 1.013 Euro pro Objekt für den gesamten Aufenthalt. Und nach welchen Extras filtern die Gäste? Eines der wichtigsten Extras ist das WLAN, gefolgt von der Haustierfreundlichkeit und dem Pool. Der gebuchte Unterkunftstyp ist dagegen abhängig von der Destination. Die deutsche Ferienhauslandschaft ist stark geprägt von Appartementanlagen und Ferienwohnungen. Bei den Buchungen in Deutschland liegt der Anteil an Ferienhäusern lediglich bei 15 Prozent, in Dänemark dagegen bei nahezu 100 Prozent.

Das Produkt ist wichtiger als die Marke

Nach Angaben der Befragten ist die Markenloyalität der Kunden und vor allem in der Ferienhausbranche nicht so ausgeprägt wie in anderen Segmenten und steht hinter dem Produkt zurück. Allerdings sehen die Anbieter darin durchaus Wachstumschancen, die durch geeignete Kundenbindungsmaßnahmen genutzt werden sollten. Dazu gehören ein individueller Service zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, aber auch zielgerichtete Marketingmaßnahmen und Social-Media-Aktivitäten.

Sharing Economy hat nicht nur positive Effekte

Auf die Frage, ob die Sharing Economy eher einen positiven oder negativen Einfluss auf die Branche hat, besteht Uneinigkeit. Airbnb habe nach Ansicht der Befragten zwar für einen enormen Aufmerksamkeitsschub für das Thema Ferienwohnungen gesorgt und damit den Markt für neue Zielgruppen geöffnet. Allerdings seien erst mit dem rapiden Wachstum der Sharing Economy Zweckentfremdungsverbote in Städten wieder zum Thema geworden. Verbote treffen alle, Ausnahmeregelungen sind aber oft nur auf die Bedürfnisse der Sharing-Anbieter zugeschnitten. Leidtragende sind kleine, gewerbliche Vermieter, die ihre Existenzgrundlage verlieren. Die Befragten sehen darin eine große Unsicherheit für die gesamte Branche. Nur das drohende Verbot von Ferienwohnungen in Wohngebieten wurde von den Befragten als noch beunruhigender bewertet. Ein Maßstab für alle anderen Anbieter sind die Sharing-Anbieter dennoch: Die Ferienhausspezialisten müssen ihr eigenes Customizing stetig optimieren und mit hoher Service-Qualität und aufmerksamkeitsstarken Marketingaktionen bei Urlaubern punkten, um sie zu gewinnen und zu binden.

Ausblick: Ferienhausanbieter erwarten weiteres Wachstum für 2017

Die Anbieter sind sich sicher, dass sie in diesem Jahr ein ähnlich starkes Ergebnis wie 2016 erwarten können. Neben der positiven Entwicklung sehen die Befragten aber auch die Herausforderungen, die der dynamische Wandel im Markt und die politische Situation in Deutschland und Europa mit sich bringen. Und wie stehen die Chancen auf dem Investitionsmarkt bei knappen Angebot und steigenden Preisen? Auch dort sehen die Anbieter noch gute Perspektiven. Obwohl die Preise für Ferienimmobilien stark angezogen haben, sei das letztendlich auch eine Anpassung an das internationale Preisniveau. Auf lange Sicht könnte diese Entwicklung aber auch bedeuten, dass gestiegene Kaufsummen zu einem Anstieg der Mietpreise führen. Für Urlauber könnte das in Zukunft heißen, dass sie tiefer in die Tasche greifen müssen. Dass der Markt bald erschöpft sein könnte, sehen die Befragten allerdings nicht – dort wo es Investoren gibt, gibt es auch weiterhin attraktive Produkte.

Über die Branchenumfrage

Die Branchenumfrage des Deutschen Ferienhausverbands e. V. wurde von Pamela Premm – Public Relations, Konzeption und Text – entwickelt und durchgeführt. Die ermittelten Ergebnisse sind Grundlage für die zweite Ausgabe von „Perspektive Ferienhaustourismus 2017“. Sieben der führenden Ferienhausanbieter aus dem Ferienhaussegment und Mitglieder des DFV, darunter drei Reiseveranstalter, drei Vermittler und ein Portal, haben an der anonymen Online-Umfrage teilgenommen. Sie wurden zu Themen wie die Entwicklung von Umsatz- und Buchungszahlen, Trend-Destinationen, Buchungskriterien und aktuelle Gesellschaftsthemen befragt. Der Ergebnisbericht kann unter http://www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage-2017 kostenlos heruntergeladen werden.

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Mehr als fünf Millionen Feriendomizile weltweit werden über die Mitgliedsunternehmen offeriert. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:

Deutscher Ferienhausverband e.V.
Pamela Premm
Tel. 0178 – 4 07 76 95
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleitung & politische Kommunikation
Tel. 0151 – 68 13 90 93

Baunutzungsverordnung passiert Bundestag: Grünes Licht für Ferienwohnungen in Wohngebieten

Deutscher Ferienhausverband zeigt sich zufrieden, kritisiert aber die Regelungen für Ferienwohnungen in reinen Wohngebieten

Berlin, 15.03.2017. Erleichterung für das Ferienhaussegment: Die Änderung der Baunutzungsverordnung vom letzten Donnerstag bedeutet für viele Ferienwohnungsvermieter die nötige Rechtssicherheit. Ferienwohnungen werden demnach mit nicht störenden Gewerbe- und kleinen Beherbergungsbetrieben gleichgesetzt. Damit sind sie in allgemeinen Wohngebieten grundsätzlich zulässig. In reinen Wohngebieten wird jedoch unnötig reguliert, wie der Deutsche Ferienhausverband e. V. kritisiert.

„Wir sind erleichtert“, sagt Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des Deutschen Ferienhausverbands. „Mehr als zwei Jahre intensiver Arbeit liegen hinter uns. Mit der Änderung der Baunutzungsverordnung haben wir endlich die nötige Rechtssicherheit für Ferienwohnungen in Wohngebieten wieder hergestellt. Damit ist für die meisten Anbieter ein Verbot vom Tisch. Tourismusvielfalt und wichtige Einnahmen bleiben erhalten.“ Wo viel Licht ist, ist allerdings auch Schatten: Es werden nicht alle Vermieter von der Neuregelung profitieren. Wenn eine Kommune ein Baugebiet überplanen muss, warten einige Unwägbarkeiten. Das geht von Planungsstau bis hin zu Prozessen gegen eine Änderung. Ein weiterer Wermutstropfen sind die Einschränkungen in reinen Wohngebieten. Ferienwohnungen dürfen in reinen Wohngebieten nur dann vermietet werden, wenn die Wohnnutzung überwiegt. „Das ist realitätsfern. Viele Vermieter haben ein Haus und vermieten darin mehrere Ferienwohnungen. Sie sichern sich über Feriengäste die Finanzierung des Eigenheims. Auch in einem solchen Fall muss Bestandsschutz gelten“, fordert Schwefel.

Wie geht es weiter? Am 31. März 2017 stimmt der Bundesrat über das Gesetz ab. Damit könnte es Ende April in Kraft treten.

Für die Kommunen beginnt dann die Arbeit

Sobald das Gesetz in Kraft ist, sind die Kommunen am Zug. Sie haben in der Hand, wie sie mit dem Thema Ferienwohnungen umgehen. „Es ist absehbar, dass einige Kommunen ihre Bebauungspläne überarbeiten müssen“, sagt Schwefel. Das gilt z. B. dann, wenn eine Kommune Ferienwohnen als Unterart des Dauerwohnens eingestuft hat und bislang kein Gewerbe zugelassen ist. „Die Anpassung der Bebauungspläne ist selbstverständlich auch eine Kostenfrage. Das wird aber hoffentlich nur selten ein Hinderungsgrund für eine Änderung sein“, sagt Schwefel. „Gerade in strukturschwachen Regionen sind Ferienwohnungen schließlich eine willkommene Einnahmequelle.“

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Ratgeber: So schützen Ferienhausurlauber ihr Geld

Der Deutsche Ferienhausverband gibt Tipps zu Anzahlung, Kaution und Storno

Berlin, 14. Februar 2017. Ferienhäuser erfreuen sich wachsender Beliebtheit: Eine breite Unterkunftsauswahl, flexible Anreisetage und eine unkomplizierte Buchungsabwicklung sind maßgeblich für die steigende Nachfrage. In punkto Zahlungsmodalitäten haben sich einige Regeln etabliert. Der Deutsche Ferienhausverband erklärt, worauf Urlauber achten sollten.

1. Nur einen Teilbetrag anzahlen

Haben Urlaubsgäste das passende Ferienhaus gefunden, schließen sie mit dem Eigentümer einen Mietvertrag ab, der wesentliche Leistungen und Konditionen festhält. Die Höhe der Anzahlung sollte sich auf 20 bis 30 Prozent vom Mietpreis belaufen. Die erste Zahlung wird üblicherweise sofort fällig. Die Restzahlung erfolgt etwa vier bis sechs Wochen vor Urlaubsbeginn. Von Angeboten mit unglaubwürdigen Rabatten bei Sofortzahlung sollten Urlaubsgäste absehen. „Winken große Rabatte bei sofortiger Zahlung oder wird ein unverhältnismäßig hoher Anzahlungsbetrag gefordert, können das Indizien dafür sein, dass ein Vermieter unseriös oder mit betrügerischen Absichten agiert“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands. Urlaubsgäste sollten darauf achten, dass die Preisangaben transparent und nachvollziehbar sind. „Auch wenn Vermieter dazu verpflichtet sind, Endpreise anzugeben, die alle anfallenden Nebenkosten enthalten, ist es sinnvoll, den Gesamtbetrag auf versteckte Kosten zu prüfen“, ergänzt Wann.

2. Sichere Zahlungswege wählen

Auf dem privaten Mietmarkt ist ein umsichtiger Umgang mit Zahlungen essenziell. Urlauber zahlen am besten per Scheck, Paypal, Überweisung oder Kreditkarte. Dagegen sind Bargeld-Transfers über Western Union oder MoneyGram nicht zu empfehlen: Diese Zahlungen können nicht nachverfolgt werden. Vorsicht ist geboten, wenn Zahlungen auf verschiedene ausländische Konten gehen sollen. „Hat ein Vermieter einen Wohnsitz in Belgien, ein Chalet in der Schweiz und ein Bankkonto in Portugal sollten Interessenten genau hinsehen, ob es bei der Vermietung mit rechten Dingen zugeht“, empfiehlt Wann.

3. Inventarliste sorgfältig ausfüllen

Um sich gegen Schäden abzusichern, fordern einige Ferienhausvermieter Kautionszahlungen. Die Höhe der Kaution hängt von der Objektgröße und der Ausstattung ab und ist noch vor Vertragsabschluss klar zu kommunizieren. Urlaubsgäste sollten vor Ort auf eine Inventarliste bestehen. Diese erfasst zu Beginn des Urlaubs, welche Alltagsgegenstände in der Ferienwohnung vollständig vorhanden und unversehrt sind. Je präziser die Bestandsaufnahme desto besser, um sich gegen spätere Forderungen abzusichern. „Kann ein Urlaubsgast nicht nachweisen, dass der Mangel bereits vor dem Aufenthalt bestanden hat, kann er kaum darauf hoffen, dass ihm die gesamte Kaution zurückerstattet wird“, bestätigt Göran Holst, Rechtsanwalt und Vorstandsmitglied des DFV.

4. Stornogebühren beachten

Die Reise ist gebucht, aber der Gast kann sie nicht antreten. In diesem Fall sollte der Urlaubsgast seinen Rücktrittswunsch schriftlich kundtun. Die Höhe der Stornogebühren wird üblicherweise im Vorfeld mit dem Vermieter geregelt oder ist in den Vermittler-AGB festgelegt. Eine Staffelung ist auch auf dem Ferienhausmarkt üblich und bewegt sich je nach Vorlauf zwischen zehn und 90 Prozent der Gesamtmiete. Bei hohen Mietsummen empfiehlt sich eine Reiserücktrittsversicherung. Einige Versicherer haben Pakete für die Ferienhausbranche geschnürt, die auch Stornierungen absichern. „Bei Privatbuchung empfehlen wir immer direkt beim Vermieter nachzufragen, falls im Mietvertrag keine Stornogebühren angegeben sind“, sagt Holst. Ist keine Regelung getroffen, greift das Mietrecht für Ferienwohnungen. In diesem Fall ist die volle Miete zu bezahlen, abzüglich jener Kosten, die der Vermieter durch den Leerstand einspart. Zu den abzugsfähigen Aufwendungen gehören Kosten für Endreinigung, Wasser oder Strom. Die anfallenden Stornokosten betragen demnach zwischen 90 bis 95 Prozent vom Mietpreis. Allerdings ist der Vermieter auch verpflichtet, sich um einen neuen Mieter zu bemühen. Wird die Ferienwohnung erneut für den Zeitraum vermietet, entfallen die Stornokosten für den Urlaubsgast.

Pressemitteilung als PDF

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

ITB-Podiumsdiskussion: #sharingeconomy – das Berliner Zweckentfremdungsgesetz und seine Folgen

#sharingeconomy ist der neue Trend – Was die Vermittlung von privatem Wohnraum für touristische Zwecke betrifft, herrscht in Berlin aber aktuell Uneinigkeit. Die European Holiday Home Association (EHHA) diskutiert auf der ITB das Berliner Zweckentfremdungsgesetz. Die Podiumsdiskussion findet am 09. März, um 14.30 Uhr, im Raum Hongkong, Großer Stern der ITB Berlin statt. 

Folgende Kernfragestellungen stehen zur Diskussion: Wie kann die Tourismus-Branche den Trend #sharingeconomy für sich nutzen? Welche Auswirkungen hat das Zweckentfremdungsgesetz auf den Berliner Tourismus? Wie protestieren Vermittler von privatem Wohnraum gegen das Gesetz?

Mit dabei sind:

• Tim Klaws, AirBnB
• Stephan la Barré, ApartmentAllianz Berlin
• Péter Vida, WIMDU
• Prof. Dr. Helge Sodan, Rechtswissenschaftler Freie Universität Berlin
• Göran Holst, Deutscher Ferienhausverband e.V.
• Christian Gräff, CDU Berlin
• Bernd Muckenschnabel, NOVASOL

Programm:

14.30: Begrüßung durch Varlos Villaro Lassen, EHHA
14.35: Moderation durch Thorsten Gabriel, RBB u.a.
14.40: Vorstellungsrunde der Podiumsredner
14.45: Podiumsdiskussion
15.30: Gari Cappelli, Minister für Tourismus Kroatien
Leila Krešić-Jurić, Tourismusverband Kroatien
15.45: Ende der Podiumsdiskussion

Ratgeber: So schützen Ferienhausurlauber ihr Geld

Der Deutsche Ferienhausverband gibt Tipps zu Anzahlung, Kaution und Storno

Berlin, 14. Februar 2017. Ferienhäuser erfreuen sich wachsender Beliebtheit: Eine breite Unterkunftsauswahl, flexible Anreisetage und eine unkomplizierte Buchungsabwicklung sind maßgeblich für die steigende Nachfrage. In punkto Zahlungsmodalitäten haben sich einige Regeln etabliert. Der Deutsche Ferienhausverband erklärt, worauf Urlauber achten sollten.

1. Nur einen Teilbetrag anzahlen

Haben Urlaubsgäste das passende Ferienhaus gefunden, schließen sie mit dem Eigentümer einen Mietvertrag ab, der wesentliche Leistungen und Konditionen festhält. Die Höhe der Anzahlung sollte sich auf 20 bis 30 Prozent vom Mietpreis belaufen. Die erste Zahlung wird üblicherweise sofort fällig. Die Restzahlung erfolgt etwa vier bis sechs Wochen vor Urlaubsbeginn. Von Angeboten mit unglaubwürdigen Rabatten bei Sofortzahlung sollten Urlaubsgäste absehen. „Winken große Rabatte bei sofortiger Zahlung oder wird ein unverhältnismäßig hoher Anzahlungsbetrag gefordert, können das Indizien dafür sein, dass ein Vermieter unseriös oder mit betrügerischen Absichten agiert“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands. Urlaubsgäste sollten darauf achten, dass die Preisangaben transparent und nachvollziehbar sind. „Auch wenn Vermieter dazu verpflichtet sind, Endpreise anzugeben, die alle anfallenden Nebenkosten enthalten, ist es sinnvoll, den Gesamtbetrag auf versteckte Kosten zu prüfen“, ergänzt Wann.

2. Sichere Zahlungswege wählen

Auf dem privaten Mietmarkt ist ein umsichtiger Umgang mit Zahlungen essenziell. Urlauber zahlen am besten per Scheck, Paypal, Überweisung oder Kreditkarte. Dagegen sind Bargeld-Transfers über Western Union oder MoneyGram nicht zu empfehlen: Diese Zahlungen können nicht nachverfolgt werden. Vorsicht ist geboten, wenn Zahlungen auf verschiedene ausländische Konten gehen sollen. „Hat ein Vermieter einen Wohnsitz in Belgien, ein Chalet in der Schweiz und ein Bankkonto in Portugal sollten Interessenten genau hinsehen, ob es bei der Vermietung mit rechten Dingen zugeht“, empfiehlt Wann.

3. Inventarliste sorgfältig ausfüllen

Um sich gegen Schäden abzusichern, fordern einige Ferienhausvermieter Kautionszahlungen. Die Höhe der Kaution hängt von der Objektgröße und der Ausstattung ab und ist noch vor Vertragsabschluss klar zu kommunizieren. Urlaubsgäste sollten vor Ort auf eine Inventarliste bestehen. Diese erfasst zu Beginn des Urlaubs, welche Alltagsgegenstände in der Ferienwohnung vollständig vorhanden und unversehrt sind. Je präziser die Bestandsaufnahme desto besser, um sich gegen spätere Forderungen abzusichern. „Kann ein Urlaubsgast nicht nachweisen, dass der Mangel bereits vor dem Aufenthalt bestanden hat, kann er kaum darauf hoffen, dass ihm die gesamte Kaution zurückerstattet wird“, bestätigt Göran Holst, Rechtsanwalt und Vorstandsmitglied des DFV.

4. Stornogebühren beachten

Die Reise ist gebucht, aber der Gast kann sie nicht antreten. In diesem Fall sollte der Urlaubsgast seinen Rücktrittswunsch schriftlich kundtun. Die Höhe der Stornogebühren wird üblicherweise im Vorfeld mit dem Vermieter geregelt oder ist in den Vermittler-AGB festgelegt. Eine Staffelung ist auch auf dem Ferienhausmarkt üblich und bewegt sich je nach Vorlauf zwischen zehn und 90 Prozent der Gesamtmiete. Bei hohen Mietsummen empfiehlt sich eine Reiserücktrittsversicherung. Einige Versicherer haben Pakete für die Ferienhausbranche geschnürt, die auch Stornierungen absichern. „Bei Privatbuchung empfehlen wir immer direkt beim Vermieter nachzufragen, falls im Mietvertrag keine Stornogebühren angegeben sind“, sagt Holst. Ist keine Regelung getroffen, greift das Mietrecht für Ferienwohnungen. In diesem Fall ist die volle Miete zu bezahlen, abzüglich jener Kosten, die der Vermieter durch den Leerstand einspart. Zu den abzugsfähigen Aufwendungen gehören Kosten für Endreinigung, Wasser oder Strom. Die anfallenden Stornokosten betragen demnach zwischen 90 bis 95 Prozent vom Mietpreis. Allerdings ist der Vermieter auch verpflichtet, sich um einen neuen Mieter zu bemühen. Wird die Ferienwohnung erneut für den Zeitraum vermietet, entfallen die Stornokosten für den Urlaubsgast.

Pressemitteilung als PDF

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Branchenfrühstück des DFV auf der ITB

Auch in diesem Jahr findet wieder das Branchenfrühstück des DFV anlässlich der ITB statt. Gedacht ist das Frühstück als zwangloser Austausch für die Mitglieder des Deutschen Ferienhausverbands.

Wann: Freitag, den 10. März 2017 von 08.00 Uhr bis 10.00 Uhr
Wo: Pianocafé am Lietzensee, Neue Kantstraße 20, 14057 Berlin
www.pianocafe-lietzensee.de

DTV & DFV: Rechtssicherheit für Ferienwohnungen in Wohngebieten rückt in greifbare Nähe

DTV-DFV

Berlin, 27. Januar 2017: Heute berät der Bundestag in erster Lesung über eine Novelle der Baunutzungsverordnung. Diese ist Teil eines Gesetzespakets zur Anpassung des Städtebaurechts. Mit der Novelle werden Ferienwohnungen in Wohngebieten auf eine sichere gesetzliche Grundlage gestellt. 

„Ferienwohnungsvermieter, Kommunen und Investoren warten seit Jahren auf die dringend notwendige gesetzliche Klarstellung, dass Ferienwohnungen und -häuser in Wohngebieten erlaubt sind. Auch die Saison 2017 wird noch davon überschattet sein, dass eine gesetzliche Klarstellung entgegen aller Bemühungen nicht erfolgt ist. Wir sind daher froh, dass das Gesetz nun endlich auch im Parlament auf der Tagesordnung steht und damit einen weiteren bedeutenden Schritt nimmt“, sagt Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV). Das Gesetz könnte den Bundestag noch im März passieren. Dazu Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbandes e.V. (DFV): „Mit der vorgeschlagenen Regelung wird der gelebten Wirklichkeit Rechnung getragen, denn Ferienwohnungen in Wohngebieten sind seit Jahrzehnten gang und gäbe in Tourismusorten in ganz Deutschland. Die Vermietung ist für viele Bewohner zur Finanzierung des Eigenheims oder als Einkommen unverzichtbar. Dass Ferienwohnungen nun als zulässige Nutzungsart auch in Wohngebieten bestätigt werden, ist folgerichtig.“

Die beiden Verbände halten die geplante Einschränkung für Ferienwohnungen in reinen Wohngebieten allerdings für wenig sinnvoll. Zukünftig könnten Ferienwohnungen dort zwar zugelassen werden. Voraussetzung ist aber, dass die Wohnnutzung überwiegt. „Wer die Vermietung an Gäste nur unter dieser Bedingung erlauben will, übersieht die Lebensrealität vieler Vermieter: Nicht selten unterhalten diese unter demselben Dach gleich mehrere Ferienwohnungen. Eine solch starre Vorgabe im Gesetz ist schlichtweg überflüssig“, so Tobias Wann. Und Reinhard Meyer ergänzt: „Es ist sinnvoller, den Kommunen den Spielraum zu lassen, über Bebauungspläne das Ferienwohnen in Wohngebieten zu erlauben, zu beschränken oder zu untersagen. Denn die Menschen vor Ort wissen am besten, was für ihre Kommune richtig ist.“ Darüber hinaus enthält der Gesetzesentwurf auch eine Regelung zum Bruchteilseigentum. Durch eine Gesetzeslücke konnten die Bemühungen der Kommunen, Zweitwohnungen zu beschränken, unterlaufen werden. Diese Lücke wird mit dem vorliegenden Entwurf ebenfalls geschlossen.

Am 15. Februar ist zu dem Gesetzentwurf eine Anhörung im federführenden Bundestagsausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit angesetzt. Voraussichtlich im März findet die abschließende Beratung und Abstimmung im Bundestag statt. Anschließend muss noch der Bundesrat dem Gesetz zustimmen. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass eine Ferienwohnung in allgemeinen Wohngebieten gemäß Baunutzungsverordnung als nicht-störender Gewerbebetrieb oder als kleiner Beherbergungsbetrieb eingestuft wird. Auf dieser Basis kann eine Nutzung für die Kurzzeitvermietung an Feriengäste gestattet werden. In reinen Wohngebieten sind Ferienwohnungen dann ausnahmsweise zulässig, wenn der Bebauungsplan kleine Beherbergungsbetriebe erlaubt. Allerdings sieht der Gesetzgeber eine Einschränkung vor: Das soll nur dann gelten, wenn die Immobilie hauptsächlich zum Dauerwohnen genutzt wird, beispielsweise indem nicht mehr als 50 Prozent der Wohnfläche an Feriengäste vermietet wird oder bei einem Mehrfamilienhaus die Anzahl der Wohnungen überwiegt, die von Dauermietern genutzt wird. Auch ohne diese Beschränkung haben Kommunen schon jetzt weitreichende Möglichkeiten, bei der Ausweisung von Planungsgebieten die Nutzung zu beschränken und zu regulieren.

Deutscher Tourismusverband e. V.

Seit 1902 setzt sich der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) für eine erfolgreiche touristische Entwicklung in Deutschland ein. Als Dachverband kommunaler, regionaler und landesweiter Tourismusorganisationen vertritt der DTV die Interessen seiner rund 100 Mitglieder gegenüber Politik und Behörden, setzt Impulse, vernetzt Akteure miteinander und fördert einen zukunftsweisenden Qualitätstourismus im Reiseland Deutschland.

Deutscher Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Deutscher Tourismusverband e.V.
Sarah Mempel, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 030 / 856 215 – 121
E-Mail: mempel@deutschertourismusverband.de

Deutscher Ferienhausverband e.V.
Pamela Premm
Tel. 0178 – 4 07 76 95
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleitung & politische Kommunikation
Tel. 0151 – 68 13 90 93

Ferienhausvermittlung darf kein Bestandteil der Pauschalreiserichtlinie sein

Der Deutsche Ferienhausverband e. V. plädiert außerdem für eine Klarstellung bei Online-Buchungen

Berlin, 23.01.2017. In einer Anhörung im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz wird heute über den Gesetzentwurf zur Pauschalreiserichtlinie diskutiert. Der Deutsche Ferienhausverband e. V. bewertet es positiv, dass einzelne Reiseleistungen wie die Vermittlung von Ferienhäusern rechtlich nicht als Pauschalreise gelten sollen. Das stärke die Tourismusvielfalt und sichere die Existenz von kleinen und mittelständischen Anbietern, heißt es in der Stellungnahme des Verbandes.

„Nur ein Teil der Ferienwohnungen und -häuser in Deutschland werden durch Reiseveranstalter angeboten. Daneben haben sich Vermittler und Online-Portale auf dem Markt etabliert. Würde man die Vermittlung einer Ferienwohnung grundsätzlich als Pauschalreise einordnen, bedeute das einen erheblichen Wettbewerbsnachteil für deutsche Anbieter“, sagt Michelle Schwefel, politische Referentin des DFV, “denn es handele sich um einen deutschen Einzelweg. In keinem anderen europäischen Land gälte eine solche Regelung.“ Schwefel ergänzt: „Es entzieht sich jeder Logik, dass eine Einzelleistung wie das Vermieten eines Ferienhauses dem Pauschalreiserecht unterliegen soll.“ Verbraucherschützer fordern, den gestrichenen Passus, einen Ferienhausaufenthalt wie eine Pauschalreise zu behandeln, wieder in das Gesetz aufzunehmen. Eine solche Sonderregelung für Deutschland würde nicht nur dem Ziel der Wettbewerbsgleichheit widersprechen, sondern für kleine und mittelständische Unternehmen ein erhebliches Markthindernis darstellen. Fielen diese unter die Veranstalter-Richtlinien, würden sie durch die damit verbundenen Informations- und Sicherungspflichten erheblich belastet. „Man erweist dem Verbraucher keinen Dienst, wenn ein von ihm geschätztes Angebot vom Markt verschwindet oder sich erheblich verteuert. Das kann weder wirtschafts- noch verbraucherpolitisch gewünscht sein. Eine der größten Stärken des Deutschland-Tourismus ist seine Vielfalt.“

Der Deutsche Ferienhausverband sieht die Verbraucher durch die im Gesetzentwurf der Bundesregierung vorgesehenen Informationspflichten ausreichend abgesichert. „Die Kunden werden zukünftig darüber informiert, ob eine gebuchte Dienstleistung als Pauschalreise, verbundene Reiseleistung oder Einzelleistung gilt und welche Sicherungsleistungen beim jeweiligen Service bestehen. Auf Basis dieser Information könne jeder selbst entscheiden, welches Angebot das passende ist.“ Laut DFV sollte es einem Veranstalter allerdings möglich sein, eine Einzelleistung auf freiwilliger Basis den Regelungen eines Pauschalreisevertrags zu unterwerfen, damit er beispielsweise für verschiedene Vertragsformen keine unterschiedlichen AGB benötige.

Klarstellung bei Online-Buchungen gefordert

Der Ferienhausverband fordert eine Klarstellung bei der Abgrenzung zwischen verbundenen Reiseleistungen und Pauschalreisen. „Es bedarf einer scharfen, rechtlich eindeutigen, aber auch praxisfreundlichen Trennung, damit Vermittler nicht ungewollt unter die Veranstalterhaftung fallen“, sagt Schwefel. Bei der Online-Buchung ist es gang und gäbe, dass Unternehmer auf Webseiten anderer Unternehmen hinweisen, die ergänzende Reiseleistungen anbieten. Der Entwurf der Bundesregierung sieht zwar vor, dass ein Anbieter auf Angebote anderer Unternehmen hinweisen darf, sofern dies nicht in gezielter Weise geschieht. Nicht hinreichend klar ist aber, was man genau unter „in gezielter Weise“ versteht: Die Begründung führt aus, dass Anbieter auf die Homepage oder Einstiegsseite eines anderen Dienstleisters verlinken dürfen. Das entspricht aber weder der Realität, noch dem, was Verbraucher erwarten, kritisiert der Verband. “Wenn man ein Quartier für einen Städtetrip nach Bremen bucht, dann möchte man z. B. auch bei der Bahn auf einer Seite landen, in der Verbindungen nach Bremen angezeigt werden. Wir wünschen uns eine Klarstellung, die es erlaubt, auch auf eine spezifische Unterseite zu verlinken, die beispielsweise auf bestimmte Reiseziele verweist. „Von einer gezielten Vermittlung sollte man nur dann sprechen, wenn z. B. durch Klick auf den Link Reisezeiträume übermittelt werden, die sich mit der Ursprungsbuchung überschneiden“, sagt Schwefel.

Die öffentliche Anhörung zum Entwurf eines dritten Gesetzes zur Änderung reiserechtlicher Vorschriften findet am Montag, 23.01.2017, 17.00 Uhr, im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz statt.

⇒ Zur Stellungnahme des Verbands

Hintergrund: Pauschalreiserichtlinie in Kürze

Wann und zu welchem Zweck wurde die EU-Pauschalreiserichtlinie verabschiedet?
Die Verabschiedung der Richtlinie erfolgte am 27.10.2015 durch das europäische Parlament. Zielsetzung ist die Harmonisierung des Marktes und Wettbewerbsgleichheit der Anbieter in den europäischen Ländern. Die nationalen Parlamente müssen die Richtlinie bis Januar 2018 umsetzen. Im Juni 2017 ist die Verabschiedung im Bundestag geplant.

Wann spricht man von einer Pauschalreise?

Eine Pauschalreise liegt dann vor, wenn eine Reise als Pauschalreise beworben wird oder mindestens zwei Reiseleistungen zu einer Reise zusammengestellt, gemeinsam gebucht und bezahlt werden. Dies gilt auch dann, wenn eine Reise auf Wunsch des Kunden zusammengestellt wurde. Eine Pauschalreise liegt ebenfalls vor, wenn über ein Online-Buchungsverfahren Kundeninformationen und Zahlungsdaten an einen anderen Unternehmer übermittelt werden und ein weiterer Vertrag binnen 24 Stunden nach Vertragsabschlusses der ersten Reiseleistung zustande kommt. Anbieter von Pauschalreisen haben umfassende Informations- (beispielsweise über Reisedetails wie Barrierefreiheit, Transportmittel oder genaue Route) und Sicherungspflichten bei Insolvenz oder Mängeln. So muss der Veranstalter beispielsweise haften, wenn die Fluggesellschaft Konkurs anmeldet.

Welche Pflichten hat ein Vermittler?

Als Vermittler einer verbundenen Reiseleistung besteht ebenfalls eine Informationspflicht. Diese sieht vor, dass der Kunde darüber informiert wird, dass er eine verbundene Reiseleistung und keine Pauschalreise bucht. Informationspflichten erstecken sich ausschließlich auf die gebuchten Reiseleistungen. Entsprechend reduziert sich die Sicherungspflicht auch nur auf die gebuchten Reiseleistungen. Eine verbundene Reiseleistung liegt vor, wenn zwei Reiseleistungen bei einem Kontakt vermittelt werden, aber getrennt gebucht und gezahlt werden. Das gilt auch dann, wenn der Kunde durch Vermittlung des Unternehmens, bei dem er gebucht hat, eine weitere Reiseleistung von einem anderen Unternehmer erwirbt und der Vertragsabschluss innerhalb von 24 Stunden erfolgt. Dies gilt jedoch nicht, falls der Vermittler lediglich auf Angebote anderer Unternehmen verwiesen hat.

Warum die Debatte?

Der ursprüngliche Referentenentwurf sah vor, dass eine Einzelleistung wie die Vermietung von Ferienhäusern der Pauschalreiserichtlinie unterliegen sollten. Man wollte damit der deutschen Rechtsprechung Rechnung tragen. Diese sah in eingeschränkten Fällen vor, dass eine Einzelleistung dann als Pauschalreise gelten kann, wenn der Kunde bei einem Veranstalter bucht, und nicht hinreichend klar war, dass es sich nicht um eine Pauschalreise handelt. Der Gesetzentwurf hingegen wollte das zur allgemeinen Regel für alle Anbieter machen. Nach heftiger Kritik von Seiten der Tourismusverbände wurde der Passus gestrichen.

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Stellungnahme des Deutschen Ferienhausverbands e. V. zum Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung reiserechtlicher Vorschriften

Der Deutsche Ferienhausverband e. V. vertritt als größter Branchenverband die Interessen der Ferienimmobilienbranche in Deutschland. Gerne möchten wir folgende Stellungnahme zur Anhörung im Innen- und Rechtsausschuss zum Gesetzentwurf zum Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung reiserechtlicher Vorschriften abgeben. Wir begrüßen es, dass mit der Umsetzung der EU-Richtlinie zu Pauschalreisen die Rechtslage in Europa vereinheitlicht werden soll. Auch begrüßen wir, dass in dem nun vorliegenden Entwurf der Bundesregierung wichtige Anregungen und Bedenken der Reisebranche aufgegriffen wurden. Wir erlauben uns aber die folgenden Punkte anzumerken: Weiterlesen

Wohnraumsicherungsgesetz in Schleswig-Holstein: Stellungnahme zum Gesetzentwurf der Piraten

Der Deutsche Ferienhausverband vertritt als größter Branchenverband die Interessen der Ferienimmobilienbranche in Deutschland. Gerne möchten wir folgende Stellungnahme zur
Anhörung im Innen- und Rechtsausschuss zum Gesetzentwurf der Fraktion der Piraten zum Wohnraumsicherungsgesetz abgeben. Das Land Schleswig-Holstein ist ein Urlaubsland; der Tourismus ist von herausragender wirtschaftlicher Bedeutung für das Land und die Kommunen – insbesondere auch im ländlichen Raum. Einen wichtigen Anteil hat daran die Vermietung von Ferienwohnungen und -häusern. Weiterlesen

Anhörung im BMWi zum Hauptgutachten der Monopolkommission „Wettbewerb 2016″

Am Mittwoch, 30. November 2016 um 14.00 Uhr findet im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Haus B, Hörsaal (B 1.001) eine Verbände-Anhörung zur Vorbereitung der Stellungnahme der Bundesregierung zum XXI. Hauptgutachten der Monopolkommission Wettbewerb 2016 statt. Der Deutsche Ferienhausverband ist als Sachverständiger zum Kapitel “Digitale Märkte” geladen und wird vertreten durch die Geschäftsstellenleiterin und politische Referentin Michelle Schwefel.

Zur Stellungnahme des Deutschen Ferienhausverbands e. V. geht es hier.

Stellungnahme des Deutschen Ferienhausverbands e. V. zum 21. Hauptgutachten der Monopolkommission „Wettbewerb 2016“

Der Deutsche Ferienhausverband vertritt als größter Branchenverband die Interessen der
Ferienimmobilienbranche in Deutschland. Wir danken herzlich für die Gelegenheit, zu o. g. Bericht der Monopolkommission eine Stellungnahme abzugeben. Wir beschränken uns dabei auf den Bereich Sharing Economy und hier den Vermittlungsdiensten von Weiterlesen

Allianz Worldwide Partners wird Fördermitglied des Deutschen Ferienhausverbands

Berlin, 29.11.2016. Der Deutsche Ferienhausverband e. V. baut den Kreis seiner Fördermitglieder weiter aus. Der größte Branchenverband für den Ferienhaustourismus konnte nun die Allianz Worldwide Partners als neues Fördermitglied gewinnen. Im Ferienhaussegment arbeitet die AWP international mit führenden Reiseveranstaltern, Ferienhausvermittlern und Anbietern der Sharing Economy zusammen und entwickelt gemeinsam mit ihren B2B-Partnern passende Reiseschutz-Produkte.

„Der Deutsche Ferienhausverband hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen von Ferienhauseigentümern gegenüber Politik und Öffentlichkeit zu vertreten. Wir freuen uns, mit Allianz Worldwide Partners einen starken Unterstützer an Bord zu haben, der unserer Stimme mit seinem branchenübergreifenden Know-how noch mehr Kraft verleiht“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des DFV. „Wir sind mit dem Ferienhaussegment eng verbunden und arbeiten mit einigen Partnern seit vielen Jahren zusammen“, bekräftigt Olaf Nink, Hauptbevollmächtigter der AWP P&C S.A. „Durch die rasante Entwicklung der Branche vor dem Hintergrund regulatorischer Vorgaben ist der Bedarf an Vernetzung und Austausch stark gestiegen. Mit unserer Mitgliedschaft möchten wir die Interessen und die politische Arbeit des Verbands aktiv unterstützen.“

An der Spitze der politischen Agenda steht die Klarstellung der Baunutzungsverordnung, die voraussichtlich im Mai 2017 zum Abschluss kommen wird. Deren Ziel ist es, die Rechtsunsicherheit für Ferienwohnungen in Wohngebieten zu beseitigen. Nach der Novelle würden Ferienwohnungen als kleine, nicht störende Beherbergungs- und Gewerbebetriebe eingestuft und wären damit auch in Wohngebieten ausnahmsweise zulässig. Auf internationaler Ebene fördert der DFV mit Branchen-Expertise und politischem Engagement die Aktivitäten des Dachverbands der europäischen Ferienhaus- und Ferienwohnungsvermieter EHHA. Überregulierungen und Vermietungsverbote in Städten stehen dabei im Blickpunkt der Verbandsarbeit.

Pressefotos zum Download:

⇒ Pressemitteilung als PDF

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienhausbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Über Allianz Global Assistance & Allianz Worldwide Partners
Allianz Global Assistance ist die Reiseversicherungs- und Assistance-Marke der AWP P&C S.A. mit Firmenhauptsitz in Frankreich, Saint Ouen. AWP steht für Allianz Worldwide Partners und ist auf Versicherungsschutz und Hilfeleistungen in zahlreichen Geschäftsfeldern spezialisiert. Als B2B2C-Marktführer im Bereich Assistance und Versicherungslösungen ist das Unternehmen weltweiter Spezialist für folgende Bereiche: Assistance, Gesundheit & Leben, KFZ und Reiseversicherungen. Diese Angebote, die eine Kombination aus Versicherung, Services und Technologie darstellen, stehen Geschäftspartnern sowie deren Kunden über direkte und digitale Kanäle unter den drei folgenden international bekannten Marken zur Verfügung: Allianz Global Assistance, Allianz Worldwide Care und Allianz Global Automotive. Mehr als 16.000 Mitarbeiter in über 75 Ländern, die 70 Sprachen sprechen, wickeln jährlich 40 Millionen Fälle* auf allen Kontinenten ab. (*im Jahr 2015, ohne Global Automotive) AWP P&C S.A., Niederlassung für Deutschland und AWP Service Deutschland GmbH – jeweils mit Sitz in Aschheim bei München – sind zwei der deutschen Unternehmen der Gruppe und bieten Leistungen im Bereich Spezialversicherungen für Reise, Freizeit und Auslandsaufenthalte sowie Assistance-Leistungen an.

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

BERLINER KOALITIONSVERTRAG: Ferienhausverband bewertet Verschärfung des Ferienwohnungsverbots als Gefahr für Tourismus und Vermieter

Der größte Branchenverband für Ferienwohnungsvermieter in Deutschland warnt vor negativen Auswirkungen auf Berlin

Berlin, 22.11.2016. Letzte Woche Donnerstag haben SPD, Linke und Grüne ihre Kooperationsvereinbarung veröffentlicht. Unter dem Titel: „Berlin gemeinsam gestalten: Solidarisch. Nachhaltig. Weltoffen.“ haben die Regierungsparteien die wichtigsten Zielsetzungen für die kommende Legislaturperiode zusammengetragen. Demnach soll das Gesetz zum Verbot von Zweckentfremdung mit dem Ziel eines umfassenden Wohnraumschutzes in Hinblick auf Urlaubsvermietung und Zweitwohnungen verschärft und stärkere Kontrollen eingeführt werden. Der Deutsche Ferienhausverband sieht in dem Konfrontationskurs einen weiteren Rückschritt auf dem Weg zu einem zukunftsträchtigen Berlin.

„Berlin möchte sich nachhaltig und weltoffen präsentieren, aber anstatt die Bedeutung von Ferienwohnungen für den modernen Städtetourismus und den Wohnungsbau anzuerkennen, setzen die Verantwortlichen auf Reglementierungen und Verbote“, sagt Michelle Schwefel, politische Referentin des Deutschen Ferienhausverbands. „Mit Zwangsmaßnahmen werden Neuinvestitionen gehemmt und die wirtschaftliche Entwicklung geschwächt. Die negativen Folgen für Berlin sind noch gar nicht absehbar. Freiheitliche Werte, Gastfreundschaft und innovative Ideen bleiben auf der Strecke.“

Der Deutsche Ferienhausverband verweist auf ein zusätzliches Dilemma:„Ferienwohnungen werden primär vor dem Hintergrund der Sharing-Economy diskutiert. Aber neben Airbnb und Wimdu gibt es eben auch viele kleine gewerbliche und private Vermieter, die sich mit Ferienwohnungen eine Existenz oder ein Refugium für die Enkel und Kinder aufgebaut haben. Sie fallen komplett unter den Tisch“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands. Laut einer repräsentativen Studie von FeWo-direkt und dem Deutschen Ferienhausverband standen 2014 noch etwa 24.600 Betten (nicht Wohnungen) in Berlin zur Verfügung, die dem privaten Ferienhausmarkt zugerechnet werden. Jährlich fehlen 20.000 Wohnungen in Berlin. „Für den einzelnen Vermieter ist das Verbot ein Desaster, für den Berliner Wohnungsmarkt ein Tropfen auf dem heißen Stein“, ergänzt Wann.

Dabei ist es mehr als fraglich, wie viele Objekte bereits dem Wohnungsmarkt zurückgeführt wurden und in welchem Preissegment diese jetzt angeboten werden. Viele Ferienwohnungen befinden sich in beliebten Lagen und sind sehr gut ausgestattet.
Wie die Studie zeigt, haben private Vermieter dem Berlin-Tourismus rund 3,6 Millionen Übernachtungen und 360 Millionen Euro Umsatz pro Jahr beschert. Und der Trend zeigt: Ferienwohnungen werden immer beliebter, insbesondere bei Familien.

berliner-ferienwohnungsmarkt-grafik

Quelle: Der Ferienhausmarkt in Deutschland 2015, FeWo-direkt, Deutscher Ferienhausverband

⇒ Pressemitteilung als PDF

Auszug aus der Koalitionsvereinbarung:
Bezahlbares Wohnen für alle, Zeile 95 bis 100
Die Koalition wird das Gesetz zum Verbot der Zweckentfremdung mit dem Ziel eines umfassenden Wohnraumschutzes verschärfen und in Bezug auf Abriss und angemessenen Ersatzwohnraum, Leerstand, Trägerwohnungen, Zweitwohnungen, Urlaubsvermietung, Sanktionen und Monitoring überarbeiten. Die Koalition wird auch die Wohnungsaufsicht in den Bezirken stärken und sie im Falle von notwendigen 100 Ersatzvornahmen handlungsfähig machen. Quelle: Koalitionsvereinbarung zwischen Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), DIE LINKE, BÜNDNIS 90/ Die Grünen für die Legislaturperiode 2016 – 2021

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Kein Aufatmen für die Buchungssaison 2017 – Baurechtsnovelle kommt zu spät

Deutscher Ferienhausverband kritisiert Verzögerung

Berlin, 11.11.2016. Die von Vermietern, Gästen und Kommunen dringend ersehnte Klarstellung der Baunutzungsverordnung (BauNVO) zu Ferienwohnungen in Wohngebieten verzögert sich: Ursprünglich sollte die Änderung der BauNVO bis Ende 2016 abgeschlossen sein. Wie das Bundesministerium für Umwelt und Bau jetzt mitteilte, soll der Entwurf am 30. November 2016 im Kabinett behandelt werden. Danach befassen sich Bundesrat und Bundestag mit dem Gesetzespaket. Mit einem Abschluss des parlamentarischen Verfahrens ist erst im Mai 2017 zu rechnen. Der Deutsche Ferienhausverband kritisiert den neuen Zeitplan. Durch die Verzögerung fehlt Vermietern von Ferienwohnungen auch für die Buchungssaison 2017 jegliche Rechtssicherheit.

„Die Baurechtsnovelle kommt viel zu spät“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands und zeigt sich entsetzt über die Verzögerung. „Im Januar ist Buchungshochsaison für Vermieter. Wir hatten gehofft, dass wenigstens für die kommende Saison endlich Rechtssicherheit herrscht.” Seit 2013 kommt es insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern zu Vermietungsverboten. Aber auch in Schleswig-Holstein gab es Konflikte. „Für viele Vermieter bedeutet eine weitere Saison der Unsicherheit eine akute Existenzbedrohung“, so Wann. „Wichtige Mieteinnahmen gehen verloren, Kredite können nicht getilgt werden. Und auch die Kommunen müssen weiterhin Image- und Einnahmeverluste in Kauf nehmen. In vielen Orten und strukturschwachen Regionen stellt der Tourismus die Haupteinnahmequelle dar. Die Unsicherheit hemmt Investitionen.“

In der Überarbeitung der Baunutzungsverordnung ist vorgesehen, Ferienwohnungen in Wohngebieten entweder als kleine Beherbergungsbetriebe oder als nicht störende Gewerbebetriebe einzustufen. Damit würde die in vielen Tourismusorten praktizierte Nachbarschaft von Ferien- und Dauerwohnen auf sichere rechtliche Füße gestellt. Infolge hätten Kommunen den nötigen Handlungsspielraum, um Ferienwohnungen in reinen und allgemeinen Wohngebieten zu erlauben. Für sie geht nach Verabschiedung des Gesetzes die Arbeit erst richtig los. Das weiß auch Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des DFV. „Nach Abschluss des Verfahrens beginnen die Kommunen mit der Anpassung der bestehenden Bebauungspläne für die betroffenen Gebiete. Bis es zu abschließenden Lösungen kommt, könnten noch weitere Monate ins Land gehen.“ Versöhnliche Worte findet Schwefel dennoch: „Dass nun ein konkreter Termin genannt wird, ist ein Licht am Ende des Tunnels. Nach monatelangen Auseinandersetzungen geht es nun weiter. Wir hoffen sehr, dass am Ende eine für alle Beteiligten praktikable Lösung steht und Vermieter endlich aufatmen können.“

Die Verzögerung ist nicht auf die Regelung für Ferienwohnungen in Wohngebieten zurückzuführen. Vielmehr ist die Änderung der Baunutzungsverordnung Teil einer umfassenden Baurechtsnovelle. Strittig waren dort ganz andere Punkte, die mit dem eigentlichen Kernthema nicht in Verbindung stehen.

⇒ Pressemitteilung als PDF

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Tipps für ein winterfestes Ferienhaus

Der Deutsche Ferienhausverband empfiehlt Schutzmaßnahmen für das Urlaubsdomizil

Berlin, 10.11.2016. Die letzten Feriengäste sind abgereist. In einigen Urlaubsgebieten herrscht nun Nebensaison. Wenn die Zahl der Gäste im Winter abebbt, ist es sinnvoll, das Ferienhaus winterfest zu machen und es vor Frost, Schimmel und Einbrechern zu schützen. Wer sein Objekt in den Wintermonaten nicht selbst nutzt oder nur sporadisch vermieten möchte, sollte einige Tipps beherzigen. Der Deutsche Ferienhausverband hat sie zusammengestellt.

Das Ferienhaus von innen schützen
Wenn das Ferienobjekt für einen längeren Zeitraum nicht bewohnt wird, sollten Besitzer Vorkehrungen treffen, um Schäden zu vermeiden. Wasserrohre sind bei Eis und Schnee besonders anfällig. Der Deutsche Ferienhausverband empfiehlt daher, den Haupthahn des Wasseranschlusses zu schließen und das Restwasser aus den Leitungen und Wasserhähnen abzulassen. Frostschutz in den Siphons von Waschbecken und Toiletten verhindert das Zufrieren. Um beim Brandschutz auf Nummer sicher zu gehen, sollten Eigentümer Haushaltsgeräte vom Strom nehmen und gegebenenfalls Gas abstellen. Schimmel und Fleckenbildung an Kühlschränken lassen sich vermeiden, wenn diese gründlich gereinigt und vom Netz genommen werden. Nicht vergessen: die Kühlschranktür offen lassen. Bettwäsche und andere Stoffe sollten gewaschen und samt Duftsäckchen in luftdichten Behältern verwahrt werden. Die Schubladen und Schränke öffnen und pflanzliches Ungeziefermittel wie Lavendel oder Zedernholz einsetzen. Für eine konstante Luftfeuchtigkeit sorgen spezielle Entfeuchtungsgeräte in den Räumen. Sie beugen Schimmel vor, wenn nicht regelmäßig gelüftet werden kann. Noch ein Tipp: Das Ferienhaus nicht ganz auskühlen lassen. Empfehlenswert ist eine Absenkung der Raumtemperatur auf zehn bis zwölf Grad.

Instandhaltungsmaßnahmen für den Außenbereich
Herbstlaub kann zu Verstopfungen in den Dachrinnen führen. Im schlimmsten Fall kann Tauwasser nicht mehr abfließen und dringt durch das Dach oder Kellerfenster ins Haus ein. Eine Dachrinnenreinigung im Spätherbst ist empfehlenswert. Generell ist es sinnvoll, das Dach auf eventuelle Schäden zu überprüfen und diese noch vor dem Wintereinbruch beheben zu lassen. Risse in den Häuserwänden sollten versiegelt werden, sodass keine Feuchtigkeit ins Haus dringen kann. Damit Urlaubsgäste im nächsten Sommer wieder viel Freude daran haben, sollten Gartenmöbel und Fahrräder in einem winterfesten Gartenhäuschen oder der Garage verstaut werden. An den Winterdienst denken: Auch für Ferienhäuser gilt, dass Gehwege wochentags bis 7:00 Uhr von Schnee und Glätte befreit werden müssen.

Das Ferienhaus vor Einbrechern sichern
Ferienhäuser werden immer häufiger mit hochwertigen Gegenständen ausgestattet, was vermehrt Einbrecher anzieht. Um das Eigentum zu schützen, sollten Ferienhausbesitzer in Sicherheitsmaßnahmen investieren. Beratung rund um den Schutz vor Einbrüchen finden sie bei den örtlichen Polizeiwachen. Nachgerüstete Schlösser oder Schwenkriegel an Terrassentüren und Fenstern erschweren den Zutritt zum Ferienhaus und stellen eine kostengünstige Alternative zum Komplettaustausch dar. Einbruchsichere Rollläden mit elektrischer Zeitsteuerung blockieren den unerwünschten Zutritt und täuschen mutmaßlichen Tätern Anwesenheit von Gästen und Vermietern vor. Eingangstüren können zusätzlich durch einen Querriegel abgesichert werden. Um die Einbruchs- und Verletzungsgefahr in der dunklen Jahreszeit zu vermindern, sollten Ferienhausbesitzer auf batterie- oder solarbetriebene Bewegungsmelder zurückgreifen, die schlecht beleuchtete Ecken aufhellen. Eine ergänzende Alarmanlage schreckt Eindringlinge zusätzlich ab. Wertvolle Elektronik sollte am besten gleich an einen von außen nicht einsehbaren oder zusätzlich abschließbaren Ort verstaut werden, um keine Begierden zu wecken.

Hausmeister-Services sorgen für Sicherheit
Wer in der Nebensaison nur gelegentlich vermieten möchte und selbst nicht am Urlaubsort wohnt, sollte einen Hausmeister-Service in Erwägung ziehen. „Einige Dienstleister haben sich auf die Pflege und Instandhaltung von Ferienimmobilien spezialisiert“, sagt Tobias Wann vom Deutschen Ferienhausverband. „Sie kontrollieren regelmäßig das Ferienhaus auf Feuchtigkeit, Sturmschäden und Insektenbefall und übernehmen das Durchlüften der Räume und den Winterdienst.“ Wer sich selbst um die Ferienimmobilie kümmert, sollte eine Checkliste anlegen, um die wichtigsten Maßnahmen für ein winterfestes Ferienhaus jedes Jahr parat zu haben.

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

DFV-Tagung: Tobias Wann bleibt Vorsitzender

Vorstand erweitert und für zwei Jahre gewählt, Vermietungsverbote von Ferienwohnungen und Baunutzungsverordnung bestimmen die Agenda

Tobias Wann, Vorsitzender  Leisure Group, Hamburg

Tobias Wann, Vorsitzender
Leisure Group, Hamburg

Frankfurt/Berlin, 02.11.2016. Im September hat die offizielle Mitgliederversammlung des Deutschen Ferienhausverbands in Frankfurt stattgefunden. Im Folgenden hat der DFV die wichtigsten Beschlüsse und Themen der Tagung zusammengefasst.

Amtszeit für den Vorstand auf zwei Jahre verlängert: Der Deutsche Ferienhausverband hat die Amtszeit des Vorstands von einem auf zwei Jahre verlängert. Damit signalisiert der Verband Kontinuität nach außen und stärkt seine Entschluss- und Handlungsfähigkeit bei langfristigen Entscheidungen.

Tobias Wann bleibt Vorsitzender: Tobias Wann bleibt für zwei weitere Jahre im Amt als Vorsitzender. Der CEO der @Leisure Group, die u. a. die Portale Casamundo und Belvilla betreibt, wurde einstimmig wiedergewählt. Den Vorstand bilden neben dem Vorsitzenden die beiden Stellvertreter Göran Holst, Travanto Travel sowie Carsten Gersdorf, BestFewo und Schatzmeister Sebastian Mastalka, Traum-Ferienwohnungen.

Vorstand um einen Sitz erweitert: Der Vorstand wurde um ein Mitglied erweitert. Neu im Vorstandsteam ist Aye Helsig, Regional Director Central Europe HomeAway, in Vertretung für Expedia-Tochter FeWo-direkt. Das Portal für die Vermietung von Ferienhäusern und Ferienwohnungen hat in den letzten Jahren durch die Durchführung repräsentativer Studien einen erheblichen Anteil an der politischen Verbandsarbeit geleistet.

Weitere Informationen über den Vorstand unter
www.deutscher-ferienhausverband.de/vorstand.

Themen, die die Branche bewegen: Neben den offiziellen Beschlüssen wurden einige Themen erörtert, die für die politische Arbeit des Verbands in den nächsten zwölf Monaten maßgeblich sein werden. Zu den Kernthemen gehören die Überregulationen und Vermietungsverbote von Ferienwohnungen in Städten. In Berlin ist seit dem 01. Mai 2016 ein verschärftes Zweckentfremdungsverbot in Kraft. Bereits das Bewerben von nicht genehmigten Ferienwohnungen kann mit Bußgeldern von bis zu 100.000 Euro belegt werden. Neben Berlin planen und praktizieren auch andere Städte in Deutschland Wohnraumzweckentfremdungsverbote. Dabei gibt es Verordnungen, die auf einem fairen Umgang mit Vermietern basieren. Ziel der Verbandsarbeit wird es auch im kommenden Jahr sein, auf die Situation der Ferienwohnungsvermieter in Städten aufmerksam zu machen, die wirtschaftliche Bedeutung für Städte und Tourismus zu unterstreichen und Kompromisslösungen aufzuzeigen.

Positive Signale beim Thema Ferienwohnungen in Wohngebieten: Da Ferienwohnungen in der BauNVO nicht explizit genannt sind, kam es in den letzten Jahren immer wieder zu Rechtsunsicherheiten. Nach mehreren Klagen wurde die Vermietung von Ferienwohnungen in einigen Kommunen an der deutschen Küste verboten. Bis Ende des Jahres könnte die Baunutzungsverordnung nun dahingehend angepasst werden, dass Ferienwohnungen zukünftig sowohl in reinen als auch in allgemeinen Wohngebieten zugelassen werden. Um für die Buchungssaison 2017 Sicherheit zu haben, ist es dem Verband ein Hauptanliegen, dass das Gesetz bis Ende des Jahres verabschiedet wird.

⇒ Fotos in Printqualität: Tobias Wann, Aye Helsig
⇒ Pressemitteilung als PDF

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbandes ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Beschwerde bei EU-Kommission als Chance für den Tourismus

Deutsche Verbände unterstützen die Ziele des europäischen Dachverbands EHHA in Brüssel

Berlin, 29.09.2016. Der Dachverband für europäische Ferienhaus- und Ferienwohnungsvermieter EHHA (European Holiday Home Association) hat bei der EU-Kommission offiziell Beschwerde gegen die Überregulierungen und Vermietungsverbote von Ferienwohnungen in europäischen Großstädten eingelegt. Besonders betroffen sind beliebte Tourismusziele wie Berlin, Barcelona, Brüssel und Paris. Dort ist das Vermieten entweder verboten oder an unverhältnismäßig hohe Auflagen geknüpft. Der Verband fordert übergreifende gesetzliche Regelungen, die sowohl für Kurzzeitvermietungen als auch für die Sharing-Economy praktikabel sind. Ziel ist es, den Tourismus in Großstädten weiterhin zu fördern, Wirtschaftswachstum, Investitionen und Beschäftigung zu sichern und dafür zu sorgen, dass europäische Tourismusdestinationen wettbewerbsfähig bleiben. Der Deutsche Ferienhausverband und die Apartment Allianz Berlin e. V., Mitgliederverbände des EHHA, unterstützen den Schritt und sehen darin eine Chance für den Berlin-Tourismus.

„Für Metropolen wie Berlin steht viel auf dem Spiel“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des DFV. „Wer Ferienwohnungen als beliebten Unterkunftstyp verbietet, verschließt die Augen vor der Tatsache, dass immer mehr Privatpersonen einen Urlaub in einer Privatunterkunft verbringen wollen. Reisende suchen authentische Urlaubserfahrungen. Sie bevorzugen flexible und preisgünstige Privatquartiere, die es ihnen erlauben, mit der ganzen Familie in fremde Lebenswirklichkeiten einzutauchen. Eine Überregulierung wie in Brüssel oder ein generelles Verbot wie in Berlin sind nicht zeitgemäß. Mit solchen Restriktionen wird einer der dynamischsten Wirtschaftszweige der Welt zum Stillstand gebracht. Berlin verpasst die Gelegenheit, sich als eine der begehrtesten Tourismusdestinationen Europas zu etablieren.“ Laut der repräsentativen Studie „Der Ferienhausmarkt in Deutschland“ von FeWo-direkt und dem DFV bringen Ferienwohnungs-Touristen 359 Millionen Euro Umsatz pro Jahr nach Berlin. 3,6 Millionen Übernachtungen entfallen auf das Segment. Hinzukommen laut einer Studie der GBI AG sechs Millionen Übernachtungen aus Vermietung von Primärwohnraum über die Sharing-Economy-Portale (Quelle: GBI, April 2016). Die Vermietung von privaten Ferienwohnungen schafft Arbeitsplätze und wichtige Einnahmen für die Kommunen.

Regularien von Berlin widersprechen dem EU-Recht
Doch nicht nur die positive Entwicklung des Berlin-Tourismus dürfte akut gefährdet sein. Die Verbände sehen in einem generellen Vermietungsverbot einen Eingriff in das europäische Grundrecht auf freie Geschäftsausübung sowie die Dienstleistung europaweit bereitzustellen. Betroffen sind vor allem private Anbieter. Wer sich in den letzten Jahren mit der Sanierung maroder Gebäude und die Vermietung von Ferienwohnungen ein kleines Gewerbe aufgebaut hat, ist nun in der Existenz bedroht. Es gibt de facto keinen Bestandsschutz, Mitarbeiter stehen vor der Arbeitslosigkeit. Genehmigungen gibt es in Berlin sowieso nur im Ausnahmefall. Stephan la Barré, Mitbegründer der Apartment Allianz äußert sich mit deutlicher Kritik: „Mit dem vollen Inkrafttreten des Zweckentfremdungsverbotes im Mai dieses Jahres kämpfen wir nach wie vor um die Gleichbehandlung aller sogenannten Berliner Zweckentfremder und damit um den Fortbestand der Existenz der Ferienwohnungsbetreiber. Wir hoffen, dass die Einreichung der Beschwerde einen positiven Abstrahleffekt auf unsere Bemühungen hat und der Stadt Berlin ihre unsensible, wirtschaftsfeindliche Überregulierung auf kommunaler Ebene klar vor Augen geführt wird.“ Die Verbände lehnen aber nicht nur ein allgemeines Vermietungsverbot ab, sondern auch die übermäßigen Regularien für Dienstleister wie Vermittlungsportale und Buchungsplattformen. Auch hier findet in Berlin eine besonders restriktive Auslegung des Gesetzes statt. Portale, die sich ihrer Mitwirkungspflicht entziehen und keine vermieterrelevanten Informationen an die Bezirksämter preisgeben, können mit Bußgeldern bis zu 100.000 Euro belegt werden – für die Verbände ein klarer Verstoß gegen die „EU-Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr“.

Verbände fordern faire Regelungen für Vermieter
„Wir beobachten mit Sorge, dass Vermieter in Berlin seit Jahren für eine gescheiterte Wohnungsbau-Politik an den Pranger gestellt werden. Es gibt weder Bestandsschutz noch eine Existenzsicherung für gewerbliche Vermieter. Das ist absolut inakzeptabel“, erklärt Wann. „Hinzu kommen übertriebene Vorschriften für Vermieter in anderen Metropolen Europas, die kaum einzuhalten sind. Wir fordern klare Regelungen für ganz Europa, die eine positive Entwicklung der Branche ermöglichen und für alle Marktbeteiligten funktionieren.“ Die EU will in den nächsten Wochen das EU-Pilot-Verfahren eröffnen. In den Diskussionen mit den Mitgliedsstaaten wird es darum gehen, die lokalen Regularien in Einklang mit europäischem Recht zu bringen.

Zur offiziellen Presseerklärung des EHHA
Pressemitteilung als PDF

(5.094 Zeichen)

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 18 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Über Apartment Allianz Berlin e. V.
Die Apartment Allianz Berlin e. V. wurde im Juni 2013 von elf Ferienwohnungsvermietern gegründet, um sich für den Erhalt von Ferienwohnungen in Berlin einzusetzen und die inhomogene Branche zu organisieren. Darüber hinaus möchte der Verein das Image nachhaltig verbessern. Denn die Betreiber möblierter Apartments sind eine Bereicherung für die Stadt. Die Initialzündung für die Vereinsgründung war das Zweckentfremdungsverbots-Gesetz, welches die Vermietung von Ferienwohnungen reguliert. Der Verein vertritt die Interessen von 70 Apartmentbetreiber, die 655 Apartments in Berlin repräsentieren. Sie beschäftigen zahlreiche Arbeitnehmer, sind eine starke Wirtschaftskraft und fördern den dezentralen Tourismus. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.apartmentallianz.net

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

EHHA legt Beschwerde bei EU-Kommission ein – eine Presseerklärung des europäischen Dachverbands

Branchenverband legt offizielle Beschwerde gegen restriktive Regulierung von Kurzzeitvermietungen in Berlin und weiteren Städten bei Europäischer Kommission ein

ehha-logoBrüssel, 22. September 2016. In einigen der beliebtesten Städteziele Europas ist es angesichts restriktiver und oftmals widersprüchlicher Vorschriften fast unmöglich, Ferienwohnungen und -häuser kurzzeitig an Touristen zu vermieten. Dagegen legten die Anbieter von Kurzzeitvermietungen Beschwerde bei der Europäischen Kommission ein. Mit dieser Beschwerde wollen sie sich gegen zahlreiche kommunale Beschränkungen wehren, die von einem de facto Verbot für die Vermietung bis hin zu unverhältnismäßigen Vorschriften für die Ausstattung solcher Unterkünfte reichen. Dazu zählen etwa die fest geregelte Zahl von Kleiderbügeln in Kleiderschränken, die Anzahl von Tassen und Handtüchern in Badezimmern oder der Helligkeit von Glühbirnen (zur englischen Originalversion).

Die Beschwerde der European Holiday Home Association (EHHA), dem Dachverband der europäischen Ferienhaus- und Ferienwohnungsvermieter, richtet sich gegen die unverhältnismäßige Regulierung und Vermietungsverbote in beliebten touristischen Zielen wie Berlin, Barcelona, Brüssel und Paris. Diese sind nach Ansicht der EHHA, die sowohl Eigentümer, Vermieter, Vermittler und Buchungsplattformen von Ferienunterkünften vertritt, nicht mit europäischem Recht vereinbar. Die Beschwerde richtet sich zudem gegen viele weitere Städte in Europa, die Privatpersonen bei der kurzzeitigen Vermietung ihrer Unterkunft hohe Hürden in den Weg legen. Der offiziellen Beschwerde sind mehrmonatige informelle Gespräche mit der Europäischen Kommission vorausgegangen.
Die EHHA warnt davor, dass die kommunalen Verwaltungen in Europa mit ihren Vorschriften den Markt für Kurzzeitvermietungen an Touristen zum Erliegen bringen könnten. So würden den Vermittlungsplattformen, die Vermieter und Mieter zusammenbringen, übermäßig hohe rechtliche Pflichten auferlegt.

„Die Branche würde gesetzliche Regelungen mit Augenmaß für Kurzzeitvermietungen und die Sharing Economy jederzeit begrüßen“, so der EHHA Generalsekretär Carlos Villaro Lassen. „Allerdings droht ein Sammelsurium an übertriebenen und widersprüchlichen Vorschriften die Sharing Economy in Europa zu erdrücken. Während einige dieser Vorschriften gut gemeint und für große Hotels sicher geeignet sind, sind sie für Privatpersonen, die ihre Unterkunft nur für wenige Tage untervermieten wollen, völlig unangebracht. Die Einschränkungen verstoßen gegen das europäische Grundrecht auf freie Geschäftsausübung sowie eine Dienstleistung europaweit anzubieten. Darum haben wir uns entschlossen, eine Beschwerde einzulegen“, fügt Lassen hinzu.

In Barcelona haben die Behörden beispielsweise Regulierungen, die bisher nur für die Tourismusbranche galten und sich an kommerzielle Anbieter richteten, ohne Änderung auch auf die Sharing Economy ausgeweitet. Wohnungseigentümer, die ihre gesamte Unterkunft vermieten möchten, müssen eine lange Liste technischer und qualitätsbezogener Anforderungen erfüllen. Bereits kleine Verstöße wie fehlende Formblätter für Verbraucherbeschwerden können Geldbußen von bis zu 3.000 Euro nach sich ziehen. Schwerwiegende Verstöße können gar mit Geldstrafen von bis zu 600.000 Euro geahndet werden. Weiterhin ist es in Barcelona verboten, einzelne Zimmer einer Wohnung unterzuvermieten.

Während ein privater Vermieter in Barcelona nur die gesamte Unterkunft anbieten darf, gilt in Berlin genau das Gegenteil. Wer hier mehr als 50 Prozent seiner Unterkunft zwischenvermieten möchte, muss eine spezielle Genehmigung bei den Behörden beantragen. Diese wird nur erteilt, falls die Vermieter andernfalls ihre Kosten nicht decken können oder in anderen sehr spezifischen und fast unmöglichen Umständen. Bei Zuwiderhandlung droht eine Strafe von bis zu 100.000 Euro.

In Brüssel müssen Anbieter von Privatunterkünften dieselben Vorschriften einhalten, die auch für die großen, hochpreisigen Geschäftshotels gelten. Dazu zählt etwa die Bereitstellung eines Schranks mit genau zwei Kleiderbügeln pro Gast, einer Raumbeleuchtung mit einer Lichtstärke von 100 Lux sowie einer Beleuchtung über dem Waschbecken im Badezimmer mit 200 Lux, einer Tasse oder eines Glases pro Gast sowie eines Gästehandtuchs. Bei Verstößen drohen Bußgelder zwischen 250 und 25.000 Euro.

Wer in Paris seine innerstädtische Zweitwohnung zwischenvermieten will, muss eine entsprechende Ersatzleistung an die Stadt erbringen. Dies zieht einen kostenintensiven und langwierigen Verwaltungsakt nach sich, in dem die Behörden sogar die Umwandlung von gewerblichen Flächen in Wohnraum verlangen können. Hierbei kann gefordert werden, dass die umzuwandelnden Gewerberäume die doppelte Fläche der zur Untervermietung angebotenen Wohnung umfassen und nach der Umwandlung auch denselben Qualitätsstandard erreichen müssen. Dies stellt faktisch ein Vermietungsverbot für Zweitwohnungen dar.

Online-Plattformen, die Kurzzeitvermietungen vermitteln, sind ebenfalls zahlreichen restriktiven und widersprüchlichen Vorschriften sowie hohen Strafen bei Verstößen ausgesetzt. Dies widerspricht der EU-Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr. Die Branche für Kurzzeitvermietungen bietet Reisenden mehr Wahlmöglichkeiten, wettbewerbsfähige Preise und die Möglichkeit, Reiseziele auf eine neue und spannende Weise kennenzulernen. Sie bringen zudem große Vorteile für Eigentümer und Mieter, die dadurch ihre Lebenshaltungskosten senken und sich unternehmerisch betätigen können. Die Kommunen profitieren zudem durch den zunehmenden Tourismus und steigende Ausgaben der Besucher vor Ort, was Wirtschaftswachstum, Investitionen und Beschäftigung fördert.

Laut einer Studie von Phocuswright haben 45 Millionen Europäer in den letzten zwei Jahren in einer Kurzzeitunterkunft übernachtet. Dabei macht die Branche einen jährlichen Umsatz von 80 Milliarden Euro. In Europa bieten private Anbieter, Vermietungsvermittler, Portale und Webseiten 20 Millionen Betten für Touristen an. Das sind doppelt so viele Betten wie in traditionellen Hotels. Die Branche für Kurzzeitvermietungen ist ein Schlüsselbereich im Digitalen Binnenmarktprojekt der Europäischen Kommission. Die restriktiven kommunalen Gesetze behindern jedoch die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Tourismusdestinationen und insbesondere ihre Fähigkeit, neue Reisende, die Kurzzeitunterkünfte suchen, anzulocken.

In seiner im Juni veröffentlichten Leitlinie für die kollaborative Wirtschaft schreibt die Europäische Kommission: „Regelungen der kollaborativen Wirtschaft müssen gerechtfertigt und angemessen sein und sollten darauf abzielen, Betreiber von unnötigen regulatorischen Lasten zu befreien“. Die Leitlinie weist zudem darauf hin, dass „ein fragmentierter Ansatz hinsichtlich der kollaborativen Wirtschaft Unsicherheit für traditionelle Betreiber, neue Dienstanbieter und Konsumenten gleichermaßen erzeugt und Innovation, Wachstum und der Schaffung von Arbeitsplätzen beeinträchtigen kann“.
Die Beschwerde der EHHA fordert, dass die Europäische Kommission sogenannte EU Pilot Diskussionen mit relevanten Mitgliedsstaaten (Deutschland, Spanien, Belgien und Frankreich) beginnt, um die identifizierten problematischen lokalen Regulierungen von Kurzzeitvermietungen schnellstmöglich in Einklang mit geltendem europäischen Recht zu bringen. Die Beschwerde betont zudem, dass es die Mitgliedsstaaten versäumt haben, die Europäische Kommission über die Überregulierungen von kommunalen Behörden im Vorfeld des Inkrafttretens zu informieren, wozu sie nach Europarecht verpflichtet gewesen wären. Die EHHA wird ausgehend von dieser Beschwerde weitere unverhältnismäßige Regulierungen der kollaborativen Wirtschaft beobachten.

Villaro Lassen fasst zusammen: „Die EU muss eingreifen, um dem unnötigen Stückwerk an restriktiven und widersprüchlichen kommunalen Regelungen und bürokratischen Aufwand ein Ende zu setzen. Denn das gefährdet einen pulsierenden und wachsenden Wirtschaftszweig innerhalb der Europäischen Union. Die bestehenden Vorschriften schaden den Verbrauchern, Eigentümern und Vermietern sowie der weiteren Tourismusbranche. Sie stehen zudem im Widerspruch zu geltendem Europarecht und dem Ziel der Kommission, einen digitalen Binnenmarkt zu schaffen.“

⇒ Pressemitteilung EN als PDF

⇒ Pressemitteilung DE als PDF

Pressekontakt:
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Carlos Villaro Lassen
EHHA Generalsekretär
Tel: + 45 3110 1090
Email: info@ehha.eu

Über die European Holiday Home Association (http://ehha.eu)

Die European Holiday Home Assocation wurde 2013 gegründet, um der Branche für Kurzzeitvermietungen eine Stimme zu verleihen. Mitglieder der EHHA sind Verbände privater Hauseigentümer, Verbände von Vermittlern sowie digitale Plattformen, die in der gesamten Europäischen Union agieren. Die Kernaufgabe der Verbände ist die Vermittlung von Kurzzeitvermietungen in privaten Häusern und Wohnungen.

Über die Sharing Economy

Die kollaborative Wirtschaft (oder Sharing Economy) bezieht sich auf Systeme, die den Zugang zu Gütern, Dienstleistungen, Daten und Arbeitskräften ermöglichen, ohne selbst Eigentümer werden zu müssen. Die Systeme sind sehr unterschiedlich, aber nutzen alle Informationstechnologie und Peer-to-Peer-Communities. Im vergangenen Jahr hat die Europäische Kommission eine öffentliche Anhörung zur kollaborativen Wirtschaft gestartet, in der es um die wirtschaftliche Rolle von online Plattformen (Suchmaschinen, Soziale Medien, Video-Sharing-Websites, App Stores etc.) ging. Die Europäische Union sieht ein großes Potenzial in der kollaborativen Wirtschaft hinsichtlich Innovation, Wachstum und Arbeitsplätzen.

Grundregeln für den Ferienimmobilien-Kauf

Was Privatanleger jetzt beim Kauf der eigenen vier Urlaubswände beachten sollten

Berlin, 18.08.2016. Das Geschäft mit den Ferienhäusern und Appartements floriert. Allerdings ist der Kauf einer Ferienimmobilie mit einigen Risiken behaftet. In den deutschen Urlaubsgebieten steigen die Kaufpreise und gute Lagen sind knapp. Nicht überall ist das Vermieten erlaubt und nicht immer erweist sich die Ferienimmobilie als rentabel. Der Deutsche Ferienhausverband e. V. hat nun einige Grundregeln gebündelt, die Käufer unbedingt beachten sollten.

1. Ein Business-Plan sorgt für Transparenz
Eine Ferienimmobilie ist nicht mehr nur Herzensangelegenheit, sondern Rendite-Objekt und Altersvorsorge. Wer professionell vermieten will, sollte einen soliden Businessplan aufstellen. In diesen Plan gehören Informationen zur anvisierten Urlauberzielgruppe, zu Mitbewerbern im lokalen Tourismusumfeld, die Unternehmens- und Marketingstrategie sowie eine solide Finanzplanung. „Privatanleger sollten ihre Ferienimmobilie als eine Unternehmung mit all ihren Chancen und Risiken einstufen“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands. „Damit sich der hohe Kapitaleinsatz lohnt, müssen Anleger das ganze Jahr über Einnahmen erzielen. Um sich gegen andere Anbieter durchzusetzen, benötigen Vermieter eine einzigartige Positionierung. Ein Businessplan hilft Anlegern den Überblick auf dem umkämpften Ferienhausmarkt zu bewahren und eine kluge Investitionsentscheidung zu treffen.“

2. Die Rechtslage vor Ort berücksichtigen
Nicht überall ist das Vermieten von Ferienimmobilien erlaubt. Rechtsstreitigkeiten haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass in einigen Tourismusorten keine Ferienwohnungen in Wohngebieten mehr vermietet werden dürfen. Wer jetzt sein Kapital investiert, sollte sich vorab über baurechtliche Fragestellungen informieren. Ob eine Vermietung erlaubt ist, erfragen Kaufinteressenten am besten bei der zuständigen Baubehörde. „Als vorsichtiger Ferienimmobilienkäufer würde ich mich derzeit noch auf Ortsteile fokussieren, die speziell für die Fremdenbeherbergung vorgesehen sind“, sagt Wann. „Sonst könnte auf eine Investition schnell die Ernüchterung erfolgen.“ Bis Ende des Jahres soll eine Änderung der Baunutzungsverordnung zugunsten von Ferienimmobilieninhabern erfolgen. Zukünftig würden Ferienwohnungen dann als nicht störende Gewerbe- und kleine Beherbergungsbetriebe eingestuft, die in Wohngebieten zugelassen werden können. Das bringt Sicherheit, auch für viele bereits bestehende Ferienwohnungen.

3. Lage entscheidet nicht allein über die Rentabilität
Je stärker das Angebot in einer bestimmten Region wächst, desto wichtiger die Nähe zu Strand und Einkaufsmöglichkeiten. Allerdings sind die Kaufpreise für Ferienimmobilien in 1A-Lagen in den letzten Jahren beträchtlich gestiegen, während Mietpreise nur moderat angezogen haben. „Zum kleinen Einmaleins der professionellen Vermietung gehört es, Kaufpreise und zu erwartende Mieteinnahmen gegenzurechnen“, weiß auch Göran Holst, stellvertretender Vorsitzender des DFV. „Eine Ferienimmobilie auf Sylt ist vielleicht dreimal so teuer wie auf Fehmarn und lässt sich ganzjährig vermieten. Allerdings sind die Mieten nicht proportional höher als anderswo. Das schmälert die Rendite.“ Wer in der Lage Abstriche macht und Investitionskosten spart, kann mit einem außergewöhnlichen Ambiente punkten. „Urlauber legen Wert auf eine gehobene Ausstattung. Mit Sauna und Kamin lässt sich die Auslastung für das ganze Jahr erhöhen“, ergänzt Holst.

4. Je mehr Eigenleistung desto höher die Rendite
Eine Ferienimmobilie zu bewirtschaften, ist mit einigem Aufwand verbunden. Bis zu
50 Prozent der Mieteinnahmen gehen für Finanzierung, Instandhaltung, Buchungsabwicklung sowie Pflege von Grundstück und Eigentum drauf, vor allem wenn Anleger auf Dienstleister zurückgreifen. Das drückt den Bruttoertrag. Wer seine eigene Arbeitsleistung einbringt, spart Geld. Auf eigene Faust zu renovieren und seine Ferienimmobilie selbst zu vermarkten, kann zu einer höheren Nettorendite führen. „Neuinvestoren dürfen nicht vergessen, dass eine Ferienwohnung wechselnde Gäste beherbergt und sich Einrichtungsgegenstände schneller abnutzen. Vermieter sollten daher in jedem Fall einmal im Jahr die wichtigsten Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten vornehmen, damit es nicht zu einem Renovierungsstau kommt“, sagt Wann. Um die Kosten zu decken, sollten etwa zehn Prozent der Mieteinnahmen als Rücklagen dienen.

5. Liebhaberei oder Gewinnerzielungsabsicht – eine Frage fürs Finanzamt
Das Finanzamt prüft, ob eine Ferienimmobilie privat oder gewerblich vermietet wird. Wichtige Indizien für eine gewerbliche Vermietung ist die Absicht, Gewinne zu erzielen. Auch spezielle hotelähnliche Strukturen wie ein Frühstücksservice weisen darauf hin. Zinsen, Unterhaltungs- und Werbungskosten und Reparaturen können dann als Betriebsausgaben steuerlich abgesetzt werden. Wer seine Ferienimmobilie auch einige Wochen im Jahr selbst nutzt, muss die Absicht, einen Überschuss zu erzielen, vor dem Finanzamt darlegen. Sonst könnte das Finanzamt die Ferienimmobilie als Liebhaberei einstufen. Steuervorteile würden entfallen. Eigentümer belegen dies am besten über einen Kooperationsvertrag mit einem Vermarktungspartner. Bei Einnahmen von mehr als 24.500 Euro jährlich fallen zusätzliche Gewerbesteuern an. Wer mehr als 17.500 Euro einnimmt und nicht mehr unter die Kleinunternehmerregelung fällt, muss sieben Prozent Umsatzsteuer abführen. Dies muss bei der Mietkalkulation in jedem Fall berücksichtigt werden. „Die steuerrechtlichen Fragestellungen, die auf zukünftige Vermieter zukommen, sind komplex“, sagt Wann. „In jedem Fall sollten Anleger im Vorfeld einen Steuerberater hinzuziehen, der die einzelnen Fallstricke kennt.“

(5.784 Zeichen)

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

DFV befürwortet aktuelles Urteil zu Zweitwohnungen in Berlin

Zeitweise Ferienvermietung von Zweitwohnungen erlaubt

Berlin, 11.08.2016. Gute Nachrichten für Vermieter von Zweitwohnungen: Das Berliner Verwaltungsgericht hat am 09. August 2016 entschieden, dass Besitzer von Zweitwohnungen in Berlin ihre Unterkünfte während der Abwesenheit tage- und wochenweise an Touristen vermieten dürfen. Die Bezirksämter dürfen eine Ausnahmegenehmigung nicht verweigern. Maßgeblich für die Urteilsentscheidung sind die schutzwürdigen privaten Interessen der Eigentümer. Der Deutsche Ferienhausverband e. V. bewertet das Gerichtsurteil als positives Signal in der Debatte um die Zweckentfremdung von Wohnraum in Berlin. 

In der Urteilsbegründung heißt es, dass kein Missbrauch von Wohnraum vorliege, wenn für die Zeit der Abwesenheit des Eigentümers eine Zweitwohnung an Feriengäste vermietet wird. Ob eine Wohnung leer stünde oder zeitweise vermietet würde, habe keinerlei Auswirkungen auf den Berliner Wohnungsmarkt.

Der Deutsche Ferienhausverband begrüßt die Entscheidung des Berliner Gerichts. „Alles andere als eine Ausnahmeregelung bei Zweitwohnungen wäre nicht nachvollziehbar gewesen“, sagt Göran Holst, Vorstand des DFV. „Wohnungen, die überwiegend selbst genutzt und nur zeitweise als Ferienwohnungen vermietet werden, beheben weder den Wohnungsmangel, noch verschärfen sie ihn. Es gibt zudem unzählige Ferienwohnungen, die sich aufgrund ihrer Eigenschaften nicht als Dauerwohnraum eignen. Der Berliner Senat macht Ferienwohnungen ursächlich für den Wohnungsmangel in Berlin verantwortlich. Und das angesichts dessen, dass Ferienwohnungen weniger als ein Prozent des Wohnungsbestands in Berlin ausmachen. Dass man in den Bezirken nun selbst die kurzzeitige Vermietung von Zweitwohnungen mit Verweis auf das Zweckentfremdungsgesetz untersagen wollte, zeigt anschaulich, welches Klima in der Stadt geschürt wird. Denn die Vermietung von Zweitwohnungen an Touristen stellt schon laut Gesetz keine Zweckentfremdung dar.“

Seit dem 01. Mai 2016 gilt das Wohnraumzweckentfremdungsverbot in Berlin. Demnach dürfen keine Wohnungen als Ferienwohnungen mehr angeboten werden. Die ersten gewerblichen Vermieter mussten ihre wirtschaftliche Existenz bereits aufgegeben und stehen vor dem wirtschaftlichen Aus. Der Deutsche Ferienhausverband sieht im Berliner Zweckentfremdungsverbot einen massiven Eingriff in die Eigentumsrechte der Bürger.

(2.445 Zeichen)

Pressemitteilung als PDF

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

 

Positives Signal für Ferienwohnungen in Wohngebieten

Der Deutsche Ferienhausverband e. V. und der Deutsche Tourismusverband e. V. begrüßen den Referentenentwurf zur Klarstellung der Baunutzungsverordnung

Berlin, 07.07.2016. In einer Verbändeanhörung vor dem Ausschuss des BMUB wird am heutigen Donnerstag der Entwurf des „Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie 2014/52/EU im Städtebaurecht und zur Stärkung des neuen Zusammenlebens in der Stadt“ diskutiert. Der Deutsche Ferienhausverband (DFV) und der Deutsche Tourismusverband (DTV) begrüßen in einer gemeinsamen Stellungnahme den Vorstoß des Bauministeriums, Ferienwohnungen als nicht störende Gewerbe- und Beherbergungsbetriebe einzustufen. In einer Klarstellung der Baunutzungsverordnung (BauNVO) sollen Ferienwohnungen demnach in allgemeinen Wohngebieten ausnahmsweise zulässig sein. Der Referentenentwurf schlägt zudem eine Lösung für Ferienwohnungen in reinen Wohngebieten vor. Sie könnten zukünftig als kleine Beherbergungsbetriebe im Ausnahmefall zugelassen werden – wenn sie einige Voraussetzungen erfüllen.

Der DFV und der DTV werten die Signale aus Berlin positiv. Da Ferienwohnungen in der BauNVO in Wohngebieten nicht explizit genannt sind, kam es in den letzten Jahren immer wieder zu Rechtsunsicherheiten. Mehrere Klagen haben dazu geführt, dass die Vermietung in Wohngebieten von einigen Kommunen verboten wurde. In der offiziellen Stellungnahme der beiden Verbände heißt es, dass das neue Gesetz einen wichtigen Grundstein für mehr Rechtssicherheit legt.

Einzig die Einschränkungen für Ferienwohnungen in reinen Wohngebieten halten die Verbände für wenig sinnvoll. Der Entwurf besagt, dass in reinen Wohngebieten Ferienwohnungen nur dann genehmigt werden können, wenn die Wohnnutzung überwiegt. Eine solche Beschränkung ist für die Verbände wenig praktikabel. „Viele Immobilien bestehen aus einer Wohnung und mehreren Ferienwohnungen. Diese wären zukünftig von der Vermietung ausgeschlossen“, kritisiert Tobias Wann, Vorsitzender des DFV. Die Einschränkung liegt vor allem in den erhöhten Anforderungen an den Lärmschutz begründet, die für reine Wohngebiete gelten. Der DFV widerspricht dieser Argumentation und merkt an: „Das traditionelle Nebeneinander von Ferienwohnungen und Dauerwohnungen hat jahrelang konfliktfrei funktioniert. Nicht immer sind dabei die meisten Wohnungen von Dauermietern belegt. Probleme gibt es dennoch nur in seltenen Fällen. Dauermieter und Feriengäste kommen in der Regel gut miteinander aus. Vermieter von Ferienimmobilien sind an einem einvernehmlichen Miteinander interessiert und haben ein Auge auf ihre Gäste. Und wenn es doch einmal zu Störungen kommt, bleibt immer noch der Weg, wie bei Dauermietverhältnissen, dagegen ordnungsrechtlich vorzugehen“, ergänzt Wann.

Die vorgesehene Beschränkung betrifft vor allem private Vermieter, die bereits Ferienwohnungen in Wohngebieten vermieten oder beim Investitionsvorhaben fest mit den Einnahmen kalkuliert haben, beispielsweise um den eigenen Hausbau zu finanzieren. Sie sind von dieser Regulierung akut in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. „Statt eine starre Beschränkung in der BauNVO festzulegen, empfehlen wir, den Kommunen den Handlungsspielraum zu lassen, gemäß den Gegebenheiten vor Ort eingreifen und planen zu können“, so Wann.

Die Verbände sind sich einig, dass mit dem Gesetz eine wichtige Weichenstellung für den Tourismusstandort Deutschland vorgenommen wird. „Das Gesetz muss nun so schnell wie möglich verabschiedet werden“, fordert DTV-Hauptgeschäftsführerin Claudia Gilles. „Kommunen, Ferienwohnungsvermieter und Investoren brauchen endlich Rechtssicherheit, um für die Saison 2017 planen zu können. Das stärkt den Tourismus vor Ort und die Investitionsbereitschaft in strukturschwachen Gebieten.“

(3.768 Zeichen)

Hier gibt es die gemeinsame Stellungnahme des DFV und DTV und die Pressemitteilung als PDF zum Download.

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Über den Deutschen Tourismusverband e.V.
Seit 1902 setzt sich der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) für eine erfolgreiche touristische Entwicklung in Deutschland ein. Als Dachverband kommunaler, regionaler und landesweiter Tourismusorganisationen vertritt der DTV die Interessen seiner rund 100 Mitglieder gegenüber Politik und Behörden, setzt Impulse, vernetzt Akteure miteinander und fördert einen zukunftsweisenden Qualitätstourismus im Reiseland Deutschland.
www.deutschertourismusverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Stellungnahme des DTV und DFV zum Referentenentwurf „Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie 2014/52/EU im Städtebaurecht und zur Stärkung des neuen Zusammenlebens in der Stadt“

Die Durchmischung von Wohngebieten mit Ferienwohnungen ist in vielen Tourismusorten in Deutschland gang und gäbe. Dass diese Praxis gegen geltendes Recht – nämlich die
Baunutzungsverordnung (BauNVO) – verstößt, ist erst durch Rechtsstreitigkeiten in den letzten Jahren in den Fokus geraten. Stein des Anstoßes ist, dass in der BauNVO die Weiterlesen

Deutscher Ferienhausverband kritisiert Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts über das Verbot von Ferienwohnungen

Klage von Ferienwohnungs-Betreibern in Berlin in erster Instanz abgewiesen

Berlin, 09.06.2016. Mit dem gestrigen Urteil des Berliner Verwaltungsgericht nun die Bestätigung: Das Verbot von Ferienwohnungen in Berlin ist rechtmäßig. Vier Betreiber von Ferienwohnungen haben erstmalig gegen das Zweckentfremdungsverbot geklagt und scheiterten in der ersten Instanz. Der Deutsche Ferienhausverband sieht im Urteil einen massiven Eingriff in die Eigentumsrechte der Bürger. Die Tragweite des Urteils für die gesamte Branche ist derzeit noch gar nicht absehbar.

„Wir beobachten seit Monaten, dass Ferienwohnungen in Berlin und anderen Großstädten für den Wohnungsmangel aufgrund baupolitischer Fehlentscheidungen in der Vergangenheit verantwortlich gemacht werden“, sagt Göran Holst, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands. „Der Anteil von Ferienwohnungen am Gesamtwohnungsmarkt liegt unter einem Prozent. Viele der Ferienwohnungen eignen sich kaum als sozialer Wohnraum. Wenn eine 40-Quadratmeter-Wohnung mit möblierter und gehobener Ausstattung als Dauerwohnraum angeboten wird, kommt sie jedenfalls nicht denjenigen zugute, die das Gesetz schützen möchte”, resümiert Holst. “Der Vermieter ist aber wegen hoher Kaufpreise für das Wohneigentum gezwungen, den maximal möglichen Mietertrag zu erlösen und wird die Wohnung daher sehr oft nicht dem normalen Markt zuführen.”

Vom Berliner Gesetz betroffen sind in erster Linie Eigentümer von Sekundärwohnraum. Darunter sind auch Vermieter, die sich ihre Existenz über die Ferienvermietung gesichert oder aufgebaut haben oder Angestellte beschäftigen und von diesen auch andere Branchen profitieren.359 Millionen Euro Umsatz generiert allein der private Ferienhausmarkt in Berlin, wie eine Studie* von FeWo-direkt und dem Deutschen Ferienhausverband zeigt. 3,6 Millionen Übernachtungen pro Jahr finden in privaten Immobilien mit weniger als zehn Betten statt. Durchschnittlich 99,70 Euro geben Urlauber pro Kopf und Tag in der Bundeshauptstadt aus. Das sind nach Hamburg mit 100,30 Euro pro Person die zweithöchsten Urlaubsausgaben in einem deutschen Bundesland. „Von den Ausgaben der Urlauber profitieren nicht nur Vermieter, sondern auch der Imbiss um die Ecke“, so Holst weiter. Als Tourismusmagnet und eine der beliebtesten Städte Europas verschließt sich die Stadt vor den veränderten Bedürfnissen der Urlauber. Ferienwohnungen stellen gerade für Familien eine kostengünstige Alternative da. Viele potenzielle Berlinbesucher werden der Stadt den Rücken kehren, wenn sie kein geeignetes Übernachtungsangebot mehr finden. “Es ist nicht nachvollziehbar, dass eine Stadt wie Berlin, die mit ihrer Vielfalt und Freiheit wirbt, diese ausgerechnet bei der für sie so wichtigen Tourismusbranche beschneiden möchte“, so Holst weiter.

Medienberichten zur Folge wird es zu einem Berufungsverfahren kommen. Der Ausgang und die Folgen für die Ferienhausbranche bleiben ungewiss.

(3.016 Zeichen)

*Quelle: Ferienhausmarkt in Deutschland – Volumen und ökonomische Bedeutung von FeWo-direkt und dem Deutschen Ferienhausverband e. V., Juni 2015

Pressemitteilung als PDF

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbandes ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

21. und 22. September 2016 – Touristik Immobilien Gipfel in Frankfurt

In diesem Jahr steht der Touristik Gipfel, organisiert vom Fachmagazin fvw, der Heuer Dialog GmbH und der Immobilien Zeitung ganz im Zeichen der Ferienimmobilie. Top-Unternehmen aus der Branche referieren zwei Tage lang zum Thema: “Wachstumsmotor Tourismus: Investitionen in Deutschland” über die Potenziale und Chancen des Investitionsmarktes. Mit dabei sind auch Vertreter des Deutschen Ferienhausverbands. Die Veranstaltung findet jeweils ab 10.00 Uhr im Fleming’s Conference Hotel Frankfurt statt.

Weitere Informationen und Tickets gibt es hier.

Deutscher Ferienhausverband e. V. vergibt Prüfsiegel

DFV_Siegel_final_neuZertifizierung von Ferienhausanbietern nach sachlichen Kriterien gibt Urlaubern Orientierung bei der Suche nach dem passenden Buchungspartner

Berlin, 03.05.2016. Service, Transparenz und Nutzerfreundlichkeit sind entscheidende Attribute, wenn Urlauber ein Ferienhaus buchen wollen. Um ihnen eine bessere Orientierungsmöglichkeit bei der Suche nach einem vertrauenswürdigen Buchungspartner an die Hand zu geben, hat der Deutsche Ferienhausverband einen neuen Service bereitgestellt. Online-Plattformen, Vermittler und Reiseveranstalter können sich ab sofort einer umfassenden Überprüfung unterziehen. Erfüllt der Anbieter alle Prüfkriterien, erhält er das DFV-Qualitätssiegel. Bisher haben sich die vier Online-Plattformen und Vermittler FeWo-direkt.de, Travanto.de, BestFewo.de und Traum-Ferienwohnungen.de zertifizieren lassen. Sie führen als erste Anbieter das Siegel.

„Die Urlaubsbuchung ist eine emotionale Angelegenheit, die mit großer Vorfreude verbunden ist“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Ferienhausverbands. „Gütesiegel sorgen dafür, sich gut aufgehoben zu fühlen und geben Orientierung im Angebotsdschungel. Für Anbieter sind sie zusätzlicher Antrieb, den Service weiter auszubauen und zu verbessern. Mit dem Qualitätssiegel des DFV geben Anbieter ihren Kunden das Versprechen, dass sich diese auf einer sicheren und vertrauenswürdigen Webseite bewegen.“

Bei der umfangreichen Prüfung für das DFV-Siegel stehen ein transparenter Buchungsprozess, Qualität des Kundenservices und Benutzerfreundlichkeit im Vordergrund. Eine rechtliche Überprüfung durch eine Anwaltskanzlei stellt sicher, dass die Anbieter je nach Geschäftsmodell ihren Kunden eindeutige und gesetzmäßige Buchungsinformationen zur Verfügung stellen und wichtige Quellen wie AGB, Datenschutzhinweise und Impressum aktuell, transparent und rechtssicher sind.
Durch Mystery-Checks wird zudem der Kundenservice auf Antwortverhalten und Reaktionsgeschwindigkeit geprüft. Jeder Anbieter verpflichtet sich, Filter- und Suchmöglichkeiten anzubieten und tagesaktuelle Unterkünfte mit freien Vakanzen anzuzeigen. Außerdem erklärt er sich, den Vorgaben im Umgang mit Ferienhausbewertungen und Reklamationen zu entsprechen. Der DFV überwacht die Einhaltung der Richtlinien. Welche Anforderungen die Anbieter im Detail erfüllen müssen, ist in den Qualitätskriterien des DFV festgelegt. Der DFV verleiht das Qualitätssiegel für ein Jahr. Nach Ablauf findet eine erneute Überprüfung statt. Unter www.deutscher-ferienhausverband.de/siegelkriterien/ gibt es alle Kriterien auf einen Blick.

(2.594 Zeichen)

Pressemitteilung als PDF

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm | Premm PR, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

14. Juni 2016: Branchentreffen in Bremen

Das nächste Meet-Up der Mitglieder des Deutschen Ferienhausverbands findet am 14. Juni 2016 in Bremen statt. Neben den Berichten aus der Geschäftsstelle und der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wird es ausreichend Möglichkeiten zum Netzwerken geben.

 

Wir treffen uns in der Zeit von 11:00 bis 17:00 Uhr im
Restaurant HANSEN
Tafelzimmer
Newport, Konsul-Smidt-Straße 8M
28217 Bremen – Überseestadt

 

Wir freuen uns auf regen Austausch und konstruktive Gespräche.

Zeichen stehen auf Rekordjahr: Run auf Ferienhäuser an Nord- und Ostsee

Deutscher Ferienhausverband gibt Tipps für die kurzfristige Buchung

Berlin, 21. April 2016. Deutschlands Küsten werden in diesem Jahr einen neuen Ansturm erleben. Für die ersten Augustwochen, wenn insgesamt zehn Bundesländer gleichzeitig Sommerferien haben, sind viele der familienfreundlichen Ferienhäuser und Ferienwohnungen mit mindestens zwei Schlafzimmern bereits ausgebucht. Die Erinnerung an einen warmen Sommer im letzten Jahr und die unsichere Weltlage tragen dazu bei, dass die deutschen Küsten beliebter sind denn je. Für alle Familien, die noch eine Sommerbleibe suchen, stellt der Deutsche Ferienhausverband einige Buchungstipps zur Verfügung.

„Rund 4.000 Ferienunterkünfte für mindestens vier Personen sind nach unseren Schätzungen im August noch frei“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Verbands. 33,2 Prozent aller Ferienhausurlauber planen laut aktueller Ferienhaus-Urlaubsanalyse von FeWo-direkt einen Aufenthalt in Deutschland (2015: 29,8 Prozent). Das ist ein Plus von 3,4 Prozentpunkten im Vergleich zu den Vorjahresplänen.* Grund zur Sorge, nicht mehr das passende Objekt zu finden, besteht aber nicht. „Eine Situation wie auf Mallorca wird es an deutschen Küsten nicht geben. Das Bettenangebot an privaten und gewerblichen Vermietungen ist groß und vielfältig. Allerdings sollte man als Familie auch nicht auf gut Glück losfahren“, ergänzt Wann. „Einige Urlaubsorte haben nur noch ganz wenige Plätze frei.“ Wer daher bis jetzt noch nicht gebucht hat, sollte sich nicht auf einen bestimmten Urlaubsort fixieren. „Urlauber, die am Timmendorfer Strand kein geeignetes Objekt finden, können auf Fehmarn durchaus Erfolg haben“, weiß auch Carsten Gersdorf, Vorstandsmitglied des DFV und Deutschland-Experte. „Auch auf den deutschen Lieblingsinseln Rügen und Usedom lässt sich noch ein vielfältiges, komfortables Angebot zu einem moderaten Preis-Leistungsverhältnis ausfindig machen.“ Eine strandnahe Ferienwohnung mit etwa 70 Quadratmetern und zwei Schlafzimmern gibt es bei Belegung mit vier Personen beispielsweise ab 268 Euro pro Objekt/Woche.

„Die erstklassigen Meerblick-Lagen in vorderster Strandreihe sind nicht selten schon im Januar ausgebucht“, so Gersdorf weiter. „Doch gerade ein ruhiges Anwesen unweit der lebhaften Strandabschnitte kann erholungssuchenden Familien mit kleinen Kindern viele Vorteile bieten.“ Diese sind etwas abseits der Promenaden gut aufgehoben. Ein großes Grundstück mit eigenem Grillplatz, einem Schwimmteich und der Pferdekoppel direkt hinter dem Haus ist für viele Familien die erholsamere Alternative. Auf die gemeinsame Zeit kommt es schließlich an und da entschädigen der Spielplatz direkt vor der Terrasse und die gemütliche Familiensauna für die paar Minuten mit Auto oder Fahrrad bis zum nächsten Strand. Nicht zu vergessen: Die Wege an Nord- und Ostsee sind kurz. Faszinierende Landschaften und Naturstrände, die mancher Urlauber vorher gar nicht im Blick hatte, laden zu Entdeckungstouren mit unvergesslichen Erlebnissen ein.

Wer nicht auf Deutschland festgelegt ist, findet weiter nördlich ebenfalls noch eine große Auswahl an komfortablen Objekten. Alle, die geräumige Domizile bevorzugen, können bei den dänischen Nachbarn inmitten weiter Dünenlandschaften einen ungestörten XXL-Urlaub verbringen. Ausgestattet mit Whirlpool, Billard-Zimmer oder eigenem Indoor-Schwimmbad bieten Dänemarks Ferienhäuser viel Platz für den aktiven Mehrfamilienurlaub im Großformat. Strandnahe Unterkünfte für acht bis zehn Personen gibt es schon ab 1.000 Euro pro Objekt/Woche.
(3.613 Zeichen)

*Quelle: 11. Deutsche Ferienhaus-Urlaubsanalyse 2016 von FeWo-direkt

Pressemitteilung als PDF

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 17 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

DFV bei Anhörung im Bundestag zu “Ferienwohnungen in Wohngebieten”

Michelle Schwefel, tourismuspolitische Referentin des DFV, bezieht als Sachverständige Stellung vor dem Tourismus-Ausschuss

Berlin, 16.03.2016. Der Deutsche Ferienhausverband e. V. setzt sich für eine Änderung der Baunutzungsverordnung (BauNVO) ein. Dort sind Ferienwohnungen als mögliche Nutzungsform in Wohngebieten nicht explizit benannt, obwohl deren Vermietung seit Jahrzehnten gängige Praxis ist. Mehrere Klagen haben in den letzten Jahren gehäuft zu Vermietungsverboten geführt. Vermieter und Gäste sind verunsichert, Tourismusgemeinden entgehen wichtige Einnahmen. Eine Teillösung ist absehbar. Demnach könnte das Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) in einer Klarstellung der BauNVO Ferienwohnungen als kleine, nicht störende Gewerbebetriebe einstufen. Damit wären sie in allgemeinen Wohngebieten zulässig. Für den DFV ist diese Lösung allerdings zu kurz gefasst.

Der Verband fordert in seinem offiziellen Statement zur Anhörung eine umfassende Änderung der Baunutzungsverordnung, die generell den Bestand in Wohngebieten sichert und den Neubau von Ferienwohnungen sowie eine Durchmischung von Ferienwohnungen und Dauerwohnungen zulässt. „Ferienwohnen liegt im Trend, sowohl bei Vermietern als auch bei Gästen. Der private Ferienwohnungsmarkt ist dabei von enormer Bedeutung. Fast 70 Prozent der Übernachtungen finden in privaten Quartieren statt. Es sind vor allem die privaten Vermieter, die ihre Ferienwohnungen in Wohngebieten anbieten“, sagt Michelle Schwefel, Politikreferentin des DFV, die als Sachverständige an der Anhörung teilnimmt. „Fielen diese weg, würde es drastische Einbußen geben ─ für die Kommunen und die lokale Wirtschaft.“ Es gibt aber auch einen sozialen Aspekt: Viele Vermieter sichern sich durch ihre Ferienwohnung ihre Altersvorsorge oder die Finanzierung ihrer Häuser. “Wir brauchen sowohl für die allgemeinen als auch für die reinen Wohngebiete eine klare Regelung, die Anbietern und Gästen gerecht wird und den Kommunen zugleich den nötigen Handlungsspielraum für lokale Besonderheiten lässt. Deshalb fordern wir, Ferienwohnungen als zulässige Nutzungsart in Wohngebieten in die BauNVO aufzunehmen.“

5,5 Milliarden Euro Umsatz generiert der private Ferienhaustourismus laut einer Studie von FeWo-direkt und dem Deutschen Ferienhausverband pro Jahr. Private Vermietungsangebote mit weniger als zehn Betten machen damit 69 Prozent am gesamten Ferienhausmarkt aus.* „Für strukturschwache Regionen und Gemeinden sind Ferienwohnungen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. In vielen Orten haben sich über Jahrzehnte touristische Strukturen entwickelt, von denen Anwohner, Vermieter, Einzelhandel und Gastronomie und nicht zuletzt die Kommunen profitieren. Ein Verbot, das zwangsläufig auch zu einem Investitionsstopp auf dem Ferienhausmarkt führt, hätte für viele Orte massive Folgen“, so Schwefel weiter. „Bis spätestens zur Sommersaison 2017 muss eine Lösung her, die für alle Beteiligten akzeptabel ist.“

Die öffentliche Anhörung findet am heutigen Mittwoch, 16.03.2016 um 14 Uhr im Paul-Löbe-Haus in Berlin unter dem Vorsitz von Heike Brehmer (CDU/CSU) statt.

*Quelle: „Der Ferienhausmarkt in Deutschland – Volumen und ökonomische Bedeutung“, von FeWo-direkt und dem Deutschen Ferienhausverband e. V., Juni 2015

Pressemeldung als PDF

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 15 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Forderung nach Erhalt von Ferienwohnungen in Wohngebieten

DTV-DFV

Berlin, 7. März 2016: Viele Vermieter von Ferienwohnungen in deutschen Tourismusregionen fühlen sich vom Gesetzgeber im Stich gelassen: Ihnen steht eine weitere Saison rechtlicher Unsicherheit bevor. Kern des Problems liegt in der bereits seit Jahrzehnten bundesweit gültigen Baunutzungsverordnung: Dort sind Ferienwohnungen als zulässige Nutzung in reinen und allgemeinen Wohngebieten nicht explizit genannt. Die Folgen: Klagen gegen Vermieter von Ferienwohnungen, die in Wohngebieten liegen, und Bauämter, die die Nutzung als Ferienwohnung untersagen. Der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) und sein Mitglied, der Deutsche Ferienhausverband e.V. (DFV), kritisieren die Lücke in der Verordnung und fordern eine praktikable Lösung für alle Beteiligten.

„Wir laufen Gefahr, dass über viele Jahre gewachsene Strukturen in den Tourismusorten verloren gehen“, warnt DTV-Präsident Reinhard Meyer. Mit erheblichen Folgen: „Gäste müssen mit Einschränkungen beim Übernachtungsangebot rechnen, einheimische Vermieter verlieren eine wichtige Einnahmequelle, Gemeinden gehen Steuern und Kurtaxenzahler verloren, der örtliche Einzelhandel und die Gastronomen büßen Umsätze ein.“ Der Bund müsse handeln, so Reinhard Meyer: „Nur durch eine geänderte Baunutzungsverordnung kann eine saubere, rechtssichere Lösung geschaffen werden. In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern der DTV und der DFV, Ferienwohnungen in Wohngebieten zu ermöglichen.“ Meyer betont: „Klar ist aber auch: Der Tourismus kann nicht ohne die Akzeptanz der Anwohner funktionieren. Die von beiden Verbänden gewünschte Änderung gewährt den Kommunen weiterhin Handlungsspielraum, um Rücksicht auf lokale Besonderheiten nehmen zu können. Beispielsweise bei einem angespannten Wohnungsmarkt.“

Das federführende Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hat erste ermutigende Signale für eine Teillösung gesendet. Demnach könnten Ferienwohnungen in allgemeinen Wohngebieten als kleine, nicht störende Gewerbebetriebe eingestuft werden. Für reine Wohngebiete stellt der Vorschlag des Bundes allerdings keine zufriedenstellende Lösung dar.

„Man darf nicht vergessen, dass es sich bei privat vermieteten Ferienhäusern und -wohnungen mit weniger als zehn Betten um ein sehr wichtiges Segment handelt, von dem viele Branchen vor Ort und auch die Kommunen selbst profitieren. Es sind gerade die Kleinstvermieter, die die touristische Attraktivität der Orte z. B. an Nord- und Ostsee, aber auch im ganzen Land sichern, indem sie Familien preisgünstige und bedürfnisgerechte Übernachtungsmöglichkeiten bieten“, sagt Carsten Gersdorf, Vorstandsmitglied des Deutschen Ferienhausverbands. „Viele dieser Unterkünfte befinden sich in allgemeinen oder auch in reinen Wohngebieten. Hier brauchen wir eine klare Regelung, die den Kommunen einen grundsätzlichen Handlungsspielraum einräumt, vor Ort die passenden Entscheidungen zu treffen.“ Am 16. März 2016 befasst sich der Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages in einer Anhörung mit dem Thema. Der DFV ist als Sachverständiger geladen.

Auch Bernd Fischer, Geschäftsführer vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. und Mitglied im Vorstand des DTV nimmt an der Anhörung teil. Neben Schleswig-Holstein ist vor allem auch Mecklenburg-Vorpommern von Vermietungsverboten betroffen. „Mecklenburg-Vorpommern hat von jeher auch einen starken Ferienwohnungssektor. Dieser gehört zur Angebotsbreite, und für viele Vermieter im Nebenerwerb trägt er entscheidend zum Auskommen und Lebensstandard bei. Aus der Tradition und den sozialen Gesichtspunkten heraus haben das Land und der Tourismusverband eine gemeinsame Position erarbeitet. Diese beinhaltet im Kern, dass auch in Zukunft die Möglichkeit bestehen muss, einzelne Ferienwohnungen innerhalb von Wohngebieten zu erhalten. Entsprechend sollte die Baunutzungsverordnung des Bundes angepasst werden. Eine solche grundsätzliche Regelung schließt nicht aus, dass Städte und Kommunen ein Ferienvermietungs- bzw. Zweckentfremdungsverbot für einzelne reine Wohngebiete erlassen können, wenn dies aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nötig erscheint.”

Spätestens für die Saison 2017 muss eine befriedigende Lösung gefunden werden.

Über den Deutschen Tourismusverband e. V.
Der Deutsche Tourismusverband e. V. (DTV) – 1902 gegründet – ist der Dachverband kommunaler, regionaler und landesweiter Tourismusorganisationen. Er setzt sich für eine erfolgreiche touristische Entwicklung in Deutschland ein. Neben Aufgaben als tourismuspolitische Interessenvertretung steht dabei die Fach- und Projektarbeit im Vordergrund. Der DTV ist beratend, zertifizierend und koordinierend in vielen Bereichen des Qualitätstourismus tätig. Zu den 98 Mitgliedern gehören Landestourismusorganisationen, regionale Verbände, Städte, alle Kommunalen Spitzenverbände sowie fördernde Mitglieder – darunter ADAC und Deutsche Bahn AG.

Pressemeldung als PDF

Pressekontakt
Sarah Lopau, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel. 0 30 – 856 215 – 121
E-Mail: lopau@deutschertourismusverband.de, www.deutscher-tourismusverband.de

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 15 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Neue Branchenumfrage: Perspektive Ferienhaustourismus 2016

IT-Know-how entscheidet zukünftig über den Erfolg der Ferienhausanbieter

Der Deutsche Ferienhausverband liefert in der ersten Ausgabe von „Perspektive Ferienhaustourismus“ einen Ausblick auf die Potenziale der Branche

Berlin, 23.02.2016. Die großen Reiseveranstalter und Online-Portale der Ferienhausbranche stehen vor neuen Herausforderungen. Verändertes Konsumverhalten, politische Restriktionen und der zunehmende Wettbewerb beeinflussen die Entwicklung des Segments. Die erste Ausgabe von „Perspektive Ferienhaustourismus“, herausgegeben vom Deutschen Ferienhausverband e. V., befasst sich mit den Trends, Prognosen und Perspektiven einer Branche im Wandel. Entscheidungsträger bewerten die Potenziale und Konsolidierungsprozesse im Markt und sprechen über Hemmnisse und Wachstumsmotoren. Der Ergebnisbericht steht unter www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage zum Download bereit. Die wichtigsten Kernthesen im Überblick: 

IT-Expertise entscheidet in Zukunft über den Erfolg der Anbieter
Der Übernachtungsmarkt konsolidiert sich. Das Ferienhaus-Segment bewegt sich aus der Nische hin zum Massenmarkt. Dabei sehen die Entscheider im Aufbau einer zukunftsträchtigen IT-Infrastruktur den Schlüssel zum Erfolg. Den wachsenden Wettbewerb um die Urlauber und den steigenden Innovationsdruck bekommen vor allem die kleinen Anbieter zu spüren, die nicht über die monetären und personellen Ressourcen der finanzstarken Player verfügen. Sie müssen sich über Vertriebskooperationen und Servicequalität im Markt neu ausrichten. Auch die Ansprüche der Nutzer sind gestiegen. Sie erwarten eine schnelle und unkomplizierte Buchung ihres Wunschdomizils. Die Datenvernetzung und die Optimierung von Online-Buchungen für mobile Endgeräte gehören daher zu den großen Aufgaben der Zukunft und bilden den Kern der Anstrengungen im IT-Bereich.

Übernahmen durch Hotelanbieter sorgen für zusätzliche Dynamik im Markt
Die großen Hotelanbieter wie TUI und HRS haben das ökonomische Potenzial von Ferienwohnungen und -häusern längst erkannt und erweitern sukzessive ihr Portfolio. Das verleiht dem Markt eine zusätzliche Dynamik und verschärft gleichzeitig den Wettbewerb – insbesondere im Kampf um Google-Platzierungen. Doch trotz des steigenden Wettbewerbs bewerten die Marktteilnehmer die Übernahmen positiv und sehen darin einen wesentlichen Wachstumsmotor des Segments. Nach Aussagen der Befragten hat die Entwicklung einen erheblichen Einfluss auf die Professionalisierung der Branche, die nun mehr Aufmerksamkeit erfährt als zuvor und verstärkt in die öffentliche Wahrnehmung rückt.

Die Ferienhausbranche wird zum Pauschaltourismus weiter aufschließen
Experten beobachten bereits eine zunehmende Konvergenz zwischen Hotel- und Ferienhausgeschäft. Ferienhäuser haben sich als Unterkunftskategorie auf dem Markt etabliert. Der Ferienhaustourismus wird zu Pauschalreisen weiter aufrücken und Anteile auf dem Übernachtungsmarkt gewinnen. Im Umkehrschluss beeinflusst das veränderte Buchungsverhalten sowie der Wunsch nach Individualität und flexibler Urlaubsplanung auch das Pauschalreise-Segment. Urlauber wollen Anreise, Aufenthaltsdauer, Unterkunftsart und zusätzliche Angebote wie Mietwagen im Baukastensystem individuell zusammenstellen. Ein Trend, der sich zukünftig verstärken wird. Insbesondere für Reiseveranstalter ist der Aufwand nicht zu unterschätzen, den eine flexible Urlaubsbuchung mit sich bringt. Für sie bedeutet das Mehrarbeit für den gleichen Unternehmenserfolg.

Die Zielgruppe war noch nie so breit gefächert
Empty Nesters, Best-Ager, Patchwork-Familien, Millennials – die Zielgruppe für den Ferienhaustourismus fächert sich immer weiter auf. Das wichtigste Motiv für die Buchung besteht im Wunsch nach Freiheit und Flexibilität. Dabei wählen Urlauber zunehmend höherwertige Objekte aus dem 3- bis 4-Sterne-Segment, die durch eine geteilte Urlaubskasse bezahlbar werden. Den größten Urlauberanteil haben die 30- bis 50-Jährigen, die in der klassischen Kernfamilie gemeinsame Zeit genießen wollen. Allerdings beobachten Experten immer neue Ausprägungen in der Zielgruppe. Insbesondere das umfangreiche, preisgünstige Angebot in den Städten zieht junge Touristen in die Ferienwohnungen. Im Hinblick auf die riesige Angebotsvielfalt gewinnen Detailinformationen zu den Objekten und hochwertiges Fotomaterial sowie flexible Buchungsmöglichkeiten bei der Entscheidungsfindung an Bedeutung.

Faire Marktbedingungen und Steuergesetze bestimmen das Branchenwachstum
Trotz seiner Umsatzstärke von acht Milliarden Euro pro Jahr findet das Ferienhaus-Segment in Deutschland in Politik und Öffentlichkeit eine zu geringe Aufmerksamkeit. Dabei sind nach Meinung der Umfrageteilnehmer dringend politische Weichenstellungen erforderlich, damit die Branche weiterhin dynamisch wachsen und dem Bedürfnis der Menschen nach einem freiheitlichen, individuellen Urlaub gerecht werden kann. Der Erhalt von Ferienwohnungen in Wohngebieten von Tourismusorten sowie die Diskussion um die Wohnraumzweckentfremdung gehören nach Angaben der Befragten zu den wichtigsten Kernthemen. Die gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Übernachtungsleistungen könnte zudem Reiseveranstalter zukünftig vor Probleme stellen. Politische Entscheidungen dürften in diesem Zusammenhang einen gravierenden Einfluss auf die Ferienhausbranche haben.

Ferienhausanbieter schauen optimistisch auf 2016
Die Erwartungen in punkto Nachfragesteigerung und Umsatzwachstum sind hoch. Der Ferienhausurlaub ist ein wichtiger Teil der Reiseindustrie geworden und findet eine wachsende Anhängerschaft, die diese individuelle Art der Unterbringung nicht missen will. Obwohl sich der Wettbewerb verstärkt, die Vermarktung der Feriendomizile mit einem größeren Aufwand einhergeht und sich das regulatorische Umfeld von Ferienwohnungen als schwierig erweist, schaut die Branche optimistisch in die Zukunft.

>> Pressemeldung als Word.docx oder PDF

Über die Branchenumfrage
Die erste Ausgabe von „Perspektive Ferienhaustourismus“ wurde von Pamela Premm – Public Relations, Konzeption und Text, entwickelt und durchgeführt. Neun der führenden Online-Portale und Reiseveranstalter aus dem Ferienhaus-Segment haben daran teilgenommen. Sie wurden zu Themen wie Trend-Destinationen, Hotelübernahmen und Herausforderungen befragt. Der Ergebnisbericht kann unter www.deutscher-ferienhausverband.de/branchenumfrage kostenlos heruntergeladen werden.

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 15 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbands ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Ferienwohnungen in Berlin machen nur einen Bruchteil am Wohnungsmarkt aus

Der Deutsche Ferienhausverband (DFV) fordert eine differenzierte Auseinandersetzung und faire Regelungen für alle Beteiligten

Berlin, 27.01.2016. Die Wohnungslücke in Berlin ist nicht wegzureden. Laut einer Erhebung des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln fehlen bei gleichbleibender Bautätigkeit bis 2020 jährlich 20.000 neue Wohnungen, um den steigenden Bedarf zu decken. Gebaut werden aber nur 9.000 Wohnungen pro Jahr. Das macht einen jährlichen Minderbestand von 11.000 Wohnungen aus. Dem gegenüber stehen 6.500 gemeldete und 12.000 nicht gemeldete Ferienwohnungen in Berlin. Am Gesamtwohnungsmarkt von 1,9 Millionen Objekten beträgt deren Anteil lediglich 0,97 Prozent. Angesichts dieser Zahlen ist der Deutsche Ferienhausverband davon überzeugt, dass ein Verbot von Ferienwohnungen in Berlin den Wohnungsmarkt kaum entspannen wird. Offen bleibt auch die Frage, wie viele der Ferienwohnungen überhaupt als Mietobjekte durchgängig zur Verfügung stünden. Der DFV fordert daher eine sachliche und differenzierte Auseinandersetzung und einen fairen Umgang mit Ferienwohnungsanbietern.

„Ferienwohnung ist nicht gleich Ferienwohnung“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des DFV. „Es ist klar zu unterscheiden, ob es sich bei den angebotenen Ferienunterkünften um Primärwohnraum, Sekundärwohnraum oder einzelne Privatzimmer handelt. Je nach Kategorie und Grad der Eigennutzung würden sie dem Wohnungsmarkt selbst nach einem Verbot nicht zur Verfügung stehen. Ein Gesetz gegen die Vermietung würde eher den Leerstand beflügeln.“ Der Verband ist davon überzeugt, dass eine Unterscheidung der Begrifflichkeiten und eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen Unterkunftsarten die Debatte auf eine sachliche Ebene bringen würde.

Eine kleine Übersicht: Beim Primärwohnraum handelt es sich um den Erstwohnsitz, der dann als Ferienwohnung vermietet wird, wenn sich beispielsweise der Eigentümer selbst auf Reisen befindet. Beim Sekundärwohnraum geht es um die Zweitwohnung, die zum Zweck der Ferienvermietung und zum Teil auch der Eigennutzung als Ferienunterkunft hergerichtet wurde. Zusätzlich gibt es die Vermietung von einzelnen Privatzimmern. „Diese Unterscheidung ist grundlegend für eine sachliche Debatte rund um das Thema Zweckentfremdung von Wohnraum“, sagt Wann. „In erster Linie geht es um Verhältnismäßigkeiten, die durch Pauschalisierungen völlig in den Hintergrund treten.“

In der Debatte sind zuletzt die großen Sharing-Portale wie Airbnb in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Nach eigenen Angaben besteht deren Angebot zu 80 Prozent aus primärem Wohnraum, der auch bei einem Verbot dem Wohnungsmarkt nicht zur Verfügung stehen würde. Vom Gesetz betroffen sind aber vor allem die Eigentümer von Sekundärwohnraum und deren Anteil an der Mietmarktmisere ist noch geringer. In Hamburg hat man bereits eine Regelung gefunden, die das Teilen des eigenen Wohnraums nach bestimmten Rahmenbedingungen erlaubt. „Stillschweigend verschwunden sind dort dagegen die reinen Ferienwohnungen“, sagt Wann. „Darunter sind Vermieter, die sich ihre Existenz über die Ferienvermietung gesichert haben oder jene, die am Wochenende die Ferienwohnung für den Familienbesuch nutzen wollten.“ Völlig unbeachtet bleibt zudem die Zweckentfremdung von Wohnraum durch andere Branchen, wie Freiberufler. Diese genießen nach Wunsch des Berliner Senats umfassenden Bestandsschutz. Warum die Zweckentfremdung durch eine Steuerberatungskanzlei oder einen Rechtsanwalt erträglicher sein sollte als durch eine Ferienwohnung, ist für den Verband unverständlich. Er fordert faire Regelungen für alle.

Bisher haben 6.500 Eigentümer ihre Ferienwohnung in Berlin angemeldet und noch bis zum 30. April 2016 Bestandsschutz. Wie es dann weitergeht ist unklar. „Der Effekt der Rückführung von Ferienwohnungen zum Wohnungsmarkt wird verpuffen und dann wird man sich einen neuen Sündenbock für den angespannten Wohnungsmarkt suchen müssen“, sagt Wann. Dabei sind es gerade die Ferienwohnungen und Sharing-Unterkünfte, die den Tourismus beleben und die Attraktivität der Stadt fördern. „Berlin ist bunt, eine Metropole, die Trends setzen will. Ferienwohnungen sind bei vielen Gästen, insbesondere bei Familien sehr beliebt. Sie zu verbieten, hieße die touristische Vielfalt zu beschneiden.“

Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln: http://www.iwkoeln.de

Pressemeldung als PDF

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.
Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 15 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbandes ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

16. März 2016 – Anhörung im Bundestag zum Thema Ferienwohnungen in Wohngebieten

Einladung-zur-Anhörung-im-Deutschen-Bundestag

Am Mittwoch, 16. März 2016 findet um 14 Uhr die öffentliche Anhörung zum Thema “Ferienwohnungen in Wohngebieten” statt. Als Sachverständige wird unsere Geschäftsstellenleiterin Michelle Schwefel teilnehmen. Lesen Sie auch unsere Position und die aktuelle Pressemitteilung zum Thema.

 

16. März 2016: Öffentliche Anhörung im Deutschen Bundestag, Thema “Ferienwohnungen in Wohngebieten”

Einladung-zur-Anhörung-im-Deutschen-Bundestag

Am Mittwoch, 16. März 2016 findet um 14 Uhr die öffentliche Anhörung zum Thema “Ferienwohnungen in Wohngebieten” statt. Als Sachverständige wird unsere Geschäftsstellenleiterin Michelle Schwefel teilnehmen. Lesen Sie auch unsere Position zum Thema.

Verfahren mit Vermietern von Ferienwohnungen in Berlin nicht vertretbar

Der Deutsche Ferienhausverband e. V. kritisiert den Antrag der Fraktion Die Linke, Ferienwohnungen als Flüchtlingsunterkünfte nutzen zu wollen

Berlin, 15.01.2016. Laut einem Antrag der Fraktion Die Linke im Abgeordnetenhaus Berlin sollen Ferienwohnungen in der Hauptstadt zukünftig als Wohnraum für Flüchtlinge dienen. Der Deutsche Ferienhausverband kritisiert das Vorgehen und die Art und Weise, wie mit Ferienwohnungsvermietern in Berlin umgegangen wird.

Bis zum 30. April 2016 genießen Ferienwohnungen in Berlin noch Bestandsschutz – bis dahin solle der Senat, laut Antrag der Linken, mit den Eigentümern und Vermietern in Verhandlungen treten, damit diese ihre Unterkünfte an Geflüchtete und Obdachlose vermieten. 68.000 Bedürftige könnten somit untergebracht werden, heißt es in dem Dokument. Der Deutsche Ferienhausverband kritisiert diese Vorgehensweise. „Seit Monaten beobachten wir, wie Ferienwohnungen für den Wohnungsmangel in Deutschland verantwortlich gemacht werden, obwohl sie nur einen Bruchteil am Gesamtwohnungsmarkt ausmachen. Völlig außer Acht gelassen werden dagegen andere Formen der Wohnraumzweckentfremdung, wie beispielsweise freiberuflich genutzter Wohnraum“, sagt Tobias Wann, Vorsitzender des Verbands. “Um eines klarzustellen: Wir begrüßen es ausdrücklich, wenn ein Vermieter freiwillig mithilft, das drängende Problem der Unterbringung von Flüchtlingen anzugehen. Allerdings ist es schon bedenklich, Vermietern mit dem Gesetz der Wohnraumzweckentfremdung erst die Existenz- und Geschäftsgrundlage zu entziehen, um sie dann für die Flüchtlingspolitik zu instrumentalisieren.“

Der Verband zweifelt zudem die hohe Zahl der Menschen an, die in den Ferienwohnungen zumindest vorübergehend unterkommen sollen. „In Berlin sind derzeit etwa 6.500 Ferienwohnungen gemeldet. Eine Ferienwohnung umfasst im Schnitt ein bis zwei Schlafzimmer mit rund 50 Quadratmetern. Dies würde bedeuten, dass in jede der Ferienwohnungen bis zu elf Menschen unterkommen. Das halten wir für unzumutbar.“ Zwar geht der Senat von einer erheblich höheren Zahl von nicht gemeldeten Ferienwohnungen aus, allerdings bleibt offen, wie viele dieser Wohnungen tatsächlich dem Wohnungsmarkt vollumfänglich zur Verfügung stünden oder wie viele derzeit nur teilweise als Ferienwohnung genutzt werden.

Ein weiterer Punkt bleibt ebenfalls unberücksichtigt: Ferienwohnungen stellen gerade für viele Familien eine kostengünstige und die einzig geeignete Alternative zu Hotels und anderen Übernachtungsformen dar. “Es ist nicht nachvollziehbar, dass eine Stadt wie Berlin, die mit ihrer Vielfalt und Freiheit wirbt, diese ausgerechnet bei der für sie so wichtigen Tourismusbranche beschneiden möchte.”

Pressemeldung als PDF

Über den Deutschen Ferienhausverband e. V.

Der Deutsche Ferienhausverband mit Sitz in Berlin wurde im Dezember 2013 gegründet und ist mit 15 Mitgliedern Deutschlands größter Branchenverband im Ferienhaussegment. Ziel des Verbandes ist es, die Interessen der Ferienimmobilienbranche gegenüber Wirtschaft und Politik zu vertreten und Urlaubern durch die Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards Hilfestellung bei der Online-Buchung von Feriendomizilen an die Hand zu geben. Weitere Informationen unter www.deutscher-ferienhausverband.de

Pressekontakt:
Pamela Premm, Tel. 01 78 – 4 07 76 95
Michelle Schwefel, Tel. 01 51 – 68 13 90 93
E-Mail: presse@deutscher-ferienhausverband.de

Ferienwohnungen in Wohngebieten erhalten

DTV-DFV

Private und gewerbliche Ferienwohnungen und -häuser nehmen eine wichtige Rolle auf dem Beherbergungsmarkt in Deutschland ein. Viele Urlauber schätzen diese familiäre Form der Unterbringung sehr. Sie ist die zweitbeliebteste Übernachtungsform der Deutschen beim Urlaub im Inland und stellt ein wichtiges Kriterium für die Auswahl des Weiterlesen

Ferienwohnungen in Wohngebieten erhalten

Positionierung des Deutschen Tourismusverband e. V. (DTV) und des Deutschen Ferienhausverband e. V. (DFV)

DTV-DFV

Private und gewerbliche Ferienwohnungen und -häuser nehmen eine wichtige Rolle auf dem Beherbergungsmarkt in Deutschland ein. Viele Urlauber schätzen diese familiäre Form der Unterbringung sehr. Sie ist die zweitbeliebteste Übernachtungsform der Deutschen beim Urlaub im Inland und stellt ein wichtiges Kriterium für die Auswahl des Urlaubsortes dar. In vielen Tourismusorten gibt es mehr Ferienwohnungen und -häuser als Hotelzimmer. Insbesondere im ländlichen Raum ist Urlaub in einer Ferienwohnung bzw. in einem Ferienhaus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor – nicht nur für die Eigentümer, sondern für alle Branchen, die direkt oder indirekt vom Tourismus profitieren und damit auch für die Kommunen. Weiterlesen